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KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit


KI in der Cybersicherheit aber auch ein neues Hacker-Tool
Hacker haben damit begonnen, KI zu nutzen, um polymorphe Malware schneller zu machen



DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

"DDoS-Angriffe machen es möglich, eine komplette Website zeitweise aus dem World Wide Web zu verbannen, so dass die Seite nicht mehr aufgerufen werden kann. Für einen derartigen Angriff bündeln Cyberkriminelle verschiedene, zuvor gekaperte Computer zu einem Verbund. Daraus entsteht ein Botnetz, welches Webserver mit derartig vielen Anfragen überflutet, dass diese der Last nicht mehr standhalten", erklärt Patrycja Tulinska, Geschäftsführerin der PSW Group. Immer häufiger setzten die cyberkriminellen Täter dabei auf komplexe Multi-Vektor-Angriffe auf Anwendungen, Infrastruktur und Breitband.

"Werden DDoS-Angriffe komplexer, ist die logische Schlussfolgerung, dass sie auch länger andauern. Das zeigen auch die Zahlen, denn im 1. Quartal 2018 dauerten sie im Schnitt 95 Minuten, im letzten bereits 218 Minuten", so Tulinska.

Die IT-Sicherheitsexpertin macht zudem auf eine erschreckende Marktentwicklung bei DDoS-Angriffen aufmerksam: "Es hat sich ein richtiges "DDoS as a Service -Angebot etabliert, bei dem Hacker im öffentlichen Web mit gewaltigen Bandbreiten von 500 Gbps sowie 20.000 Bots für Angriffe locken. Auf der Plattform 0x-booter beispielsweise können sich Interessierte anmelden und eine Attacke von beispielsweise 15 Minuten für 20 US-Dollar buchen. Die rege Nachfrage zeigt, dass sich das Problem DDoS für Unternehmen und Behörden künftig wohl noch komplizierter wird."

DDoS-Multivektor-Angriffe sowie DDoS-Services zeigen, dass die Angriffe nicht nur in Anzahl und Dauer zunehmen, sondern auch komplexer und raffinierter werden. Aber damit ist noch längst nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Mit einer neuen, sehr perfiden Angriffsmethode gelingt es Cyberkriminellen inzwischen durch Tarnung eine legitime User-Anfrage vorzutäuschen. Dabei geht es nicht darum, die Anbindung zu überlasten, sondern die Serverressourcen durch das Ver- und Entschlüsseln von SSL-Verbindungen auszureizen.

"HTTPS-Angriffe dieser Art sind nur schwer zu erkennen. Denn ohne Inspektion der Pakete lässt sich der manipulierte Traffic kaum von normalen Anfragen unterscheiden. Ein granularer Einblick in den per TLS verschlüsselten Traffic ist Bedingung zum Erkennen solcher Angriffe", informiert Patrycja Tulinska. Sie geht davon aus, dass die Verwendung von Bots für DDoS-Angriffe zunehmen wird. Bots sind vielseitig einsetzbar, beispielsweise für den Versand von Spam, für Kryptomining oder eben für DDoS-Attacken. "Praktisch für Angreifer ist die Tatsache, dass speziell Server-basierte Botnetze durch den Ausbau der globalen IT-Infrastruktur exponentiell mitwachsen. Angreifer profitieren vom rasanten Cloud-Wachstum und steigenden Breitbandanbindungen", so Tulinska.

Es lohnt sich also, in den Schutz vor DDoS-Angriffe zu investieren. Denn die Kosten, die ein Schaden im Nachhinein verursacht, sind um ein Vielfaches höher als ein effizienter Schutz. Und aufgrund der bestehenden kriminellen Infrastruktur wird es höchstwahrscheinlich auch weiterhin zielgerichtete Angriffe, beispielsweise auf Webanwendungen, geben. Immerhin:

Der Einsatz Künstlicher Intelligenz kann den DDoS-Attacken künftig kontern. "Verteidigungsstrategien sollten deshalb Künstliche Intelligenz und das maschinelle Lernen inkludieren. So lassen sich große Datenströme in Echtzeit verarbeiten und adaptive Maßnahmen können entwickelt werden", rät Tulinska und ergänzt: "Ein weiterer Baustein zur effektiven Verteidigung ist und bleibt die Schulung von Mitarbeitern, um sie für die Gefahr zu sensibilisieren. Außerdem müssen Websites sowie Webanwendungen auf den Umgang mit sehr hohem Datenverkehr vorbereitet werden." (PSW Group: ra)

eingetragen: 22.09.19
Newsletterlauf: 23.10.19


Meldungen: Grundlagen

CASB-, ZTNA- und SWG-Technologien

Unternehmen sind überaus anpassungsfähig, wie sich in der Pandemiekrise gezeigt hat. Schnell wurden neue Workflows geschaffen, die den Geschäftsbetrieb vollständig digital aufrechterhalten. Die Zusammenarbeit erfolgt über Collaboration-Tools, die Bearbeitung von wichtigen Dokumenten über Cloudanwendungen und die persönliche Abstimmung in Einzelfällen über Messenger-Dienste auf privaten Mobilgeräten. Die Veränderungen in der digitalen Arbeitsumgebung machen es für Unternehmen jedoch schwierig, die Datensicherheit zu gewährleisten. Das Erfordernis, im Ernstfall auch standortunabhängig Geschäftsablaufe aufrecht erhalten zu können, bringt das traditionelle Modell der Speichenarchitektur, bei dem sich Anwendungen, Daten und Benutzer innerhalb des Unternehmensnetzwerks befinden, an seine Grenzen. Gefordert ist ein dynamischer Zugriff von überall auf On-Premises- und Cloud-Anwendungen sowie das Web. Dabei muss die Datensicherheit gewährleistet bleiben.

Cybersecurity-Profis gegen APT-Unternehmer

Die sich weiter professionalisierende Hacker-Industrie bietet nicht nur Malware und Tools zur Miete an. Kriminelle Experten stellen auch ihre Arbeitsleistung für Geld zur Verfügung. Deren Expertise für Advanced Persistent Threats (APTs) erfordert eine Abwehr auf Augenhöhe: Managed Detection and Response (MDR). In den letzten Jahren hat sich die Cyber-Kriminalität weiter organisiert und orientiert sich dabei verstärkt am Vorbild der Geschäftswelt. Fast ein Jahrzehnt lang bot zunächst Malware-as-a-Service den schnellen Einstieg in die Welt des Cybercrime und schon immer waren die verschiedensten Werkzeuge auf dem illegalen Markt: Remote Access Trojaner (RAT), Bot-Netze für den Spam-Versand oder sogar anspruchsvolle Ransomware-Angriffe. Derart ausgestattet können mittlerweile Täter mit geringer technischer Kompetenz selbst komplexe Malware bedienen. Die erzielten Einnahmen werden wie im normalen Wirtschaftsleben unter den verschiedenen Mitwirkenden geteilt: Dann erhält zum Beispiel der Hersteller 40 Prozent und der Rest geht an die Betreiber, welche die Attacke durchführen.

Zero Trust – aber nicht auf Kosten der Arbeitsatmosphäre

Im Bereich IT-Security sind die Lasten nicht zu Gunsten der Unternehmen verteilt: Während sie permanent über ihre gesamte IT-Landschaft hinweg sämtliche der Bedrohungslage angemessenen Sicherheitsmaßnahmen ergreifen müssen, kann Angreifern eine kleine Schwachstelle ausreichen, um massiven Schaden anzurichten. Ungesicherte Endgeräte, Cloud- und IaaS-Anwendungen, schlecht gesicherte Netzwerke oder das Surfen im World Wide Web eröffnen Hackern zahlreiche Möglichkeiten, Unternehmen zu infiltrieren und Daten zu erbeuten. Da sich letztere gut zu Geld machen lassen, verfügen Cyberkriminelle über eine entsprechend große Motivation, ihre Angriffstechniken zu verfeinern und möglichst passend auf ihre Zielunternehmen zuzuschneiden. Potenzielle Schwachstellen an all diesen Fronten zu schließen und undurchdringlich zu halten, ist für Unternehmen ein herausforderndes Unterfangen.

Anwendungssicherheit und Softwareentwicklung

Sicherheits- und Entwicklungsteams richten sich nach unterschiedlichen und oft miteinander konkurrierenden Metriken. Das Spannungsfeld zwischen kürzeren Release-Zyklen und höheren Sicherheitsrisiken erschwert die Suche nach einer gemeinsamen Basis. Moderne Methoden bei der Anwendungsentwicklung, wie z. B. der Übergang zu Microservices-Architekturen und die Verwendung von Containern, hat die Kluft zwischen den traditionellen Anforderungen an die Anwendungssicherheit und der Realität der Anwendungsentwicklung weiter vergrößert. Unternehmen suchen verstärkt nach DevSecOps-Modellen, die darauf abzielen, mehr Verantwortung für Anwendungssicherheit in die Hände der Entwickler selbst zu legen (also "shift left" innerhalb des Software-Entwicklungsprozesses). Oft fehlt es diesen aber an einer entsprechenden Ausbildung. Laut einer von Forresterdurchgeführten Studie gilt das selbst für die USA. Keines der Top 40 College-Informatikprogramme enthält auch nur ein einziges Kursangebot zu den Themen "Sicheres Programmieren" (Secure Coding) oder "Sicherer Anwendungsentwurf" (Secure Design). Kurzfristig sind hier keine Änderungen zu erwarten, und Firmen kämpfen weiter mit Kompetenzlücken. Nicht unbedingt zufriedenstellend, wenn man bedenkt, dass die zusätzliche Last von Sicherheitsschulungen weitgehend auf den Schultern der jeweiligen Teams ruht.

Security-Risiko USB-Massenspeicher

USB-Massenspeicher bieten eine schnelle, einfache Möglichkeit, Daten zu transportieren und gemeinsam zu nutzen, wenn eine digitale Übertragung nicht möglich ist. Das hohe Risiko von Diebstahl und Verlust macht USB-Massenspeicher für die Unternehmenssicherheit jedoch zu einem Security-Alptraum. Die aktuell weitverbreitete Remote-Arbeit hat diese Probleme noch verschärft. Das Volumen der von Mitarbeitern auf USB-Massenspeicher heruntergeladenen Daten ist laut des DG Data Trends Reports seit Beginn der COVID-19-Krise um 123 Prozent gestiegen. Dies deutet darauf hin, dass viele Mitarbeiter diese Geräte verwenden, um große Datenmengen mit nach Hause zu nehmen. Infolgedessen befinden sich Hunderte von Terabyte potenziell sensibler, unverschlüsselter Daten außerhalb des Sicherheitsbereichs von Unternehmen, was das Risiko eines Datenverlusts erheblich erhöht. Jedoch kann eine effektive Implementierung von USB-Kontrolle und -Verschlüsselung den Schutz vor den inhärenten Gefahren dieser Geräte erheblich verbessern.

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Streaming Media

In ihrem Streaming-Format "IT Live aus der Kantine" widmete sich die Firma Materna dem Schwerpunkt Cyber Security.

Folge 1 behandelte das Thema "Security Awareness und Phishing".
Folge 2
führte in das "Schwachstellenmanagement" ein.
Folge 3
klärte auf über "Pentesting".

Hier erfahren Sie mehr

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

Cyber-Sabotage durch Datenmanipulation

Cyberkriminelle stehlen nicht nur Daten. Manchmal ist es stattdessen ihr Ziel, Daten bewusst zu manipulieren. Attacken, bei denen externe Angreifer oder böswillige Insider subtile Veränderungen an unternehmenskritischen Daten wie etwa Quellcodes, Finanzdokumenten oder Bauplänen vornehmen, können für Unternehmen genauso verheerend sein wie Diebstahl. Es bedarf oft nur eines Fehlers, beispielsweise durch einen Angriff auf industrielle Steuerungssysteme, um die Produktion von Gütern zu unterbrechen oder zu verzögern und eventuell eine gesamte Lieferkette zu gefährden. Hat das Unternehmen keine adäquate Möglichkeit zu überprüfen, ob wichtige Daten legitim sind, kann dies zudem das Vertrauen im Unternehmen von innen heraus zersetzen.

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