21.02.14 - IT Security-Telegramm


Das am Fraunhofer Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB) entwickelte "CyphWay" soll der Sicherheitslücke einen Riegel vorschieben
Ihre weitgefächerte Nutzung macht Tablets und Smartphones zu einem lukrativen Ziel für Ausspähungen


21.02.14 - Die kryptographischen Funktionen des "CyphWay" können für die sichere Bereitstellung von Daten auf einer Cloud, den mobilen Zugriff auf Firmendaten oder für abhörsichere Telefonkonferenzen genutzt werden
Mit einem Smartphone oder einem Tablet kann man überall und problemlos Bilder und Informationen verschicken. Wenn es aber um sensible Daten geht, dann ist Sicherheit wichtig. Ihre weitgefächerte Nutzung macht Tablets und Smartphones zu einem lukrativen Ziel für Ausspähungen. Das am Fraunhofer Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung (IOSB) entwickelte "CyphWay" soll dieser Sicherheitslücke einen Riegel vorschieben.

21.02.14 - 25 neue Cybercops bedeuten in der rauen Wirklichkeit, dass jedes Präsidium einen Spezialisten erhält und der Rest dem Kompetenzzentrum des Bayerischen Landeskriminalamtes zugeteilt werden wird
"Das Bayerische Staatsministerium des Innern stellte Ende Januar die Offensive zur Stärkung der Bayerischen Polizei zur Bekämpfung der Cyber-Kriminalität vor. Erstmals 2012 wurden nicht zuletzt aufgrund der Forderung des BDK sogenannte Cybercops eingestellt bzw. ausgebildet. Es konnten in der Vergangenheit leider nicht alle hierfür vorgesehen Stellen mit geeigneten Bewerbern besetzt werden, weil wir in Konkurrenz mit dem Arbeitsmarkt, keine wirklich verlockenden finanziellen Anreize für externe Spezialisten geboten haben."

21.02.14 - 16 Millionen E-Mail-Konten in Deutschland gehackt: Empfehlungen, stets unterschiedliche und komplexe Passwörter anzulegen, sind im Alltag wenig praktikabel
Die Warnung des BSI vom 21. Januar, dass 16 Millionen E-Mail-Konten in Deutschland gehackt wurden, hat die Bevölkerung aufgeschreckt. Und das zu Recht. Denn betroffen waren nicht nur E-Mail-Daten, sondern in vielen Fällen auch Konten auf Online-Shops oder in sozialen Netzwerken, wenn dort das Passwort des gehackten E-Mail-Kontos verwendet wurde. Die Opfer dieses Informationsdiebstahls haben so kaum eine Chance, den Schaden vollständig und ohne Hilfe zu bereinigen.

21.02.14 - Steigende Cyber-Bedrohungen fördern die umfassende Verwendung von Verschlüsselungstechnologien und biometrischen Verfahren
Sicherheitsexperten der Unisys Corporation prognostizieren, dass das kommende Jahr den breiten Einsatz von Verschlüsselungstechnologien bringen wird. Unternehmen werden damit auf aktuelle Enthüllungen reagieren, nach denen Externe auf den unverschlüsselten Datenverkehr innerhalb eines Unternehmens zugreifen könnten.

21.02.14 - Warnung vor Spam-Mails von Kredithaien und Cyberkriminellen
Wer akut in Geldnot ist, greift zu jedem Strohhalm. Das wissen auch viele unseriöse Kreditanbieter und verschicken massenhaft Spam-Mails mit falschen Versprechungen oder anderen kriminellen Absichten. Kaspersky Lab zeigt, wie Verbraucher solche Mails erkennen und sich davor schützen können.

21.02.14 - Sichere Router ohne Hintertür: bintec-Portfolio schützt vor Fremdzugriffen
Bei der aktuell anhaltenden Diskussion zum Thema Datensicherheit (speziell Port 32764) handelt es sich in erster Linie um eine Router-Sicherheitslücke, bei der diverse Passwörter und Konfigurationen ausgelesen werden können. Viele europäische Router-Hersteller haben durch diese Sicherheitslücke enorm an Glaubwürdigkeit in punkto Datensicherheit verloren.

21.02.14 - Report: Schwachstellen und Bedrohungen haben das höchste Niveau seit den ersten Messungen im Mai 2000 erreicht
Der bereits zum siebten Mal veröffentlichte "Cisco Annual Security Report" beschreibt die wichtigsten Cybersecurity-Tendenzen und gibt Empfehlungen, wie Organisationen ihre Systeme, Anwendungen und Netzwerke besser schützen können. Heute dominieren organisierte Banden von Cyberkriminellen. Sie sind finanziell gut ausgestattet, nutzen intelligente Technologien und können große Schäden anrichten sowohl wirtschaftlich als auch für den guten Ruf von Unternehmen und Behörden.

21.02.14 - Anstieg von Schadsoftware-Attacken bei mobilen Geräten: 2013 waren 11,6 Mio. Geräte betroffen
Alcatel-Lucent veröffentlichte neue Zahlen zum weiteren rasanten Anstieg von Sicherheitsbedrohungen für mobile Endgeräte. 11,6 Millionen betroffene Geräte bedeuten eine erhöhte Gefahr für den Missbrauch von persönlichen Daten der Besitzer. Zudem können ihnen dadurch unerwartete Kosten durch nicht-autorisierte Käufe entstehen oder sie die Kontrolle über das Gerät verlieren.


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Meldungen vom Vortag

20.02.14 - Nutzung öffentlicher Hotspots mit dem Smartphone und Tablet-PC: Sämtliche Daten werden abgeschirmt von außen verschlüsselt übertragen

20.02.14 - Die jüngsten Datenschutz-Enthüllungen verdeutlichen, dass Nutzer-Daten über mobile Apps abgefangen werden können

20.02.14 - Von SNI, SHA2 und Prevalidierung: 2013 brachte viele Neuerungen im Bereich SSL

20.02.14 - Zertifikatslehrgang "Security Business Professional, BdSI": Theorie- und Praxiswissen für angehende Führungskräfte in der Unternehmenssicherheit

20.02.14 - Kaspersky Lab: IT-Sicherheitstrends und -Lösungen für mittelständische und große Unternehmen

20.02.14 - "State of the Internet"-Bericht: Europäische Unternehmen verzeichnen im dritten Quartal einen deutlichen Anstieg der DDoS-Attacken

20.02.14 - Sicherheitsbericht 2013: Dramatische Zunahme von hochvolumigen DDoS-Angriffen, APTs und Angriffen auf mobile Netzwerke

20.02.14 - Lagebericht: Nach DoS-/DDoS- sind DNS-Attacken die derzeit zweithäufigste Angriffsform


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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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