14.01.14 - IT Security-Telegramm


Kostenlose App verspricht Nutzern einen finanziellen Gewinn, indem die Nutzer ihr ungenutztes monatliches SMS-Volumen weiterverkaufen können

Juniper will die Benutzung privater Endgeräte im Arbeitsumfeld vereinfachen und Bring Your Own Device (BYOD) sicherer machen


14.01.14 - Sicherer Zugang zu Unternehmensressourcen: Initiative, um die Integration von MDM und anderer mobiler Sicherheitslösungen mit der "Junos Pulse"-Technologie zu ermöglichen
Juniper Networks kündigte Verbesserungen der "Junos Pulse Remote Access" (SSL VPN) und der Network Access Control (NAC)-Lösungen an. Darüber hinaus gab Juniper neue Technologie-Partnerschaften mit führenden Mobile-Device-Management (MDM)-Anbietern bekannt. Mit Hilfe dieser Neuerungen will Juniper die Benutzung privater Endgeräte im Arbeitsumfeld vereinfachen und Bring Your Own Device (BYOD) sicherer machen. Durch Kooperationen mit den führenden MDM-Anbietern AirWatch und MobileIron können die Lösungen Junos Pulse Secure Access Service und Junos Pulse Access Control Service die Plattformen dieser Anbieter nun auch nutzen.

14.01.14 - Blue Coat verbessert Business-Assurance-Technologie mit führender Lösung für Zero-Day-Sandboxing und Malware-Analyse
Blue Coat Systems gab die Übernahme von Norman Shark, Anbieterin von Malware-Analyse-Lösungen für Unternehmen, Service Provider und Behörden, bekannt. Die Übernahme verbindet die Zero-Day-Sandboxing-Technologie mit der Advanced-Threat-Protection-Lösung von Blue Coat. Kunden erhalten damit einen umfassenden Schutz: Sie haben so die Möglichkeit, Advanced-Persistent-Threat (APT)-Angriffe zuerst zu identifizieren und anschließend zu beseitigen.

14.01.14 - Schutz vor Angriffen von Außen: apsec tritt Allianz für Cyber-Sicherheit bei - Initiative will IT-Sicherheitskompetenz ausbauen
Die Applied Security GmbH (apsec) ist der Allianz für Cyber-Sicherheit beigetreten. Der Hersteller einer programmierten Verschlüsselungslösung für Unternehmensnetzwerke möchte in der Initiative daran mitwirken, die Widerstandskraft der deutschen Wirtschaft gegen Cyber-Angriffe zu stärken.

14.01.14 - Egal ob Android, Mac oder Windows heutzutage müssen alle Plattformen mit entsprechender Antivirus-Software ausgestattet werden
Beim Risiko via Internet infiziert zu werden, liegen die deutschen Nutzer laut den Jahresstatistiken von Kaspersky Lab in Westeuropa auf Platz zwei. Weltweit entdeckt Kaspersky Lab aktuell täglich 315.000 neue Schadprogramme. Das entspricht einer Steigerung von über 57 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Vor allem Deutschland scheint immer mehr im Visier der Cyberkriminellen zu stehen:

14.01.14 - Bundesregierung: Im Mobilfunk erlaube das Smartphone "Secusuite" auf der Basis eines "Blackberry 10" eine Nutzung bis zur Einstufung VS
Die Kommunikation der Deutschen Bundesregierung wird jederzeit umfassend geschützt. So stütze sich die interne Festnetzkommunikation auf einen sicheren Standard IVBB, der für Daten und Sprache eine Nutzung bis zum Einstufungsgrad Vertraulich (VS) ermögliche, teilte die Regierung in ihrer Antwort (18/162) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (18/38) mit.

14.01.14 - Deutsche Bundesregierung: "Bewusstsein für die Anwendung von IT-Sicherheitsmaßnahmen" muss verbessert werden
Die sogenannte NSA-Affäre zeigt aus Sicht der Deutschen Bundesregierung, "dass das Bewusstsein für die Anwendung von IT-Sicherheitsmaßnahmen" verbessert werden muss. Dem adäquaten Schutz von Daten im Internet müsse ein hoher Stellenwert eingeräumt werden, schreibt die Regierung in ihrer Antwort (18/159) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (18/39). Konkret gehe es um den Schutz der Verwaltung, der Wirtschaft und von Privatpersonen.

14.01.14 - Weihnachten 2013 doppelt so viele Betrugsfälle auf Facebook entlarvt
Bitdefender hat auf Facebook an den Weihnachtsfeiertagen doppelt so viele Betrugsfälle aufgedeckt wie im vergangenen Jahr. Ein Scan zahlreicher Timelines rund um den Globus legt die Vermutung nahe, dass Cyberkriminelle ihre Umsätze in diesem Jahr verdoppeln konnten. Allein mehr als 10.000 falsche Gutscheine kursieren in dem sozialen Netzwerk und versprechen den Nutzern Geschenke, dienen aber tatsächlich dem Zweck, ihre Bankverbindungen auszuspähen.

14.01.14 - Betrugs-App: 10.000 bis 50.000 Nutzer haben "Bazuc" aus dem "Google Play Store" heruntergeladen
In ihrer neuesten Untersuchung identifiziert die Sicherheitsexpertin Lookout ein gefährliches SMS-Netzwerk namens "Bazuc", das als App getarnt, heruntergeladen werden kann. Die kostenlose App verspricht Nutzern einen finanziellen Gewinn, indem die Nutzer ihr ungenutztes monatliches SMS-Volumen weiterverkaufen können. Die Untersuchung zeigt, welche Risiken dieser "Geldgewinn" für Nutzer birgt.


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Meldungen vom Vortag

13.01.14 - "Frohe Weihnachten" für Online-Händler? Jeder dritte wurde bereits Opfer von Cybercrime

13.01.14 - Die Fachgruppe bringt IT-Sicherheitsexperten aus ganz Deutschland zusammen, um konkrete Lösungsansätze und Maßnahmen zu entwickeln und anzubieten

13.01.14 - Internet- und Security-Trends 2014: Fragmentierung des Internets nimmt zu

13.01.14 - 2014 mehr Angriffe durch mobile Ransomware und Security-Aware-Attacken

13.01.14 - Für Windows XP wird es ab dem 8. April 2014 keine Sicherheits-Updates, Aktualisierungen und keinen technischen Support mehr geben

13.01.14 - Reduzieren Sie die Angriffsfläche für Schadprogramme, indem Sie Ihre Patches immer auf dem neuesten Stand halten

13.01.14 - USV-Anlagen für IT-und Industrieumgebungen mit Dreiphasenwechselstrom und hohen Anforderungen an die Energieeffizienz

13.01.14 - Fernwartungslösung bietet umfangreiche Sicherheitsfunktionen, die eine Manipulation verhindern


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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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