10.11.14 - IT Security-Telegramm


Malware "Android-Koler" legt Mobilgeräte lahm und drängt den Anwender anschließend zu Zahlungen
Mit Zuwächsen auf Aussteller- und Besucherseite, darunter ein deutliches Plus bei den internationalen Messegästen, untermauerte die it-sa ihre Bedeutung für IT-Sicherheitsexperten aus dem In- und Ausland





10.11.14 - Eaton startet kostenfreie Webinar-Reihe zum Thema USV und Virtualisierung
Eatons dreiteilige Webinar-Reihe vermittelt wichtige Aspekte moderner USV-Systeme. Angefangen bei USV-Grundlagen über die Integration von USV-Anlagen in virtuelle Umgebungen bis hin zur Absicherung von modernen Netzwerkspeichersystemen.

10.11.14 - Hohe Anzahl der IT-Profis deaktiviert erweiterte Firewall-Funktionen, um signifikante Einbußen bei der Netzwerk-Performance zu vermeiden
McAfee, ein Geschäftsbereich von Intel Security, hat eine Studie mit dem Titel Network Performance and Security veröffentlicht. Sie untersucht die Herausforderungen, vor denen Unternehmen stehen, wenn sie die Sicherheit und gleichzeitig den optimalen Betrieb ihrer Netzwerkinfrastruktur sicherstellen sollen. Die Studie zeigt, dass eine beunruhigend hohe Anzahl der 504 befragten IT-Profis erweiterte Firewall-Funktionen deaktiviert, um signifikante Einbußen bei der Netzwerk-Performance zu vermeiden. Meist betrifft das an erster Stelle Deep Packet Inspection (DPI). 60 Prozent der Befragten gaben an, dass das Design ihres Unternehmensnetzwerks von Sicherheitserwägungen bestimmt wurde. Gleichzeitig gibt jedoch über ein Drittel der Befragten zu, dass sie Firewall-Funktionen abschalten oder stark reduzieren, um die Leistung des Netzwerks nicht zu beeinträchtigen.

10.11.14 - Verlorene und gestohlene Handys: Geschäftsdaten Super-GAU
Insbesondere junge Mitarbeiter schätzen heute den Mehrwert und Komfortgewinn, den mobiles Arbeiten mit sich bringt. Die Generation digitaler Natives hat Handy und Co. stets griffbereit und immer dabei. Die Grenzen zwischen privater und geschäftlicher Nutzung verschwimmen dabei zusehends. Laut einer kürzlich von Oracle durchgeführten Umfrage verlieren junge Arbeitnehmer mobile Geräte aber häufiger und werden zudem öfter bestohlen als ihre älteren Kollegen:

10.11.14 - it-sa 2014: Größer und internationaler denn je
IT-Sicherheit ist heute wichtiger denn je darüber waren sich die 7.390 Fachbesucher und 385 Aussteller auf der it-sa 2014 in Nürnberg einig. Mit Zuwächsen auf Aussteller- (+8 Prozent) und Besucherseite (+6 Prozent), darunter ein deutliches Plus bei den internationalen Messegästen (+16 Prozent), untermauerte die it-sa ihre Bedeutung für IT-Sicherheitsexperten aus dem In- und Ausland. Rund 250 Vorträge in drei Foren, elf Vortragsreihen im begleitenden Kongressprogramm Congress@it-sa, politische Prominenz sowie messebegleitende Veranstaltungen wie der IT-Grundschutz-Tag des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik oder das Bitkom Executive Dinner unterstrichen die Bedeutung der it-sa.

10.11.14 - KA: Ermittlungserfolg durch Kooperation: Durchsuchungen wegen des Verdachts des unbaren Überweisungsbetrugs
Gemeinsam gegen Cyberkriminalität - unter diesem Motto unterzeichneten Vertreter des "German Competence Centre against Cybercrime" (G4C) und das Bundeskriminalamt (BKA) Anfang des Jahres eine Kooperationsvereinbarung zur Optimierung des Schutzes vor Cyberkriminalität. Diese Kooperation war Ausgangspunkt für ein im Auftrag der Staatsanwaltschaft Verden beim BKA geführtes Ermittlungsverfahren gegen zwei Männer im Alter von 19 und 24 Jahren wegen des Verdachts des Betruges.

10.11.14 - Trauriger Rekord: Die meisten Spam-Mails mit Malware gehen nach Deutschland
Rund zwei Drittel (66,5 Prozent) aller Nachrichten im weltweiten E-Mail-Verkehr waren im September 2014 Spam-Mails. Etwa jede neunte E-Mail (9,11 Prozent) mit Schadsoftware wurde von Kaspersky Lab bei deutschen Nutzern entdeckt. Somit hält Deutschland bei E-Mails mit gefährlichen Anhängen im weltweiten Vergleich einen traurigen Rekord und liegt auf dem ersten Platz vor Großbritannien (8,45 Prozent) und den USA (8,26 Prozent). Diese Zahlen gehen aus dem Spam-Report von Kaspersky Lab für September 2014 hervor.

10.11.14 - Neue Windows-Sicherheitslücke: Vorsicht bei Office-Dokumenten von unbekannten Absendern
Trend Micro warnt vor einer neuen Zero-Day-Sicherheitslücke in verschiedenen Windows-Versionen. Cyberkriminelle können diese Lücke mittels entsprechend präparierten Office-Dokumenten missbrauchen und die Kontrolle über den infizierten Rechner übernehmen. Anwender sollten daher besondere Vorsicht walten lassen, wenn sie Anhänge mit Office-Dateien von unbekannten Absendern zugeschickt bekommen. Aktuell sind infizierte PowerPoint-Dateien im Umlauf, mit deren Hilfe die Sicherheitslücke ausgenutzt werden kann.

10.11.14 - Die aktuelle Variante der Android-Malware zielt mit einer mittels bit.ly verkürzten URL auf eine Dropbox
Bei Android-Koler handelt es sich um eine Ransomware-Familie, die Android-Nutzer im Visier hat, deren Mobilgeräte lahm legt und den Anwender anschließend zu Zahlungen drängt. Man nimmt an, dass es sich bei dieser Variante um den mobilen Ableger der Reventon-Ransomware handelt.
Ransomware hat sich mindestens seit Cryptolocker in PC-Umgebungen bereits als äußerst lukratives Geschäft erwiesen. Auf mobilen Endgeräten ist sie allerdings noch ein relativer Newcomer. Das liegt zu einem Teil darin begründet, dass mobile Betriebssysteme den Zugriff auf das komplette Filesystem deutlich stärker beschränken. Trotzdem ist klar ersichtlich, dass sich die Entwickler von Ransomware diesen potentiell lukrativen Markt nicht entgehen lassen wollen. Koler ist ein Schritt in diese Richtung.


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Meldungen vom Vortag

07.11.14 - eco: Wirtschaft muss bei IT-Sicherheit mehr Eigenverantwortung übernehmen

07.11.14 - (ISC)2 lanciert neue Studie zum Fachkräftemangel dem Berufsfeld Cybersicherheit

07.11.14 - Studie: Unternehmen vertrauen weiterhin auf Perimetersicherheit

07.11.14 - Im Durchschnitt verwenden Internetnutzer neun Passwörter

07.11.14 - Zivil-militärische Krisenübungen der Europäischen Union zu Störungen des Internet

07.11.14 - Drei von fünf Android-Schädlingen zielen direkt auf das Geld der Anwender

07.11.14 - Regional Advanced Threat Report: Neuer Report zeigt zunehmenden Trend von fortschrittlichen Angriffen gegen Unternehmen im EMEA-Raum

07.11.14 - Check Point-Forscher entdecken Schwachstellen in System-Admin-Portalen dreier Netzwerksicherheitsanbieter

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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