15.12.14 - IT Security-Telegramm


Das einst festungsähnliche Rechenzentrum ist durch Partnerkonnektivität, Cloud Computing, Virtualisierung und BYOD durchlässig geworden
Sind Patientendaten erst einmal weg, können sie überall wieder auftauchen ob man will oder nicht



15.12.14 - Telindus Telecom setzt Verschlüsselungstechnik von Adva Optical Networking ein
Adva Optical Networking gab bekannt, dass "Telindus Telecom" die "Adva FSP 3000" eingesetzt hat, um durch fortschrittliche Verschlüsselungstechnik den Schutz von Netz- und Cloud Computing-Diensten sicher zu stellen. Die Cloud von Telindus Telecom bedient den Markt für Geschäftskunden in Luxemburg. Diese Kundengruppe verlangt im globalen Vergleich das höchste Maß an Sicherheit und Vertraulichkeit. Daher ist es notwendig, den maximal möglichen Schutz einzusetzen. Die Verschlüsselungstechnik von Adva Optical Networking schützt alle Daten, die zwischen den Datenzentren von Telindus Telecom übertragen werden, und gewährleistet gleichzeitig einen zuverlässigen Zugriff auf die geschäftskritischen Dienstleistungen der Cloud.

15.12.14 - Phishing: In den Social Media-Kampagnen wird das Branding großer Einzelhändler als Köder verwendet
Während Phishing-E-Mails bekanntermaßen oft für derartige Kampagnen genutzt werden, bieten die Sozialen Medien Angreifern neue Möglichkeiten und Tools, um ihre potenziellen Opfer zu erreichen. Da jedoch viele der Abwehrmechanismen, die Organisationen einsetzen, um unerwünschte E-Mails zu stoppen, gegen Social-Media-Spam und Phishing nicht wirksam sind, können diese Angriffe auch dann Nutzer erreichen, wenn E-Mail-basierte Kampagnen blockiert worden wären.

15.12.14 - Fehlende Sicherheitsvorkehrungen begünstigen Diebstahl und Missbrauch von Patientendaten
Das deutsche Gesundheitssystem ist durch Cyber-Kriminalität stark geschwächt, die Sicherheit von Kranken- oder Patientendaten nicht vollauf gewährleistet. Das befürchten die IT-Sicherheitsexperten der Protected Networks GmbH. Erschreckend sei vor allem, wie leicht es ist, die Daten zu entwenden. "Sind Daten erst einmal weg, können sie überall wieder auftauchen ob man will oder nicht. Dann sind sie allerdings gefälscht, Gesundheitsinformationen sind verschwunden, oder ganze Identitäten gestohlen", sagt Stephan Brack, CEO der Protected Networks GmbH.

15.12.14 - Security-Bericht: Kritische Faktoren um Datenklau vorzubeugen
Ein neuer Report von McAfee ("When Minutes Count") untersucht die Fähigkeiten von Unternehmen zur gezielten Angriffserkennung und Angriffsabwehr. Er enthüllt die acht wichtigsten Angriffsindikatoren und präsentiert Best Practices für den aktiven Umgang mit sicherheitsrelevanten Vorfällen. Dem Report zufolge sind Unternehmen deutlich effektiver, wenn sie subtile Angriffsaktivitäten in Echtzeit multi-variabel analysieren. Außerdem zeigt der Bericht auf, wie wichtig der Faktor Zeit sowie das Wissen über aktuelle Bedrohungen sind für die Risikoeinschätzung und die Priorisierung von Reaktionen.

15.12.14 - An erster Stelle steht heute die Informationssicherheit, gefolgt von der Anwendungs- und Geräteverwaltung
Disruptive Technologien wie das Internet der Dinge, BYOx und die Cloud haben alle Aspekte der heutigen, digital gesteuerten Geschäftswelt durchdrungen. Sie leiten die Ära der "neuen IT" ein und ändern grundlegend die Art und Weise, wie wir Geschäfte abwickeln. In dieser Ära der neuen IT ist Technologie die Quintessenz der Geschäftstätigkeit sie fördert die Innovation und Agilität in einem vom Wettbewerb geprägten Umfeld. Das einst festungsähnliche Rechenzentrum ist durch Partnerkonnektivität, Cloud Computing, Virtualisierung und BYOD durchlässig geworden. Ein weiterer Punkt betrifft die Kosten: Im Vergleich zu den Vorabkosten für die Sicherheit können die Kosten von Sicherheits- und Compliance-Verletzungen erheblich sein. Eine Umfrage des Ponemon Institute hat ergeben, dass die Kosten durch Datenschutzverletzungen in Deutschland seit 2013 um 15 Prozent auf 3,5 Millionen EUR gestiegen sind.

15.12.14 - Welle gefälschter Rechnungen rollt weiter - Vorsicht vor Trojanern
Seit geraumer Zeit rollt eine Mail-Welle gefälschter Telefon- und Kommunikationsrechnungen in Form von Spam-Mails über Deutschland hinweg, ein Ende ist nicht abzusehen. Auch Rechnungen der Deutschen Telekom sind betroffen. Ziel der kriminellen Absender: Ein auffallend hoher Rechnungsbetrag soll die Adressaten dazu bringen, auf den beigefügten Link zu klicken. Kommen die Betroffenen dem nach, haben sie einen gefährlichen Trojaner auf dem Rechner. Die Deutsche Telekom hat unmittelbar nach Aufkommen der Welle auf Telekom-Webseiten vor den gefälschten Rechnungn gewarnt, die Anfragen von Medien und Kunden sind dennoch ungebrochen hoch.

15.12.14 - Hintermänner der komplexen Regin-Plattform infizierten Computernetze in mindestens 14 Ländern, auch in Deutschland
Kaspersky Lab veröffentlichte einen Bericht über die Cyberangriffsplattform "Regin", bei der neben bisher bekannten Cyberspionageaktivitäten erstmalig GSM-Netzwerke infiltriert und ausgespäht wurden. Die Hintermänner von Regin haben bisher Computer in mindestens 14 Länder weltweit infiziert, darunter auch in Deutschland.

15.12.14 - Sichere Kommunikation auf Maschinenebene für Rechenzentren mit dem "High Security Web Gateway"
NetDescribe stellte mit dem "High Security Web Gateway" ein neues Familienmitglied aus ihrer "Event2Log"-Produktpalette vor. Die hoch skalierbare Appliance ist speziell für Rechenzentren entwickelt, die mit externen Diensten auf höchster Sicherheitsstufe Daten austauschen müssen. Ein entscheidender Vorteil des Gateways besteht darin, dass Unternehmen ihre existierende Infrastruktur nicht verändern müssen, um mit anderen Diensten außerhalb des eigenen Netzwerks sicher zu kommunizieren. Darüber hinaus beinhaltet das High Security Web Gateway Funktionen der "NetDescribe High Speed Logging"-Technologie, um Event-Daten der gesamten IT-Infrastruktur zu korrelieren und sinnvoll für die Compliance bereitzustellen.


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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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