27.11.14 - IT Security-Telegramm


Die "SecureBox"-Software von Comodo errichtet eine abgeschirmte IT-Betriebsumgebung, die beliebige Applikationen "containerisiert" ausführt
Spionagekampagne "Darkhotel", bei der gezielt sensible Daten von geschäftlich reisenden Führungskräften gestohlen wurden, enttarnt



27.11.14 - Geldautomaten in sicherer IT-Umgebung vor Angriffen abschirmen
"Hände hoch, das ist ein Überfall" diesen Satz hören Bankangestellte heutzutage bei weitem nicht mehr so häufig wie früher. Denn moderne Bankraubmethoden finden gar nicht mehr vor Ort statt, sie sind viel raffinierter geworden. Mittlerweile attackieren Kriminelle direkt auf der Software-Ebene, um Kontrolle über die Geldautomaten zu erlangen und sie anschließend auszuräumen. Aber auch Online-Banking-Nutzer sind gefährdet, da z.B. über Phishing-Mails die Eingabe ihrer Login-Daten forciert wird, die die Verbrecher dann abgreifen und das Konto plündern. Damit es gar nicht erst soweit kommt, errichtet die "SecureBox"-Software von Comodo eine abgeschirmte IT-Betriebsumgebung, die beliebige Applikationen "containerisiert" ausführt.

27.11.14 - Diese fünf Schritte führen zu einem umfassenden Schutz vor Cyberattacken
Viele Sicherheitsverantwortliche wähnen sich machtlos gegen Datendiebstahl das hat jüngst eine gemeinsame Studie von Websense und Ponemon Institute offenbart. Den Ergebnissen zufolge leiden sie unter Defiziten ihrer Sicherheitssysteme ebenso wie unter der Tatsache, dass ihren Unternehmen der Wert ihrer Daten gar nicht bewusst ist. Außerdem haben sie nur sehr beschränkten Einblick in cyberkriminelle Aktivitäten, die sich in ihrem Haus abspielen.
Als Folge dieser Ergebnisse haben Websense und das Ponemon Institute fünf Empfehlungen entwickelt, die den Sicherheitsverantwortlichen dabei helfen können, einen umfassenden Schutz vor Cyberattacken zu erreichen:

27.11.14 - Facebook, Instagram und Spotify beeinträchtigen Leistungen mobiler Geräte am meisten
Neben den "üblichen Verdächtigen" wie Spiele und Soziale Medien, belasten vor allem Streaming, Echtzeit-News und vorinstallierte Apps den Speicherplatz und verringern die Akkuleistung des Smartphones oder Tablets. Dies zeigt der aktuelle "Android App Trend Tracker Report" von AVG. Im Rahmen des Reports analysierte AVG anonymisiert Daten von über einer Million AVG-Android App-Nutzern hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Datendurchsatz, Speicherplatz-Auslastung und Akkulaufzeit.

27.11.14 - Mobility-Wendepunkt: Über 700-prozentiger Zuwachs beim Einsatz firmenspezifischer Apps
Good Technology, Anbieterin von Mobility-Lösungen, stellte die wichtigsten Ergebnisse der neunten vierteljährlichen Mobility-Studie "Q3 2014 Good Mobility Index Report" vor. In diesem Quartal konnte das Unternehmen ein rasantes Wachstum maßgeschneiderter App-Entwicklungen feststellen. Bei den am häufigsten aktivierten Apps auf der "Good Dynamics Secure Mobility"-Plattform stieg diese Kategorie vom vierten auf den ersten Rang.

27.11.14 - Darkhotel: Spionageangriff auf Geschäftsreisende
Kaspersky Lab hat die Spionagekampagne "Darkhotel" enttarnt, bei der seit mindestens vier Jahren gezielt sensible Daten von geschäftlich reisenden Führungskräften gestohlen wurden. Darkhotel zielt auf Gäste von Luxus-Hotels ab. Die Hintermänner gehen hierbei äußerst präzise vor. Bei einem einmaligen Zugriff über das WLAN des kompromittierten Hotels werden alle wertvollen Daten eingesammelt.

27.11.14 - Wirelurker stellt zurzeit keine aktuelle Bedrohung für Apple-Anwender dar - Bekannte Varianten werden von OS X geblockt
Zurzeit machen Nachrichten über den Trojaner "Wirelurker" die Runde, der vor allem Apple-Geräte gefährdet. Insbesondere und zu Recht wird dabei betont, dass der Trojaner Geräte auch ohne Jailbreak infizieren kann. Doch das scheint gar nicht das Ziel der Angreifer gewesen zu sein. Ein Risiko mit tatsächlicher Malware gab es nur für Geräte, bei denen ein Jailbreak vorlag. Das wahre Problem mit Wirelurker besteht weniger in der Bedrohung selbst als vielmehr in Apples Funktionalität des Unternehmens-Provisioning. Gelingt es Apple nicht, diesen Aspekt des Gerätemanagements abzusichern, entsteht dauerhaft ein hohes Bedrohungspotenzial.

27.11.14 - Apple-Schädling WireLurker: Kaspersky Lab liefert neue Erkenntnisse und Sicherheitstipps
Derzeit attackiert der Schädling "WireLurker" Nutzer von Macs, iPhones und iPads sowie Windows. Die Malware attackiert auch mobile Geräte ohne Jailbreak, indem sie sich über das USB-Kabel auf das mit einem Mac oder Windows-PC angeschlossene iOS-Gerät verbreitet. Aktuelle Statistiken der Nutzer von "Kaspersky Internet Security for Mac" zeigen, dass 60 Prozent der WireLurker-Variante für OS X in China aufgetaucht sind. Minimale Fallzahlen gab es auch in Kanada, Frankreich, Großbritannien, Hong Kong, Taiwan und den USA. Nutzer von Kaspersky-Lösungen sind vor WireLurker geschützt.

27.11.14 - Im Fall von WireLurker wurde die iOS-App "umverpackt (re-packaged) und mit einem Schadcode versehen
Die Entdeckung der neuen Apple-Malware WireLurker ist bitter, aber nicht wirklich überraschend. Der Schutz von Applikationen spielt für die meisten Unternehmen und App-Entwickler immer noch eine eher untergeordnete Rolle. Auch sind sich viele der neuen Risiken und Bedrohungen, die vor allem durch mobile Apps entstehen, gar nicht wirklich bewusst. Unternehmen investieren ihre Zeit und ihr Geld in erster Linie in klassischen Perimeter- und Infrastrukturschutz. Beliebte Maßnahmen zum Schutz von Software und Anwendungen, wie etwa, Threat Modeling, Architectural Risk Assessment, Source Code Review, Penetrationstests, Application Monitoring etc., sind zwar wichtig, aber vor allem in mobilen Umgebungen bei weitem nicht ausreichend.


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Meldungen vom Vortag

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26.11.14 - Transparente Failover-Lösung innerhalb der "Eternus DX"-Storage-Systeme

26.11.14 - Ab sofort bietet "Sophos Cloud" auch für Android eine zentrale und gehostete Konsole für die Verwaltung von Desktops und mobilen Geräten

26.11.14 - Firewall- und Zugangsmanagement: Kontrollierte Sicherheit von Unternehmensanbindungen

26.11.14 - Firewall & VPN-Appliance "genuscreen" nach CC EAL 4+ durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifiziert

26.11.14 - Die Integration von Produkten im Sicherheitsportfolio von Dell bietet skalierbare Dienstleistungen und Lösungen, die Unternehmen umfassend vor aktuellen und künftigen Bedrohungen schützen sollen

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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