Im Überblick

Mehr Malware zielt auf das Linux-Betriebssystem ab

Kaspersky-Lösungen haben in diesem Jahr durchschnittlich 380.000 neue schädliche Dateien pro Tag blockiert; dies entspricht einem Zuwachs in Höhe von 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Kaspersky-Experten sehen den Grund dafür unter anderem in einer weltweiten Zunahme digitaler Geräte.


Im Überblick

Coinminer: Gekommen, um zu bleiben

Die Zahl der der abgewehrten Angriffsversuche ist im dritten Quartal 2021 weiter gesunken. Das zeigt der aktuelle Bedrohungsreport von G Data CyberDefense. Ein Grund dafür: Die vermehrte Rückkehr von Angestellten ins Büro. Gleichzeitig nutzen Angreifer zurzeit verstärkt Schwachstellen in öffentlich verfügbaren Diensten aus, um Netzwerke zu kompromittieren.



Meldungen: Statistiken

DNS-Angriffe: 884.000 Euro pro Angriff

Während der COVID-19-Pandemie verzeichnete der Finanzsektor im Vergleich zu anderen Branchen die höchsten Kosten pro DNS-Angriff. Dies geht aus dem 2021 Global DNS Threat Report hervor, einer Studie, die kürzlich von EfficientIP und der International Data Corporation (IDC) veröffentlicht wurde. Die finanziellen Schäden in der Finanzbranche belaufen sich auf fast 884.000 Euro pro Angriff, während die durchschnittlichen Kosten in allen anderen Branchen bei 779.000 Euro liegen. Obwohl die Durchschnittskosten im Finanzsektor im Vergleich zum letzten Jahr leicht gesunken sind, bleiben Finanzdienstleister aufgrund der großen Menge an sensiblen Kunden- und Finanzdaten weiterhin ein attraktives Ziel für DNS-Angriffe.

JavaScript-Malware entgeht Erkennungs-Tools

HP analysiert in ihrem neuesten "HP Wolf Security Threat Insights Report" reale Cybersecurity-Angriffe, die durch die Isolierungs-Tools von HP Wolf Security entdeckt wurden. Das HP Forschungsteam stellte unter anderem fest, dass Cyberkriminelle Zero-Day-Schwachstellen ausnutzen. So wurde die Zero-Day-Schwachstelle CVE-2021-40444, die die MSHTML-Browser-Engine mit Microsoft Office-Dokumenten bei der Ausführung von Remote-Code gefährdet – von HP erstmals am 8. September entdeckt, eine Woche vor der Bereitstellung des Patches am 14. September. Am 10. September – nur drei Tage nach dem ersten Threat Bulletin – erkannte das HP Forschungsteam, dass Skripte zur automatischen Erstellung dieses Exploits auf GitHub geteilt wurden. Ein großes Risiko, denn ohne Patch ist es Angreifern möglich, Endgeräte mit nur geringer Benutzerinteraktion zu kompromittieren. Der Exploit verwendet dafür eine bösartige Archivdatei, die die Malware über ein Office-Dokument verbreitet. Die Datei muss nicht geöffnet oder Makros aktiviert werden. Es reicht aus, sie im Vorschaufenster des Datei-Explorers anzuzeigen, um den Angriff zu starten – unbemerkt vom Nutzer. Sobald das Gerät kompromittiert ist, ermöglicht es Angreifern, Hintertüren in die Systeme einzubauen. Diese lassen sich dann an Ransomware-Gruppen verkaufen.

Erste Anzeichen für REvil-Comeback

Telemetrie-Daten der Bitdefender Labs zeigen für den Monat August eine umfangreiche Aktivität der Ransomware-Szene. Ransomware wurde in 174 Ländern entdeckt. Sieben Prozent der Erkennungen wurden in Deutschland gefunden. Damit liegt Deutschland weltweit auf Rang Fünf hinter den USA (30 Prozent), Indien (17 Prozent), Brasilien (15 Prozent) und dem Iran (8 Prozent). 30 Prozent der Erkennungen im August ließen sich der WannaCryptor-Familie zuordnen. Insgesamt analysierten die Bitdefender Labs im Monat August rund 19,8 Millionen Malware-Erkennungen, die 250 verschiedenen Ransomware-Familien zugeordnet werden können. Am 13. Juli 2021 gingen Teile der Infrastruktur von REvil offline, nachdem der bisherige Vertreter der Malware-Hacker "UNKN" verschwunden war und mutmaßlich verhaftet wurde. Dennoch erwarteten die Cybersecurity-Experten schon damals, dass die Gruppe nach einiger Zeit mit einem neuen Namen und verbesserten Werkzeugen wieder auftauchen würde.

Attacken via HTTPS-Protokoll

Im jüngsten "Internet Security Report "von WatchGuard Technologies für das zweite Quartal 2021 spiegelt sich der weltweit anhaltende Trend zu mobilen oder hybriden Arbeitsmodellen aus sicherheitstechnischer Sicht wider. Die Forscher des WatchGuard Threat Lab fanden beispielsweise heraus, dass 91,5 Prozent aller Malware in diesem Zeitraum über verschlüsselte Verbindungen verschickt wurde. Darüber hinaus stellten sie einen enormen Anstieg bei Malware-, Netzwerk- und Ransomware-Angriffen fest. Corey Nachreiner, Chief Security Officer bei WatchGuard, dazu: "Aufgrund der veränderten Situation und der Art und Weise, wie und wo Menschen arbeiten und sich mit dem Internet verbinden, haben sich auch die Prioritären beim Schutz der Anwender und Unternehmen verändert. Während eine starke Verteidigung der traditionellen Netzwerkperimeter noch immer einen wichtigen Teil einer mehrstufigen Sicherheitsstrategie darstellt, gewinnen insbesondere Endpoint Protection (EPP) sowie schnelle Endpoint Detection and Response (EDR) massiv an Stellenwert."

Individuelle Phishing-Angriffe auf dem Vormarsch

Zix Corporation veröffentlichte ihren "Mid-Year 2021 Global Threat Report" zu weltweiten Bedrohungen. Zweimal jährlich stellen die Forscher von Zix ihre Einschätzungen zur aktuellen Bedrohungs- und Sicherheitslage vor, verbunden mit einem Überblick zu aktuellen Entwicklungen der Angriffstechniken und Tipps für Unternehmen zur Vorbeugung. "Die Cyberkriminalität wächst auch im Jahr 2021 rasant. Die wohl wichtigste Erkenntnis aus dieser Entwicklung ist die Tatsache, dass Threat Hunters unverzichtbar sind", so Troy Gill, Manager of Research bei Zix. "Unternehmen können nicht warten, bis potenzielle Gefahren bekannt werden. Sie müssen proaktiv auch solche Sicherheitsvorfälle erkennen, die automatisierten Tools möglicherweise verborgen bleiben. Auch im zweiten Halbjahr 2021 werden wir uns mit Phishing, Business Email Compromise (BEC) und immer raffinierteren Ransomware-Angriffen sowie mit steigenden Lösegeldforderungen für die Freigabe kompromittierter Daten auseinandersetzen müssen." Der Mid-Year 2021 Global Threat Report zeigt, dass Angreifer immer schneller neue Techniken einsetzen. Hier sind die häufigsten Methoden und wichtigsten Zahlen im Überblick.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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