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Im Überblick

Deutlich gestiegenen Cyberrisiken

Hackerone hat die Ergebnisse ihres neuen "Hacker Powered Security Reports" veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass White Hats von Mai 2019 bis April 2020 mehr als doppelt so viele Schwachstellen in Software fanden als im Vergleichszeitraum der vorangegangenen zwölf Monate. So haben die Hacker über die Hackerone-Plattform dazu beigetragen, dass innerhalb eines Jahres mehr als 180.000 Schwachstellen in unterschiedlichsten Anwendungen, Plattformen, Hardware und Apps gefunden und in der Folge auch behoben wurden. Damit wurden allein in diesem Zeitraum knapp ein Drittel aller Schwachstellen und Sicherheitslücken gemeldet, die bislang über die Hackerone-Plattform dokumentiert wurden – die Gesamtmenge aller dokumentierten Lücken beläuft sich immerhin bereits auf mehr als 565.000.


Im Überblick

Datenermittlung als größte Herausforderung

Während sich weltweit digitale Initiativen wie die Cloud oder das Internet der Dinge (IoT) beschleunigen und Datenmengen und -typen immer weiter ansteigen, nehmen deutsche Unternehmen beim Einsatz von Verschlüsselungslösungen für den Datenschutz eine führende Rolle ein. So die auf Deutschland bezogenen Ergebnisse der multinationalen "2020 Encryption Trends" Studie, die das Ponemon Institut in Zusammenarbeit mit nCipher Security, einem Unternehmen von Entrust Datacard und Weltmarktführer im Bereich Hardware-Sicherheitsmodule (HSMs), veröffentlicht. Die zum 15. Jahr in Folge durchgeführte Studie untersucht, wie und aus welchen Beweggründen Unternehmen weltweit Verschlüsselung einsetzen.


Meldungen: Studien

Smarter Körper: Hacking-Ziel für Cyberkriminelle?

Technologie-Experimente am eigenen Körper wie in der aktuellen Netflix-Serie "Biohackers", Exoskelette für Fließbandarbeiter und Cyborgs mit Chip-Implantaten im Gehirn zur Selbstoptimierung in digitalen Zeiten? Was nach Zukunftsmusik klingt, ist längst in der Realität angekommen. Eine aktuelle internationale Studie von Kaspersky mit dem Titel "The Future of Human Augmentation 2020: Opportunity or Dangerous Dream?", bei der auch eintausend Verbraucher in Deutschland befragt wurden, zeigt: Nahezu alle (90 Prozent) würden generell ihren Körper verbessern, wenn sie die Möglichkeit dazu hätten. Zudem bestätigen fast zwei Drittel (65 Prozent), dass sie ebenfalls dazu bereit wären, sich persönlich mit Hilfe von Human Augmentation (auch als Human Enhancement bekannt) weiter zu entwickeln - entweder dauerhaft oder vorübergehend. Ganz oben auf der Optimierungs-Wunschliste der Augmentation-Befürworter in Deutschland stehen: die Verbesserung der allgemeinen körperlichen Gesundheit (47 Prozent), ein besseres Sehvermögen (34 Prozent), mehr Kraft (31 Prozent) sowie ein attraktiverer Körper (29 Prozent).

Die größten Herausforderungen für CDOs

Informatica stellte die Ergebnisse einer Studie hinsichtlich Chief Data Officers (CDO) in der digitalen Welt vor. Die Umfrage beleuchtet die Herausforderungen, Prioritäten und wichtigsten Leistungsindikatoren (KPIs) von CDOs. Die Studie wurde von IDC im Auftrag von Informatica durchgeführt. Die Ergebnisse wurden auf dem 14. jährlichen MIT Chief Data Officer and Information Quality Symposium vorgestellt. Sie zeigen, wie wichtig Datenintelligenz für die Leistung von Unternehmen ist. Die Resultate unterstreichen, dass CDOs zunehmend als strategische Führungskräfte angesehen werden, aber in ihrer erweiterten Rolle auch vor Herausforderungen stehen. Der von Informatica in Auftrag gegebene IDC Info Brief "Chief Data Officers: The New Business Leaders" befragte mehr als 1.200 CDOs in zehn Ländern. Dazu gehören Australien, Frankreich, Deutschland, Indien, Japan, Großbritannien und die USA. Die Umfrage wurde zu Beginn der Corona-Pandemie von Februar bis April 2020 durchgeführt. Die Ergebnisse der IDC Studie zeigen, dass moderne erfolgreiche Data Leaders agil und flexibel genug sein müssen, um mit einer Reihe von Prioritäten gleichzeitig jonglieren zu können.

Herausforderungen für die IT-Sicherheit

Infoblox veröffentlichte zusammen mit Zogby Analytics eine Studie, die sich mit den anhaltenden Herausforderungen für die IT beschäftigt, die durch den COVID-19 Lockdown entstanden sind. Ein halbes Jahr nach Beginn der Virus-Eindämmungsmaßnahmen arbeiten Unternehmen noch immer daran, Mitarbeitern ein remotes Arbeiten sicher zu ermöglichen. Die Umfrage mit 1.077 Befragte aus Deutschland, den USA, Großbritannien, den Niederlanden, Spanien, China, Japan, Australien und Singapur zeigt aber auch, dass das Borderless Enterprise mit Homeoffice, Cloud-Diensten und einer großen Anzahl an IoT- und Mobile Devices im Unternehmensnetzwerk auch in Zukunft Normalität sein wird.

Wunsch nach Konsolidierung

LogRhythm hat ihren Report "The State of the Security Team: Are Executives the Problem?" veröffentlicht. Als ein zentrales Ergebnis stellt dieser auf eine Umfrage basierende Bericht unter anderem fest, dass 93 Prozent der Sicherheitsexperten nicht über die Tools verfügen, um bekannte Sicherheitsbedrohungen zu erkennen. 92 Prozent mangelt es an geeigneten präventive Lösungen, die in der Lage sind aktuelle Sicherheitslücken zu schließen. Weiterhin wurde festgestellt, dass drei Viertel der Sicherheitsexperten ihre Arbeit heute deutlich schwieriger als noch vor zwei Jahren empfinden. Für den Report wurden weltweit mehr als 300 Experten und Entscheider für IT-Sicherheit befragt. Ziel der Untersuchung war es, die hauptsächlichen Ursachen für den Stress von Sicherheitsteams zu ergründen und zu eruieren, wie diese Belastungen gemildert werden können, um die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Schutz digitaler Ressourcen zu verbessern.

In Zukunft wird es zwei Arten von CISOs geben

Tenable veröffentlichte eine weltweite Branchenstudie, aus der hervorgeht, dass die überwiegende Mehrheit der deutschen Unternehmen (96 Prozent) in den vergangenen zwölf Monaten einen geschäftsschädigenden Cyberangriff erlitten hat, sowohl nach Angaben von Geschäfts- als auch von Sicherheitsverantwortlichen. Die Daten stammen aus "Der Aufstieg des geschäftsorientierten Security Executive" (The Rise of the Business-Aligned Security Executive), einer Auftragsstudie unter mehr als 800 Führungskräften weltweit aus den Bereichen Wirtschaft und Cybersicherheit, darunter auch 103 Befragte in Deutschland, die von Forrester Consulting im Auftrag von Tenable durchgeführt wurde. Vor dem Hintergrund der unablässigen Angriffe von Cyberkriminellen konnten 74 Prozent der Befragten in Deutschland in den vergangenen zwei Jahren einen drastischen Anstieg bei der Anzahl geschäftsschädigender Cyberangriffe feststellen, die zum Teil schwerwiegende Auswirkungen hatten: Unternehmen berichteten von Produktivitätsverlust (45 Prozent), Verlust von Kundendaten (37 Prozent) und Verlust durch Identitätsdiebstahl (36 Prozent). Ungefähr 61 Prozent der Sicherheitsverantwortlichen in Deutschland geben an, dass von diesen Angriffen auch operative Technologie (OT) betroffen war.

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Streaming Media

In ihrem Streaming-Format "IT Live aus der Kantine" widmet sich die Firma Materna dem Schwerpunkt Cyber Security.

Folge 1 (07.10.2020, 17:00 bis 18:00 Uhr) behandelt das Thema "Security Awareness und Phishing".
Folge 2 (21.10.2020, 17:00 bis 18:00 Uhr)
führt in das "Schwachstellenmanagement" ein.
Folge 3 (04.11.2020, 17:00 bis 18:00 Uhr)
klärt auf über "Pentesting".

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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