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11.08.15 - IT Security-Telegramm


Eine in London durchgeführte Untersuchung hat aufgezeigt, wie erschreckend einfach Hacker persönliche Daten von Benutzern öffentlicher WLAN-Netzwerke stehlen können
Was beinhaltet das neue IT-Sicherheitsgesetz und welche Auswirkungen hat es für Unternehmen, insbesondere für die kleinen Betriebe und den Mittelstand? Handelt es sich tatsächlich, wie mehrfach von der Regierung angekündigt, um den großen Wurf in Sachen IT-Sicherheit?



11.08.15 - Tufin: Über 50 Prozent Umsatzplus im vergangenen Geschäftsjahr
Tufin Deutschland, Anbieterin für Orchestrierung von IT-Security-Infrastrukturen, baut ihr Engagement in der DACH-Region verstärkt aus. Ziel ist es, durch eine Regionalisierung näher an die Kunden und die Partner in Deutschland, Österreich und der Schweiz heranzurücken und so die Kundenbetreuung zu optimieren. Bestand das Tufin-Team in der DACH-Region Mitte 2014 noch aus vier Mitarbeitern, kümmern sich unter Regional Director Pierre Visel ab Juli 2015 gut ein Dutzend Mitarbeiter in Vertrieb und Consulting um Partner und Endkunden. Das Unternehmen ist mit Büros in München, Frankfurt, Karlsruhe und Wien vertreten; ein weiteres in Norddeutschland ist geplant. Damit trägt Tufin nicht nur dem deutlichen Umsatzwachstum in der Region Rechnung, sondern schafft auch eine solide Basis für die Fortsetzung dieses Wachstumskurses. Im vergangenen Geschäftsjahr hatte Tufin den Umsatz in der DACH-Region um über 50 Prozent steigern können.

11.08.15 - Ist das neue IT-Sicherheitsgesetz wirklich der große Wurf?
Was beinhaltet das neue IT-Sicherheitsgesetz und welche Auswirkungen hat es für Unternehmen, insbesondere für die kleinen Betriebe und den Mittelstand? Handelt es sich tatsächlich, wie mehrfach von der Regierung angekündigt, um den großen Wurf in Sachen IT-Sicherheit? Der Fokus liegt bei diesem Gesetz auf der Verbesserung der IT-Sicherheit für Unternehmen, die eine kritische Infrastruktur (KRITIS) betreiben. Die Definition einer kritischen Infrastruktur ist noch nicht abschließend erfolgt; sie tangiert aber hauptsächlich Unternehmen, die für die Versorgung der grundlegenden gesellschaftlichen Bedürfnisse zuständig sind: Energie, Geld (Banken), Lebensmittel, Telekommunikation etc. Mit dem 1. Juli beginnt die 18-monatige Umsetzungsphase des Gesetzes und somit die Einstufung der KRITIS-Unternehmen. Der ersten Abschätzung nach werden ca. 2.000 bis 3.000 als KRITIS-Unternehmen definiert.

11.08.15 - Hotspots für Hacker: Drei britische Politiker werden durch öffentliches WLAN zu leichten Hack-Opfern
Eine in London durchgeführte Untersuchung hat aufgezeigt, wie erschreckend einfach Hacker persönliche Daten von Benutzern öffentlicher WLAN-Netzwerke stehlen können. Das Unternehmen für Cyber Security und Datenschutz F-Secure hatte sich mit den Penetrationstest-Experten von Mandalorian Security Services zusammengeschlossen, um im Rahmen des Tests die Geräte von drei hochrangigen, britischen Politikern zu hacken. Während ein letztjähriges Experiment noch zu dem Ergebnis kam, wie Personen sorglos an freien öffentlichen WLAN-Hotspots umgehen und AGB ungelesen bestätigen, geht es bei der aktuellen Untersuchung um zielgerichtete Angriffe auf Personen öffentlichen Interesses. Die "Ziele", Parlamentsabgeordneter David Davis, Mitglied des Europaparlaments Mary Honeyball und Lord Strasburger, wurden bewusst aufgrund ihrer einflussreichen Positionen in der britischen Regierung ausgewählt, und hatten dem Test im Vorfeld zugestimmt.

11.08.15 - Android-Apps aus "Google Play Store" spähen Facebook-Logins aus
Eset weist in einem Forschungsbericht darauf hin, dass die Facebook-Logins von hunderttausenden Android-Nutzern von gleichsam populären wie gefährlichen Spiele-Apps im Google Play Store ausgespäht wurden. Google reagierte bereits: Die beiden betroffenen Spiele, "Cowboy Adventure" und "Jump Chess" des Entwicklers "Tinker Studio", wurden aus dem Google Play Store gelöscht, außerdem erreicht alle Android-Nutzer eine Warnung vor der Installation. Das Besondere an den vorliegenden Fällen ist, dass es sich bei der schadhaften Software um vollwertige Spiele handelt, die um ein getarntes Phishing-Element, den Trojaner Android/Spy.Feabme.A, ergänzt wurden. Damit unterscheidet sich der Betrugs-Ansatz deutlich von den Fake-Minecraft-Apps, die Eset vor kurzem analysierte.

11.08.15 - Sicherheitsspezialisten von Arbor Networks enthüllen und analysieren neue und wenig bekannte Cyber-Angriffsmethoden
Arbor Networks enthüllt in ihrem Sicherheitsblog für IT-Spezialisten neue und wenig bekannte Angriffsmethoden der sogenannten "Attack of the Shuriken". Der Sicherheitsspezialist und Senior Forschungsanalyst des Arbor Security Engineering Response Teams (ASERT) Curt Wilson stellt aktuelle, kommerziell erhältliche sogenannte "Booter"- oder "Stresser"-Services vor, mit denen solche DDoS-Angriffe durchgeführt werden können.


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Meldungen vom Vortag

10.08.15 - Schutz gegen Spear-Phishing mit eingebetteten schädlichen URLs

10.08.15 - Der neue "CN8000 Multi-Link"-Encryptor von Gemalto bietet eine aggregierte Verschlüsselung mit 10 x 10 Gbit/s Bandbreite

10.08.15 - Tipps: Wie können Mitarbeiter zur IT-Sicherheit im Unternehmen beitragen?

10.08.15 - Netgear startet das neue Netgear Solution-Partner-Programm für Value Added Reseller

10.08.15 - Landratsamt Ostallgäu nutzt starke Authentifizierung von IDpendant

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In ihrem Streaming-Format "IT Live aus der Kantine" widmete sich die Firma Materna dem Schwerpunkt Cyber Security.

Folge 1 behandelte das Thema "Security Awareness und Phishing".
Folge 2
führte in das "Schwachstellenmanagement" ein.
Folge 3
klärte auf über "Pentesting".

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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