31.10.14 - IT Security-Telegramm


Die von Bundesbehörden genutzten Kommunikationsnetze werden kontinuierlich mit Sensoren und Sicherheitskomponenten überwacht, um Cyberangriffe abzuwehren
Mit der Weiterentwicklung des "G Data PatchManagements" haben EDV-Abteilungen und IT-Verantwortliche stets den Update-Status der Clients im Blick



31.10.14 - Cybersicherheit: Deutsch-Amerikanisches Abkommen "A Cyber Bridge to rebuild Trust"
Der Cyber-Sicherheitsrat Deutschland e.V. und das Cybersecurity Policy and Research Institute der George Washington University haben am 17. Oktober 2014 in Washington eine Vereinbarung über die Erarbeitung eines gemeinsamen 5-Jahres-Programmes unterzeichnet, um eine Cyber-Kooperation zwischen den USA und Deutschland aufzubauen. Das Programm "A Cyber Bridge to rebuild Trust" bezweckt eine nachhaltige Zusammenarbeit in den Bereichen Forschung, Ausbildung, Administration und Wirtschaft.

31.10.14 - Enormer Nachholbedarf im Bereich Enterprise Mobility Management (EMM) in kleinen und mittelständischen Unternehmen kann nur mithilfe externer Dienstleister effizient bewältigt werden
Der deutliche Nachholbedarf im Bereich Enterprise Mobility Management in kleinen und mittelständischen Unternehmen hat zur Folge, dass die Relevanz externer Dienstleister sowohl bei der Implementierung von EMM-Systemen als auch bei Entwicklung einer Mobile Security-Strategie deutlich zunehmen wird. Dies geht aus dem dritten Teil einer aktuellen Studie des Analyse- und Beratungsunternehmens Pierre Audoin Consultants (PAC) hervor.

31.10.14 - Regierungsnetze werden ständig attackiert
Die von Bundesbehörden genutzten Kommunikationsnetze werden nach Angaben der Deutschen Bundesregierung kontinuierlich mit Sensoren und Sicherheitskomponenten überwacht, um Cyberangriffe abzuwehren. Auffälligkeiten seien beinahe täglich zu beobachten, schreibt die Regierung in ihrer Antwort (18/2755) auf eine Kleine Anfrage (18/2571) der Fraktion Die Linke.

31.10.14 - Netzwerkbasierte Software für das Aufspüren von Anomalien identifiziert und beseitigt in Echtzeit Sicherheitsbedrohungen und alarmiert IT-Sicherheitsfachleute
ManageEngine hat "Network Defender Plus" vorgestellt, eine netzwerkgestützte Software für das Aufspüren von Anomalien. Außerdem kündigte das Unternehmen Erweiterungen für "Passwort Manager Pro" an, eine Lösung für die Verwaltung der Passwörter von IT-Nutzern mit privilegierten Zugriffsrechten: Optimiert wurden dabei Funktionen für das Erstellen von Compliance-Berichten und die Verwaltung von User Sessions. Mit diesen Ankündigungen unterstützt ManageEngine Unternehmen dabei, die Sicherheit ihrer Daten und IT-Ressourcen zu gewährleisten.

31.10.14 - Multi-Gigabit Next-Generation Firewall gegen moderne Bedrohungen
Fortinet stellte mit "FortiGate-300D" und "FortiGate-500D" zwei neue Firewall-Plattformen der nächsten Generation vor. Die neuen Modelle bieten mittelgroßen Unternehmen die fünffache NGFW-Performance für erhöhten Schutz gegen die hoch komplexen Angriffsmethoden von heute. Außerdem eignen sie sich optimal für den Einsatz in Zweigniederlassungen, Einrichtungen von Ländern und Kommunen, im Bildungs- und Gesundheitswesen sowie in anderen Branchen, in denen hohe Sicherheit und umfangreiche Funktionalität zu erschwinglichen Preisen benötigt werden.

31.10.14 - "Myris": Endgerät zur Iris-Erkennung für Unternehmen sowie private Anwender
Sticky Password, Anbieterin der gleichnamigen Passwort-Management-Software, kooperiert ab sofort mit EyeLock, einer Anbieterin von Iris-basierten Authentifizierungslösungen. Die Sticky-Passwort-Plattform erhält eine Integration in myris, ein von EyeLock entwickeltes Endgerät zur Authentifizierung per Iris-Erkennung. Das Gerät lässt sich per USB-Anschluss an alle handelsüblichen Rechner anschließen. In Kombination mit Sticky Password bietet myris Anwendern erhöhte Online-Sicherheit. Zudem beschleunigt die neue Lösung das Einloggen in digitale Plattformen und erleichtert den sicheren Umgang mit Passwörtern, User-Namen und persönlichen Informationen.

31.10.14 - "G Data PatchManagement" schließt Software-Schwachstellen
Knapp 30 Prozent der deutschen Unternehmen haben in den vergangenen Jahren einen wirtschaftlichen Schaden durch Cyber-Attacken erlitten - 27 Prozent haben einen Verdachtsfall festgestellt. Der jährliche Schaden, der in Deutschland allein durch Industriespionage entsteht, beläuft sich auf 11,8 Milliarden Euro (Quelle: Corporate Trust). Ein Grund: Software-Sicherheitslücken werden als Einfallstor für Cyber-Angriffe und Wirtschaftsspione häufig unterschätzt. Die G Data Unternehmenslösungen der aktualisierten Generation 13 setzen Maßstäbe in punkto Netzwerksicherheit, Funktionalität und Benutzerführung. Mit der Weiterentwicklung des "G Data PatchManagements" haben EDV-Abteilungen und IT-Verantwortliche dank des übersichtlicheren Dashboards stets den Update-Status der Clients im Blick und finden schneller die Funktion, die sie benötigen. Dadurch senken sich nicht nur der Administrationsaufwand, sondern auch die Kosten.

31.10.14 - Angebliches Emma-Watson-Nacktvideo auf Facebook entpuppt sich als Trojaner
Eine neue Betrugsmasche setzt laut Bitdefender Labs auf die zunehmende Popularität von Emma Watson und nutzt die Schauspielerin als Köder, um Malware über Facebook zu verbreiten. Die vermeintlichen intimen Aufnahmen des britischen Stars enthalten aber statt Bildern Trojaner, und wie bei anderen Sexvideo-Betrugsmaschen auch bekommt der Nutzer den versprochenen Inhalt nie zu sehen. Erst vor einigen Wochen hatte sich die angedrohte Veröffentlichung von Emma-Watson-Nacktbildern als Falschmeldung einer Website namens Rantic Marketing herausgestellt, deren Ziel es war, das 4chan-Forum zu schließen.


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Meldungen vom Vortag

30.10.14 - Neues bedienerfreundliches Tool vereinfacht die Datenbank-Wiederherstellung und erfüllt Anforderungen an eine professionelle Backup- und Recovery-Lösung für Unternehmen

30.10.14 - Lösung schützt PCs sowie mobile Endpunkte und umfasst dabei E-Mail-, Collaboration- und Web-Sicherheit

30.10.14 - Weg mit dem Router vom Fenster: Sichern Sie Ihre Verwaltungsoberfläche und Fernanmeldungsmöglichkeiten

30.10.14 - Selfies: Harmloser Trend oder ernst zu nehmende Gefahr für Jugendliche?

30.10.14 - Deutschland gehört zu den Ländern, aus denen infizierte Zombie-Computer Aktien-Spam verschicken

30.10.14 - Shetland Island Council nutzt Token-lose Zwei-Faktor-Authentifizierung für Remote-Login ins Public Services Network (PSN)

30.10.14 - electronica: Lynx Software Technologies fokussiert auf IoT-Sicherheit

30.10.14 - ReddFort Software GmbH ist Mitglied bei TeleTrusT

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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