Im Überblick

Dark Web: Umgang mit illegalen Datensätzen

Dark Web: Umgang mit illegalen Datensätzen

Social Engineering-Angriffstaktiken wie beispielsweise Phishing fordern nicht nur technische Vorsichtsmaßnahmen, sondern auch ein entsprechendes Risikobewusstsein auf Seiten der potenziellen Opfer. Ihr Verhalten kann größeren Schaden verhindern, sollte es zu einem Angriff kommen, der technische Schutzmaßnahmen umgeht. Leider hält sich in Belegschaften mitunter hartnäckig der Glaube, die Unternehmensdaten könnten für Cyberkriminelle keine interessante Beute sein. Dazu trägt vor allem eine Fehleinschätzung des Gegenübers bei. Die Vorstellung von Hackern ist in der breiten Masse der Bevölkerung von einem Stereotyp geprägt: Der talentierte Programmierer, der als Einzelgänger Ziele aussucht, um sein Können zu erproben. Ein Bild, das in den frühen Zeiten des Internets entstanden ist und nicht zuletzt mit Hilfe der Popkultur bis heute nicht ganz aus den Köpfen verschwunden ist.


Im Überblick

Cybererpressung durch Ransomware

Cybererpressung durch Ransomware

Die Cybererpressung durch Ransomware bleibt eine der größten Sicherheitsbedrohungen für Unternehmen. Die gängige Praxis in der Cybersecurity ist heute, sich gegen die Auslieferungs- und Ausführungsphasen dieser Angriffe zu schützen. Beinahe kein Unternehmen ist jedoch in der Lage, die automatisierte Ausbreitung der Ransomware-Nutzlast proaktiv zu verhindern, wenn sie die Verteidigungsmaßnahmen bei der Auslieferung und Ausführung umgangen hat.


Inhalte


14.02.17 - Neue Mirai-Angriffe Aber: Es geht noch immer um Passwörter

10.02.17 - Warum es nicht immer russische Hacker sind Insider, die unterschätzte Gefahr

09.02.17 - Der Wechsel von reaktiven hin zu proaktiven Lösungen ist auch in der Cybersicherheit unabdingbar

08.02.17 - Neue Anforderungen für Code-Signing-Zertifikate treten in Kraft

01.02.17 - Juristischer Spickzettel in Sachen Ransomware

27.01.17 - Die fünf wichtigsten Erkenntnisse für CEOs aus den jüngsten Cyberangriffen

10.01.17 - Das Mirai-Botnetz oder die Rache des IoT

10.03.17 - Big Data-Security durch automatisierte Datenanalysen

16.03.17 - Tipps zum sicheren E-Mailen, Online-Kaufen und für die Facebook-Nutzung

27.03.17 - Was die EU-Datenschutz-Grundverordnung mit Zugriffkontrolle zu tun hat

27.03.17 - Dr. Ann Cavoukian zu Privacy by Design, Privacy by Default und der 2018 in Kraft tretenden EU-Datenschutz-Grundverordnung

31.03.17 - S/MIME: Eine effektive Waffe gegen verschiedene Arten von Phishing-Angriffen

05.04.17 - Das Internet der Dinge (IOT) hat eine breite Palette unterschiedlicher Sicherheitsrisiken im Gepäck

13.04.17 - Bei Cyberattacken geht es heute vor allem ums Geld

13.04.17 - Das Internet der Dinge (IoT) ist ein guter Ausgangspunkt, um seine Lehren in Sachen IT-Sicherheit zu ziehen

25.04.17 - Ransomware am Endpoint vorausschauend erkennen

10.05.17 - Google erfreut sich auch bei Hackern großer Beliebtheit

23.06.17 - Ein Jahr vor der DSGVO: Wie Unternehmen den EU-Datenschutz umsetzen

31.07.17 - HIPAA und Best Practices für mehr Cybersicherheit im Gesundheitswesen

08.08.17 - Mit Cyber Intelligence gegen Bedrohungen

09.08.17 - Wie sich mit Failover-Lösungen Netzausfälle im Handel verhindern lassen

14.08.17 - Angriffspläne von Hackern kreuzen - Die CyberKill Chain

25.08.17 - Ransomware: Die Seuche des 21. Jahrhunderts

13.10.17 - Datenschutzrechtliche Auflagen verlangen die strikte Trennung von privaten und Unternehmensdaten auf den Endgeräten der Arbeitnehmer

30.10.17 - Der Hacker fährt mit die Zukunft autonomen Fahrens

02.11.17 - Machen wir uns nichts vor Authentifizierung reicht einfach nicht

06.11.17 - Was versteht man unter Certificate Transparency oder der CT-Richtlinie?

08.01.18 - IT-Security muss einer ganzheitlichen Informationssicherheitsstrategie folgen

15.02.18 - Unsichere IoT-Geräte, eine Einladung zu DDoS-Angriffen

14.03.18 - Politik und Cybersicherheit: Vier große Trends für 2018

21.03.18 - Unternehmen gehen verstärkt gegen Cyberkriminalität vor: Trotzdem passieren Datenpannen häufig genug, denn Hacker haben inzwischen Methoden entwickelt traditionelle Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen

28.05.18 - Unternehmen sollten ihre Erwartungen in einem "IT Code of Conduct" klären und dokumentieren

29.05.18 - Bei einem Identitätsdiebstahl ist potenziell die komplette Online-Identität betroffen

21.06.18 - Die Attached Password Stealer-Methode: Cyberkriminelle verwenden gängige Dateitypen, um Kennwörter zu stehlen

26.06.18 - Weniger ist mehr: Die Vorteile von Hyperkonvergenz und Virtualisierung im Security-Management nutzen

20.07.18 - Entscheidung für Windows 10: The Day After

23.07.18 - Trotz modernster Technologien bleibt ein ernstes Sicherheitsrisiko: Der Mensch

24.07.18 - IoT-Sicherheit: Die enorme Anzahl vernetzter Dinge und damit verbundener Prozesse bringt naturgemäß mehr Schwachstellen mit sich

30.07.18 - Warum Zulieferer für die Automobilbranche ihre BC/DR-Lösungen aufrüsten müssen, um ein höheres Maß an IT-Resilience zu erreichen

24.08.18 - Datenzentrierter Security-Ansatz zum Schutz vor böswilligen Insidern

27.08.18 - Polymorphe Malware Meister der Tarnung

28.08.18 - Das Internet der Dinge (IoT) identifizieren - Gerät für Gerät

13.09.18 - Auf den Spuren der Hacker: Wie werden gestohlene Passwörter genutzt?

18.09.18 - IT-Sicherheit gehört ganz oben auf die Agenda jedes Unternehmens und zwar in den Chefetagen

02.10.18 - Das Internet der Dinge identifizieren - Gerät für Gerät

05.10.18 - Mit Sicherheit zum ROI: Investitionen in die Cybersicherheit und wie man sie intern überzeugend verargumentiert

22.10.18 - Ransomware-as-a-Service: Geschäftsmodell Satan & Co.

16.11.18 - Künstliche Intelligenz erhöht die Sicherheit im Netzwerk

22.11.18 - IoT verändert Sicherheitsdenken: Warum PKI immer wichtiger wird

14.12.18 - Die Unsicherheit der Dinge: Willkommen im Botnet

24.01.19 - Die fünf Säulen effizienter und sicherer Datenverschlüsselung

13.02.19 - In einer zunehmend digitalisierten Welt wird Authentifizierung immer wichtiger und zugleich zu einer immer größeren Herausforderung

28.02.19 - Sieben Fragen für einen effizienten CISO: Die Datenschutzresolution 2019

01.03.19 - Sicherheitsrisiko gefährdet Unternehmensexistenzen

07.03.19 - Die Zukunft der Ransomware: IoT-Geiselnahmen und mobile Ransomware

08.03.19 - Die Macht der Algorithmen: So hilft Maschinelles Lernen in der modernen IT-Sicherheit

13.03.19 - Risiko IoT-Apps: Die Verwundbarkeit der Dinge durch Anwendungsschwachstellen

03.04.19 - Selbst Unternehmen, die deutlich mehr als der Durchschnitt in Sicherheitsmaßnahmen investieren, sind vor Angriffen und Datenschutzverstößen nicht gefeit

08.04.19 - Gefahren für die IT-Sicherheit die von Quantencomputern ausgehen

23.04.19 - Robotic Process Automation im Umgang mit sensiblen Daten

23.04.19 - Organisationen decken Angriffe um eine Woche schneller auf

24.04.19 - Künstliche Intelligenz: Freund oder Feind der Cybersicherheit?

02.05.19 - Verhindern von Datenschutzverletzungen beginnt bei den Grundlagen

06.05.19 - Cyberkriminelle und ihre psychologischen Tricks

14.05.19 - Der Großteil aller Cyberattacken wird von gängigen Sicherheitslösungen nicht erkannt

16.05.19 - Der Netzwerk-Detektiv: Wie die Analyse des Netzwerk-Traffics bei der Bekämpfung fortschrittlicher Bedrohungen hilft

23.05.19 - Künstliche Intelligenz, auch ein probates Mittel gegen den Fachkräftemangel in der Cybersicherheit?

28.05.19 - Best Practices für strukturierte und unstrukturierte Daten

29.05.19 - Wie man illegales Mining von Krypto-Währungen im Unternehmen erkennt und verhindert

09.07.19 - Welche Vorteile hat der Einsatz von KI und ML in der Cyber-Sicherheit?

16.07.19 - Der Einsatz von Ethical Hackers und Bedenken beim Einsatz ehemalig krimineller Hacker

17.07.19 - Wie eine EPP- und EDR-Lösung IT- und Sicherheitsteams helfen können, blinde Flecken zu identifizieren

22.07.19 - Maschinelles Lernen in der Cybersicherheit: Einsatzgebiete und Grenzen

02.08.19 - Wenn künstliche Intelligenz schief geht: Wie man Science Fiction von der Realität trennt

05.08.19 - Die sich schnell entwickelnde Bedrohung durch modulare Malware erfordert eine mehrschichtige Schutzstrategie aus Technologien und Best Practices

13.08.19 - Hardware-Appliances im Rechenzentrum: Zeit Lebwohl zu sagen

14.08.19 - Angreifer brauchen nur eine einzige Schwachstelle auch die bei einem Lieferanten genügt

16.08.19 - Was jeder IT-Sicherheitschef wissen sollte. Ein Leitfaden

03.09.19 - Sicherheitsrisiken im Gesundheitswesen - Tendenz steigend

09.09.19 - Data Loss Prevention-Lösungen nutzen Managed Services

13.09.19 - Medizinische Einrichtungen verwalten Hunderte, möglicherweise Tausende von Geräten in ihren Krankenhäusern oder Kliniken: Wie man Angriffe am besten verhindert

09.10.19 - Datendieben einen Schritt voraus: Data Security-as-a-Service in Zeiten des Fachkräftemangels

10.10.19 - Bleiben Sie wachsam: Datenschutzrechtliche Erwägungen für die kommenden Monate

21.10.19 - Wenn Kriminelle Daten nicht stehlen, sondern gezielt verändern

23.10.19 - Der erbitterte Kampf gegen das Darkweb ein zweischneidiges Schwert?

24.10.19 - KI in der Cybersicherheit aber auch ein neues Hacker-Tool

29.10.19 - Sicherheitsrisiko Slack: Collaboration-Tools absichern mit CASBs

22.11.19 - Digitale Signaturen in Europa: Der Hintergrund

24.01.20 - Im Wettlauf gegen Cyberkriminelle: Fallstricke manueller Incident Response

18.02.20 - Automatisierung des Data Vaults hilft bei der Verwaltung von Big Data

16.03.20 - Das unsichere Klassenzimmer: Cyberangriffe gegen Schulen sind keine Seltenheit mehr

25.03.20 - Das Verständnis von Datenschutz – über die Grenzen hinaus

06.04.20 - IT-Sicherheit im ewigen Wettlauf mit der dunklen Seite der Macht

07.04.20 - Conversation Hijacking: Best Practices zum Schutz vor hochpersonalisierten Angriffen

13.05.20 - Die Zukunft des Backups: Von periodisch zu kontinuierlich

30.06.20 - Secure Access Service Edge (SASE): Konvergente Technologien für Sicherheit in der Cloud

01.07.30 - Vier Pfeiler für Business Continuity in Zeiten der Krise

09.07.20 - Momentan schwappt eine Welle neuer Phishing-Angriffe mit dem Schlagwort "Coronavirus" in die E-Mail-Posteingänge

27.07.20 - Wie (und warum) Unternehmen Cybersicherheits-Audits durchführen sollten

13.08.20 - Bedeutung von einem angemessenen Schutz vor IT-Sicherheitsrisiken nimmt zu

20.08.20 - Dran bleiben: Wer nicht ausreichend testet, riskiert die Resilienz des Unternehmens

31.08.20 - Hospitality-Gewerbe im Visier eines BadUSB Social Engineering-Angriffs der alten Schule

08.10.20 - Webformular-Angriffe: Drei neue illegale Wege ins Konto

23.10.20 - Best Practices zum Schutz vor Datenverlust

29.10.20 - Neue Untersuchung bestätigt: App-Entwicklung unter hohem Zeitdruck rückt Sicherheit in den Mittelpunkt

13.01.21 - Remote Work und die Risiken durch Insideraktivitäten

03.03.21 - Datensicherheit jenseits des Netzwerks: SASE-Plattformen

19.04.21 - Was lehrt uns die Corona-Pandemie in Bezug auf OT-Security?

21.04.21 - Connected Cars: Sicherheitsbedrohungen für Android Automotive-basierte Systeme

19.02.21 - Softwarefehler bei IoT-Video-Türklingeln für unberechtigte Zugriffe und Kontrolle

31.05.21 - Menschen sind noch immer der wichtigste Faktor zur Prävention und Abwehr von Cyber-Attacken

04.06.21 - Instant Messenger für Unternehmen: Der Datenschutzvergleich

04.06.21 - Warum Tool-Konsolidierung für Unternehmen höchste Priorität haben muss

18.06.21 - Home Office-Leaks: Mein Haus, mein Auto, mein Pool – was man über Hintergründe in virtuellen Meetings über sich preisgibt

22.06.21 - Menschen sind noch immer der wichtigste Faktor zur Prävention und Abwehr von Cyber-Attacken

02.07.21 - Nach außen gerichtete Sicherheits-Tools wie Intrusion Detection, Firewalls und Endpoint-Security erkennen keine kompromittierten Insider

28.07.21 - Der aktuelle Stand der Technik macht deutlich, dass die Endpunktsicherheit weiterhin eine Schwachstelle ist

02.08.21 - Bewegliches Ziel: Sicherheitsstandards und vernetzte industrielle Geräte

14.09.21 - Welche Risiken lauern in von einer Pandemie verlassenen Computern, Netzwerken, Büros und Gebäuden?

14.09.21 - Wie Cyberkrimelle heute vorgehen - Die Anatomie moderner Hacks

20.09.21 - Wie Bitcoin und Co. Cyber-Erpressung, BEC und Ransomware anheizen

27.09.21 - Die Cyberabwehr muss sich für den Wechsel zwischen Büro und Homeoffice aufstellen

08.11.21 - Durch die zunehmende Konvergenz von IT- und OT-Netzwerken, also Informationstechnologie und Betriebstechnik, verschwimmen die Grenzen zwischen den beiden ehemals getrennten Bereichen

10.12.21 - Fortgeschrittene Technologie gegen Cyberkriminalität, die seit Jahren in großen Unternehmen eingesetzt wird, rückt für kleinere Unternehmen in Reichweite

17.01.21 - Vorzüge einer aktiven Gefahrenabwehr – nicht nur bei Ransomware-Angriffen

14.02.22 - Cyber-Autopsie: Hacker blockieren Buchungssystem des italienischen Covid-19-Impfportals

18.02.22 - Log4Shell – Kennen Sie Ihre Software-Lieferkette?

23.02.22 - Bedrohungslage und Business-Dynamik in Einklang bringen

23.02.22 - Automatisierte Ransomware-Verbreitung: Der blinde Fleck in der Security

01.03.22 - Hacker auf Beutezug: Daten im Dark Web hoch im Kurs


Meldungen: Grundlagen

Ohne Identität kein Zero Trust

Fokus auf Prävention oder Detektion? Segmentierung oder lieber SOC? Und was ist mit der Response und den Notfallplänen? Bei der Aufteilung natürlich begrenzter Sicherheits- und Resilienz-Budgets neigen manche Unternehmen dazu, einzelne große Bereiche vorzuziehen und andere herabzustufen. Das wird der Bedrohungslage und der eigenen Business-Dynamik selten gerecht. Häufig ist es sinnvoller, in allen Bereichen zumindest einen Grundstock aufzubauen und dann mit geschickter Priorisierung Akzente zu setzen.

Log4j: Verwendet ein Cloud-Dienst Log4j

Die kritische Bedrohung durch die Log4Shell-Schwachstelle erfordert natürlich eine sofortige Reaktion. Doch im zweiten Schritt müssen sich Unternehmen generell Fragen zu Prozessen rund um Software-Lieferketten und dokumentierte (?) Abhängigkeiten stellen. Die vor bekannt gewordene Log4Shell-Sicherheitslücke ist in aller Munde und hält die Sicherheitsfachleute weltweit auf Trab.

Gesundheitskrise & Cybersicherheit

Nach dem Oktober, dem Nationalen Monat der Cybersicherheit, widmen wir uns im Rahmen unserer Serie zur "Cyber-Autopsie" einigen besonders schwerwiegenden Angriffen und Datenschutzverletzungen – und dem, wie man sie vielleicht hätte verhindern können.

Awareness, Awareness, Awareness

Wenn das Security Operations Center (SOC) Ransomware meldet, ist es sowieso längst zu spät: Die Meinung, dass sich bereits angelaufene Verschlüsselungsattacken mit gängigen Angriffserkennungs- und Gegenwehr-Maßnahmen nicht aufhalten lassen, ist in der Security weit verbreitet. Dabei stehen die Abwehr-Chancen gar nicht so schlecht. Voraussetzung sind gute Vorbereitung und ein Fine-Tuning der Sensorik auf "Active Defense". Beim Thema Ransomware neigen auch praxisgestählte CISOs zu einem gewissen Fatalismus. Zu oft hat sich gezeigt, dass beim ersten SOC-Alarm wichtige IT-Ressourcen bereits verschlüsselt sind und die weitere Verbreitung der Malware so rasant voranschreitet, dass die in anderen Fällen durchaus wirkungsvollen Response-Maßnahmen dem Geschehen hoffnungslos hinterherlaufen. Maximaler Malware-Schutz, bestmögliche Segmentierung und Awareness, Awareness, Awareness – so lautet vor diesem Hintergrund der Ratschlag zur Ransomware-Eindämmung. Man zieht sich also weithin auf Prävention zurück. Tatsächlich ist diese Maßnahmen-Trias gegen rein opportunistische Ransomware-Attacken auf Phishing-Basis wohl wirklich das Mittel der Wahl. Aber ausgerechnet gegen die weit ausgefeiltere Variante, bei denen die Verbreitung der Ransomware im Netz des Opfers akribisch von den Angreifern gesteuert wird, haben SOC-Teams sehr wohl eine Chance. Sie benötigen dazu eine auf Ransomware zugeschnittene Ergänzung ihrer sensorischen Werkzeuge und eine gute Vorbereitung auf den Fall der Fälle.

Wie KMU von Network Detection and Response profitieren

Für kleine und mittelständische Unternehmen, die oft nur über begrenzte Budgets und Ressourcen verfügen, ist es eine Herausforderung, sich im derzeitigen Sturm der Cyberkriminalität zu schützen. Die Bedrohungen entwickeln sich schneller als die vorhandenen Cyber-Sicherheitslösungen, kleine IT-Abteilungen können nicht Schritt halten. Ransomware-Angriffe sind allgegenwärtig, aber die Bedrohungslandschaft hört damit nicht auf: Advanced Persistent Threats, Insider-Bedrohungen und Angriffe auf die Lieferkette gehören zu den zahlreichen alltäglichen Gefahren. Die Angreifer nutzen die gleichen Spitzentechnologien wie Anbieter von Cybersicherheitslösungen, zum Beispiel künstliche Intelligenz (KI), Verschlüsselung und Schwachstellen-Scans. Sie profitieren von einem ausgereiften Schwarzmarkt für Malware und Ransomware als Dienstleistung. Sie profitieren von einer immer größer werdenden Angriffsfläche, die durch die rasche Einführung von Cloud-Lösungen, IoT und Identity Federation wächst. So erscheinen beispielsweise die jüngsten Angriffe auf die Lieferkette wie die auf Solarwinds und Kaseya für herkömmliche Sicherheitstools völlig legitim. IoT-Geräte, nicht verwaltete oder private Geräte und vergessene virtuelle Maschinen oder Container schaffen blinde Flecken in der Sicherheit.

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Fachartikel

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

Cyber-Sabotage durch Datenmanipulation

Cyberkriminelle stehlen nicht nur Daten. Manchmal ist es stattdessen ihr Ziel, Daten bewusst zu manipulieren. Attacken, bei denen externe Angreifer oder böswillige Insider subtile Veränderungen an unternehmenskritischen Daten wie etwa Quellcodes, Finanzdokumenten oder Bauplänen vornehmen, können für Unternehmen genauso verheerend sein wie Diebstahl. Es bedarf oft nur eines Fehlers, beispielsweise durch einen Angriff auf industrielle Steuerungssysteme, um die Produktion von Gütern zu unterbrechen oder zu verzögern und eventuell eine gesamte Lieferkette zu gefährden. Hat das Unternehmen keine adäquate Möglichkeit zu überprüfen, ob wichtige Daten legitim sind, kann dies zudem das Vertrauen im Unternehmen von innen heraus zersetzen.

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