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Im Überblick

Eine Tücke ist die sogenannte Schatten-IT

Viele Unternehmen mussten in den letzten Monaten zum ersten Mal den Großteil ihrer Mitarbeiter ins Home Office schicken. Dabei gibt es einige sicherheitstechnische Tücken und Fallstricke, die IT-Abteilungen jetzt beachten müssen. Eine dieser Tücken ist die sogenannte Schatten-IT. Was dahinter steckt und wie Unternehmen diese am besten in den Griff bekommen können, erklärt Rolf Haas, Senior Enterprise Technology Specialist bei McAfee.

Das Thema Remote-Working ist derzeit besonders von Belang. Es wird aber auch nach Beendigung der Social-Distancing-Maßnahmen ein wichtiges Thema in unserer modernen Arbeitswelt bleiben. Die Pandemie zwang Unternehmen reihenweise dazu, ihre Mitarbeiter ins Home Office zu schicken- für viele wird diese Maßnahme allerdings auch ein erster Schritt in die langfristige digitale Transformation darstellen. Eine Herausforderung des enormen Anstiegs an Remote-Workingist die massiv erhöhte Nutzung von Cloud-basierten Services. Laut einer neuen McAfee-Studie stieg die Cloud-Nutzung in Unternehmen um 50 Prozent und auch der Einsatz von Cloud-Kollaborations-Tools wie WebEx, Zoom und Slack, stiegen um 600 Prozent.


Im Überblick

Ransomware trifft auf komplexe Datenverwaltung

Cyberkriminelle nehmen aktuell gezielt Firmendaten ins Visier, da sie dort höheres Lösegeld erpressen können. Die Forderungen liegen oft bei mehreren Millionen Euro, hinzu kommen mögliche Folgekosten, da infizierte Geräte gesäubert und ausgetauscht werden müssen. Im Schnitt vergehen 16 Tage, bis das betroffene Unternehmen wieder vollständig am Netz ist. Auch der Ruf der Firma nimmt dabei erheblichen Schaden und verschreckt Kunden. Ein erfolgreicher Ransomware-Angriff ist für ein Unternehmen existenzgefährdend. Das zeigt auch die aktuelle Ransomware-Umfrage von Veritas, die Verbraucher gefragt hat, ob Unternehmen bei einer Attacke Lösegeld zahlen sollten, um ihre Daten freizubekommen.


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Meldungen: Tipps & Hinweise

Augen auf bei Domain-Schreibweisen

Erfolgreiche Methoden werden in unsicheren Zeiten nur noch erfolgreicher – das scheint die Devise von Cyberkriminellen zu sein. Ein Beispiel: Anfang Mai haben Betrüger E-Mails versendet, in denen die Empfänger angeblich von der Investitions- und Förderbank Hamburg ermahnt werden, dass Falschangaben in ihren Corona-Soforthilfe-Anträgen strafrechtlich relevant sein könnten. Das Ziel war klar: Personen, die diese Hilfen beantragt haben und sich eventuell nicht mehr sicher bezüglich ihrer Angaben waren, sollten in Panik versetzt werden. Auf diese Weise versuchten die Betrüger, weitere Daten der Opfer zu erbeuten. Dass die E-Mail und das Schreiben offiziell aussahen, hilft bei Angriffen dieser Art enorm. Aber nicht nur die Aufmachung des Schreibens hilft den Kriminellen, die Täuschung zu perfektionieren. Immer wieder werden auch sogenannte "Lookalike Domains" für den digitalen Betrug genutzt. Das sind Domains, die fast wie das Original aussehen, sich aber in kleinen Details unterscheiden. Auf diese Weise sollen die Opfer auf gefährliche Webseiten geleitet werden, um dort Log-In Daten für Bezahldienste wie "PayPaI" preiszugeben.

Weder eine Bilddatei noch ein Platzhalter

Im Rahmen der Corona-Pandemie hat sich der Bundesrat am 01. April 2020 für eine befristete Änderung der Verordnung über elektronische Signaturen (VZertES) ausgesprochen: Für eine Dauer von sechs Monaten werden die Hürden für die Ausstellung einer digitalen Signatur gesenkt. Um Reisen und persönliche Kontakte einzudämmen, wurde eine Videoidentifikation bei der Ausstellung von Zertifikaten ermöglicht. "Innerhalb dieser sechs Monate ist es möglich, die Identifizierung per Video vorzunehmen. So muss der Signierende nicht mehr persönlich bei der Registrierungsstelle vorsprechen, um die elektronische Signatur zu erhalten", erklärt Patrycja Tulinska, Geschäftsführerin der PSW Group. Entspannt sich die Lage innerhalb der Geltungsdauer, können die Bestimmungen schon früher aufgehoben werden. Elektronische Signaturen, die in dieser Zeit gesetzt werden, behalten jedoch unbefristet Gültigkeit. Bei elektronischen Dokumenten ersetzt die elektronische Signatur die handschriftliche Unterschrift. Das macht Sinn, lässt sich doch durch eine solche Signatur die Herkunft, die Echtheit und die Unversehrtheit des betreffenden Dokuments prüfen.

Auf eine Post-COVID-19-Wirtschaft ausrichten

Auch wenn die mittel- bis langfristigen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie noch nicht klar absehbar sind, müssen die meisten Unternehmen vermutlich wesentliche Änderungen ihrer Strategien, Geschäftsmodelle und Abläufe in Betracht ziehen. Analysten sind sich einig, dass die Unternehmen über mehrere Branchen hinweg Märkte, Segmente und Kunden zurückgewinnen müssen. Um erfolgreich zu sein, werden schnellere Innovationen und verbessertes Marketing erforderlich sein. Beide Bereiche werden sich dabei auf wichtige Anwendungen und Dienstleistungen stützen, von denen uns einige vielleicht aktuell noch nicht bekannt sind.

Eine typische Breachstortion-Mail

Cyberkriminelle Erpresser verfolgen eine neue Strategie, um mit Fake-Behauptungen satte Lösegelder zu erbeuten. Diesmal zielen sie auf Unternehmen mit Daten und Datenbanken in ihren Internetseiten. Noch im April hatte SophosLabs darüber berichtet, dass eine große Welle an ‘Sextortion‘ Scam-Mails hauptsächlich auf private Internetnutzer zurollt. Internetganoven sendeten E-Mails an beliebige Empfänger und versuchten diese mit angeblich aufgenommenem Bild- und Filmmaterial zu erpressen, das die Opfer beim Ansehen pornografischer Internetseiten zeigen sollte. In den meisten Fällen hatten die Erpresser keinerlei Beweismaterial und bauten schlicht auf den Schrecken derer, die sich ertappt fühlten und dann bis zu 2.000 US-Dollar in Bitcoin überwiesen. SophosLabs gehen davon aus, dass mit diesen Erpressungsversuchen rund 100.000 Dollar pro Monat ergaunert wurden.

Vertrauen Sie niemandem!

Die Belegschaft vieler Unternehmen arbeitet derzeit noch immer fast vollständig von Zuhause aus. Das hat natürlich Einfluss auf die Sicherheitsstrategie eines Unternehmens, da die Mitarbeiter nun nicht mehr geschützt durch die Unternehmenssicherheit Zugang zu verschiedenen internen Unternehmensressourcen haben. Für Unternehmen ist es jetzt natürlich besonders wichtig ihre Endbenutzer zu schützen, da ein kompromittiertes Konto potenziell zu größeren Sicherheitsverletzungen führen kann, wenn es nicht frühzeitig in der Angriffskette erkannt und gestoppt wird. Unternehmen, deren Belegschaft schon länger Großteils mobil arbeitet, sei es in einem Café, beim Kunden, bei einer Konferenz, in einem Hotelzimmer oder zu Hause, haben hier einen Vorteil, weil ihre Sicherheitsstrategien schon seit längerem an die höhere Gefahr ihrer Mitarbeiter angepasst sind. Unternehmen, die jedoch erst seit kurzem vor der Herausforderung stehen, ihre Belegschaft sehr plötzlich abzusichern, müssen ihre Sicherheitsstrategie entsprechend anpassen. Da Sicherheit für Unternehmen auch in diesen besonderen Zeiten oberstes Gebot ist, sollte ein Zero-Trust-Modell die Basis einer sinnvollen Sicherheitsstrategie sein.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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