Eintrittskarte für den Versicherungsschutz

Den Wert der IT-Sicherheit erfassen: Fünf Faktoren für eine Kosten-Nutzen-Analyse

Die immer komplexeren, wirklich gefährlichen Angriffe lassen sich durch eine solche Abwehr nicht verteidigen. Sie verlangen nach interagierenden Abwehrtechnologien



Von Jörg von der Heydt, Regional Director DACH bei Bitdefender

IT-Sicherheit hat ein Problem: Sie erzielt keine Gewinne. Für viele verursacht sie immer noch zu hohe Kosten. Der Nutzen der Cyberabwehr durch eine umfassende IT-Sicherheitsplattform lässt sich aber durchaus darstellen. Ohne Zweifel verursacht Cyber-Abwehr zusätzliche Kosten über den reinen Lizenzpreis hinaus. Denn eine Sicherheitssoftware ist nicht nur zu beschaffen und schnell zu installieren. Zeitressourcen in Anspruch nehmende Mehrarbeit lässt sich nie ausschließen. Ihr Nutzen erschließt sich oft erst dadurch, dass IT-Teams mit ihr arbeiten wollen und können. Sicherheit muss ressourcenintensiv sein. Sie darf es, denn ihr Wert erschließt sich aus fünf Faktoren:

Faktor 1: Preiswertes Fundament der Basistechnologien

Schon die unterschätzten und vernachlässigten Standardtechnologien wie Antivirus (Endpoint Protection) und Firewalls verursachen nicht nur Kosten. Sie sind der Grundstock für die automatisierte Abwehr bereits bekannter Cyberangriffe, welche die unbeachtete - weil schnell abgewehrte - Mehrheit der tatsächlichen Angriffe ausmachen. Hacker gehen aber gerne zunächst den einfachen Weg und versuchen die Tools, die sie kennen oder bei der Hand haben. Zu Recht vermuten sie, dass ein großer Anteil der IT-Administratoren ihre Systeme noch nicht aktualisiert hat. Klassische Tools bieten gegen solche Angriffe daher eine effiziente Sicherheit von der Stange. Eine automatisierte Abwehr vermeidet zudem Alarme aufgrund von Abwehrroutinen, die von den wirklichen neuen Gefahren ablenken.

Faktor 2: Plattformen für eine schlanke IT-Sicherheit

Die immer komplexeren, wirklich gefährlichen Angriffe lassen sich durch eine solche Abwehr nicht verteidigen. Sie verlangen nach interagierenden Abwehrtechnologien. Damit steigen zunächst die Kosten. Dieser Anstieg lässt sich aber durch Plattformarchitekturen bremsen. Das "Preis-Leistungs-Verhältnis" einer IT-Sicherheitsarchitektur hängt vor allem davon ab, ob Informationen über ein System und seine Sicherheitslage zentral gebündelt bereitstehen und eine effiziente Abwehr ermöglichen.

Zentrale herstellerunabhängige Plattformen für Endpoint Detection and Response (EDR) oder Extended Endpoint Detection and Response (XDR) korrelieren deshalb Informationen aus unterschiedlichen Quellen wie etwa Office 365, Cloud Workloads, Netzwerk, die Internet-of-Things-Hardware im Unternehmensnetz oder Active Directory in einer zentralen Plattform. Neue Technologie bedingt nicht den zeit- und kostenintensiven Neubau der Cybersicherheit, sondern setzt auf dem Vorhandenen auf. Durch die Integration verschiedener Security-Module erhalten die Verantwortlichen sehr schnell einen umfassenden Einblick in die Sicherheitslage. Ein umfangreiches Abwehrarsenal steht für einen vertretbaren finanziellen Mehraufwand bereit.

Faktor 3: Mehrwert durch externe Helfer in Reichweite

Ohne Hilfe von außen sind Unternehmen schnell überfordert. Denn kleine und mittelständische Unternehmen werden mittlerweile Ziele komplexer mehrstufiger Angriffe. Diese lassen sich durch Sicherheitstools allein nicht mehr abwehren. Der IT-Administrator, der nur einen Teil seiner Arbeitszeit der Cybersicherheit widmen kann, kommt oft nicht dazu, Abwehrmaßnahmen zu ergreifen oder er hat zu wenig Vorwissen. Selbst auf der Höhe des Angriffsgeschehens zu bleiben, kostet ihm Zeit und damit Geld. Er benötigt daher die Hilfe durch ein Team von Experten und in der Regel mindestens eines Security Analysten, um die Alarme zu bewerten und weitere Maßnahmen zu ergreifen. Wer sich das Wissen, die Expertise und vor allem die Zeit von externen IT-Sicherheitsanalysten in Form eines Managed-Detection-and-Response-Dienstes einkauft, erwirbt Anteile an den gesuchten Spezialisten für Cybersicherheit.

Diese personellen Ressourcen und weitere für Incident Repsonse und Security Forensik notwendige Tools verursachen Kosten. Eine durch externe Sicherheitsanalysten angeleitete Abwehr – wie etwa ein SOC als Bestandteil eines Managed-Detection-and-Response (MDR)-Services – treibt die Kostenspirale aber weniger stark in die Höhe, als man vermutet. Die folgende Vergleichskalkulation zwischen einem unternehmenseigenem SOC und einem MDR-SOC basierend auf Listenpreisen der Dienste und Technologien drückt dies in Zahlen aus:

Nur ein 24x7-SOC stellt den notwendigen Schutz bereit, denn Cyberkriminelle agieren zu den verschiedensten Tageszeiten. Im Vergleich zum internen SOC mit einem von der Anzahl der Nutzer unabhängigen Aufwand über drei Jahre von über 1,2 Millionen Euro kostet ein MDR-Dienst mit externem SOC bei 500 Usern mitsamt der eingekauften Expertise nur ein Zehntel: Jährlich ca. 40.000 Euro, 120.000 Euro auf drei Jahre gerechnet.

Der Kostenunterschied zwischen internem und externem SOC wird noch größer, wenn man bedenkt, dass viele Anbieter MDR-Lizenzen auf dem Markt oft unter dem Listenpreis anbieten. Zudem sind die Personalkosten für einen Sicherheitsanalysten im eigenem SOC mit 60.000€ sehr niedrig angesetzt. Dazu kommt noch, dass angesichts des Personalmangels sich unter Umständen kein geeigneter Experte finden und halten lässt. Schließlich ist die Personalstärke mit drei beim 8x5- und fünf beim 24x7-Betrieb ebenfalls auf das absolute Minimum angesetzt.

Gerade kleinere und mittlere Unternehmen können zudem über einen Managed Security Service Partner (MSSP) weitere Kosten sparen. Denn diese haben die Möglichkeit, Fixkosten auf die verschiedenen Kunden umzulegen. Zudem profitiert die Sicherheit des Unternehmens von einem Partner, der einmal wertgeschöpftes Wissen rentabel auf verschiedene Kunden übertragen kann.

Faktor 4: Eintrittskarte für den Versicherungsschutz

IT-Sicherheit auf einem aktuellen Niveau ist inzwischen Voraussetzung für IT-Versicherungsschutz und ermöglicht nicht nur niedrigere Prämien. Verstärkt verlangen Versicherungen zwingend das Nutzen verschiedener Sicherheitstechnologien wie etwa Multi-Faktor-Authentifikation, Antivirus, Firewall und Malware-Erkennung oder Endpoint Detection and Response (EDR). Die Ansprüche der Anbieter steigen kontinuierlich und suchen nach formalen Kriterien, um Unternehmen von vornherein abzulehnen zu können.

Faktor 5: Den vermiedenen Schaden gegenrechnen

IT-Sicherheit erschließt – allen oft sehr akademischen Versuchen zum Trotz – keinen tatsächlich nachweisbaren Return on Security Investment (ROSI). Alle Versuche, einen solchen zu berechnen, bleiben Wirtschaftsmathematik ohne praktischen Wert. Vor allem erfolgreich abgewehrte und an reale Kosten gebundene Ransomware-Angriffe sind nicht verbuchbar, würden aber den Nutzenfaktor funktionierender IT-Sicherheit drastisch in die Höhe schnellen lassen. Gerade hier verwirren die Statistiken. Wertet man die Malware in der Telemetrie aus, hat Ransomware – eine ohne Zweifel bedeutende Gefahr – nur einen verschwindend geringen statistischen Anteil. Denn in den allermeisten Fällen blockt die EDR bereits den Phishing-Trojaner, der den Auftakt vieler erpresserischer Attacken bildet, erfolgreich ab.

Die Kalkulation möglicher Schäden ist nicht ganz einfach. Hierzu zählen nicht nur die messbaren theoretischen Produktions- oder Service-Ausfälle, sondern auch die zeitaufwändigen Wiederherstellprozesse verschlüsselter oder vernichteter Daten. Darüber hinaus müssen kleine wie große Unternehmen strengere Auflagen hinsichtlich der Verfügbarkeit ihrer Dienste oder Produkte ihre Vorgaben erfüllen – als Teil einer Lieferkette oder gar einer kritischen Infrastruktur. Im Ernstfall fällige Strafen machen diesen Schaden messbar. Angesichts aktuell angespannter Lieferketten entsteht unter Umständen sogar volkswirtschaftlicher Schaden. Der oft bemühte Reputations- und damit einhergehende Kundenverlust ist nur grob zu schätzen – dennoch aber sehr real.

Kosten, Nutzen und Schaden kalkulieren

Kosten und Nutzen einer Cybersicherheit sowie zu vermeidende Schäden lassen sich nicht einfach zusammenrechnen. Aber sie lassen sich nicht wegdiskutieren. Hinreichende Technologien zur Cyberabwehr bieten viele Marktteilnehmer an. Ihren Wert entfaltet eine IT-Sicherheit erst dank umfassender Sicherheitsplattformen und -Services, die verschiedene IT-Sicherheitstechnologien orchestrieren. Und durch eine individuelle Analyse und Verwaltung der IT-Sicherheit durch externe Sicherheitsexperten. Hilfe schafft Nutzen und in sie zu investieren, schafft Mehrwert. (Bitdefender: ra)

eingetragen: 08.01.23
Newsletterlauf: 16.03.23

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Viele Diskussionen malen gerne den eigenen Mitarbeiter als IT-Sicherheitsrisiko an die Wand. Die tatsächliche Gefahr, die von ihm ausgeht, ist aber oft unklar. Verschiedene Täterprofile interner Angreifer können größeren Schaden anrichten.

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Anlässlich der EU-NATO-Task Force über die Resilienz der Kritischen Infrastruktur (KRITIS) in Europa mehren sich auch in Deutschland die Diskussionen darüber, wie diese bestmöglich geschützt werden kann. Die vier Schlüsselbereiche, die laut des vor Kurzem veröffentlichten EU/NATO-Papiers eine erhöhte Anfälligkeit für Cyber-Angriffe bieten und somit besonders schützenswert sind, sind Energie, Verkehr, digitale Infrastruktur und Weltraum.

KI macht Ransomware noch gefährlicher

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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