08.01.14 - IT Security-Telegramm


Hackerangriffe, Naturkatastrophen oder schlicht Anwenderfehler - je komplexer IT-Systeme sind, desto häufiger sehen sich Unternehmen mit Systemausfällen konfrontiert
Volkswagen Nutzfahrzeuge in Hannover hat im Rahmen eines Security-Infrastruktur-Projekts die "Privileged Identity & Session Management (PIM) Suite" des Sicherheitssoftware-Anbieters CyberArk eingeführt



08.01.14 - Nutzung eines einzigen Passworts für alle persönlichen Accounts
F-Secure stellt mit "F-Secure Key" einen neuen Passwort-Manager vor, der Daten lokal auf dem Gerät speichert und verschlüsselt. Ein zusätzliches Premium-Feature synchronisiert Passwörter plattformübergreifend auf mehreren Geräten auf ebenso sichere Weise. Sämtliche hierfür nötigen Prozesse werden über eine europäische Cloud abgewickelt, denn F-Secure betreibt alle Server für die Synchronisierung von geräteübergreifenden Passwörtern durch F-Secure Key an Standorten innerhalb der EU.

08.01.14 - Update von "Dr.Web AV-Desk" bietet auch Schutz unter Mac OS X
Ab sofort können Dr.Web SaaS-Abonnenten ihre Endgeräte auch unter Mac OS X schützen, denn Doctor Web präsentiert mit "Dr.Web AV-Desk 6.2" ein Update ihres Sicherheitsservices für IT-Anbieter. Bereits bekannte Bugs in der Service-Software wurden behoben.

08.01.14 - Bei Systemausfall spart geeigneter Notfallplan im Ernstfall hohe Kosten
Hackerangriffe, Naturkatastrophen oder schlicht Anwenderfehler - je komplexer IT-Systeme sind, desto häufiger sehen sich Unternehmen mit Systemausfällen konfrontiert und umso größer sind die Schäden. Dennoch verfügen nur wenige Firmen über einen geeigneten Notfallplan für den Ernstfall. Besonders prekär ist die Lage bei kleinen und mittelständischen Unternehmen in Deutschland, hier beschäftigen sich nur 35 Prozent überhaupt mit Business Continuity Management.

08.01.14 - Volkswagen Nutzfahrzeuge implementierte Sicherheitslösung von CyberArk
Volkswagen Nutzfahrzeuge in Hannover hat im Rahmen eines Security-Infrastruktur-Projekts die "Privileged Identity & Session Management (PIM) Suite" des Sicherheitssoftware-Anbieters CyberArk eingeführt. Damit kann die Gesellschaft der Volkswagen AG ihre nicht personalisierten privilegierten Benutzerkonten automatisiert verwalten, die Einhaltung einheitlicher Passwortrichtlinien sicherstellen sowie die Passwörter zentral und revisionssicher vorhalten.

08.01.14 - Die sechs größten Sicherheitsrisiken 2014 laut dem Information Security Forum
Das Information Security Forum (ISF), eine der weltweit größten Organisationen im Bereich IT- und Cybersicherheit sowie Risikomanagement, stellt in seiner Prognose für 2014 die für Unternehmen im Bereich Informationssicherheit wichtigsten Themen vor. Die größten Herausforderungen bergen die Nutzung privater mobiler Geräte am Arbeitsplatz, Datenschutz in der Cloud, verschiedene Gesetze und Regulierungen, Cyberkriminalität, Angriffe auf den Unternehmensruf sowie das so genannte Internet der Dinge.

08.01.14 - Fortinet sagt die wichtigsten Sicherheitsbedrohungen für 2014 voraus
Fortinet präsentierte eine Vorhersage der ihrer Meinung nach wichtigsten Sicherheitsbedrohungen 2014. Hierauf sollten sich Unternehmen, Behörden und Endanwender in den kommenden Monaten einstellen: Da die Rekordumsätze für Handys in den kommenden Jahren vermutlich zurückgehen werden, stehen Android-Entwickler vor der Herausforderung, neue Märkte und Einsatzfelder für das Google-Betriebssystem zu finden.

08.01.14 - Eurobarometer-Umfrage: Cyberkriminalität wirkt sich auf die Nutzung des Internets negativ aus
Laut einer Eurobarometer-Umfrage sind Internetnutzer in der EU sehr über die Cybersicherheit besorgt. So stimmen 76 Prozent der Aussage zu, dass die Gefahr, Opfer von Cyberkriminalität zu werden, im vergangenen Jahr zugenommen hat; in einer ähnlichen Studie aus dem Jahr 2012 war dieser Anteil geringer. Auch mussten bereits 12 Prozent der Internetnutzer feststellen, dass ihr Konto bei sozialen Medien oder ihr E-Mailkonto Opfer von Hackern geworden waren.

08.01.14 - Deutsche Firmen unterschätzen internes Sicherheitsrisiko
24 Prozent der deutschen Unternehmen haben in den letzten zwölf Monaten innerhalb der eigenen Firma eine IT-Sicherheitsverletzung festgestellt. Dies ergab eine Befragung von Clearswift in Zusammenarbeit mit Loudhouse, einem unabhängigen Marktforschungsunternehmen aus London.


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Meldungen vom Vortag

07.01.14 - EMC bietet "XtremIO"-All-Flash-Arrays: Ständig verfügbare Deduplizierung sowie eine Datenschutzfunktion

07.01.14 - MapR Technologies integriert Sicherheitsfunktionen in Hadoop

07.01.14 - Notfall-DVD: Zuverlässige Hilfe für Windows und PC

07.01.14 - Kostenloser Service: Der Dr.Web-URLoge findet Malware-Schwachstellen bei URLs

07.01.14 - Neue, zukunftsweisende e-Banking-Authentisierungsverfahren

07.01.14 - Partnerschaft für Datensicherung: Gemeinsam bieten iwm und NovaStor kleinen und mittelständischen Unternehmen ab sofort Datensicherungslösungen mit Ansprechpartnern vor Ort

07.01.14 - 43 Prozent der deutschen User lehnen mobiles Online-Banking ab, 35 Prozent nutzen Mobile Banking

07.01.14 - 31 Prozent der IT-Profis besorgt über Sicherheitsrisiken beim Einsatz von Remote-Support-Tools

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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