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Datenschutz und Datensicherheit


Wettbewerbschance: Datensicherheit - Potenzial für die Kundenbindung
Zudem verlangen Regularien wie die DSGVO von Unternehmen, stets Kontrolle über alle erhobenen Daten zu haben



Von Michael Scheffler, Area VP EMEA, Bitglass

Im digitalen Zeitalter bestimmt die Sicherheit persönlicher Daten die öffentliche Diskussion und prägt das Bewusstsein und die Erwartungshaltung der Verbraucher. Obwohl sich mit den Erwartungen an die Sicherheit sensibler Daten die Möglichkeit eröffnet, eine höhere Kundenbindung zu erzielen, machen Unternehmen davon kaum Gebrauch. Während etwa hohe Standards bei Arbeitsbedingungen und nachhaltiger Produktion von Firmen scheinbar bereitwillig umgesetzt und in die Außendarstellung integriert werden, sind die Bemühungen bei Datenschutz und Datensicherheit oft auf das Wesentliche beschränkt. Dadurch bleibt ein potenzieller Wettbewerbsvorteil ungenutzt.

Geht es um Datensicherheit in Firmen, kommen den meisten Verbrauchern wohl nur die Aufsehen erregenden Datensicherheitsvorfälle, die international Schlagzeilen machten, in den Sinn. Der Verlust von Kundendaten kostete allein drei betroffene Unternehmen bislang etwa 347 Millionen Dollar für Schadensbehebung, Anwaltsrechnungen und Ausgleichszahlungen. In den einzelnen Fällen waren im Durchschnitt die Daten von mehr als 250 Millionen Kunden kompromittiert. Neben dem entstandenen wirtschaftlichen Schaden hat damit auch das Kundenvertrauen enorm gelitten.

Angesichts dessen könnte man erwarten, dass andere Unternehmen stärker motiviert sind, daraus zu lernen und ein gutes Beispiel dafür zu geben, wie Kundendaten verwaltet werden sollen. Doch wie eine aktuelle Studie von Bitglass unter den Fortune 500-Unternehmen 2019 nahelegt, demonstrieren nur wenige nach außen hin ein verstärktes, dauerhaftes Engagement in Sachen Datensicherheit. Die Mehrheit (52 Prozent) unter ihnen macht auf ihren Websites keinerlei Angaben darüber, wie sie mit den Daten ihrer Kunden umgeht, von den gesetzlich erforderlichen Datenschutzerklärungen einmal abgesehen.

Unternehmen: Heißes Eisen Datensicherheit
Als mögliche Ursachen kommen verschiedene Faktoren in Betracht. Unternehmen sehen sich durch die fortschreitende Digitalisierung einem enormen Datenaufkommen und grundlegenden Veränderungen ihrer IT-Infrastruktur gegenüber. Vor allem die Einführung der Cloud erfordert ein Umdenken bei Sicherheitsmaßnahmen und -strategien. War zuvor Datensicherheit gleichbedeutend mit Infrastruktursicherheit, müssen Unternehmen mittlerweile darüber nachdenken, wie gut ihre Daten in und auf dem Weg in die Cloud sowie von und zu den Endgeräten der Benutzer geschützt sind. Dabei gilt es, Verlustwege ins Kalkül zu ziehen, die nicht unmittelbar als möglich oder offensichtlich erscheinen, wie zum Beispiel Schwachstellen auf nicht verwalteten Mobilgeräten von Mitarbeitern. Zudem verlangen Regularien wie die DSGVO von Unternehmen, stets Kontrolle über alle erhobenen Daten zu haben. Wenn Unternehmen dies nicht gelingt und Daten verloren gehen, sehen sie sich mit Rechtsfolgen konfrontiert, die unter anderem erhebliche finanzielle Sanktionen nach sich ziehen können.

Gepaart ist diese Vorstellung meist mit der Befürchtung, irgendein potenzielles Risiko für Datenverluste in seinen Security-Maßnahmen übersehen zu haben. Auf das Zusammenwirken dieser Faktoren könnte es zurückzuführen sein, dass Unternehmen ihr Engagement für Datensicherheit zumindest derzeit noch auf das erforderliche Mindestmaß beschränken. Offenbar fürchten sie einen höheren Imageschaden, wenn Datensicherheit zum Aushängeschild des Unternehmens gehört.

Chancen für die Kundenbindung
Dadurch übersehen Unternehmen jedoch die Vorteile einer starken Datensicherheitsstrategie. Mit dem gegenwärtig noch mangelnden Fokus auf Cybersicherheit ermöglicht der Schutz sensibler Informationen es einem Unternehmen, sich von seinen Mitbewerbern abzuheben. Gelingt es Unternehmen, ihren Kunden verständlich aufbereitete Informationen zur Verarbeitung und zum Schutz ihrer Daten, verbunden mit komfortabel nutzbaren Frage-, Widerspruchs- und Kontrollmöglichkeiten zu bieten, eröffnen sich ihnen mittel- bis langfristig attraktive Chancen. Vor allem in Märkten, in denen eine hohe Anbieterdichte und ein vergleichbares Preisniveau herrscht, kann eine transparente und konsequente Datensicherheitspolitik dazu beitragen, sich positiv von anderen Wettbewerbern abzuheben. Abgesehen davon können sich kleinere Anbieter mit einem derartigen Angebot unter Umständen auch gegenüber großen Playern besser durchsetzen.

Daten ins Zentrum der Security-Maßnahmen rücken
Damit Unternehmen derartige Vorteile für sich nutzbar machen können, sollten sie den Wandel zu einer datenzentrierten Security-Strategie vollziehen. Dabei bilden die Verarbeitungswege der verschiedenen Datenarten im Unternehmen den Ausgangspunkt, auf dem alle weiteren Sicherheitsmaßnahmen und -ebenen aufbauen. Höchste Priorität sollte den personenbezogenen Daten, bei deren Verlust die empfindlichsten Strafen drohen, zukommen. Personenbezogene Daten sollten nur in verschlüsselter Form genutzt werden, so dass sie im Falle eines Sicherheitsverstoßes für Unbefugte unbrauchbar sind. Der denkbar folgenreichste Schaden die Kompromittierung von Kundendaten ist damit abgewendet. Folglich stellt dieser Ansatz eine geeignete Grundlage dar, um das Engagement für Sicherheit und Datenschutz auch Kunden und relevanten Stakeholdern gegenüber zu kommunizieren und somit den Datenschutz aus der Wahrnehmung als "notwendiges Übel" zu befreien. (Bitglass: ra)

eingetragen: 16.12.19
Newsletterlauf: 30.01.20

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Meldungen: Hintergrund

Vereinheitlichung des Datenschutzes

18 Datenschutzbehörden für ein Land: Die Kontrolle des Datenschutzes in der Wirtschaft übernehmen in Deutschland die Länder. Hinzu kommt eine Bundesbehörde. IT-Sicherheitsexpertin Patrycja Tulinska sieht das kritisch: "Gleiche Sachverhalte unterliegen dadurch unterschiedlicher Bewertung." Die Geschäftsführerin der PSW Group Consulting wünscht sich einen ernsthaften Diskurs und eine andere Lösung: "Eine Möglichkeit wäre, eine einheitliche Regelung auf Bundesebene zu schaffen. Alternativ könnten Datenschutzverfahren aber auch gleich auf EU-Ebene ausgelagert werden, denn immerhin sollte die EU-Datenschutzgrundverordnung Europas Datenschutz vereinheitlichen." So ganz geglückt ist gerade letzteres aber nicht: Es gibt 27 EU-Mitgliedsstaaten und 69 Öffnungsklauseln in der EU-Datenschutz-Grundverordnung, die ein Nationalstaat individuell ausfüllen kann. Hierzulande regelt das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) auf Bundesebene den Datenschutz – sowohl für die Bundesbehörden als auch für den privaten Bereich einschließlich privatwirtschaftlicher Unternehmen, Vereine und Institutionen.

Amateure haben die Szene übernommen

Nach Angaben der Sicherheitsspezialisten von Radware haben Razzien, Verhaftungen und die Beschlagnahmung von Servern keine nennenswerten Auswirkungen auf das Wachstum illegaler Booter- und Stresser-Dienste. Solche Dienste, auch als DDoS-as-a-Service bezeichnet, werden von vielen Hackern angeboten, die auf diese Weise ihre bestehenden Botnets vermarkten, wenn sie diese nicht gerade selbst für eine Attacke einsetzen. Sie agieren wie ganz normale Unternehmen nach marktwirtschaftlichen Kriterien. Die Services werden statt wie früher im Darknet und auf sozialen Medien heute vor allem auf gängigen Internet-Suchmaschinen umfangreich beworben, und ein starker Wettbewerb sorgt für immer niedrigere Preise und senkt so die Eintrittsschwelle für Amateur-Hacker.

Spekulationen um Exit-Scam

Empire Market, einer der größten Marktplätze im Darknet, ist seit dem 21. August 2020 offline. Dies berichtet Digital Shadows. Laut Digital Shadows wird angenommen, dass es sich um einen Exit-Scam handelt und die Betreiber der Seite mit dem Geld der kriminellen Kundschaft verschwunden sind. Digital Shadows berichtet weiter:

"Empire Market zählte bislang zu den umsatzstärksten Umschlagsplätzen im Darknet. Nach der Zerschlagung der illegalen Marktplätze Alpha Bay und Hansa durch Behörden, entwickelte sich Empire für Hunderttausende von Cyberkriminellen zu einem der wichtigsten Handelsplattformen von illegaler Ware im englischsprachigen Raum. Neben Drogen wurde mit gefälschten Dokumenten wie Pässen und Führerscheine sowie Malware gehandelt.

IT-Security nach der Coronakrise

Viele Unternehmen waren gezwungen, ihre IT-Sicherheit seit Beginn der Pandemie an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Für die meisten Unternehmen in Deutschland war und ist dies immer noch eine große Herausforderung, da ihre Belegschaft oft zum ersten Mal aus der Ferne arbeitet. Der deutschsprachige Markt war beim Thema Homeoffice im internationalen Vergleich schon immer konservativ und hinkt nun etwas hinterher, weil man zu lange an alten Konzepten mit Anwesenheit im Büro und Arbeitszeiterfassung festhielt. Die Verantwortlichen für IT-Sicherheit müssen nun mit neuen I auf die aktuelle Krise und die Zeit danach reagieren. Doch wie können derzeitige Ansätze angepasst werden, um die neue Welle von Risiken zu mindern, die der Lockdown und das Arbeiten aus dem Homeoffice mit sich gebracht hat? Oder werden komplett neue Konzepte benötigt?

In Zukunft mehr Botnet-Angriffe

20 Jahre ist es her, dass der Computervirus "ILOVEYOU" um die Welt ging, und vor drei Jahren machte die Ransomware "WannaCry" weltweit zahlreichen Unternehmen zu schaffen. Zu den prominentesten Opfern gehörten 2017 FedEx und die Deutsche Bahn. Martin Hron, Senior Security Researcher bei Avast, wirft in dem folgenden Statement einen Blick zurück auf 20 Jahre Computerviren und beschreibt, mit welchen Angriffen wir zukünftig rechnen müssen: "Im Jahr 2000, als der ILOVEYOU-Virus sein Unwesen trieb, war die Kapazität der betroffenen Netzwerke nichts im Vergleich zu heute. Die E-Mail war damals das einzige digitale Kommunikationstool, welches Unternehmen zur Verfügung stand, weswegen der damalige Virus schnell die gesamte Kommunikation lahmlegte. Der "Love-Letter"-Virus richtete damals einen Schaden von 15 Milliarden Euro an und war der erste Schädling, der das Prinzip des Social Engineering umsetzte.

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Streaming Media

In ihrem Streaming-Format "IT Live aus der Kantine" widmet sich die Firma Materna dem Schwerpunkt Cyber Security.

Folge 1 (07.10.2020, 17:00 bis 18:00 Uhr) behandelt das Thema "Security Awareness und Phishing".
Folge 2 (21.10.2020, 17:00 bis 18:00 Uhr)
führt in das "Schwachstellenmanagement" ein.
Folge 3 (04.11.2020, 17:00 bis 18:00 Uhr)
klärt auf über "Pentesting".

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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