19.05.14 - IT Security-Telegramm


Kaum ein Administrator ist mehr in der Lage, die Herkunft, den Versionsstand und den Patch-Level jeder einzelnen Anwendung aus dem Stand zu benennen
Riskante Einheitspasswörtern, besonders in Zeiten von OpenSSL-Bugs und NSA-Überwachung, gehören mit dem Passwortsafe "Wallet 4" der Vergangenheit an



19.05.14 - Networkers AG vermarktet Patch-Management von Secunia
Die Networkers AG, ein Unternehmen der Controlware Gruppe, erweitert ihr Portfolio um die Patch- und Vulnerability-Management-Systeme von Secunia. Auf den Endgeräten der meisten Unternehmen läuft heute ein bunter Mix von Betriebssystemen und Applikationen. Kaum ein Administrator ist mehr in der Lage, die Herkunft, den Versionsstand und den Patch-Level jeder einzelnen Anwendung aus dem Stand zu benennen. Während die Patch-Management-Prozesse für Microsoft und andere große Anbieter in aller Regel klar definiert sind und eingehalten werden, vernachlässigen viele Firmen die Updates und Patches von Dritt-Anbieter-Programmen. Die Folge sind gravierende Sicherheitslücken: Nach einer aktuellen Studie von Secunia gehen mehr als 80 Prozent der Schwachstellen, die in den Top-50-Programmen auf PCs gefunden wurden, auf unzureichend gepatchte Third-Party-Anwendungen zurück.
"Mit der steigenden Anzahl von Anwendungen im Unternehmen gewinnt auch das Patch-Management an Bedeutung denn ungepatchte Programme sind das Haupteinfalltor für Hacker", weiß Dr. Thomas Kretzberg, Vorstand der Networkers AG. "Aus diesem Grund sind wir sehr stolz, dass wir uns als erster Systemintegrator in Deutschland den Status eines Secunia Gold Partners sichern konnten. Im Vorfeld der Zertifizierung haben wir in einer Reihe anspruchsvoller Technik-Schulungen umfassendes Know-how aufgebaut und sehen uns jetzt bestens positioniert, um die Lösungen von Secunia bei unseren Kunden zu implementieren."

19.05.14 - Management und Austausch von vertraulichen Dokumenten: Prianto wird erster Distributor für das neue "Brainloop Dox"
Die Brainloop AG schließt zur Veröffentlichung ihres neuen Produkts "Brainloop Dox" auch eine entsprechende Vertriebspartnerschaft. Der Distributor Prianto GmbH wird Brainloop Dox ab sofort ihren Kunden anbieten.
Brainloop Dox ist eine sichere und einfach zu bedienende Lösung zum Management und Austausch von vertraulichen Dokumenten intern sowie mit externen Projektpartnern, Kunden und Lieferanten. Dokumente, die via Brainloop Dox gespeichert werden, sind nicht nur sicher, sondern sie stehen darüber hinaus dank Synchronisation auch an jedem Endgerät mit Webzugang zur Verfügung.

19.05.14 - Private-Cloud-Zugriff über mobile Geräte mit "Barracuda SSL VPN Version 2.5"
Die neue Version 2.5 von "Barracuda SSL VPN" ermöglicht den Fernzugriff auf unternehmensinterne Dateien, Intranets oder web-basierte Applikationen ohne vollwertigen VPN-Client. Mitarbeiter können ihn mit praktisch jedem mobilen Endgerät nutzen - iOS, Windows oder Android. IT-Administratoren haben das Mobile-Device-Management auch in anspruchsvollen und schnelllebigen BYOD-Umgebungen im Griff.

19.05.14 - Datentresore: Vertrauliche Daten sicher verwahrt und stets zur Hand jetzt auch für Mac OS X
Subsembly, bekannt für ihre Onlinebanking-Lösung "Banking 4", bietet mit "Wallet 4" einen Passwortsafe, der vertrauliche Daten auf vielen Betriebssystemen sicher verwahrt. Riskante Einheitspasswörtern, besonders in Zeiten von OpenSSL-Bugs und NSA-Überwachung, gehören damit der Vergangenheit an. Das Besondere: Wallet 4 können Sie auf jeglichen Betriebssystemen und Endgeräten einsetzen. Denn Wallet 4 unterstützt sowohl PC und Mac, als auch iPhone, iPad, iPod touch, Android Smartphone und Tablets, Kindle Fire Tablets und BlackBerry 10.
Die Wallet 4 Apps von Subsembly sind reine Datentresore, die mit Blick auf eine einfache Bedienung bewusst schlicht gehalten sind. Durch den Verzicht auf automatische Login-Funktionen oder Ausfüllfunktionen schützt Sie Wallet 4 von vornherein vor potentiellen Sicherheitsrisiken. Speichern Sie einfach alle Passwörter und andere vertrauliche Daten in Subsembly Wallet und greifen Sie jederzeit und überall auf Ihre sensiblen Daten zu gleichgültig, welches Gerät und welches Betriebssystem Sie nutzen.

19.05.14 - Gefahrenquelle Mitarbeiter: 8MAN-Technologie schließt IT-Sicherheitslücke
Die protected-networks.com GmbH hatte auf der CeBIT 2014 die Sicherheitstechnologie "8MAN" erstmals in der Version 5.5 vorgestellt. Zu den überzeugten Direkt-Käufern gehört unter anderem ein namhafter mitteldeutscher Logistik- und Verkehrsdienstleister. Die Technologie 8MAN sorgt dafür, dass jeder Mitarbeiter nur zu den Inhalten im IT-System Zugang und Berechtigungen erhält, die seiner Stellung im Unternehmen entsprechen und die er im Alltag benötigt. Das verhindert, dass der Praktikant des Logistik-Dienstleisters mit Zugriff auf Transportrouten die Transportwege versehentlich ändert. Unternehmensentscheidende, sensible Daten sind nur für Mitarbeiter der definierten Projektgruppe zugänglich, unberechtigte Zugriffe werden durch das Berechtigungsmanagement unterbunden.

19.05.14 - Cloud-basierten Disaster Recovery (DR)-Service für VMware-virtualisierte Rechenzentren
VMware stellt mit "VMware vCloud Hybrid Service-Disaster Recovery" einen neuen Cloud-basierten Disaster Recovery (DR)-Service für VMware-virtualisierte Rechenzentren vor. VMware vCloud Hybrid Service-Disaster Recovery ist einfach einzurichten, kann selbständig verwaltet werden. Der Service ist ab sofort in allen fünf "vCloud Hybrid Service"-Rechenzentren in den USA und Großbritannien verfügbar.

19.05.14 - Erweiterter Schutz beim Einsatz der Virtualisierungsplattformen von VMware, Citrix und Microsoft
Kaspersky Lab veröffentlicht mit "Kaspersky Security for Virtualization | Light Agent" eine neue Lösung für virtuelle Umgebungen und bietet so erweiterten Schutz beim Einsatz der Virtualisierungsplattformen von VMware, Citrix und Microsoft. Die neue Lösung ergänzt die agentenlose Schutztechnologie "Kaspersky Security for Virtualization | Agentless" für Anwender der Virtualisierungsplattform von VMware. Anwender von VMware können zwischen der agentenlosen und der neuen Light-Agent-Version wählen. Die Light-Agent-Technologie verbindet die Vorteile aus zwei Welten: den besseren Schutz des agentenbasierten Virenschutzes und die bessere Performance der agentenlosen Lösungen.

19.05.14 - PSW Group hält "WeChat" mit "Look around"-Funktion und Zensurvorwürfen für sicherheitsbewusste Nutzer ungeeignet
Noch ist "WeChat" hierzulande relativ unbekannt. Denn die Messenger-App wird derzeit noch vor allem in China genutzt. 300 Millionen Nutzer zählt das Tool im Reich der Mitte, in dem es auch entwickelt wurde. Dabei ist WeChat mit 18 Sprachen für mehr als 200 Länder und Regionen erhältlich. Vom Komfort her steht die App anderen Messengern in nichts nach, wie die Verschlüsselungsexperten der PSW Group mitteilen, die die mobile Anwendung einem umfassenden Test unterzogen haben. WeChat geht sogar über einige andere Messenger-Apps hinaus, in dem sie von Facebook bekannte Funktionalitäten wie das Liken, Teilen und Kommentieren von Fotos Chat-intern unterstützt.
Eher kritischer beäugen die Tester die sogenannte "Look around -Funktion des kostenlosen Messenger, der sich über In-App-Käufe finanziert. Sie ermöglicht das Finden von WeChat-Nutzern in der Nähe des Anwenders. Zudem gibt es einen Zufallsmodus: Dem Nutzer wird ein x-beliebiger Chatpartner zugewiesen, wenn er sein Smartphone schüttelt. "Im Heimatland der App, China, ist gerade die "Look around"-Funktion der Hit. Mit unserem Verständnis von Datenschutz und Privatsphäre ist sie jedoch nicht vereinbar", erklärt PSW Group-Geschäftsführer Christian Heutger. Die Verschlüsselungsexperten mahnen darüber hinaus die fehlende Ende-zu-Ende-Verschlüsselung an. Verschlüsselt werden Nachrichten lediglich auf dem eigenen Smartphone gespeichert.


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Meldungen vom Vortag

16.05.14 - Nur doppelt gesichert ist wirklich sicher: Net at Work empfiehlt Unternehmen und Behörden kombinierte E-Mail-Verschlüsselung mit TLS und S/MIME

16.05.14 - ISF öffnet sich mit neuen Mitgliedschaftsmodellen weiteren Unternehmen

16.05.14 - PSW Group unterstützt neuen "Security Performance Index"

16.05.14 - 14. Deutscher IT-Sicherheitskongress: BSI ruft Unternehmen, Behörden und Forschungseinrichtungen zur Teilnahme auf

16.05.14 - (ISC)2 präsentiert Programm zur Weiterentwicklung der Cybersecurity-Ausbildung

16.05.14 - Neuer Datensicherheitsreport identifiziert gezieltere und effektivere Wege im Kampf gegen Cyberbedrohungen

16.05.14 - Android: 150 Millionen App-Downloads von "Heartbleed" betroffen

16.05.14 - Mobile Trojaner aus Russland als "Exportschlager"

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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