23.09.14 - IT Security-Telegramm


Als "Zombies" betitelte Malware ist die Gelddruckmaschine Nummer eins der modernen Cybercrime-Welt
In der Zukunft werden Daten mit hoher Wahrscheinlichkeit in einzelnen Teilchen Atomen, Elektronen gespeichert und mit einzelnen Lichtteilchen übertragen



23.09.14 - DDoS-Attacken unter anderem gegen die Unterhaltungsindustrie
Das Prolexic Security Engineering & Response Team von Akamai Technologies hat ein Bot-Netz aus Linux-Servern entdeckt, von dem aus gezielt DDoS-Attacken unter anderem gegen die Unterhaltungsindustrie ausgeführt werden. Die infizierten Server befinden sich hauptsächlich in Asien und vereinzelt auch in den USA. In einem Sicherheitshinweis warnt das Unternehmen vor gefährlichen Bedrohungen, die von IptabLes- und IptabLex-Malware auf Linux-Systemen ausgeht. Angreifer nutzen die infizierten Linux-Systeme für DDoS-Attacken gegen Unternehmen aus der Unterhaltungsindustrie, aber auch aus anderen Branchen.
Die massenhafte Infektion scheint den Erkenntnissen von Akamai zufolge durch Webserver unter Linux verursacht zu sein, auf denen bekannte Sicherheitslücken in Apache-Diensten wie Struts, Tomcat and Elasticsearch ausgenutzt werden. Hacker nutzen Schwachstellen auf nicht gepatchten Systemen, platzieren Schadcode und erhalten so die Kontrolle über die Server, die sie dann in ein remote gesteuertes DDoS-Bot-Netz einbinden.
Hinweise auf eine vorhandene Infektion sind die Einträge ".IptabLes" oder ".IptabLex" im /boot directory. Das Erkennungsmerkmal ist der vorangesetzte Punkt im Dateinamen. Die Malware enthält eine Funktion, mit der sie sich eigenständig aktualisiert. Dabei stellt ein infiziertes System den Kontakt zu einem Host her und lädt ein File.

23.09.14 - Wie man 5 Millionen Spam-E-Mails verschickt, ohne es zu merken
Bot-Netze geraten immer wieder in die Schlagzeilen. Das ist kein Wunder, denn diese auch als "Zombies" betitelte Malware ist die Gelddruckmaschine Nummer eins der modernen Cybercrime-Welt. Die Idee dahinter ist einfach: Die Malware auf den infizierten Rechnern verbindet sich regelmäßig mit ihrem Heimatserver. Sie tut das, indem sie harmlos scheinende Web Requests via HTTP versendet und sich wie ein ganz normaler Browser benimmt. Aber anstatt die Daten für eine Internetseite abzurufen, lädt der Bot, der Malware-Roboter, neue Instruktionen für seine kriminellen Machenschaften und führt diese mit Hilfe des Rechners und des verbundenen Netzwerks aus.

23.09.14 - Sicherheitsrisiken bei Wearables: Cybergefahr am Handgelenk und auf der Nase
Wearables, also am Körper getragene Mini-Computer, wird eine große Zukunft vorhergesagt. Doch sind die neuen smarten Geräte wie Uhren und Brillen auch sicher? Kaspersky Lab untersucht derzeit die Gefahren im Internet der Dinge. In diesem Zusammenhang haben die Sicherheitsexperten die Smartwatch "Galaxy Gear 2" sowie die Brille "Google Glass" genauer unter die Lupe genommen. Die Uhr erwies sich dabei als veritables Spionage-Tool, während bei der Brille Man-in-the-Middle-Angriffe drohen. Wer mit einer Google Glass im Internet surfen möchte, hat dazu zwei Möglichkeiten. Entweder nutzt man deren Bluetooth-Verbindung zu einem mobilen Gerät und den entsprechenden Netzzugang, oder man wählt sich auf direktem Weg in ein vorhandenes WLAN ein. Mag der zweite Weg der komfortablere sein, so ist er leider mit einem typischen Angriffsvektor dieser Zugangsart verbunden: Bei einer Man-in-the-Middle-Attacke kann sich der Angreifer unbemerkt zwischen Endgerät und Hotspot schalten und so den Datenverkehr abhören. Der Kaspersky-Experte Roberto Martinez hat hierzu die Daten analysiert, die zwischen einer Google Glass und einem WLAN-Hotspot fließen.

23.09.14 - Der Aufgabenbereich des BSI ist in dem "Gesetz zur Stärkung der Sicherheit in der Informationstechnik des Bundes" geregelt
Der Staat steht in der Verantwortung, Gefahren und Kriminalität im Internet wirksam abzuwehren. Um dieser Verantwortung für die öffentliche IT-Sicherheit gerecht zu werden, will die Bundesregierung mit der Digitalen Agenda das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik weiter stärken. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Bonn ist der zentrale IT-Dienstleister des Bundes. Es wurde im Januar 1991 gegründet und gehört zum Geschäftsbereich des Bundesinnenministeriums. Seine rund 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind für die Sicherheit der Informationstechnik (IT) in Deutschland verantwortlich.

23.09.14 - Diplomatic Council: 90 Prozent aller Cyber-Angriffe gelten dem Mittelstand
Die Internetkriminalität ist weltweit auf dem Weg, herkömmliche Verbrechensformen zu überholen. Diese Warnung gibt das Diplomatic Council heraus, ein globaler Think Tank, der von Diplomaten aus über 50 Nationen geführt wird. Der Chairman des Global Internet Forum im Diplomatic Council, Prof. Michael Rotert, fordert angesichts dieser Bedrohung "eine verstärkte internationale Kooperation der Staaten und ihrer legitimen Gewalten zur Bekämpfung der mit dem Internet einhergehenden grenzüberschreitenden Kriminalität".

23.09.14 - Das Misstrauen der Internet-Nutzer bezieht sich nicht nur auf das Internet allgemein, sondern gleichermaßen auf die wichtigsten Akteure: Staat und Wirtschaft
Das Vertrauen der Deutschen in die Datensicherheit im Internet ist erstmals seit dem Beginn der Abhöraffäre im vergangenen Jahr wieder leicht gestiegen. Das hat eine Umfrage im Auftrag des Bitkom ergeben. Danach halten aktuell 16 Prozent der Internetnutzer ihre persönlichen Daten im Internet generell für sicher. Zum Vergleich: Im Mai 2014, zum Jahrestag der ersten Enthüllungen von Edward Snowden, waren es nur 13 Prozent. Das Vertrauen der Menschen in die Datensicherheit erreichte damit seinen bisherigen Tiefpunkt. Vor der NSA-Affäre zeigte sich noch ein völlig anderes Bild: Im Jahr 2011 hielten 41 Prozent der Internetnutzer ihre Daten im Web für sicher. "Das Vertrauen der Internetnutzer ist dauerhaft beschädigt und wird sich nur langsam und langfristig wiederherstellen", sagte Bitkom-Präsident Prof. Dieter Kempf.

23.09.14 - Umfrage unterstreicht die Bedeutung der Anwendung IT kämpft weiter um Performance und Verfügbarkeit
SolarWinds hat die Ergebnisse ihrer Umfrage unter Endbenutzern in Deutschland bekannt gegeben. Die Befragten sollten angeben, wie sich die Anwendungsleistung und -verfügbarkeit auf ihre Tätigkeit auswirkt, welche Erfahrungen sie mit der IT-Abteilung gemacht haben und was sie diesbezüglich von ihr erwarten. Die wesentliche Erkenntnis aus dieser Umfrage lautet: Die Anwendung ist das Herzstück des Unternehmens und ihre Performance ein zentraler Erfolgsfaktor, doch IT-Abteilungen haben weiterhin Probleme, Leistung und Verfügbarkeit der Anwendung sicherzustellen. Ergebnis: Über die Hälfte der deutschen Endbenutzer in Unternehmen sind der Meinung, dass die Performance und Verfügbarkeit von Anwendungen in den vergangenen fünf Jahren an Bedeutung zugenommen hat. Mehr als ein Drittel der Befragten haben sich allein im letzten Jahr mindestens sechs Mal wegen Anwendungs- oder Leistungsproblemen an ihre IT-Abteilung gewendet.
Durch die starke Zunahme von BYOD, Cloud Computing, Software-as-a-Service (SaaS) und Verbrauchertechnologien am Arbeitsplatz hat sich die Anwendung zu einer disruptiven Technologie entwickelt und zwar einer, die in den kommenden Jahrzehnten die Unternehmens-IT prägen wird. Gleichzeitig gestaltet sich die Unterstützung der Bereitstellungskette für Anwendungen zunehmend schwieriger, da diese immer stärker vernetzt sind, die Konvergenz und Abstraktion der IT-Infrastruktur durch Virtualisierung beeinflusst wird und die Mobilität der Endbenutzer steigt.

23.09.14 - Wie eine Information in einem einzelnen Atom gespeichert werden kann
Saarbrücker Physiker um Jürgen Eschner, Professor für Quanten-Photonik, haben neue Erkenntnisse darüber gewonnen, wie eine Information in einem einzelnen Atom gespeichert werden kann. Das Atom, das mit Licht angeregt wird, gelangt demnach in einen quantenmechanischen Überlagerungszustand, nimmt also zwei Zustände gleichzeitig ein. Gibt es seine Anregung in Form eines einzelnen Lichtteilchens wieder ab, so entstehen Schwebungen, so wie zwischen zwei naheliegenden Tönen. Die Kontrolle dieser Schwebungen ist Voraussetzung für eine zuverlässige Informationsspeicherung. Ihre Erkenntnisse haben die Physiker in der Fachzeitschrift "Physical Review A" veröffentlicht und eine "Editor"s suggestion" erhalten. Diese Empfehlung der Redaktion erhalten nur die einflussreichsten Artikel einer Ausgabe.
In der Zukunft werden Daten mit hoher Wahrscheinlichkeit in einzelnen Teilchen Atomen, Elektronen gespeichert und mit einzelnen Lichtteilchen Photonen übertragen. Die Grundlagen dieser Art der Datenspeicherung erforschen Physiker der Arbeitsgruppe Quanten-Photonik um Jürgen Eschner, Professor für Experimentalphysik an der Saar-Uni. Ihnen ist es in einer wegweisenden Arbeit nun gelungen herauszufinden, wie das Abspeichern von Informationen mit einem einzelnen Atom und einem einzelnen Photon möglichst gut gelingen kann.


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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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