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03.08.15 - IT Security-Telegramm


Deutsche Telekom und Intel Security haben eine Forschungsallianz angekündigt: Ziel der Partnerschaft ist es, bessere Sensoren zu entwickeln, die Nutzern detaillierte Informationen in Echtzeit über die aktuelle Angriffslage im Netz geben
Eset informiert über eine neue Malware: Nach Casper, Bunny und Babar ist die bereits bekannte Hacker-Gruppe "Animal Farm" jetzt mit Dino aktiv



03.08.15 - Verbesserte Sicherheit für Unternehmenssoftware: Forschungsprojekt "USecureD" unterstützt Mittelstand
Sicherheitslücken in Unternehmenssoftware entstehen häufig nicht durch mangelhafte Programmierung, sondern durch fehlende Benutzerfreundlichkeit. Hier setzt das zweijährige, vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Forschungsprojekt "Usable Security by Design" ("USecureD") an. Die Projektpartner Fachhochschule Köln und HK Business Solutions möchten benutzerfreundliche Sicherheit als ein Qualitätsmerkmal von Softwarelösungen etablieren und ein Bewusstsein hierfür bei deutschen Softwareentwicklern und den Anwendern verankern. "Auch eigentlich sichere Software kann für kleine und mittlere Unternehmen ein Risiko werden, wenn die vorhandenen Sicherheitselemente zwar prinzipiell funktionieren, wegen fehlender Benutzerfreundlichkeit aber falsch oder überhaupt nicht bedient werden", sagt Prof. Dr. Luigi Lo Iacono vom Institut für Medien- und Phototechnik der Fachhochschule Köln.

03.08.15 - Deutsche Telekom und Intel arbeiten an neuen Frühwarnsensoren für Cyberangriffe
Deutsche Telekom und Intel Security haben eine Forschungsallianz angekündigt. Ziel der Partnerschaft ist es, bessere Sensoren zu entwickeln, die Nutzern detaillierte Informationen in Echtzeit über die aktuelle Angriffslage im Netz geben. Im Fokus der Zusammenarbeit stehen so genannte Honeypots. Das sind digitale Lockfallen im Netz, die Angreifern verwundbare Rechner, Webserver oder Smartphones vorgaukeln und damit zum Angriff einladen. "Wir wollen die Honeypot-Technik zu einer Cybersicherheitssensorik weiter entwickeln, die in jedem an das Internet angeschlossenen Gerät direkt eingebaut werden kann. Mit Intel Security haben wir dazu den optimalen Partner", sagt Thomas Tschersich, Leiter IT- und physische Sicherheit der Deutschen Telekom.

03.08.15 - Studie "Mobile Security in Deutschland 2015" zeigt: Anstatt Consumer File Sharing-Tools zu verbieten, setzen Unternehmen auf Verstärkung ihrer Sicherheitskonzepte
Check Point Software Technologies sieht steigendes Interesse und eine Veränderung der Wahrnehmung von Mobile Security. Deshalb unterstützt Check Point die vom IDC im Mai 2015 durchgeführte Befragung. Dabei wurde die Meinung von 243 IT- und Fachbereichsentscheidern aus Unternehmen in Deutschland mit mehr als 100 Mitarbeitern eingeholt. Die Studie belegt, dass 66 Prozent der Befragten eine Verbesserung der IT-Sicherheit für mobile Technologien in den nächsten zwei Jahren als die wichtigste Aufgabe in ihrem Unternehmen ansehen. IDC argumentiert, dass der Handlungsbedarf durch das Zusammenwachsen von privaten und geschäftlichen Technologien, der wachsenden Anzahl von Mobile Devices und neuen Angriffsszenarien für Mobilgeräte angetrieben wird.

03.08.15 - Neuer Spionage-Cartoon: Eset analysiert Dino-Malware
Eset informiert über eine neue Malware: Nach Casper, Bunny und Babar ist die bereits bekannte Hacker-Gruppe "Animal Farm" jetzt mit Dino aktiv. Das Expertenteam von Eset hat die neue Spionage-Malware nun ausführlich untersucht. Das Hauptziel von Dino scheint das Ausspionieren von Dateien zu sein. "Bei der Malware handelt es sich augenscheinlich um einen technisch komplexen Backdoor-Trojaner mit modularem Aufbau", so Joan Calvet, Eset Malware Researcher, der die Analyse durchgeführt hat. Unter den technischen Innovationen von Dino befindet sich ein benutzerdefiniertes Dateisystem, das heimlich Befehle ausführt, sowie ein komplexes Modul zur Aufgabenplanung, das ähnlich wie das "cron" Unix-Kommando funktioniert. Die Untersuchung von Eset zeigt eine Liste an Befehlen auf, die in Dinos Binärcode enthalten sind. Dino führt auf dem befallenen System verschiedene Kommandos aus, darunter "suchen".

03.08.15 - Ransomware Crypto, einer der derzeit profiliertesten und profitabelsten Malware-Stämme
Ransomware Crypto, einer der derzeit profiliertesten und profitabelsten Malware-Stämme, hat alleine im letzten Jahr einen Schaden von mehr als 18 Millionen US-Dollar verursacht, so das FBI-Internet Crime Complaint Center. Der Erfolg dieser Ransomware inspirierte offenbar viele Malware-Programmierer dazu, neue Wege zu finden, um durch das Erstellen von Ransomware im Bereich der Android-Geräte noch mehr Geld zu erbeuten. Mehr als eine Milliarde verkaufte Android-Geräte jährlich haben das Interesse von Cyberkriminellen geweckt, denn diese Umgebung ist für sie inzwischen genauso profitabel wie die eines PCs.


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Meldungen vom Vortag

31.07.15 - Kein Mittelweg: Sicherheitsfragen sind entweder zu leicht oder zu schwer

31.07.15 - Das IT-Sicherheitsgesetz ist neu, wirft einige Fragen auf und muss sich erst in den Unternehmen und somit auch in der Gesellschaft etablieren

31.07.15 - eco-Mitgliederversammlung: Sicherheit bekommt mit Prof Dr. Pohlmann strategische Position

31.07.15 - Ziel der Cybercrime-Gruppe war es, interne Daten und geistiges Eigentum abzugreifen

31.07.15 - Hackergruppe "Wild Neutron": Mysteriöser Cyberspionageakteur kehrt mit neuer Wucht zurück

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Streaming Media

In ihrem Streaming-Format "IT Live aus der Kantine" widmete sich die Firma Materna dem Schwerpunkt Cyber Security.

Folge 1 behandelte das Thema "Security Awareness und Phishing".
Folge 2
führte in das "Schwachstellenmanagement" ein.
Folge 3
klärte auf über "Pentesting".

Hier erfahren Sie mehr

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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