25.06.14 - IT Security-Telegramm


Künftig können Mitgliedsstaaten und zivile sowie militärische Körperschaften der NATO auf die "FireEye AX Series" zur Evaluation von Next-Generation-Angriffen gemäß der "Infosec-"-Vereinbarung zurückgreifen
"CA arcserve Unified Data Protection" bietet Backup und Assured Recovery über gemischte IT-Umgebungen hinweg und unterstützt Unternehmen dabei, die Verfügbarkeit kritischer Systeme zu gewährleisten



25.06.14 - "FireEye Forensic Analysis Platforms" von NATO für Informationen der Geheimhaltungsstufe "NATO Secret" zugelassen
FireEye gab bekannt, dass die "FireEye Forensic Analysis (AX Series) Threat Prevention Platform" von der North Atlantic Treaty Organisation (kurz: NATO) für die Aufnahme in den Information Assurance Product Catalogue (NIAPC) zugelassen wurde. Durch die Aufnahme in diesen Katalog für zugelassene Datensicherheitsprodukte können künftig Mitgliedsstaaten und zivile sowie militärische Körperschaften der NATO auf die FireEye AX Series zur Evaluation von Next-Generation-Angriffen gemäß der "Infosec-"-Vereinbarung zurückgreifen.
"Advanced Persistent Threats (APTs) werden zunehmend zu einer sehr konkreten Bedrohung für Regierungs- und letztlich auch für Privat-Organisationen, die einen Beitrag zu NATO-Missionen für die Friedenswahrung leisten", sagt Paul Davis, Vice President Europe bei FireEye. "Die Mitgliedsstaaten sind ideale Zielscheiben für die Urheber von fortschrittlichen Bedrohungen, deren Absichten oft darin bestehen, hochwertige Informationen, wie NATO-Pläne oder -Mitteilungen, zu entwenden. Es ehrt uns sehr, dass die für die Erkennung dieser Bedrohungen entwickelten FireEye Forensic Analysis Platforms von der NATO zugelassen wurden."

25.06.14 - Einblicke in das Netzwerk, Anwendungen sowie Sicherheitsbelange durch erweiterte Funktionen, die IT-Organisationen mit bisher eingesetzten Überwachungs-Tools so nicht zur Verfügung standen
Ixia hat ihren "Application and Threat Intelligence (ATI) Processor" vorgestellt. Er ermöglicht bessere Einblicke in das Netzwerk, Anwendungen sowie Sicherheitsbelange durch erweiterte Funktionen, die IT-Organisationen mit bisher eingesetzten Überwachungstools so nicht zur Verfügung standen. Der ATI Processor basiert auf der "Ixia Visibility Architecture", mit der Echtzeitinformationen über Benutzer und Anwendungen in jedem benötigten Format rohe, gefilterte Pakete oder Metadaten bereitgestellt werden können. Da die Zahl der Anwendungen, darunter auch schädliche Programme, stetig zunimmt, unterstützt diese innovative Visibility Intelligence-Lösung IT-Organisationen in großen Unternehmen und Service Providern bei der Identifikation, Lokalisierung und Nachverfolgung von Netzwerkanwendungen. Dazu gehört auch proprietärer, mobiler und schädlicher Datenverkehr.

25.06.14 - Such- und Wiederherstellungsoptionen für führende BLOB-Anwendungen (Binary Large Objects)
Kroll Ontrack hat die neue "Ontrack PowerControls Version 7.2" veröffentlicht. Neben Metalogix StoragePoint und FileStream unterstützt PowerControls jetzt auch StorSimple SharePoint Database Optimizer. Zusätzlich kann die Lösung jetzt auch Shredded Storage direkt aus einem SharePoint 2013 Backup wiederherstellen, ohne die komplette Datenbank rekonstruieren zu müssen.
Die Lösung von StorSimple nutzt SharePoint APIs (Application Programming Interface), um große SharePoint Datenbanken von großen BLOBs zu entlasten. So kann die Leistung von SharePoint Servern sichergestellt und gleichzeitig die Datenwiederherstellung erleichtert werden, indem die Datenbanken einen deutlich geringeren Umfang haben. Dank Ontrack PowerControls 7.2 haben IT-Administratoren nun die Möglichkeit, diese ausgelagerten Datenbanken und Shredded Storage während des Datenrettungsprozesses granular wiederherzustellen.

25.06.14 - Einheitliche Architektur verändert die Backup-Landschaft mit einer einzigen, umfassenden "Assured Recovery"-Lösung
CA Technologies stellte "CA arcserve Unified Data Protection" (UDP) vor. Die Lösung bietet Backup und Assured Recovery über gemischte IT-Umgebungen hinweg und unterstützt Unternehmen dabei, die Verfügbarkeit kritischer Systeme zu gewährleisten. CA arcserve UDP ist die Weiterentwicklung der bekannten und bewährten "CA arcserve"-Datensicherungslösung und eine überzeugende Alternative zu den Mehrkosten und der Komplexität, die beim Einsatz verschiedener Einzellösungen entstehen. Dank der neuen einheitlichen Architektur und dem neu eingeführten Recovery Point Server können umfassende Funktionen zum Datenschutz in physikalischen und virtuellen Umgebungen über eine einfache, web-basierte Benutzerkonsole bereitgestellt werden. CA arcserve UDP bietet über 30 neue Funktionen und gibt Unternehmen und Service Providern präzise und flexible Möglichkeiten an die Hand, damit diese strenge Service Level und Wiederherstellungsziele erreichen.

25.06.14 - Kindersicherung und elterliche Begleitung schützen vor nicht kindgerechten Inhalten: Porno- und Online-Spiele-Seiten stellen die größte Verlockung dar
Was macht der Nachwuchs, wenn er unbeobachtet am Rechner sitzt? Diese Frage stellen sich besorgte Eltern seit langem. Kaspersky Lab hat im Zeitraum Januar bis Mai 2014 ermittelt, welche Seiten mit unpassendem Inhalt von Kindern im Internet am häufigsten aufgerufen werden. Weltweit stehen in den meisten Ländern Seiten mit pornografischen und erotischen Inhalten ganz vorne in Deutschland auch, allerdings knapp hinter Online-Spielen.
Kaspersky Lab hat für ihre Analyse weltweit die Webseitenbesuche von jungen Internetnutzern nach eindeutig nicht kindgerechten Inhalten untersucht. Dazu wurden anonymisierte Daten des Moduls "Kindersicherung" in den Sicherheitslösungen von Kaspersky Lab sowie des Kaspersky Security Network (KSN) ausgewertet und sowohl aktive Suchanfragen als auch zufällig erfolgte Webseitenbesuche berücksichtigt.

25.06.14 - Storage-Lösungen: Tintri ernennt Peter Mahlmeister zum Country Manager DACH
Tintri, Herstellerin intelligenter Speicherlösungen für virtualisierte Umgebungen und Cloud Computing-Umgebungen, hat Peter Mahlmeister als neuen Country Manager des Unternehmens für die Region Deutschland, Österreich und Schweiz eingestellt. Die Ernennung ist ein weiterer Schritt in der fortlaufenden Expansion von Tintri in Europa und zeigt die Entschlossenheit des Unternehmens, sein Wachstum zu beschleunigen und dabei weiter zu hundert Prozent auf den Vertrieb über den Channel zu setzen.

25.06.14 - Trusted Services für neue Chipkarten im Gesundheitswesen
Die Bundesdruckerei GmbH hat eine Ausschreibung der gematik Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH gewonnen. Das Unternehmen stellt in den kommenden Jahren seine Lösungen und Services für die Public-Key-Infrastruktur (PKI) der zweiten Generation von Chipkarten im Gesundheitswesen für die Erprobungsphase in fünf Bundesländern bereit. Im Rahmen des Projekts sorgt die Bundesdruckerei für die Personalisierung und Ausgabe der Heilberufsausweise (HBA) für Ärzte, Psychotherapeuten und Zahnärzte sowie der Institutionskarten (SMC-B) für Einrichtungen im Gesundheitswesen (z. B. Krankenhäuser, Arztpraxen). Zudem stellt sie ein Online-Portal bereit, das die Berufsorganisationen beim Beantragungs- und Freigabeprozess der Ausweise technisch unterstützt.

25.06.14 - Gameover Zeus-Botnet & Cryptolocker: FBI zerschlägt kriminelle Netzwerke
Das gefährliche Betrugs-Netzwerk (Botnet) "Gameover Zeus" sowie der Erpresser-Software-Ring "Cryptolocker" konnten zerschlagen werden, wie das FBI bekannt gab. Über diese Netzwerke haben Internetkriminelle schätzungsweise Summen im zweistelligen Millionenbereich (US-Dollar) erbeutet. Das Gameover Zeus-Botnet war eines der größten Finanzbetrugs-Netzwerke und sorgte auch in Deutschland immer wieder für Schlagzeilen, weil darüber heimtückische Schadprogramme verteilt wurden, die Nutzer von Online-Banking abzockten.


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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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