04.12.14 - IT Security-Telegramm


Perfide Angriffstechnik der Sednit-Cyber-Spionagegruppe aufgedeckt
Neue Versionen von "Digipass for Apps" und "Digipass for Mobile" erlauben es, Applikationen gegen Missbrauch abzusichern, ohne die Benutzerfreundlichkeit einzuschränken



04.12.14 - Integrierte Backup-Appliance bietet Hardware, Backup-Software und Services "in a box"
Fujitsu bietet mit der "Fujitsu Storage Eternus CS200c Integrated Backup Appliance" eine Lösung für alle Unternehmen, die eine Datensicherung "in a box" suchen vom Kleinbetrieb bis zum multinationalen Konzern. Sie kombiniert Hard- und Software für Backup- und Archivierung in einem System und beherbergt somit eine komplette Backup-Infrastruktur. Das System ist auch für Unternehmen mit mehreren Niederlassungen und Filialen interessant. Die Appliance Fujitsu Eternus CS200c ergänzt Fujitsus umfassendes Portfolio an Business-centric-Storage-Systemen und bewährten Eternus CS Data Protection Appliances.

04.12.14 - Neue virtuelle "FortiSandbox" sorgt für flexible Advanced Threat Protection und Security-Integration
Fortinet meldet die Verfügbarkeit ihrer "FortiSandbox-VM"-Lösung. In 2014 erreichte die FortiSandbox eine Risikoerkennungsrate von 99 Prozent in NSS Labs Tests, diese ist nun auch als virtuelle Appliance erhältlich. Kunden können somit Advanced Threat Protection (ATP)-Sandboxes innerhalb ihrer Infrastruktur, in dynamischen Rechenzentren und in geografisch verteilten Standorten einfach implementieren.

04.12.14 - Neue Security-Module für Entwickler von Vasco
Vasco Data Security International hat neue Versionen ihrer Entwicklungsumgebungen vorgestellt, mit denen sich Sicherheitsfeatures in stationäre und mobile Anwendungen integrieren lassen sollen. Die Versionen von "Digipass for Apps" und "Digipass for Mobile" erlauben Anwendungsentwicklern, ihre Applikationen gegen Missbrauch abzusichern, ohne die Benutzerfreundlichkeit einzuschränken. Zu den neuen Features der Version 4.4. zählen:

04.12.14 - Wachstum um 50 Prozent: Quantum steigert Umsatz bei Scale-out Storage in erster Hälfte des Finanzjahres
Quantum legte ihre Umsatzergebnisse mit Scale-out Storage-Produkten und damit verbundenen Services in der ersten Hälfte des Finanzjahres (1. April bis 30. September 2014) vor und meldete ein Wachstum um 50 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Basierend auf den Umsatzerlösen des letzten Quartals (Juli bis September 2014) betrug die jährliche Run-Rate bei dem Gesamtumsatz im Bereich Scale-out Storage mehr als 100 Millionen US-Dollar eine Steigerung um fast 60 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

04.12.14 - Internetdienstleister startet dynamischen Service zur Abwehr von DDoS-Attacken
Aufgrund der steigenden Anzahl von Angriffen sehen sich viele Anbieter von Internetdiensten und Betreiber von Servern gezwungen, ihre Sicherheitsangebote auszuweiten, was letztendlich darauf hinaus läuft, dass sie zu Anbietern von Security-as-a-Service werden. Nsfocus hat bekannt gegeben, dass der Internetdienstleister (Internet Service Provider; ISP) Vibe Communications die Anti-DDoS-Lösung des Unternehmens ausgewählt hat, um den ersten dynamischen Service zur Abwehr von DDoS-Attacken für Netzbetreiber und Internetdienstleister in Neuseeland anzubieten.

04.12.14 - Jugendliche schützen ihre Daten in sozialen Netzwerken
Jugendliche Nutzer sozialer Netzwerke wie Facebook, Twitter oder Instagram gehen mehrheitlich verantwortungsvoll und kompetent mit dem Thema Datenschutz um. Das zeigen aktuelle Umfrageergebnisse des Bitkom. Danach haben 60 Prozent der aktiven Nutzer sozialer Netzwerke im Alter von 10 bis 18 Jahren die technischen Einstellungen zur Privatsphäre verändert. Dabei steigt die Datenschutzkompetenz mit dem Alter an. Unter den 10- bis 12-Jährigen haben erst 28 Prozent die Privatsphäre-Einstellungen verändert, unter den 13- bis 15-Jährigen 60 Prozent und unter den 16- bis 18-Jährigen schließlich 79 Prozent.

04.12.14 - Forschungsserie deckt Sicherheitsprobleme sozialer Medien auf
Proofpoint hat den ersten umfassenden Bericht der Branche vorgelegt, der Aufschluss über die Nutzung und Infrastruktur sozialer Medien in Unternehmen gibt. Der neu veröffentlichte erste Teil der dreiteiligen Serie zeigt, dass die Fortune 100 Unternehmen ihre Social-Media-Infrastruktur in den letzten Jahren um 80 Prozent erweitert haben, was zu zehntausenden firmeneigenen Social Media-Konten mit über vier Milliarden Benutzerinteraktionen geführt hat. Die Ergebnisse haben erhebliche Auswirkungen auf die Social Media- und Infrastruktur-Strategien von Unternehmen. In den Teilen zwei und drei der zwölfmonatigen Serie wird Proofpoint eine detaillierte Analyse der Sicherheitsbedrohungen und Compliance-Risiken offenlegen.

04.12.14 - Sednit nutzt Malware auf USB-Sticks für Angriffe auf isolierte Computer
Forscher von Eset haben eine perfide Angriffstechnik der Sednit-Cyber-Spionagegruppe aufgedeckt. Erst kürzlich hatten Eset-Experten auf WeLiveSecurity.de darüber berichtet, das Sednit maßgeschneiderte Exploit Kits für Angriffe auf verschiedene Institutionen in Osteuropa einsetzt. Jetzt warnen sie vor Win32/USBStealer, einem Tool, mit dem die Cyber-Kriminellen auch Rechner angreifen können, die nicht mit dem Internet verbunden sind. Das erlaubt der Gruppe wirksame Angriffe auf Computer und Netzwerke, die physisch völlig isoliert sind.


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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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