18.02.14 - IT Security-Telegramm


Präventions-App "Clever im Netz" ist als Android-Version erschienen und wurde von TÜV Rheinland im Hinblick auf den angemessen Umgang mit personenbezogenen Userdaten getestet
Mit der Software "KiwiVision" von KiwiSecurity lassen sich Videos automatisiert analysieren, gefilmte Personen in Echtzeit unkenntlich machen und Falschalarme verhindern



18.02.14 - Nach erfolgreicher Datenschutzprüfung der iOS-App erhält auch Android Version TÜV Rheinland-Prüfzeichen für mobile Applikationen
Die laut Herstellerangaben europaweit erste Präventions-App "Clever im Netz" ist als Android-Version erschienen und wurde wie bereits die iOS-Version von TÜV Rheinland im Hinblick auf den angemessen Umgang mit personenbezogenen Userdaten getestet. Die App hat das Prüfsiegel "Checked App Datenschutz" erhalten. Die App ist in gemeinsamer Kooperation von dem Kinderschutzverein "Innocence in Danger e.V." und dem IT-Unternehmen axxessio GmbH im Rahmen einer CSR-Initiative entstanden.

18.02.14 - Automatisierte Videoanalyse für intelligente Gebäudesicherung
Die Telekom kooperiert mit der Firma KiwiSecurity und erweitert damit ihr Angebot im Bereich der automatisierten Gebäudesicherung. Mit der intelligenten Software "KiwiVision" von KiwiSecurity lassen sich Videos automatisiert analysieren, gefilmte Personen in Echtzeit unkenntlich machen und Falschalarme verhindern. Von der deutschen Versicherungswirtschaft (VdS) zertifiziert, liefert die Telekom maßgeschneiderte Lösungen für die Gebäudesicherung, bei denen sie den kompletten Prozess von der Installation über die Softwareintegration bis hin zum Leitstellenservice übernimmt.

18.02.14 - D-Trust, das Trustcenter der Bundesdruckerei, schließt sich der Fido-Allianz an
D-Trust, das akkreditierte Trustcenter der Bundesdruckerei GmbH, ist das 50. Mitglied der Vereinigung "Fido" (Fast IDentity Online). Die von Google und PayPal gegründete Initiative hat das Ziel, das übliche Anmeldeverfahren mit Benutzername und Passwort durch neue Sicherheitskonzepte abzulösen. Sichere Identitäten sind das Schlüsselthema im 21. Jahrhundert. Im Zeitalter des Internets und der weltweiten Mobilität ist es zu einer anspruchsvollen Aufgabe geworden, persönliche Daten, E-Mail-Accounts und Identitäten zu schützen.

18.02.14 - Mit dem VPN-Router "Lancom 1781VA-4G" unterstützt Lancom erstmals VDSL, ADSL und den schnellen Mobilfunkstandard LTE in einem Gerät
Lancom Systems macht die diesjährige CeBIT (Hannover, 10. bis 14. März) zu einer Leistungsschau moderner Unternehmensnetze. Zu den Highlights auf dem Stand von Lancom (Halle 13, C28) zählen Gigabit WLAN Access Points für den Unternehmenseinsatz, Lösungen für die mobile und stationäre VPN-Standortvernetzung sowie BSI-zertifizierte Hochsicherheits-Router.

18.02.14 - ISF: Steve Durbin ist Top-Influencer für Informationssicherheit
Das US amerikanische Infosecurity Magazin hat Steve Durbin, Global Vice President des Information Security Forum, in die "Top 10 CareersInfoSecurity" der einflussreichsten Meinungsbildner für Security Professionals aufgenommen. CareersInfoSecurity, der Karriereableger des Magazins, vergibt die Auszeichnungen zum Beispiel an Personen, die sich in besonderer Weise um die Bedeutung von Informationssicherheit in Unternehmen und die dafür zuständigen Mitarbeiter verdient gemacht haben.

18.02.14 - F5 Networks veröffentlicht die Ergebnisse des ersten Quartals 2014
F5 Networks, Spezialistin im Application Delivery Networking, gab Erträge von 406,5 Millionen Dollar im ersten Quartal des Fiskaljahres 2014 bekannt, das sind 3 Prozent mehr als die 395,3 Millionen Dollar des vorherigen Quartals und 11 Prozent mehr als die 365,5 Millionen Dollar des ersten Quartals des Fiskaljahres 2013.

18.02.14 - In der EU landen jährlich 19,4 Milliarden Euro Umsatzpotential im Spam-Ordner
Ca. 15 bis 20 Prozent der rechtmäßig versendeten E-Mails landen im Spam-Ordner. Mailjet evaluierte dazu renommierte Studien, um den Verlust herauszufinden, der EU-weit durch gewerbliche E-Mails, die im Spam-Ordner landen, darzustellen.

18.02.14 - Firmen setzen die Policies für das Management mobiler Endgeräte sehr rigide um
Kaum eine Abkürzung wird in den IT-News zurzeit so strapaziert wie BYOD. Aber Bring Your Own Device, gemeint ist die Nutzung von Endgeräten aus dem privaten Fundus der Mitarbeiter im Unternehmenseinsatz, ist kein Selbstläufer. Laut Gartner wird bis 2016 jedes fünfte Projekt zur Einführung einer BYOD-Strategie in den Unternehmen scheitern. Hauptgründe: Firmen setzen die Policies für das Management mobiler Endgeräte sehr rigide um. Viele Mitarbeiter fürchten zudem, dass Unternehmen auf die persönlichen Daten, die auf ihrem Gerät gespeichert sind, zugreifen könnten, was BYOD für sie unattraktiv macht.


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Meldungen vom Vortag

17.02.14 - Status der auf unterschiedlichen Geräten installierten Antivirensoftware von Avira zentral einsehen und verwalten

17.02.14 - Gute, hinterhältige und ungewollt-gefährliche Apps: Entwicklungsrichtlinien der TÜV Trust IT GmbH sorgen für Sicherheit

17.02.14 - secunet Security Networks AG: Vorläufige Zahlen zum Geschäftsjahr 2013

17.02.14 - Controlwares "IT-Security Roadshow 2014" mit dem Thema "IT-Security Trends 2014: Advanced Threat Defense"

17.02.14 - "Cyren Security Center" bietet Live-Datenanalyse und gibt Online-Einblick in Malware-, Phishing- und Spam-Trends

17.02.14 - wallstreet-online.de wehrt sich dank DDoS-Schutz erfolgreich gegen anonyme Angreifer

17.02.14 - Telefonanlagen ohne Passwortschutz sind ein beliebtes Angriffsziel - Über Nacht können erhebliche finanzielle Schäden entstehen

17.02.14 - Diebstahl von 16 Millionen Datensätzen verdeutlicht Schwäche der "1-Passwort-Strategie"

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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