07.04.21 - IT Security-Telegramm

Fehlkonfigurationen von Endpunkten verursachen rund ein Drittel aller Sicherheitsvorfälle und unpräzise Fernverwaltungsrichtlinien machen Hunderttausende Systeme anfällig.

Wie viele Daten werden ungewollt, sozusagen "frei Haus" beim Kauf von Secondhand-Geräten mitgeliefert?

07.04.21 - Die Cyber-Kill-Chain sucht sich meist das schwächste Glied in der Kette – und das ist oft der Mensch
Während in Hollywood-Filmen Hacker stets mit großem Aufwand Sicherheitssysteme und Firewalls knacken, sieht die Realität oft anders aus. Nur wenige Angriffe erfordern ein filmreifes Maß an Mühe. Angestellte und falsch konfigurierte Systeme übernehmen meist die Hauptarbeit und schaffen verwundbare Einfallstore.

07.04.21 - Claranet besteht Audit und erhält ISO/IEC 27001-Rezertifizierung
Der Managed Service Provider Claranet hat das von der DQS BIT durchgeführte Überwachungsaudit bestanden und erhält eine Rezertifizierung gemäß der internationalen Norm für Informationssicherheit ISO 27001. Erteilt wurde das Zertifikat ISO 27001:2017 mit der Erweiterung auf die Normen für Informationssicherheit und Datenschutz von Cloud Services ISO 27017:2015 und 27018:2014 sowie die Aufrechterhaltung der ISO 9001:2015 (Qualitätsmanagement) und ISO 22301:2012 (Business Continuity Management).

07.04.21 - Analyse gebraucht verkaufter Geräte: Auf 90 Prozent sind Daten des Vorbesitzers zu finden
Wie viele Daten werden ungewollt, sozusagen "frei Haus" beim Kauf von Secondhand-Geräten mitgeliefert? Diesen Fragen sind die IT-Sicherheitsexperten von Kaspersky nachgegangen und haben gebrauchte Notebooks sowie diverse Speichermedien, wie interne und externe Festplatten, USB-Sticks und Speicherkarten verschiedener Formate auf mögliche Datenspuren hin untersucht.

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Meldungen vom Vortag

06.04.21 - SolarWinds-Hack: Kaspersky findet Code-Ähnlichkeiten zwischen Sunburst und Kazuar-Backdoor
Die Experten von Kaspersky haben spezifische Code-Ähnlichkeiten zwischen Sunburst und bekannten Versionen der Kazuar-Backdoor gefunden. Diese Art von Malware ermöglicht einen Fernzugriff auf den Computer eines Opfers. Die neuen Erkenntnisse können IT-Sicherheitsforscher bei ihren Analysen des Angriffs weiterbringen.

06.04.21 - Fachkräftemangel kann eine größere Bedrohung darstellen: Vier Möglichkeiten, proaktiv gegenzusteuern
Qualifizierte Fachleute für Cybersicherheit sind gefragt und in vielen Unternehmen Mangelware. Dieser Fachkräftemangel kann eine größere Bedrohung darstellen als die Kriminellen, die Daten und Geld von den Unternehmen stehlen und damit der Reputation schaden. Lucy Kerner, Security Evangelist und Strategist bei Red Hat, erklärt, mit welchen Maßnahmen Unternehmen ihre Cyberabwehr stärken können. Talentierte Mitarbeiter im Bereich Cybersicherheit sind schwer zu finden, teuer in der Personalbeschaffung und auch nicht so einfach zu halten.

06.04.21 - Während eine Hochverfügbarkeits-Lösung in Anschaffung und Unterhalt recht teuer sein kann, lassen sich große Datenmengen recht kostengünstig "nearline" auf Tape- oder optischen Libraries sichern
Der exponentiell wachsende Speicherbedarf stellt IT-Anbieter und -Hersteller vor immer größere Herausforderungen. Viele der zu speichernden Daten müssen dabei nicht unbedingt hochverfügbar sein und so empfehlen sich auch Datenträger wie Tape oder optische Datenträger, die in Libraries beachtliche Speicherkapazitäten zur Verfügung stellen können - Tendenz steigend! Datenträger entwickeln sich stetig weiter, schaffen es jedoch kaum mit dem rasant wachsenden Speicherbedarf Schritt zu halten.

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Meldungen vom Vortag

01.04.21 - Maßnahmen gegen den hochentwickelten Erpressungstrojaner

01.04.21 - IT-Security Ausblick 2021: In Kombination mit Technologien wie 5G kann man davon ausgehen, dass die Zahl der von Cyberangriffen Betroffenen noch weiter steigen wird

01.04.21 - Browser-Erweiterungen von Drittanbietern für Instagram, Facebook, Vimeo und andere beliebte Netzwerke verbreiten Malware

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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