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31.07.15 - IT Security-Telegramm


Im Jahr 2013 attackierte die Hackergruppe "Wild Neutron" auch als "Jripbot" oder "Morpho" bekannt einige hochrangige Firmen, darunter Apple, Facebook, Twitter und Microsoft. Anschließend verschwanden die Wild-Neutron-Angreifer für fast ein Jahr von der Bildfläche
Die Einführung des IT-Sicherheitsgesetzes ist eine willkommene Maßnahme, um die Robustheit unserer IT-Infrastrukturen zu verbessern: Wir haben in den letzten Jahren eine rasante Steigerung von Angriffen gesehen, wobei diese immer raffinierter wurden



31.07.15 - Kein Mittelweg: Sicherheitsfragen sind entweder zu leicht oder zu schwer
"In welcher Stadt wurden Sie geboren?" oder "Wie lautet der Mädchenname Ihrer Mutter" Sicherheitsfragen wie diese sollen dabei helfen, dass Anwender im Falle eines vergessenen Passwortes dieses zurücksetzen und Zugang zu ihrem E-Mail- oder Banking-Account bekommen. Google hat nun in einer US-Studie geprüft, wie sicher diese "Sicherheitsfragen" wirklich sind, und herausgefunden, dass Hacker die Antworten auf diese Fragen oft leicht erraten können. Abhilfe kann eine doppelte Authentifizierung und eine kniffeligere Sicherheitsfrage oder eine Kombination einfacher Fragen schaffen. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass durch Sicherheitsfragen alleine Nutzer ihre Online Account-Zugänge weder sicher noch zuverlässig schützen können. Eine fundamentale Schwachstelle der Fragen ist dabei laut Google, dass sie entweder so schwer sind, dass sich Nutzer die Antworten nicht merken konnten, oder aber so leicht, dass Hacker die Antworten leicht erraten können.

31.07.15 - Das IT-Sicherheitsgesetz ist neu, wirft einige Fragen auf und muss sich erst in den Unternehmen und somit auch in der Gesellschaft etablieren
Die Einführung des IT-Sicherheitsgesetzes ist eine willkommene Maßnahme, um die Robustheit unserer IT-Infrastrukturen zu verbessern. Wir haben in den letzten Jahren eine rasante Steigerung von Angriffen gesehen, wobei diese immer raffinierter wurden. Nicht nur die Quantität, sondern auch die Qualität von Cyber-Attacken verändert sich kontinuierlich und passt sich den aktuellen Gegebenheiten im Cyber Space an. Denn es herrschen auf vielen Seiten immer noch Wissenslücken und derartige Attacken werden oft immer noch nicht ganz verstanden, teilweise sogar verneint. Ein solider Grundschutz neutralisiert die gängigsten Angriffe und zwingt Angreifer zur Nutzung neuerer Methoden, die ihnen höhere Kosten verursachen und unter Umständen aus ökonomischer Sicht keinen Sinn mehr machen.

31.07.15 - eco-Mitgliederversammlung: Sicherheit bekommt mit Prof Dr. Pohlmann strategische Position
Zwei wesentliche Beschlüsse meldet der eco Verband von seiner ordentlichen Mitgliederversammlung am 25. Juni: So firmiert der Verband künftig als "eco Verband der Internetwirtschaft e. V." Als neues Mitglied wurde zudem Prof. Dr. Norbert Pohlmann in den Vorstand gewählt. Er wird sich um das Thema Sicherheit kümmern, das in der Arbeit des eco eine Schlüsselrolle einnimmt. "20 Jahre nach seiner Gründung steht die Stimme von eco heute für eine freie, prosperierende und international agierende Internetwirtschaft. Diese lässt sich nicht auf nationale Märkte beschränken", betont eco Geschäftsführer Harald A. Summa. Um dies auch deutlich nach außen zum Ausdruck bringen zu können, entschied die ordentliche Mitgliederversammlung am 25. Juni in Köln die Streichung des Wortes "deutschen", sodass der Vereinsname nun lautet: "eco Verband der Internetwirtschaft e. V."

31.07.15 - Ziel der Cybercrime-Gruppe war es, interne Daten und geistiges Eigentum abzugreifen
Symantec ist einer extrem professionellen Hacker-Gruppe namens "Morpho" auf die Spur gekommen, die ausschließlich Unternehmen ausspionierte. Zu den Zielen von Morpho gehörten in den letzten Jahren große Organisationen, die ihren Hauptsitz unter anderem in den Vereinigten Staaten, Europa und Kanada haben. Hierzu zählen namhafte Unternehmen im Internet-, Rohstoff-, Pharma- und auch im Technologiesektor wie Facebook, Twitter, Microsoft und Apple. Ziel der Cybercrime-Gruppe war es, interne Daten und geistiges Eigentum abzugreifen.

31.07.15 - Hackergruppe "Wild Neutron": Mysteriöser Cyberspionageakteur kehrt mit neuer Wucht zurück
Im Jahr 2013 attackierte die Hackergruppe "Wild Neutron" auch als "Jripbot" oder "Morpho" bekannt einige hochrangige Firmen, darunter Apple, Facebook, Twitter und Microsoft. Anschließend verschwanden die Wild-Neutron-Angreifer für fast ein Jahr von der Bildfläche. Ende des Jahres 2013 beziehungsweise Anfang des Jahres 2014 wurden die Attacken fortgesetzt und liefen bis in das Jahr 2015 weiter. Eine neue Kaspersky-Analyse zeigt, dass mittels eines gestohlenen, gültigen Codeverifizierungszertifikats sowie einer unbekannten Lücke im Flash Player weltweit die Systeme von Unternehmen und Privatpersonen infiziert und kritische Unternehmensinformationen gestohlen werden. Kaspersky Lab konnte bisher Zielobjekte in elf Ländern identifizieren: neben Deutschland, Österreich und der Schweiz auch in Frankreich, Russland, Palästina, Slowenien, Kasachstan, den Vereinigten Arabische Emiraten, Algerien sowie den USA. Attackiert wurden Anwaltssozietäten, Unternehmen im Bitcoin-Umfeld, Investmentgesellschaften, einige in M&A-Geschäfte (Mergers & Acquisitions) involvierte Firmen, IT-Unternehmen, Firmen innerhalb der Gesundheits- und Immobilien-Branche sowie Einzelpersonen.


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In ihrem Streaming-Format "IT Live aus der Kantine" widmete sich die Firma Materna dem Schwerpunkt Cyber Security.

Folge 1 behandelte das Thema "Security Awareness und Phishing".
Folge 2
führte in das "Schwachstellenmanagement" ein.
Folge 3
klärte auf über "Pentesting".

Hier erfahren Sie mehr

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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