Keine digitale Transformation ohne IT-Sicherheit


Sicherheit zu gewährleisten wird immer komplexer: Den Spagat, welchen die IT-Abteilungen schaffen müssen, um die digitale Transformation zu unterstützen ist enorm
Folgen von Krisen und Cyberangriffen, die den Ausfall eines Systems nach sich ziehen, sind heute für die IT-Abteilung kaum noch abzuschätzen oder gar zu beziffern



Autor Holger Müller

Autor Holger Müller

Kein ausgeklügeltes Sicherheitskonzept zu haben heißt nicht unbedingt, dass Systeme zu schlecht gesichert sind. Eher gilt es, das richtige Maß an Sicherheit zu finden, Bild: Fritz & Macziol

Von Holger Müller, Business Unit Manager IT Management & Betrieb bei Fritz & Macziol

(26.04.16) - Umbruch wohin man schaut: Technologische Megatrends wie Cloud Computing, Mobility oder Big Data zwingen Unternehmen, ihre Geschäftsmodelle zu überdenken und umzustrukturieren. In der digitalen Transformation sind sämtliche Prozesse einem ständigen Wandel unterworfen, weshalb für Geschäftsentscheider und IT-Abteilungen gleichzeitig an mehreren Stellen Handlungsdruck entsteht. Mit dem gleichen Budget muss in derselben Zeit zusätzlich zum Alltagsgeschäft das Potenzial neuer Technologien genutzt und an den Kunden weitergegeben werden. Darüber hinaus soll das Risiko beim Betrieb der Systeme, wie durch das IT-Sicherheitsgesetz für viele Branchen gefordert, minimiert werden, um volkswirtschaftlichen Schaden zu vermeiden.

IT-Sicherheit steht laut einer IDC-Studie unangefochten auf Platz eins der wichtigsten Technologieanforderungen. Und auch die Bundesregierung gibt mit dem neuen Gesetzentwurf "Zur Erhöhung der Sicherheit informationstechnischer Systeme", kurz IT-Sicherheitsgesetz den gesetzlichen Rahmen vor. Viele Unternehmen stehen unter enormen Druck, den digitalen Wandel zu vollziehen und für Branchen, wie etwa die Energie- und Wasserversorgung oder das Rettungswesen entsteht zusätzlicher Erfüllungsaufwand: Die Einhaltung zusätzlicher IT-Sicherheitsanforderungen, deren Überprüfung sowie für die Einrichtung von Verfahren für die Meldung von IT-Sicherheitsvorfällen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) legt in seinen Berechnungen 2.000 Betreiber kritischer Infrastrukturen zugrunde und schätzt den Aufwand für die Erfüllung der Meldepflicht auf 9,24 Millionen Euro. Viele Unternehmen stehen sicherheitstechnisch unter Zugzwang, da sie völlig neue Arten von Daten schützen müssen, insbesondere Kundendaten sowie Webservices und Applikationen.

Den Spagat, welchen die IT-Abteilungen schaffen müssen, um die digitale Transformation zu unterstützen ist enorm. Einerseits sollen sie maßgeblich zum Geschäftserfolg beitragen, das heißt auf strategischer wie operativer Ebene neue Chancen nutzen und Potenziale erarbeiten. Andererseits ist der Spielraum dafür durch den Kostendruck und die Forderung, die IT-Umgebung sicher "am Laufen zu halten", stark limitiert. Aufgrund der Vielzahl unterschiedlicher Systeme und Arten von Daten, sind vielen Unternehmen die Auswirkungen eines IT-Ausfalls meist nicht in vollem Umfang bewusst. Die Vernetzung der Produktion mit der Auftragsabwicklung, dem Kundenbeziehungsmanagement (CRM) und dem Rechnungswesen ist heute Gang und Gäbe.

Folgen von Krisen und Cyberangriffen, die den Ausfall eines Systems nach sich ziehen, sind heute für die IT-Abteilung kaum noch abzuschätzen oder gar zu beziffern. Nach einer Erhebung von Symantec beziehen nur rund 30 Prozent der Entscheider im Mittelstand die Auswirkungen auf die Disaster-Recovery-Vorsorge für ihre Technologien und Betriebskonzepte mit ein. Erstaunlich, wenn man berücksichtigt wie groß die Abhängigkeit von den IT-Systemen heute ist.

Welchen Schaden richtet ein IT-Ausfall an?
Kein ausgeklügeltes Sicherheitskonzept zu haben heißt nicht unbedingt, dass Systeme zu schlecht gesichert sind. Eher gilt es, das richtige Maß an Sicherheit zu finden. Ansonsten wird für übertriebene Sicherheitsmaßnahmen an den falschen Stellen zu viel bezahlt, während woanders zusätzliche Vorkehrungen notwendig wären. Unternehmen sollten daher Schritt für Schritt ermitteln, welche Maßnahmen für die einzelnen Systeme und Daten notwendig sind statt vorschnell Sicherheitslösungen von der Stange zu kaufen.

Hier sind IT-Sicherheitsexperten von Nutzen. Sie analysieren die Geschäftsanforderungen sowie die dafür notwendigen Prozesse und IT-Services. Dabei sind Kernprozesse als solche zu verstehen, deren Ausfall kurz- oder mittelfristig das Bestehen der Organisation gefährden würde. Für einige Unternehmen mag es sogar genügen, in der Hauptsache diese Prozesse zu sichern. Meist gibt es aber viele weitere IT-Services, welche beispielsweise die langfristige Unternehmensentwicklung bremsen können. Andere wirken sich vielleicht nur auf die Leistung in Teilbereichen des Geschäftes aus. Es gilt also zu verstehen, welche Rolle ein bestimmter IT-Service für das Geschäft spielt, um zu identifizieren welchen Schaden sein Ausfall anrichten kann.

Differenzierung zwischen Daten und Prozessen
Anhand einer derartigen Analyse der Unternehmens-IT werden die finanziellen Auswirkungen verschiedener Bedrohungsszenarien bewertet. Daraus wird ein Konzept für eine IT-Umgebung entwickelt, das auf die individuellen Geschäftsanforderungen zugeschnitten ist und die zentralen Systeme gegen potenzielle Ausfälle und Katastrophen absichert. Das Vorgehen im Bezug auf Daten ist ähnlich. Es gilt festzustellen, welche Daten besonders zu schützen sind und an welchen Stellen sie das Unternehmen verlassen können, beispielsweise für den Austausch mit Partnern, Dienstleistern oder Kunden. Dies ist vor allem aus Datenschutzgründen wichtig, sei es ob Kundendaten vertraulich bleiben müssen oder zur Absicherung gegen Wirtschaftsspionage. Gerade weil dies durch Schlagzeilen wie zu den NSA-Skandalen stark in den Fokus gerückt ist, wird gerne vergessen, dass auch die Datenintegrität zu schützen ist. Das heißt, es muss sichergestellt sein, dass Daten korrekt sind und nicht durch organisatorische sowie technische Mängel oder sogar Sabotage manipuliert sind. In Zeiten vernetzter Produktion können die Folgen schwerwiegend sein.

Auch dafür muss individuell geprüft werden, welcher Schutzbedarf für einzelne Datentypen besteht und das Schutzkonzept angepasst werden. Es leuchtet ein, dass personenbezogene Kundendaten hohe Sicherheit genießen sollten. Die Frage ist jedoch, ob dies auch für den Speiseplan der Kantine im Intranet gilt in aller Regel nicht. Auch darüber, welche Daten hochverfügbar sein müssen wird im Rahmen eines Schutzkonzepts entschieden. Während an kritischen Datenpunkten Backups in wenigen Stunden eingespielt werden müssen, kann es für unkritische Informationen länger dauern. Dies wird in den Service Level Agreements (SLAs) mit dem internen oder externen IT-Dienstleister vereinbart.

Der erste Schritt in die digitale Transformation
Kosten zu sparen und mit angemessenem Aufwand für Bedrohungen abzuwenden, ist nur ein Vorteil der fundierten IT-Risikoanalyse. Denn sie bringt darüber hinaus umfassende Erkenntnisse über alle Aktivitäten für den systematischen und effizienten Umgang beim Einsatz von Informationstechnologie. Sie sollte daher als aktives Instrument zur Unternehmenssteuerung verstanden werden. Denn durch das detaillierte Wissen über die Prozesse ergibt sich Optimierungspotenzial für die gesamte IT-Landschaft. Ist dieses Potenzial erst einmal erkannt, kann Schritt für Schritt die Effizienz und somit letztendlich der Geschäftserfolg verbessert werden. (Fritz & Macziol: ra)

eingetragen: 08.04.16
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Meldungen: Grundlagen

Verstärkter Angriff auf Backup-Infrastrukturen

Ransomware-Angriffe nutzen Schwachstellen aus, um in Unternehmen einzudringen. Sie verschlüsseln Business-Daten und versuchen damit hohe Lösegeldzahlungen zu erpressen. Eine besonders stark betroffene Branche ist das Gesundheitswesen. Hier verzeichnete man im Jahr 2021 einen erschreckenden Anstieg der Ransomware-Angriffe um 755 Prozent.

Wie "grün" ist Tape?

Die aktuellen Zeiten des Klimawandels verbunden mit zahlreichen Umweltproblemen stellen Unternehmen jeder Art vor die Herausforderung umweltfreundlicher zu werden. Altmodisch nannte man dies Umweltschutz, heute spricht man von "Nachhaltigkeit" oder "ESG", kurz für Environmental Social and Governance. Gemeint ist im Prinzip dasselbe. Auch die IT muss sich der Frage stellen, wie nachhaltig sie ist. Kann sie etwaige negative Einflüsse auf die Umwelt verringern? Ein Faktor, an dem der Einfluss der IT messbar gemacht werden kann, ist die seit Beginn der digitalen Revolution in den 1980er Jahren exponentiell steigende Datenmenge – und natürlich deren Speicherung. Um dies mit einer Zahl zu verdeutlichen, wir steuern derzeit auf eine globale Datenmenge von 175 Zettabyte im Jahr 2025 zu. Es ist schwer zu beschreiben, was 175 Zettabyte tatsächlich darstellen. Mathematisch ausgedrückt sind ein Zettabyte jedenfalls 1,000,000,000,000,000,000,000 (1021) Bytes.

Präventiver Schutz alleine reicht nicht

In Zeiten von Ransomware, Insider Threats und Advanced Persistant Threats sind viele Unternehmen in puncto Security in der Defensive. Neben der eigentlichen Abwehr geht es im Kern darum, lange IT-Ausfallzeiten und Datenverluste zu vermeiden. Backups bieten bei der Wiederherstellung weniger wichtiger Daten eine einfache und praktikable Lösung. Kritische Daten und Workloads benötigen allerdings eine ausgereiftere Wiederherstellungstechnologie.

Erpressung durch Ransomware-Kriminelle

Moderne Datensicherung, bestehend aus zuverlässigem Backup und fehlerfreier Wiederherstellung, ist für viele Unternehmen und Institutionen kein unbekanntes Thema. Ein Bereich, den man nicht sofort auf dem Radar hat, ist jedoch die Finanzdienstleistungsbranche (FSI). Gerade hier sind sehr sensible – und damit für Hacker attraktive – Daten unterwegs, die dringend gesichert werden müssen, um die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen und den möglichen Schaden gering zu halten.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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