30.04.14 - IT Security-Telegramm


Die "Anti-Diebstahl"-Funktion befindet sich bei "AVG AntiVirus für Android" direkt auf dem Startbildschirm
Partnerschaft zwischen Secudos und windream vereinbart



30.04.14 - Neue Enterprise Mobility Suite (EMS) bietet mehr als reines Mobile Device Management
Die neue "Microsoft Enterprise Mobility Suite" (EMS) mit "Windows Intune", "Windows Azure Active Directory Premium" sowie den "Windows Azure Rights Management Services" sollen Unternehmen die Plattform und die Werkzeuge an die Hand geben, die sie für den mobilen Datenzugriff benötigen. "Windows Azure Active Directory Premium" liefert ein Cloud-basiertes Identity- und Access-Management mit Single Sign-On-Optionen für mehr als 1.000 der meist genutzten Software-as-a-Service (SaaS)-Anwendungen. Zum Lieferumfang zählen außerdem Self-Service-Tools für die Anwender sowie Analyse-Werkzeuge basierend auf "machine learning"-Algorithmen für Sicherheits-Reports und das Aufspüren von sicherheitsrelevanten Unregelmäßigkeiten.

30.04.14 - Neues "AVG AntiVirus 4.0 für Android" mit ganzheitlicher Security-Lösung "AVG Zen" kombinierbar
AVG aktualisiert ihre Sicherheitssoftware "AVG AntiVirus für Android": Die neue Version 4.0 lässt sich jetzt in die ganzheitliche Sicherheitslösung "AVG Zen" integrieren. Das Update ist sowohl für die "Free"- als auch die "Pro"-Version für Smartphones und Tablets verfügbar und kann im Google Play Store heruntergeladen werden. Die neue Benutzeroberfläche von AVG AntiVirus entspricht dem Design von AVG Zen und ist stärker auf eine einfache, übersichtliche Darstellung ausgerichtet. Dazu gehören die Kacheln "Sicherheit", "Performance" und "Privatsphäre".
Zudem befindet sich direkt auf dem Startbildschirm die "Anti-Diebstahl"-Funktion. So erkennt der Nutzer auf einen Blick, wie er seine Sicherheitseinstellungen beim Smartphone oder Tablet-PC verbessern kann. Weitere Features kann der Nutzer bei Bedarf aktivieren oder als zusätzliche AVG Apps herunterladen.

30.04.14 - Neue Version von "Dr.Web für Android" enthält Firewall
Doctor Web hat "Dr.Web für Android 9.01.0" veröffentlicht und die Software um eine Firewall-Komponente erweitert. Die Lösung verbessert somit das Sicherheitsniveau mobiler Endgeräte, indem sie unerwünschte Netzwerkaktivitäten blockiert. Darüber hinaus ist die Komponente benutzerfreundlich und leicht zu konfigurieren. Benutzer von Dr.Web für Android erhalten das Update automatisch.

30.04.14 - Sicherheitsbericht 2013: Mobile Malware hat in 2013 um 21 Prozent zugenommen
Nachdem die ersten Monate des Jahres 2013 im Hinblick auf Cyberattacken relativ ruhig waren, lösten Ende des Jahres Cyberkriminelle eine verheerende Serie von Vorfällen aus. Die 19. Auflage des Symantec-Sicherheitsberichts zeigt: Die Anzahl der Angriffe, bei denen mehr als zehn Millionen Identitäten abgegriffen wurden, stieg in 2013 auf insgesamt acht im Vergleich dazu war es 2012 lediglich ein Fall. Brisant: Weltweit betraf dies 552 Millionen Identitäten. Die dabei erbeuteten Passwörter, Adressen, Zugangs- und Geburtsdaten werden entweder von den Cyberkriminellen selbst genutzt oder auf dem Schwarzmarkt verkauft. Gerade weil die Auswirkungen dieser Attacken immer schwerwiegender werden, ist der Ruf von Unternehmen in Gefahr vor allem, wenn sie mit personenbezogenen Daten wie Kreditkartennummern, Passwörtern, medizinischen oder Bankinformationen arbeiten. Allgemein registrierte Symantec im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg von 62 Prozent bei Datenabgriffen. Diese Erkenntnisse deuten auf ein verändertes Vorgehen der Cyberkriminellen hin: abwarten, bis sich ein wirklich lohnendes Ziel ergibt, statt schnelles Handeln bei geringerer Ausbeute.

30.04.14 - IT-Security: Wick Hill vertreibt ab sofort das gesamte Enterprise- und Cloud-Portfolio von Symantec
Der Hamburger VAD Wick Hill vertreibt das komplette Enterprise- und Cloud-Lösungsportfolio von Symantec. Bisher konnten die Fachhändler über Wick Hill die Symantec-Lösungen aus dem Bereichen Encryption/Verschlüsselung (PGP und S/MIME), Endpoint- und Server Security, E-Mail- und Web-Security, Data Loss Prevention und Compliance, SSL-Zertifikate und Authentication-Dienste sowie Hosted Services (MessageLabs) und Managed Services aus der Cloud ("pay-as-you-grow ) beziehen. Ab sofort ist es dem VAD nun auch möglich, die Enterprise-Availability-Lösungen aus dem Hause Symantec zu vertreiben.

30.04.14 - Secudos und windream bieten dem Kunden eine ganzheitliche Lösung von der Erstellung der Dokumente bis zum sicheren und nachvollziehbaren Versand
Secudos und windream haben auf der diesjährigen CeBIT eine Partnerschaft vereinbart. Beide wollen Unternehmen Kunden und Interessenten aufzeigen, wie IT-Security und modernes Enterprise Content Management gemeinsam eine äußerst effiziente Symbiose eingehen.
"Den allgemeinen Marktentwicklungen folgend wollen wir unseren Kunden und Interessenten genau diejenigen Produkte anbieten, die zukünftig einen immer höheren Stellenwert einnehmen werden. Das Zusammenspiel von IT-Security-Lösungen und ECM-Systemen wird dabei von entscheidender Bedeutung sein", so kommentieren Roger David, Geschäftsführer der windream GmbH, und Markus Gringel, Vice President bei Secudos, die frische Partnerschaft. Was auf den Webseiten schon seit Februar angekündigt war, wurde nun anlässlich der kürzlich zu Ende gegangenen CeBIT auch formell besiegelt. Auf der weltweit führenden IT-Messe in Hannover war Secudos bereits als Mitaussteller am windream-Stand vertreten.

30.04.14 - Storage-Topologien für Big Data- und Datenbank-Umgebungen: Tipps rund um innovative Storage-Architekturen
Controlware unterstützt Unternehmen bei der Planung und Realisierung maßgeschneiderter Storage-Topologien für Big Data- und Datenbank-Umgebungen. Dabei führen innovative Datenhaltungskonzepte klassische HD-, SSD- und Tape-Technologien in individuell konfigurierten Architekturen zusammen und garantieren auch bei anhaltendem Datenwachstum dauerhafte Zukunftssicherheit.

30.04.14 - C-Level-Erfahrung auf dem Gebiet der Informationssicherheit: Amar Singh verstärkt das KuppingerCole Analystenteam
Informationssicherheits- und Datenschutzexperte Amar Singh verstärkt ab sofort das Analystenteam von KuppingerCole als Senior Analyst. Singh, der sowohl Erfahrung im Management als auch im technischen Bereich vorzuweisen hat, arbeitet seit Jahren als Spezialist auf dem Gebiet der Informationssicherheit und des Datenschutzes und war als CISO für verschiedene Unternehmen tätig, darunter News International (jetzt News UK).


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Meldungen vom Vortag

29.04.14 - Drittanbieter-Sticks mit Zugriffsschutz ermöglichen Drei-Faktor-Authentifizierung für den Remote-Zugang zum Arbeitsplatz-PC

29.04.14 - Malvertising-Schutz: Schätzungen zufolge wurden 2013 über 10 Milliarden Online-Werbeeinblendungen durch Malvertising infiziert

29.04.14 - Antiviren-Software für MAC - Browser-Schutz "Norman WebAdvisor" bietet zusätzlichen Schutz beim Surfen

29.04.14 - Starke User-Authentisierung: Vasco auf der Infosecurity Europe

29.04.14 - "Security by Design" als Strategie zum Schutz von industriellen Steuerungen gerät immer mehr in den Blickpunkt

29.04.14 - Damballa und ForeScout arbeiten Hand in Hand um Advanced Threats automatisch abzuwehren

29.04.14 - Initiative E-Mail made in Germany ist auf der Zielgeraden: Über 90 Prozent der Nutzer sind schon verschlüsselt unterwegs

29.04.14 - Sechs Sicherheitstipps: Windows XP wird uns noch eine Weile begleiten (müssen)

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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