02.12.14 - IT Security-Telegramm


"Double-Take DR" ermöglicht die einfache Umsetzung von Disaster-Recovery-Szenarien, ohne in eine Lösung für Hochverfügbarkeit investieren zu müssen
Die "Masque Attack" ist eine weitere Sicherheitslücke, die uns die Verwundbarkeit von iOS vor Augen führt



02.12.14 - "Double-Take DR" ermöglicht die einfache Umsetzung einer Disaster-Recovery-Strategie
Vision Solutions hat das Release 7.1 von "Double-Take" vorgestellt, einer Lösung für Hochverfügbarkeit, Disaster-Recovery und Migration in Windows- und Linux-Umgebungen. Erstmals gibt es dabei mit "Double-Take DR" auch eine Lösung für die einfache Umsetzung von Disaster-Recovery-Szenarien ohne die Notwendigkeit, in eine umfassendere Lösung für Hochverfügbarkeit zu investieren.

02.12.14 - Sicherheit, Vertrauen und Benutzerfreundlichkeit für Enterprise Apps auf "Samsung Knox"
CA Technologies (NASDAQ:CA) hat die Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit für "Samsung Knox" verwaltete mobile Unternehmensapplikationen mit "CA Mobile API Gateway" verbessert. Zusammen liefern CA Technologies und Samsung eine End-to-End-Sicherheitslösung für mobile Anwendungen, die Samsung Knox Anwendern im Unternehmen Single Sign On (SSO) erlaubt, gleichzeitig aber den Zugriff von Apps auf die Unternehmens APIs kontrolliert.

02.12.14 - ForeScout: Integration mit Wildfire und den Next-Gen-Firewalls von Palo Alto Networks
ForeScout Technologies gab die Interoperabilität von "ForeScout CounterACT" mit den Next-Generation-Firewalls und "WildFire" von Palo Alto Networks bekannt. Die Integration der Lösungen auf Basis der ControlFabric-Architektur von ForeScout dient dazu, sicheren Zugang zu Netzwerken und Anwendungen zu gewährleisten, die Einhaltung von Regeln bei Endgeräten durchzusetzen und das Bedrohungsmanagement zu verbessern. Die gemeinsamen Kunden von ForeScout und Palo Alto Networks können jetzt nutzer- und rollenbasierte Zugriffe auf Netzwerkressourcen und Webanwendungen durchsetzen, die Regelkonformität von Endpunkten gewährleisten und Advanced Persistent Threats (APTs) sowie Zero-Day-Angriffe identifizieren und eindämmen.

02.12.14 - E-book von HOB präsentiert Sicherheitslösungen für mobile Arbeitnehmer
Um die Produktivität ihrer Mitarbeiter zu erhöhen, setzen Unternehmen vermehrt auf mobile Arbeitsplatzkonzepte. Ziel ist es, über die erhöhte Flexibilität der Mitarbeiter die Produktivität des Unternehmens zu steigern. Unternehmen sollten jedoch auch vor den Sicherheitsrisiken gewarnt sein, die eine mobile Arbeitsplatzstrategie mit sich bringen kann.
In ihrem neuesten E-book hat die HOB GmbH & Co. KG, Marktführer in Software-basierten Remote Access-Lösungen, wichtige aktuelle Studien zum Thema "Mobility" zusammengefasst. Das E-book informiert Anwender mit aktuellen Statistiken und hilft IT-Teams dabei, die richtige Mischung aus Flexibilität, Produktivität und Sicherheit bei der Implementierung von mobilen Arbeitsplatzstrategien zu finden.

02.12.14 - Schutz vor Debugging und Reverse Engineering: Großbank ING-DiBa setzt für Banking-App auf mobile Technologie von Kobil Systems
Mit ihrer "m-Identity"-Protection Lösung sichert Kobil Systems mobile Transaktionen für Kunden der ING-DiBa-Bank ab. Der Vorteil: Neben der eigentlichen Mobile Banking App der ING-DiBa wird über eine zweite, von Kobil bereitgestellte App ("SmartSecure App") sowohl ein gesicherter zusätzlicher Kommunikationskanal als auch ein zweites virtuelles Device geschaffen. Damit hält die Bank die Sicherheitsanforderungen der Europäischen Bankenaufsicht ein, ohne dass der Kunde seine mobilen Transaktionen über ein zweites physisches Endgerät autorisieren muss.

02.12.14 - NCP und Sirrix: Gemeinsame Lösung für den Schutz von Verschlusssachen auf Notebooks
Auf dem "NCP Remote Access Kongress" stellten die NCP engineering GmbH und die Sirrix AG die gemeinsame Lösung für den Schutz von Verschlusssachen auf Notebooks vor. Über eine enge Zusammenarbeit auf technischer Ebene haben NCP und Sirrix eine gemeinsame Lösung entwickelt, die eine Verarbeitung von Verschlusssachendokumenten absichert, konform zu den Vorgaben der Verschlusssachen-Anweisung (VSA) in der Stufe VS-NfD, und gleichzeitig die Installation und Nutzung leichter macht. Bestandteile der gemeinsamen Lösung sind die Produkte "NCP Secure VPN GovNet Box", die die sichere Datenübertragung in öffentlichen Netzen gewährleistet sowie die Festplattenverschlüsselung "TrustedDisk" von Sirrix, die als Festplattenverschlüsselung mit zentralem Management zugelassenen wurde.

02.12.14 - Steigende Nachfrage nach lokalen E-Discovery-Services
Kroll Ontrack ist mit ihrem neuen Rechenzentrum für E-Discovery-Services erfolgreich in den deutschen Markt gestartet. Bereits in den ersten sechs Monaten konnte das Unternehmen eine große Nachfrage nach den Services verzeichnen.
Seit der Eröffnung des Rechenzentrums im Mai 2014 hat Kroll Ontrack nach eigenen Angaben 56 Millionen Seiten in die in Frankfurt am Main gehosteten Datenbanken zur Dokumentenanalyse hochgeladen sowie 7.000 Gigabyte an Daten zur Verarbeitung kopiert. Derzeit hostet das Unternehmen Datenbanken zur Dokumentenanalyse für deutsche Anwaltskanzleien und deren Mandanten, die an Rechtsstreitigkeiten und Untersuchungen in verschiedenen Branchen beteiligt sind.

02.12.14 - "Masque Attack": App wird mittels Reverse Engineering umgearbeitet, umverpackt und in einem inoffiziellen App-Store wieder veröffentlicht
Die "Masque Attack" ist eine weitere Sicherheitslücke, die uns die Verwundbarkeit von iOS vor Augen führt. Eine App wird dabei mittels Reverse Engineering umgearbeitet, umverpackt und in einem inoffiziellen App-Store wieder veröffentlicht. Über das Anklicken irgendeines Links sei es unwissend oder naiv gelangt ein Nutzer auf diesen App-Store und lädt die besagte App herunter. Beim Download-Prozess ermöglicht es iOS schließlich, dass die offizielle App von der schadhaften App überschrieben wird. Wie beim neulich erst entdeckten Exploit mit Namen WireLurker ist es dabei unerheblich, ob es sich um ein Jailbreak-Gerät handelt oder nicht.


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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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