19.09.14 - IT Security-Telegramm


"GFI MailArchiver 2014" verfügt über den neuen File Archiving Assistant, der für die automatische Archivierung und Abspeicherung von Dokumenten sorgt
Nexenta präsentiert eine rein Software-gestützte Scale-out-Block- und -Objektspeicherlösung für Inline-Deduplizierung in Clustern der Petabyte-Größenordnung



19.09.14 - Security-Lösung "DriveLock" von CenterTools schützt Rechner und Netzwerke vor Infektionen
Für Unternehmen, die sich jetzt gegen eine Infektion eines so genannten BadUSB-Sticks schützen möchten, hat die CenterTools Software GmbH eine wirkungsvolle Lösung. Der deutsche Spezialist für Data Loss Prevention (DLP) ermöglicht mit "DriveLock" beliebige USB-Geräte, aber auch Mäuse und Tastaturen (so genannte Human Interface Devices, HID) zu kontrollieren und zu sperren. Die Device-Control der Security-Software agiert dabei wie eine USB-Firewall. Über eine Whitelist lassen sich alle unternehmensinternen Geräte verwalten und nur die in der Firma erlaubten Geräte zulassen. So bleiben beispielsweise unbekannte USB-Tastaturen gesperrt und werden nicht ins System eingebunden, so dass keine Eingabe darüber erfolgen kann.

19.09.14 - Vollständige Transparenz der unternehmensweiten E-Mail-Nutzung sowie möglicher Risiken
GFI Software stellt "GFI MailArchiver 2014" vor. Die neue Version verfügt über erweiterte Funktionalität und Kontrollmöglichkeiten über Outlook. GFI MailArchiver bietet IT-Administratoren eine vollständige Transparenz der unternehmensweiten E-Mail-Nutzung sowie möglicher Risiken. Die Lösung hilft auch bei der Einhaltung von Compliance-Richtlinien.
Archivierung betrifft nicht nur E-Mails, sondern auch Dateien und Dokumente, die ebenfalls für Wiederherstellungs- und Compliance-Zwecke archiviert werden müssen. GFI MailArchiver 2014 verfügt über den neuen File Archiving Assistant, der für die automatische Archivierung und Abspeicherung von Dokumenten sorgt. Der File Archiving Assistant ermöglicht das gemeinsame Nutzen von Dateien, während diese dabei sicher gespeichert und abgelegt werden. Mitarbeiter müssen nicht mehr auf öffentliche Cloud-basierte Dienste wie Dropbox oder Google Drive zur Abspeicherung ihrer Dokumente zurückgreifen.

19.09.14 - "Syncro"-Controller machen "ThinkServer" von Lenovo jetzt zur Shared-DAS-Lösung
Lenovo rüstet ihre aktuellen "ThinkServer" mit Speicher-Clustering und Controller-Failover auf. Dazu kommen pro Server zwei Syncro-CS-9286-8e-RAID-Controller von Avago zum Einsatz. Diese Controller bauen auf der MegaRAID-Technologie auf und bieten eine hochverfügbare Shared-DAS-Lösung. Verwendet werden neben den Avago Controllern zwei Lenovo-Volumenserver und ein JBOD. Die auf Syncro-Speicher basierenden RAID-Systeme von Lenovo liefern eine robuste, einfach zu implementierende Speicher-Clustering-Lösung, die optimal auf die Bedürfnisse von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) zugeschnitten ist. Sie schützen auf einfache und kostengünstige Weise vor Datenverlust und Systemausfällen.

19.09.14 - Globale Inline-Deduplizierung in Clustern der Petabyte-Größenordnung
Nexenta, Anbieterin von Software-Defined-Storage-Lösungen (SDS), gab die Einführung von "NexentaEdge 1.0" bekannt. NexentaEdge ist eine rein Software-gestützte Scale-out-Block- und -Objektspeicherlösung auf dem Markt für leistungsstarke, globale Inline-Deduplizierung in Clustern der Petabyte-Größenordnung. NexentaEdge ist eine Ergänzung zu "NexentaStor", einer Software-definierten Speicherlösung für Unternehmen. Die Erweiterung eignet sich besonders für zukunftsweisende OpenStack-Infrastrukturen und Big Data-Speicher, die Performance, Skalierbarkeit und niedrige Gesamtbetriebskosten erfordern.
NexentaEdge hilft Unternehmen dabei, die wachsende Menge unstrukturierter Daten zu speichern und zu verwalten, beispielsweise Filme, medizinische Bilder, Grafiken, Designs und Cloud-Sicherungen/-archive. Die Lösung versetzt Benutzer in die Lage, beliebige Datenmengen in einem einzigen, hochverfügbaren Speicher zu verwalten. Die Gesamtbetriebskosten sind dank Inline-Datendeduplizierung die niedrigsten der Branche. Inline-Deduplizierung bedeutet, dass die Daten nicht erst in voller Menge gespeichert werden und nachträglich dedupliziert werden, sondern bereits während des Speichervorgangs von redundanten Inhalten bereinigt werden.

19.09.14 - Umfrage in USA und Europa: Eigene Mitarbeiter sind größtes Sicherheitsrisiko
AppRiver, Anbieterin von E-Mail-Messaging und Web-Security- sowie Microsoft-365-Lösungen für IT-Reseller und Partner, hat IT-Profis aus verschiedenen europäischen Ländern befragt. 20 Prozent der Befragten nehmen an, dass die größten Sicherheitsrisiken von böswilligen Mitarbeitern aus den eigenen Reihen ausgehen. Weitere 44 Prozent machen Unkenntnis dafür verantwortlich, dass Schutzmaßnahmen nicht mehr greifen. Es überrascht also kaum, dass insgesamt 70 Prozent aller Befragten den Faktor Mensch als das schwächste Glied im Hinblick auf Sicherheitsrisiken im Unternehmen ansehen, 20 Prozent machen das höchste Risiko bei Prozessen fest und lediglich 9 Prozent bei der Technologie selbst.
Die von AppRiver unterstützte Umfrage wurde in analoger Weise bereits mit 110 IT-Sicherheitsspezialisten auf der diesjährigen RSA in San Francisco durchgeführt. Während die in Europa befragten Teilnehmer der Umfrage internen Sicherheitsvorfällen das größte Gewicht beimessen, sehen 61 Prozent der in den USA Befragten die größte Gefahr in externen Cyberattacken (gegenüber 35 Prozent der in Großbritannien Befragten), und für lediglich 33 Prozent in den USA sind es Sicherheitsverstöße aus Unkenntnis und durch Mitarbeiter verursacht. Auffallend ist allerdings, dass lediglich 5 Prozent der in den USA Befragten böswillig agierende Insider für Datenschutzverstöße verantwortlich machen.

19.09.14 - Messe it-sa 2014: Security-Laptop "cyber-top"
Firmenmitarbeiter möchten über ihre Workstations auf sensible Daten zugreifen, gleichzeitig aber auch Mail-Programme oder Browser nutzen, ohne die IT-Sicherheit zu gefährden. genua präsentiert dafür auf der Messe it-sa 2014 (Nürnberg, 7. bis 9. Oktober, Stand 422 in Halle 12) mit dem Security-Laptop "cyber-top" eine neue Lösung: Auf dem kompakten Laptop werden mittels einer neuartigen Separationstechnologie strikt getrennte Bereiche erzeugt, so dass Angreifer oder Malware keinen Weg beispielsweise vom Browser zu den sensiblen Daten finden. Diese Sicherheits-Separation läuft im Hintergrund ab, der Anwender bemerkt davon nichts. Er arbeitet mit den gewohnten Programmen und kann das Security-Laptop im Büro, unterwegs oder auch im Home Office einsetzen.

19.09.14 - iQSol als Sponsor bei der "IDC IT-Security-Roadshow"
Die iQSol GmbH, Herstellerin von Lösungen im Bereich Unternehmensalarmierung und Log-Management, ist als Sponsor bei zwei Veranstaltungen der IDC IT-Security-Roadshow präsent. In Linz sowie in Wien stellt das Unternehmen am 23. und 24. September nicht nur seine Lösungen zur gesteigerten IT-Sicherheit in Unternehmen vor, sondern erläutert in einem Vortrag außerdem, wie mittels Log-Management der größtmögliche Grad der Compliance erreicht werden kann. Eine Teilnahme ist für Endkunden kostenfrei.
IT-Fachkräfte, unabhängige Experten und Branchenführer sind eingeladen, neueste Trends und Entwicklungen zu diskutieren, die Unternehmen branchenübergreifend helfen, intelligente, strategische Investitionen im Bereich der IT-Security zu tätigen sowie die Effizienz des täglichen Betriebs zu verbessern.


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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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