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Lösungen für die DSGVO-Compliance

Schwerpunkt-Themen

  • DSGVO-konform mit Cognitive Computing

    Die Datenschutz-Grundverordnung der Europäischen Union (EU DSGVO) verdeutlicht es: Eine der Digitalisierung angemessene Compliance im Unternehmen zu stemmen, heißt vor allem, eine dafür geeignete Technologie einzusetzen. Allerdings besteht hier offenbar noch ein gewaltiger Nachholbedarf, wie eine aktuelle Studie des Speicherspezialisten Veritas offenlegt. Fast ein Drittel (32 Prozent) der Befragten gibt an, dass ihr Unternehmen keine Technologie besitzt, mit der Daten effektiv verwaltet werden könnten. Das beeinträchtigt wiederum die Fähigkeit, Daten effizient zu suchen, zu finden und zu prüfen. Dies sind aber die essenziellen Kriterien für die Einhaltung der DSGVO. Zusätzlich fürchten 39 Prozent der Befragten, dass ihr Unternehmen nicht in der Lage ist, Daten in der IT-Landschaft zu lokalisieren, geschweige denn zu identifizieren. Unternehmen zweifeln zudem an ihren Fähigkeiten, den Wert von Daten einzuschätzen. 42 Prozent der Befragten geben zudem an, dass sie nicht entscheiden können, welche Daten sie speichern und welche sie löschen können.

  • DSGVO & Graphtechnologie

    Der Weg personenbezogener Daten verläuft nur selten geradlinig. Umso wichtiger sind Technologien, die innerhalb komplexer Datenbeziehungen freie Sicht und eine lückenlose Nachverfolgbarkeit garantieren. Die Graph-Plattform Neo4j bietet hier auch bei stark vernetzten Daten die nötige Transparenz. Auch beim DSGVO gilt: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Wer die Aufsichtsbehörden in Sachen Compliance überzeugen will, muss es schaffen, personenbezogene Daten über alle Systeme hinweg nachzuverfolgen, zu orten und zu managen. Von dieser Transparenz sind Unternehmen oft noch weit entfernt. Das liegt häufig auch an den eingesetzten Systemen. Relationale Technologien und SQL-Datenbanken leisten gute Dienste, wenn es darum geht, strukturierte Daten abzufragen. Bei komplexen und hochgradig heterogenen Datensätzen, wie sie im Rahmen des DSGVO auftreten, liefern sie jedoch nur ein gewaltiges Labyrinth an Join-Tabellen und SQL-Codezeilen. Der Aufwand, in kürzester Zeit die komplette Interaktion zwischen einer Person und dem jeweiligen Unternehmen nachzuverfolgen und auf Anfrage darzulegen, ist enorm. Die Antwortzeiten sind extrem lang. Zudem ist es unmöglich die Abfragen bug-frei zu halten, sobald weitere Datenbeziehungen hinzugefügt werden.

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BAE Systems Applied Intelligence bietet einzigartigen Schutz für Ihr Unternehmen
BAE Systems hat die größten und meist angegriffenen Nationen und Unternehmen seit über 40 Jahren gegen komplexe Bedrohungen sowohl in der physischen als auch in der digitalen Welt verteidigt und bietet ein umfangreiches Portfolio von internen, gemanagten und cloud-basierten Produkten und Leistungen, die sich im Kampf gegen die gefährlichsten Angreifer bewährt haben.

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  • Markt: Nachrichten, Tipps, Hintergründe, Studien
  • Malware, Sichicherheitslecks & Hintergründe

Tipps und Hinweise

  • Virtuelle und Cloud-Umgebungen sichern

    Seit Anfang Januar 2018 wird auf allen Nachrichtenkanälen von CPU-Microcode-Sicherheitsrisiken berichtet. Die klingenden Codeworte "Meltdown" und "Spectre" stehen für "speculative execution side-channel attacs" - der Hinweis, Betriebssysteme und Hardware zu aktualisieren, ist mehr als dringlich. Es ist kein Zufall, dass die Begrifflichkeiten an James-Bond-Filme oder an Tech-Thriller erinnern. Die Sicherheitslücken können zum Thriller für die gesamte IT-Welt werden, denn alle Systeme die heute am Arbeitsplatz, im Rechenzentrum, in Smartphones oder in Consumergeräten verwendet werden, haben Prozessoren (CPUs) von Intel, AMD oder ARM verbaut. Jene Prozessoren, die in den letzten fünf bis sechs Jahren hergestellt worden sind, haben genau diesen Bug. Fazit: Fast alle Geräte, die wir nutzen und die uns bei der Arbeit unterstützen, sind betroffen.

  • Vier Schritte für mehr Schutz vor Ransomware

    Cyber-Attacken werden zu einem immer größeren Problem. So wurden im Mai 2017 mehr als 230.000 Systeme weltweit vom Verschlüsselungstrojaner WannaCry befallen. Im November 2017 stellte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) seinen Bericht zur Lage der IT-Sicherheit in Deutschland 2017 vor. Darin wird die Gefährdungslage als "weiterhin auf hohem Niveau angespannt" beschrieben. Höchste Zeit für alle Unternehmen, sich zu wappnen, fordert DeskCenter. Die weltweite Dimension der WannaCry-Attacke machte es überdeutlich: Sicherheits- und IT-Prozesse sind in vielen Unternehmen noch unzureichend unterstützt. Denn ein Patch, der bereits seit zwei Monaten verfügbar war, hätte einen Befall durch den Trojaner verhindert. Doch viele IT-Abteilungen sind mit dem tagesaktuellen Patching ihrer IT überfordert, denn manuell ist die Software-Aktualisierung zu aufwändig und vor allem zu langwierig -vorausgesetzt man kennt überhaupt alle Geräte und die darauf installierte Software.

  • Vorhandene Sicherheitseinstellungen aktivieren

    Oft findet der Router erst dann Beachtung, wenn das WLAN nicht funktioniert. Beim Schutz ihrer Geräte vor Hackern und Malware wird das Gerät hingegen häufig vergessen. Denn was Sicherheitseinstellungen betrifft, bekommen Heimanwender nicht immer ein Rundum-Sorglos-Paket mitgeliefert. Ungeschützt kann ein Router Angreifern Tür und Tor öffnen. Dabei tragen schon einige Maßnahmen dazu bei, die Sicherheit des Heimnetzwerks enorm zu verbessern. Eset gibt Tipps, wie Nutzer ihren Router sichern und so ihre Geräte und persönliche Daten noch besser schützen können.

Hintergrund

  • Angriffe auf das Internet der Dinge (IoT)

    Avast hat ihren Sicherheitsreport für 2018 vorgestellt. Daraus geht hervor, dass in diesem Jahr verstärkt eine Kombination aus neuen und traditionellen Sicherheitsbedrohungen auftreten wird, darunter auch erste Angriffe, die auf künstlicher Intelligenz (KI) basieren. Darüber hinaus werden sich Massenattacken, Erpressertrojaner, vermehrte Angriffe auf das Internet der Dinge (IoT), Krypto-Mining-Malware und Attacken auf Services, die auf der Blockchain-Technologie basieren, häufen. Der Report berichtet außerdem über zunehmend ausgefeiltere Supply-Chain-Attacken, gemeinsam mit der Zunahme von dateiloser Malware, dem Diebstahl persönlicher Daten und bereits bekannten mobilen Bedrohungen wie beispielsweise Banking-Trojaner.

  • Verschlüsselung auf Internetseiten

    Die "Nutzung von Verschlüsselung (TSL/SSL beziehungsweise HTTPS) auf Internetseiten von Bundesbehörden" beschäftigt die Fraktion Die Linke in einer Kleinen Anfrage (19/517). Wie die Abgeordneten darin ausführen, handelt es sich bei " Transport Layer Security" um ein gängiges Verschlüsselungsprotokoll für Datenübertragung im Internet, das unter anderem im Rahmen von HTTPS verwendet wird, "einer verschlüsselten Version des Hypertext Transfer Protocol (HTTP), das insbesondere der Übertragung von Webseiten dient".

  • Heimliches Schürfen von Kryptowährung

    Das Jahr 2017 war für Kryptowährungen turbulent: Bitcoin, Ether und Co. erlebten einen Boom wie noch nie zuvor. Doch mit dem steigenden Wert und der Beliebtheit von virtuellen Währungen wuchs auch die Gier von Cyberkriminellen: Sie nutzten zunehmend ausgefeilte Methoden und erbeuteten damit Kryptowährungen im Wert von Millionen. Der europäische Security-Hersteller Eset zeigt in einer Bestandsaufnahme, welche Taktikten die Hacker dazu nutzten, 2017 zum "Jahr der virtuellen Bankräuber" zu machen - und wirft einen Blick auf das, was in diesem Jahr auf Nutzer von Kryptowährungen zukommen könnte.

Studien

  • Geopolitische Konflikte & Defacement-Angriffe

    Forscher von Trend Micro zeigen in dem neuen Bericht "A Deep Dive into Defacement" die Zusammenhänge zwischen geopolitischen Konflikten und Defacement-Angriffen auf Websites auf. Die Konflikte, die die meisten solcher Cyberangriffe zur Folge hatten, sind der Kaschmir-Konflikt, der Nahost-Konflikt und der syrische Bürgerkrieg.

  • Ransomware: Schlüsselbedrohung für die Unternehmen

    Wie stand es 2017 um die modernen IT-Gefahren für Unternehmen und wie haben sich Firmen gegen diese aufgestellt? Eine von Sophos beauftragte Befragung unter 2.700 IT-Entscheidern mittlerer Unternehmensgröße in zehn Ländern identifiziert Ransomware als eine der Hauptbedrohungen für die IT-Sicherheit: 54 Prozent aller befragten Unternehmen sahen sich 2017 Attacken durch die Erpressungssoftware ausgesetzt - und dies im Durchschnitt sogar zweifach. Der durchschnittliche Schaden für Unternehmen belief sich dabei auf gut 107.000 Euro. Am meisten betroffen waren Unternehmen aus der Gesundheitsbranche, das Land mit den meisten Ransomware-Attacken war Indien. Gut 30 Prozent erwarten Ransomware-Angriffe für die Zukunft.

  • Gesamtschaden von knapp 2,2 Milliarden Euro

    Norton by Symantec veröffentlichte die neueste Auflage ihres jährlichen "Norton Cyber Security Insights Reports" (NCSIR). Der Bericht zeigt, dass sich noch immer viele Verbraucher im Netz zu sicher fühlen. Cyberkriminelle widerlegen dieses falsche Sicherheitsgefühl und haben im vergangenen Jahr mit ihren Aktivitäten in den 20 untersuchten Ländern insgesamt 172 Milliarden US-Dollar von 978 Millionen Verbrauchern gestohlen. Allein in Europa waren im untersuchten Zeitraum mehr als 98 Millionen Menschen von Cyberkriminalität betroffen, wobei ein Schaden von 27,4 Milliarden US-Dollar entstanden ist. Das ist mehr als das Bruttoinlandsprodukt manches europäischen Landes. Auch für Deutschland sind die Zahlen besorgniserregend. So wurden im Untersuchungszeitraum über 23 Millionen Deutsche Opfer von Cyberkriminalität. Das entspricht mehr als einem Drittel der Erwachsenen, die online gehen (38 Prozent). Dabei entstand ein Gesamtschaden von knapp 2,2 Milliarden Euro. Jedes einzelne Opfer war zudem durchschnittlich 14,6 Stunden - also fast zwei volle Arbeitstage - damit beschäftigt, die Folgen der Cyberattacke zu beheben.

Nachrichten

  • Einsatzteam für Computernotfälle

    Die Europäische Union will sich besser gegen Cyberbedrohungen schützen. Die EU-Institutionen haben eine interinstitutionelle Vereinbarung unterzeichnet, mit der ein ständiges Einsatzteam für Computernotfälle (Computer Emergency Response Team - CERT-EU) für die europäischen Organe, Einrichtungen und Agenturen eingerichtet wird. Bereits im September hatte die EU-Kommission eine Reihe von Maßnahmen zur besseren Reaktionsfähigkeit der EU auf Cyberangriffe vorgeschlagen. Der für den digitalen Binnenmarkt zuständige Kommissionsvizepräsident Andrus Ansip erklärte: "Das Computer Emergency Response Team ist ein wichtiger Akteur beim Schutz der EU-Institutionen vor Cyber-Bedrohungen. Es zeigt, wie viel die EU-Institutionen erreichen können, wenn sie gemeinsam handeln."

  • Warnungen vor IT-Sicherheitslücken

    Öffentliche Warnungen vor Sicherheitslücken in informationstechnischen Systemen sind ein Thema der Antwort der Bundesregierung (18/13566) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (18/13413). Darin erkundigten sich die Abgeordneten unter anderem danach, ob die Bundesregierung die Auffassung teilt, "dass die Zurückhaltung beziehungsweise fehlende staatliche Meldung jeglicher Formen von Sicherheitslücken an Hersteller wie Bürgerinnen und Bürger im konkreten Fall nicht nur Gefahren für Einzelpersonen, sondern für die kritischen Infrastrukturen der Bundesrepublik Deutschland insgesamt nach sich ziehen können".

  • Freie Software und IT-Sicherheit

    Mit Auswirkungen des Einsatzes von Open-Source-Betriebssystemen auf die IT-Sicherheit befasst sich die Deutsche Bundesregierung in ihrer Antwort (18/13069) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (18/12698). Danach ist es ein zentraler Aspekt innerhalb der IT-Strategie des Bundes, "Monokulturen zu vermeiden, weil diese leichter angreifbar und daher sicherheitstechnisch bedenklich sind". Zudem ermögliche eine gewisse Software-Vielfalt eine Hersteller-Unabhängigkeit, verhindere die Bildung von Monopolen und schütze vor den damit verbundenen negativen finanziellen Auswirkungen. Der Einsatz von Freier Software ist der Antwort zufolge mit technischen und strategischen Vorteilen verbunden, "die durch die Eigenschaften Freier Software wirksam werden, und zwar vorrangig bei Einsatz, Lernen, Erweitern, Verteilen". Beim Einsatz der Freien Software sind laut Vorlage zwei technische Aspekte hinsichtlich der IT-Sicherheit besonders wichtig.

Malware-Warnungen

  • Neue Spionage-Malware ersetzt FinFisher

    Bei tiefgehenden Forschungen zu der berüchtigten Spyware FinFisher ist Eset auf eine neue Schadsoftware gestoßen: Die Malware StrongPity2 weist große Ähnlichkeiten zu der bereits bekannten Spyware auf. Die FinFisher-Kampagne wurde im September 2017 eingestellt, nachdem Eset aktuelle Forschungsergebnisse veröffentlichte. Nur wenige Wochen später wurden die Eset-Forscher auf Cyberattacken aufmerksam, bei denen sehr ähnliche Angriffsszenarien genutzt wurden. StrongPity2 gehört zu einer anderen Malware-Familie. Die Gemeinsamkeiten deuten jedoch darauf hin, dass die Malware nun als Ersatz für FinFisher verwendet wird.

  • DoubleLocker nutzt Android-Bedienungshilfen

    Eset warnt aktuell vor einer neuen Bedrohung für Android-Geräte. Der von Eset-Forschern entdeckte Android-Schädling verbreitet sich vorrangig als vermeintlicher "Adobe Flash Player" über infizierte Webseiten. DoubleLocker gilt nach Analyse der Experten als technisch ausgereift und kombiniert cyberkriminelle Taktiken auf neue Weise: Nach erfolgter Infektion verschlüsselt die Ransomware sämtliche Daten im Gerätespeicher und sperrt den Nutzer zusätzlich durch Veränderung der PIN aus. Um das Gerät von der DoubleLocker-Ransomware zu befreien, ist ein Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen notwendig. "DoubleLocker nutzt Android-Bedienungshilfen, was ein beliebter Trick unter Cyberkriminellen ist. Die Nutzlast dieser Ransomware kann die PIN des Geräts ändern, sodass das Opfer nicht mehr darauf zugreifen kann und die Daten verschlüsselt werden. Diese Kombination von Tools wurde im Android-Ökosystem noch nicht beobachtet", so LukᚠŠtefanko, Malware Researcher bei Eset und Entdecker von DoubleLocker.

  • Antivirenprogramme schützen

    Eset verzeichnet eine starke Verbreitung eines altbekannten Schädlings: Der Trojaner HTML/FakeAlert wurde erstmals im Dezember 2009 entdeckt. Dann war es lange Zeit ruhig um die Schadsoftware, bis 2015 die Fälle erneut anstiegen. Seitdem ist die Erkennungsquote weltweit enorm gestiegen. Derzeit zählt HTML/FakeAlert zu den fünf größten Bedrohungen rund um den Globus und weist in Deutschland die höchsten Erkennungsraten im Vergleich zu anderer Malware auf. Der Trojaner HTML/FakeAlert kann durch anderen Schadcode auf den Computer eines Opfers gelangen, wie etwa über Webseiten, E-Mail-Anhänge oder Downloads von Filesharing-Seiten.

Sicherheitslecks

  • Risikobasiertes Management der Schwachstellen

    Spectre und Meltdown dominieren auf Grund ihres massiven Ausmaßes seit Wochen die Schlagzeilen. Doch die Prozessor-Schwachstellen sind nicht unbedingt die einzige Gefahr für Unternehmen. Secunia Research von Flexera veröffentlichte bereits mehr als 35 Vulnerability Advisories zu Spectre/Meltdown. Davon wurden die meisten als "mäßig kritisch" bewertet, mit Kritikalitätswerten von 1 bis 3 bei max. 5 Punkten. Die mögliche Schlussfolgerung: Trotz aller Sicherheitsrisiken durch Spectre und Meltdown, stellen weitere kritische, nicht gepatchte Schwachstellen im Umfeld eine weit gefährlichere und unmittelbare Bedrohung dar.

  • Sicherheitslücken: Sabotage einer Tankstelle

    Die Sicherheitsexperten von Kaspersky Lab haben im Rahmen einer Untersuchung eine Reihe unbekannter Schwachstellen in einer Steuereinheit gefunden, die von Tankstellen weltweit eingesetzt wird. Die Sicherheitslücken betreffen ein Embedded-System, von dem derzeit über tausend Einheiten installiert und online sind. Über die Schwachstellen wären Hacker in der Lage, via Fernzugriff die Kontrolle über betroffene Systeme zu erlangen. Kaspersky Lab hat den Hersteller umgehend nach Entdeckung der Schwachstellen über die Gefahr informiert.

  • Was sind Meltdown und Spectre?

    Nach den ersten Berichten über die bekannt gewordenen Schwachstellen in Mikroprozessoren, arbeiten die betroffenen Chiphersteller mit Hochdruck an einer industrieweiten Lösung. Mit täglich neuen Details und Meldungen von Seiten der Sicherheitsexperten und Unternehmen bleibt die Lage unübersichtlich. Digital Shadows hat die wichtigsten Fragen und Antworten zusammengestellt. Die Meltdown und Spectre getauften Sicherheitslücken ermöglichen es Angreifern, auf Systemspeicherinformationen im Kernel, dem privilegiertesten Bereich moderner Betriebssysteme, zuzugreifen. Der Kernel verwaltet Prozesse wie das Starten und Beenden von Anwenderprogrammen, Sicherheitseinstellungen, Speicherverwaltung und die Steuerung von Hardware wie Speicher- und Netzlaufwerken.

Hintergründe

  • Neues IoT-Botnet "Hide'n Seek" entdeckt

    Die Security-Experten von Bitdefender haben ein neues IoT-Botnet entdeckt, das sich bislang überwiegend auf IP-Kameras fokussiert. Der Bot namens HNS (Hide'n Seek) wurde vom Bitdefender-IoT-Honeypot-System abgefangen und erstmals am 10. Januar registriert. Er verschwand in den folgenden Tagen, um am 20. Januar in deutlich verbesserter Form wieder aufzutauchen. Die gleich zu Beginn gefundenen Samples befinden sich auf IP-Kameras, die von einem koreanischen Unternehmen hergestellt werden. Diese Geräte schienen eine wichtige Rolle im Botnet zu spielen, denn von den zwölf IP-Adressen, die in der Stichprobe fest kodiert waren, gehörten zehn zu den Geräten des Herstellers Focus H&S. Die neue Version, beobachtet am 20. Januar, verzichtete auf hart kodierte IP-Adressen.

  • Geschäft um die Spyware herum aufgebaut

    Eset ist eine detaillierte Analyse der berüchtigten Spyware FinFisher gelungen. Es ist die erste derartige Untersuchung von FinFisher seit 2010. Seitdem haben die Entwickler der Spyware enorme Anstrengungen unternommen, um solche Analysen zu verhindern und die Funktionsweise von FinFisher zu kaschieren. Die Eset-Forscher mussten daher zunächst diverse Sicherheits- und Verschleierungsbarrieren durchbrechen.

  • Gefälschte Office-365-Mails im Umlauf

    Die Sicherheitsexperten von Retarus warnen vor einer besonders perfiden Phishing-Angriffswelle: Derzeit befinden sich personalisierte Phishing-Mails in einem täuschend echten Microsoft-Layout im Umlauf, die den Empfänger unter anderem zu einer zweifachen Passwort-Eingabe auffordern. Retarus empfiehlt daher die sorgfältige Überprüfung enthaltener Links. Zusätzlichen Schutz bieten spezielle E-Mail-Security-Lösungen mit umfangreicher Phishing-Filterung und modernen Funktionen für die Advanced Threat Protection.

Statistiken

  • Kampf um einen sicheren Markt für Kryptowährungen

    ThreatMetrix hat im 4. Quartal 2017 gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres eine Zunahme der Anzahl von Cyberangriffen um 113 Prozent verzeichnet. Auch die Art der Attacken hat sich verändert. Der Cybercrime Report Q4 2017 zeigt, dass Marktplätze für Kryptowährungen, die den Handel mit der gesamten Palette digitaler Währungen erleichtern sollen, zahlreiche betrügerische Aktivitäten verzeichnen mussten. Die Welt der Kryptowährung hat sich von der Spielwiese der kriminellen Szene zu einem Hauptziel bei Angriffen auf legitime Transaktionen entwickelt.

  • Software-Schwachstellen mit hohem Schweregrad

    Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) veröffentlichte den aktuellen Stand der weltweit registrierten Software-Schwachstellen. Im Jahr 2017 hat die Zahl der weltweit registrierten Software-Sicherheitslücken einen neuen Höchststand erreicht. Die Auswertung des Potsdamer Hasso-Plattner-Instituts (HPI) ergab, dass in den vergangenen zwölf Monaten rund 11.003 Meldungen zu Software-Schwachstellen registriert oder aktualisiert wurden. Im Jahr 2016 waren es noch 8.093 Schwachstellen gewesen, danach folgt auf Platz drei das Jahr 2014 mit 7.682 Schwachstellen.

  • Schürfen von Krypto-Währungen lag 2017 im Trend

    Die Sicherheitsforscher von Malwarebytes veröffentlichen ihren jährlichen Report "Malwarebytes Cybercrime Tactics and Techniques: 2017 State of Malware Report", mit einer Analyse der wichtigsten Malware-Bedrohungen im Jahr 2017 und die wichtigsten Erkenntnisse für 2018. Dabei zeigt dieser Report eine deutliche Veränderung der Angriffsmethoden durch Cyber-Kriminelle: Zwar war Ransomware die beliebteste Angriffsart in 2017, aber es gab auch einen massiven Anstieg an Krypto-Schürfern, Bankentrojanern und Adware. Beispielsweise blockte Malwarebytes im Durchschnitt 8 Millionen Drive-By Mining-Versuche pro Tag im September 2017.

Fachbeiträge

Grundlagen

  • Cybersicherheit ist ein schrittweiser Prozess

    Unsere zunehmende Abhängigkeit von digitalen Systemen schafft ständig neue Optionen für Hacker. Die jüngsten Änderungen bei der Kreditkarten- und E-Mail-Sicherheit erhöhen eher die Anzahl von Online-Identitätsdiebstählen und anderer Cyberverbrechen. Herkömmliche Maßnahmen reichen längst nicht mehr aus, meint GlobalSign-Gastautorin Shea Drake in ihrem Blogpost, rät aber trotzdem zu einer gewissen Pragmatik und gibt entsprechende Tipps.

  • Standardisierte Hacking-Techniken

    Anbieter von IT-Sicherheitslösungen werden sich stärker vor dem Gesetzgeber zu verantworten haben: Schwerwiegende und folgenreiche Angriffe wie WannaCry und Datenschutzverletzungen haben bereits die Aufmerksamkeit des Gesetzgebers sowohl in den USA als auch in Großbritannien und den übrigen europäischen Ländern auf sich gezogen. In den USA rechnet man fest damit, dass sich in nicht allzu ferner Zukunft Anbieter von Cybersicherheitslösungen vor dem Kongress werden verantworten müssen. Ähnliche Bestrebungen, Hersteller stärker als bisher in die Pflicht zu nehmen gibt es auch hierzulande. Das im Herbst letzten Jahres auf den Weg gebrachte BSI-Projekt "Impulse für eine smarte und sichere digitale Gesellschaft" zielt in eine ähnliche Richtung: "Ziel des von Vertretern aus Zivilgesellschaft, Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung formulierten Impulspapiers ist, den aktuellen Stand der gesellschaftlichen Debatte zu Fragen einer sicheren Informationsgesellschaft transparent zu machen und den weiteren Diskurs anzuregen. Insbesondere werden die Punkte der staatlichen und gesamtgesellschaftlichen Verantwortung, Bildung und Forschung, Haftung, Sicherheitsstandards sowie Zertifizierung adressiert."

  • Große Zahl ungesicherter IoT-Geräte

    DDoS-Angriffe haben sich in den letzten sechs Monaten nahezu verdoppelt. Laut einer Studie von Corero Network Security entspricht das einem monatlichen Mittel von 237 Angriffsversuchen. Einer der Gründe für den Anstieg liegt in der hohen Zahl einfach zu übernehmenden IoT-Geräten, die zumeist nur unzureichend geschützt sind. Diese "smarten" Geräte eignen sich dann ganz vorzüglich um zu einem Teil eines riesigen Botnets zu werden. Dieses Problem wird sich weiter verschärfen. Dazu muss man nur an die unzähligen Gadgets für Endverbraucher denken, die etwa in der Weihnachtszeit über die physischen und virtuellen Ladentische gewandert sind. Diese Geräte sind eines der vordringlichen Ziele für die Übernahme durch Hacker. Neben den Bedenken, die man im Hinblick auf die Sicherheit der Privatsphäre und vertraulicher Daten hegen kann gibt es noch eine ganze Reihe von weiteren ernsthaften Gefahren, die mit diesen Geräten verbunden sind. Hacker machen sich unsichere IoT-Geräte zunutze um riesige Bot-Netze aufzubauen und DDoS-Attacken zu lancieren. Unsichere IoT-Devices waren in einigen der größten DDoS-Angriffe auf Online-Plattformen innerhalb der letzten Jahre beteiligt. Es spielt bei DDoS-Angriffen keine Rolle, wie groß ein Unternehmen ist. Gefährdet sind alle. Und sollten entsprechend Sorge tragen, was die Sicherheit ihrer Geräte, Daten und Netzwerke anbelangt.

  • A fool with a tool

    Unternehmen stehen heute vielfältige Sicherheitslösungen zur Verfügung. Doch ein Sammelsurium aus technischen Einzelmaßnahmen kann nur bedingt gegen Angriffe schützen. Vielmehr benötigen Unternehmen eine Informationssicherheitsstrategie, gestützt auf Prozesse und Tools die es einem Unternehmen ermöglichen, Informationssicherheit effizient und effektiv zu managen. Der Schlüssel zum Erfolg wird dabei im richtigen Mix aus Menschen und deren Fähigkeiten, Prozessen und Tools liegen. Nur so wird es Unternehmen gelingen proaktiv zu agieren und durch Antizipation zukünftiger Bedrohungen und entsprechender Vorbereitung die richtigen Maßnahmen zum Schutz ihrer sensiblen Daten zu treffen.

  • Was ist Certificate Transparency?

    Möglicherweise haben Sie schon vor einigen Jahren von Certificate Transparency (CT) gehört, als Google die Anforderung für alle Extended Validation (EV) SSL/TLS-Zertifikate ankündigte, die nach dem 1. Januar 2015 ausgestellt worden sind. Seitdem hat Google die Anforderung auf alle Arten von SSL-Zertifikaten ausgedehnt und zuletzt eine Frist bis zum April 2018 gesetzt. Zertifikaten, die nicht CT-qualifiziert sind und die nach diesem Datum ausgestellt werden, wird in Chrome nicht vertraut. GlobalSign hat im Hintergrund bereits daran gearbeitet, dass alle Zertifikate mit CT ausgestattet werden - Extended Validation (EV) seit 2015, Domain Validated (DV) seit August 2016 und Organisation Validated (OV) ab Oktober 2017 - GlobalSign-Kunden sind damit für den Fristablauf seitens Google gerüstet.

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