04.11.14 - IT Security-Telegramm


Um den nachhaltigen Erfolg der Virtualisierung zu garantieren, gilt es einige Klippen zu umschiffen
Wer ein Smartphone zur Reparatur gibt, muss damit rechnen, Daten zu verlieren



04.11.14 - Wirksame Schutzmechanismen gegen den Blackout
Ob Industrie, Energieversorgung oder Rechenzentrum: Werden die in nahezu allen Bereichen notwendigen IT-Systeme längere Zeit und unvorbereitet vom Stromnetz getrennt, kann dies den Verlust von Daten, Arbeitszeit und Geld bedeuten. Die sensible IT-Infrastruktur bedarf daher einer hohen Absicherung, um im Notfall oder bei einem gezielten Hackerangriff gut gerüstet zu sein.
Nicht nur in Einrichtungen wie bei Stadtwerken oder Stromversorgern nimmt die Sorge zu, auch in der Industrie und in Unternehmen wächst die Angst vor gezielten Hackerangriffen, die komplette Systeme lahmlegen und zu hohen Ausfallzeiten, Datendiebstahl oder -verlusten, kaputten Geräten, Imageschäden sowie finanziellen Einbußen führen. Der Schutz vor einem sogenannten Blackout, der nicht nur böswillig herbeigeführt, sondern auch durch Naturkatastrophen oder technisches Versagen eintreten kann, ist damit einer der wichtigsten Faktoren der IT-Sicherheit.

04.11.14 - "McAfee Next Generation Firewall": Einbettung in Abwehr-Ökosystem bietet effektiveren Schutz gegen Cyberkriminalität
Mit der neuesten Version der "McAfee Next Generation Firewall" bietet McAfee Unternehmen und Behörden jetzt die nahtlose Einbindung in ein stetig wachsendes System zur Abwehr von Bedrohungen. Die Integration mit wichtigen Lösungen und Technologien des Security Connected-Ansatzes von McAfee gewährleistet mehrschichtigen Schutz vor den neuesten Bedrohungen und Umgehungsversuchen, sogenannte Advanced Evasion Techniques (AETs), sowie Verbesserungen beim Workflow und der betrieblichen Effizienz.

04.11.14 - Studie: Mittelstand gewährt seinen Marketingmitarbeitern Zugang zu kritischen Informationen; für die Sicherheit muss jedoch die IT sorgen
Fast zwei Drittel (60 Prozent) der deutschen mittelständischen Unternehmer glauben, dass ihre Marketing-Teams am besten dazu geeignet sind, Erkenntnisse aus der Flut an Daten zu gewinnen. Weitere 55 Prozent der Mittelständler nehmen an, dass der Kundenservice dies am besten könne. Gleichzeitig denkt nur ein Prozent der Unternehmer, das Marketing oder der Kundenservice seien auch für den Schutz der Daten verantwortlich. Zu diesem Ergebnis kommt eine gemeinsame Studie von Iron Mountain und der Beratungsgesellschaft PwC.

04.11.14 - Datensicherheit ist Voraussetzung für Erfolg von Industrie 4.0: Infineon und Deutsche Telekom präsentieren Sicherheitslösung "Made in Germany" auf dem Nationalen IT-Gipfel 2014
Die Infineon Technologies AG und die Deutsche Telekom AG haben auf dem IT-Gipfel in Hamburg eine Sicherheitslösung zum Schutz der vernetzten Produktion ("Industrie 4.0") vorgestellt. Insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen beispielsweise aus dem Maschinen- und Anlagenbau oder der Fahrzeugzulieferindustrie können davon profitieren. Denn Labore, Fabriken und Lager von Lieferanten, Produzenten und Kunden tauschen zunehmend große Datenmengen aus. Die Auswertung und Nutzung dieser Daten ermöglicht es, die Produktivität und Flexibilität in der industriellen Fertigung kontinuierlich zu steigern.

04.11.14 - Exclusive Networks Group übernimmt italienischen VAD für IT-Security
Mit der Übernahme des italienischen VAD Sidin will die Exclusive Networks Group die Situation im italienischen Markt weiter ausbauen sowie ihre internationalen und strategischen Beziehungen zu Lieferanten stärken. Durch den Zusammenschluss entsteht in der italienischen IT-Sicherheitsdistribution eine leistungsstarke neue Kraft: Sie besitzt genügend kritische Masse, einen ausgewogenen Anteil des bis 2017 avisierten Gruppenumsatzes von einer Milliarde Euro zu leisten.

04.11.14 - Datenverlustrisiko bei Handy-Reparatur
Wer ein Smartphone zur Reparatur gibt, muss damit rechnen, Daten zu verlieren darauf weist CBL Datenrettung hin. Die vollständige Löschung des internen Telefonspeichers gehört zum Standardvorgehen der Reparaturdienstleister. Deshalb sollten Anwender, die unersetzliche Daten auf dem defekten Mobiltelefon gespeichert haben, vor der Reparatur eine Datenrettung durchführen lassen.

04.11.14 - secunet gewinnt PKI-Ausschreibung der norwegischen Polizei
Die norwegische Polizei wird in Zukunft eine Public Key Infrastruktur (PKI) von secunet einsetzen. Zunächst wird das System für die Kontrolle von elektronischen Reisedokumenten genutzt, später wird die PKI auch eine zentrale Rolle bei der Ausgabe von elektronischen Reisepässen und elektronischen Aufenthaltstiteln einnehmen. In der nun gewonnenen internationalen Ausschreibung konnte sich secunet erfolgreich gegen multi-nationale Wettbewerber durchsetzen.

04.11.14 - Das Bauklötze-Prinzip macht die Skalierung von virtuellen Umgebungen endlich vorhersagbar
Virtualisierung ist in Rechenzentren von Unternehmen heute an der Tagesordnung, die Vorteile unbestreitbar. Um den nachhaltigen Erfolg der Virtualisierung zu garantieren, gilt es jedoch, einige Klippen zu umschiffen. Um rasantem Wachstum und Bedarfsschwankungen gerecht zu werden, muss die Infrastruktur die Skalierung einzelner virtueller Maschinen (VMs) sowie zusätzlich hinzukommende virtualisierte Workloads problemlos unterstützen. Obwohl Software-definierte Architekturen die Netzwerk-Skalierung erst einmal vereinfachen, zählt die Skalierbarkeit der Gesamtinfrastruktur weiterhin zu den größten Herausforderungen, um Virtualisierung im modernen Rechenzentrum noch umfassender einzusetzen.


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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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