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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
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19.12.16 - IT Security-Telegramm


Sieben Tipps, mit denen Unternehmen Cyber-Kriminalität effektiv bekämpfen können
Die Nutzung von Open-Source-Komponenten bei der Software-Entwicklung ist sehr häufig für Systemrisiken in der digitalen Infrastruktur verantwortlich



19.12.16 - Hacker gelangen oft über ausgelagerte IT oder Vertriebspartner von außerhalb ins Netzwerk
Centrify veröffentlichte sieben Tipps, mit denen Unternehmen Cyber-Kriminalität effektiv bekämpfen können. Fortbildungen der Mitarbeiter, eine solide Verteidigungsstrategie sowie IT-Sicherheitssoftware sind essentiell, um das Risiko von Datenlecks zu minimieren. Heutzutage ist Cyber-Sicherheit ebenso wichtig wie physische Sicherheit. Jedes Unternehmen muss sich proaktiv mit Cyber-Sicherheit befassen, denn jedes Unternehmen kann angegriffen werden. Das Risiko von Cyber-Attacken existiert auf allen Ebenen, ob im Pausenraum oder im Konferenzraum des Vorstands. Cyber-Angriffe können schnell kostspielig werden: Der Ponemon"s 2016 Cost of Data Breach Study zufolge betragen die durchschnittlichen Kosten einer Attacke 4 Millionen US-Dollar.

19.12.16 - Studie: Lücken zwischen DevOps und Security
Der veröffentlichte "Application Security and DevOps Report 2016" von Hewlett Packard Enterprise (HPE) zeigt die Notwendigkeit, Security- und DevOps-Teams stärker zu integrieren. Für den Bericht wurden IT-Betreiber, Security-Manager und Entwickler befragt. 99 Prozent der Befragten sagen, dass sich mit DevOps grundsätzlich die Anwendungssicherheit verbessern lässt - aber nur 20 Prozent führen während der Entwicklung Anwendungssicherheits-Tests durch, und 17 Prozent nutzen gar keine Lösungen, um ihre Anwendungen zu schützen. Es herrscht also eine deutliche Kluft zwischen Wahrnehmung und Realität von sicherem DevOps.

19.12.16 - Studie: Unternehmen haben unzureichende Datensicherungsstrategien in der Cloud
Ctera Networks hat neue die Ergebnisse einer neuen Studie vorgestellt, die darauf hinweisen, dass die Datensicherungsstrategien von Unternehmen nicht unbedingt den Vorstellungen der Anbieter entsprechen, die die IT-Modernisierung durch Cloud Computing vorantreiben. Die Studie macht deutlich, dass die Sicherung von Cloud-basierten Servern und Anwendungen nicht mit dem hohen Tempo Schritt hält, in dem Unternehmen Workloads in die Cloud migrieren, da sie die Anforderungen an die Business Continuity und Datenverfügbarkeit nicht ausreichend erfüllt.

19.12.16 - Report: Open-Source-Komponenten erhöhen Risiken drastisch
Die Nutzung von Open-Source-Komponenten bei der Software-Entwicklung ist sehr häufig für Systemrisiken in der digitalen Infrastruktur verantwortlich. Das geht aus dem jährlichen Bericht zum Zustand der Softwaresicherheit ("State of Software Security"/SoSS) hervor, den Veracode zum siebten Mal zusammengestellt hat. Der Report basiert auf Daten, die innerhalb der vergangenen 18 Monate im Rahmen von mehr als 300.000 automatisierten Assessments untersucht wurden. Insgesamt zeigt sich, dass der zunehmende Fokus auf digitale Risiken auf der Anwendungsebene und die Integration von Sicherheitsaspekten in DevOps-Prozesse (DevSecOps) zur Senkung des Risikos beitragen können, ohne die Software-Entwicklung zu verlangsamen.


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Meldungen vom Vortag

16.12.16 - Umfrage zeigt, dass Ransomware für viele Unternehmen nach wie vor große Relevanz hat

16.12.16 - Datensicherheit bei Onlineshops ist nicht bloß eine technische Herausforderung

16.12.16 - Bund fördert Forschungskooperation zur Cybersicherheit von CISPA und US-Eliteuniversität Stanford

16.12.16 - Immer mehr potenzielle Risiken bedrohen Cybersecurity: Über 50.000 Schwachstellen

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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