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06.07.15 - IT Security-Telegramm


Unternehmen wollen ihre Ausgaben und Aktivitäten für Cyber Security künftig stärker auf Lösungen und Verfahren zur Erkennung von Störfällen und entsprechenden Reaktionen (Incident Response) verlagern
Fortune 500-Unternehmen haben in der Regel ein großes Sicherheitsbudget und die Ressourcen, um Online-Angriffe auf ihre Unternehmensdaten zu verhindern.


06.07.15 - Cyber-Angriff auf Bundestag geht in die zweite Runde
Nach Analysen der G Data SecurityLabs haben Angreifer Mitte Juni in einer Kampagne die Standfestigkeit des Netzwerkes des Deutschen Bundestags getestet. Unklar war es, ob es sich um einen neuen kriminell motivierten Angriff oder um eine Fortführung der Ende Mai 2015 bekannt gewordenen Attacken handelt. Die G Data-Analysen zeigen, dass neue Varianten des Online-Banking-Trojaners Swatbanker eingesetzt wurden. Die Untersuchung der im Schädling eingebetteten Konfigurationsdateien ergab, dass die Betreiber des Swatbanker-Botnetzes zwischen dem 08. und 10. Juni 2015 neue Filterfunktionen für die Domain "Bundestag.btg" integriert haben. Bei dieser Adresse handelt es sich um das Intranet des Deutschen Bundestags. Nach Einschätzung von G Data ist nicht auszuschließen, dass dieser Angriff die im Deutschen Bundestag eingesetzte Virenschutzlösung erneut überwunden hat.

06.07.15 - So verbessern kleine Unternehmen ihre Sicherheit
Fortune 500-Unternehmen haben in der Regel ein großes Sicherheitsbudget und die Ressourcen, um Online-Angriffe auf ihre Unternehmensdaten zu verhindern. Kleine Unternehmen hingegen verfügen meist nur über ein limitiertes Budget und eine sehr kleine IT-Abteilung. Cyberkriminelle suchen sich immer besonders leichte Ziele aus. Insbesondere wenn Unternehmen mit anderen Unternehmen Geschäfte machen, können Hacker dies als Türöffner nutzen, um in Partner- oder Kundennetzwerke einzudringen. Wie aktuelle Studien zeigen, müssen 72 Prozent aller Unternehmen, die einen Verlust von wichtigen Daten zu verzeichnen haben, ihr Geschäft innerhalb von 24 Monaten schließen. Bitdefender hat aufgrund der Auswertung aktueller Angriffe, folgende Tipps und Tricks zusammengestellt so sind auch kleinere und mittelständische Unternehmen gut gewappnet.

06.07.15 - Unternehmen setzen auf Incident Response gegen Cyber-Attacken
Unternehmen wollen ihre Ausgaben und Aktivitäten für Cyber Security künftig stärker auf Lösungen und Verfahren zur Erkennung von Störfällen und entsprechenden Reaktionen (Incident Response) verlagern. Bisherige Sicherheitslösungen reichen nicht aus, um Angriffe zu stoppen. Stattdessen heißt es nun, die Folgeschäden zu minimieren. Dies belegt eine aktuelle Studie des Marktanalyse- und Beratungsunternehmens PAC a CXP Company. Unternehmen geben derzeit 77 Prozent ihrer IT-Sicherheits-Budgets für herkömmliche Präventions- und Schutzmaßnahmen wie "Endpoint"-Lösungen und Firewalls aus.

06.07.15 - Sicherheitsstudien: Cyberattacken aus den eigenen Reihen am häufigsten
Rund die Hälfte aller Cyberattacken auf Unternehmen kommt aus den eigenen Reihen. Zu diesem Ergebnis kommt der neue IBM 2015 Cyber Security Intelligence Index. Unter den Angreifern finden sich oft ehemalige Angestellte, Dienstleister mit Systemzugriff oder arglose Mitarbeiter, die Opfer von Kriminellen werden. Rund ein Viertel der Attacken geht auf unbedachte Anwenderfehler zurück, etwa beim Klicken auf präparierte Links in Spam-E-Mails. Nicht umsonst ist der Anteil von mit Schadsoftware infiziertem Spam seit 2013 von einem auf aktuell vier Prozent angestiegen, wie aus dem zweiten neuen Report, dem neuen "IBM X-Force Threat Intelligence Quarterly Report" hervorgeht. Unterm Strich gehören "unbefugte Zugriffe" damit heute zu den häufigsten Sicherheitsvorfällen.

06.07.15 - Umfrage: 54 Prozent der europäischen Organisationen stufen privilegierte Benutzer als größtes Risiko für ihre Daten ein
Vormetric gab die europäischen Ergebnisse ihrer Umfrage zu Insider-Bedrohungen 2015 bekannt. Die Studie wurde im Herbst 2014 von Harris Poll im Auftrag von Vormetric durchgeführt. Dabei wurden 818 IT-Entscheider aus unterschiedlichen Ländern befragt, darunter 204 aus Deutschland und dem Vereinigten Königreich. Die Untersuchung und Analyse der Ergebnisse übernahm das Marktforschungsunternehmen Ovum. Wie die Studie zeigt, sind 54 Prozent der Befragten der Ansicht, dass privilegierte Benutzer (System-, Datenbank-, Netzwerkadministratoren usw.) das größte Risiko für ihre Organisation darstellen. In der Ausgabe des "Vormetric Insider Threat Report" von 2014 waren dies mit 38 Prozent noch deutlich weniger. Nur 13 Prozent gaben an, dass Insider-Bedrohungen überhaupt keine Gefahr für ihre Organisation darstellten. Dies ist zwar eine leichte Verbesserung zu den 9 Prozent vom letzten Jahr, dennoch fühlen sich 87 Prozent bedroht.


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Meldungen vom Vortag

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Update - Schwerpunkt: "IT-Sicherheit im Kontext von Compliance"
03.07.15 - IT-Fachleute mit Administratorrechten und Nutzer mit privilegierten Rechten sind zudem häufig in der Lage, Datenbestände zu manipulieren und die Spuren solcher Aktionen zu vertuschen

03.07.15 - So lassen sich Compliance-Herausforderungen erfolgreich meistern

03.07.15 - Was Sie über Compliance-Anforderungen und Identity Management wissen sollten

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03.07.15 - "CryptoWall 3.0" sperrt den Zugang zu den infizierten Rechnern und verschlüsselt alle darauf befindlichen Dateien und Ordner

03.07.15 - BKA: Staatsanwaltschaft Mosbach und Bundeskriminalamt fassen Computerbetrüger

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In ihrem Streaming-Format "IT Live aus der Kantine" widmete sich die Firma Materna dem Schwerpunkt Cyber Security.

Folge 1 behandelte das Thema "Security Awareness und Phishing".
Folge 2
führte in das "Schwachstellenmanagement" ein.
Folge 3
klärte auf über "Pentesting".

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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