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Im Überblick

Deutsches Onfido-Team wächst

Onfido, Anbieterin von Softwarelösungen für digitale Identitätsprüfung und Authentifizierung, will sich künftig verstärkt auf den DACH-Markt konzentrieren. Auf Basis von künstlicher Intelligenz und einer Hybrid-Technologie aus Mensch und Maschine authentifiziert Onfido zuverlässig und innerhalb von Minuten die Identität von Personen. Diese benötigen dafür lediglich ein gültiges Ausweisdokument und ihr Gesicht. Das Dokument wird verifiziert und in einem biometrischen Verfahren abgeglichen. Für den Ausbau der DACH-Aktivitäten holt Onfido den Vertriebsexperten Oliver Krebs an Bord, der schon Unternehmen wie BMC, RSA Dell EMC, Perfecto Mobile und Cherwell zum Erfolg verhalf. Oliver Krebs wird sich künftig als Vice President Central EMEA um die Betreuung der Onfido-Kunden in Nordics, BeNeLux, DACH und Osteuropa kümmern.


Im Überblick

Compliance-Richtlinien erfüllt oder nicht?

ForgeRock, Plattformanbieterin für digitales Identitätsmanagement, gibt seinen Beitritt zur Microsoft Intelligent Security Association (MISA) bekannt. Die MISA ist ein Ökosystem unabhängiger Softwareanbieter, die ihre Lösungen integriert haben, um sich besser gegen die weltweit zunehmenden Cyberbedrohungen zu schützen. Um der MISA beitreten zu können, müssen Organisationen Integrationen nachweisen, die die Verbesserung der Sicherheit im Unternehmen unterstützen. ForgeRocks Integrationen in Microsoft umfassen einen Authentifizierungsknoten, der den Zustand eines Geräts im Verhältnis zu Microsoft Endpoint Manager prüft sowie einen Authentifizierungsknoten, der das Bedrohungsrisiko eines Nutzers im Vergleich zu Microsoft Azure Active Directory untersucht. Zusätzlich umfasst die Integration einen Common Audit Handler (CAUD), der den Datenaustausch zwischen jedem ForgeRock Produkt und Azure Sentinel, dem Cloud-nativen Security Information and Event Manager (SIEM), unterstützt.



Meldungen: Unternehmen

80 Sicherheitsspezialisten und White-Hat-Hacker

Mit der Eröffnung einer neuen Niederlassung in Nürnberg baut SEC Consult ihre Präsenz in Deutschland weiter aus und intensiviert auf diese Weise die Betreuung seiner lokalen Kunden im süddeutschen Raum. Die Nachfrage nach IT-Sicherheitsüberprüfungen und der fachmännischen Analyse von Software auf kritische Sicherheitslücken ist in Deutschland jüngst stark angestiegen – auch bedingt durch die schlagartig erforderliche Remote-Arbeit in Folge von COVID-19 und den für die Unternehmen damit verbundenen Security-Herausforderungen. Als Sitz der renommierten Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) sowie dem Landesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (LSI) und als Gastgeber der jährlich stattfindenden IT-Sicherheitsmesse it-sa ist die Stadt Nürnberg ein "Place-to-be" für Cybersecurity-Experten in Deutschland und bietet SEC Consult viele Standortvorteile – auch in Sachen Recruiting.

DSGVO-konform und erweiterbar

Datenschutz nach DSGVO ist bürokratisch und teuer? Mit intelligenten Paketen für die Europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) zeigen die Deutsche Telekom und DataGuard gerade das Gegenteil. Eine Web-Plattform übernimmt dabei Routine-Abfragen. Danach unterstützen Spezialisten je nach Bedarf – auch als externe Datenschutzbeauftragte. Geschäftskunden der Telekom können den Service ab sofort im Telekom Cloud Portal buchen. Telekom-Geschäftsführer Hagen Rickmann unterstreicht die Bedeutung dieser Kooperation: "Sie rundet unser Portfolio bei Sicherheitslösungen ab – hier mit Fokus Datenschutz. Die flexible Lösung aus der Cloud hilft dem Mittelstand ab Tag 1. Und ist durch den hohen Grad der Automatisierung auch noch einfach in der Handhabung."

Schwachstellen-Management in Open-Source-Code

Trend Micro entwickelt gemeinsam mit Snyk eine neue Lösung zum Schwachstellen-Management in Open-Source-Code. Damit können Security-Teams das Risiko von Sicherheitslücken in quelloffenem Code minimieren, sobald dieser integriert wird – ohne den Delivery-Prozess zu unterbrechen. Der japanische IT-Sicherheitsanbieter und das führende Unternehmen im Bereich Developer-First Open Source Security bauen damit ihre strategische Partnerschaft weiter aus. "Schwachstellen in Open-Source-Software, die immer stärker von Entwicklern genutzt wird, haben in den letzten drei Jahren um das 2,5-fache zugenommen", erklärt Geva Solomonovich, CTO Global Alliances bei Snyk. "Unsere Partnerschaft mit Trend Micro ist zukunftsweisend, weil sie Security-Operations-Teams zum ersten Mal Einblick in Open Source Code, einen der grundlegenden Bausteine für Cloud-native Anwendungen, und seine Risiken gibt. Durch diese Zusammenarbeit werden wir dazu beitragen, die technologische, prozessuale und organisatorische Lücke zwischen der IT-Security und den DevOps-Teams zu schließen."

Transparente Cloud-Sicherheit

Bitglass hat ein Patent für ihre grundlegende Erfindung eines SAML-Relays für eine transparente Echtzeitzugriffskontrolle von Cloud-Diensten erhalten (US-Patent Nr. 10.757.090). Seit der Patentanmeldung im Jahr 2015 haben zahlreiche führende Cloud-Sicherheitsanbieter die Technologie implementiert. Mit dem SAML-Relay kann während des Anmeldevorgangs ein Sicherheitsbroker oder Proxy - auch als Cloud Access Security Broker (CASB) bezeichnet - auf transparente Weise in den Traffic zwischen Benutzern und Cloud-Diensten integriert werden. Nach der Anmeldung des Benutzers prüft der CASB dessen Risikoprofil und ermittelt die Zugriffsebene, die für den Benutzer genehmigt wird. Der CASB kann direkten Zugriff auf die Anwendung, Zugriff mit Proxy und kontrollierten Zugriff auf die Anwendung mit Daten- und Bedrohungsschutz gewähren oder den Zugriff vollständig ablehnen.

Radware erweitert weltweite Scrubbing-Kapazität

Radware hat drei neue Scrubbing Center in Indien, Brasilien und Israel eröffnet. Diese neuen Einrichtungen unterstützen das Kundenwachstum in aufstrebenden Märkten, in denen ein Bedarf an lokaler Datenspeicherung besteht. Sie ergänzen das bestehende Netzwerk von Scrubbing-Zentren für den Cloud DDoS Protection Service von Radware und erhöhen die globale Scrubbing-Kapazität um etwa 30 Prozent. "Die lokale Datenaufbewahrung wird ein immer wichtigeres Thema", sagte Gabi Malka, Chief Operating Officer von Radware. "Da immer mehr Länder Datenschutzgesetze einführen, suchen Organisationen nach sicheren Lösungen, die die Daten ihrer Kunden innerhalb ihrer geografischen Grenzen halten. Durch die Erweiterung unserer geografischen Präsenz können wir unseren Kunden in wichtigen Schwellenländern sichere Lösungen mit geringer Latenzzeit anbieten, die ihre Daten im Herkunftsland behalten und Angriffe in der Nähe ihres Ursprungs beenden."

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Streaming Media

In ihrem Streaming-Format "IT Live aus der Kantine" widmet sich die Firma Materna dem Schwerpunkt Cyber Security.

Folge 1 (07.10.2020, 17:00 bis 18:00 Uhr) behandelt das Thema "Security Awareness und Phishing".
Folge 2 (21.10.2020, 17:00 bis 18:00 Uhr)
führt in das "Schwachstellenmanagement" ein.
Folge 3 (04.11.2020, 17:00 bis 18:00 Uhr)
klärt auf über "Pentesting".

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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