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Cloud-Security 2020: Gute Vorsätze

Für die Anschaffung neuer Security-Lösungen müssen IT-Teams stets stichhaltig begründen, warum die dafür anfallenden Ausgaben getätigt werden sollten

In manchen Unternehmen hält sich hartnäckig die Vorstellung, für Hacker kein lohnenswertes Ziel darzustellen



Von Michael Scheffler, Area VP EMEA, Bitglass

Mit Beginn eines neuen Jahres ziehen viele Unternehmensabteilungen Bilanz über den Verlauf der vergangenen zwölf Monate. Was lief gut, wo gibt es Verbesserungsbedarf und wofür sollten im kommenden Jahr mehr Ressourcen aufgewendet werden? Eine Diskussion, die in der geschäftskritischen IT-Abteilung überaus intensiv geführt wird. Insbesondere in der Security setzen sich die Verantwortlichen mit Fragen wie diesen auseinander: Wie sah die Bedrohungslage im vergangenen Jahr aus? Mit welchen Maßnahmen sind wir diesen entgegengetreten? Gab es Vorkommnisse, die die Notwendigkeit zusätzlicher Maßnahmen nahelegen?

Was jedoch die Bewertung von Sicherheitsrisiken und das daraus folgende frühzeitige Ergreifen geeigneter Maßnahmen anbelangt, haben IT-Abteilungen mitunter mit einigen Widrigkeiten innerhalb ihres Betriebs zu kämpfen. Dabei trifft es häufig die Absicherung der Cloud. Zu den typischen Faktoren, die Fehleinschätzungen begünstigen und zu suboptimalen Ergebnissen in der Organisation der Cloud-Security führen, zählen beispielsweise die folgenden:

• >> Knappe Budgets: Für die Anschaffung neuer Security-Lösungen müssen IT-Teams stets stichhaltig begründen, warum die dafür anfallenden Ausgaben getätigt werden sollten. Geht es um die Absicherung der Cloud, stoßen sie häufig auf stärkeren Widerstand. Viele Unternehmen haben große Investitionen in die lokale Infrastruktur getätigt. Auf Grund von Missverständnissen, dass die bestehenden On-Premises-Maßnahmen auch für Cloudumgebungen ausreichend Schutz bieten, werden weitere Mittel für zusätzliche, notwendige Cloud-Sicherheitslösungen oft nur zögerlich bewilligt.

• >> Fehleinschätzung der Bedrohungssituation: In manchen Unternehmen hält sich hartnäckig die Vorstellung, für Hacker kein lohnenswertes Ziel darzustellen. Dies mündet in der Schlussfolgerung, man könne Cybersecurity mit geringerem Aufwand betreiben, als vermeintlich interessantere Unternehmen. Diese falsche Auffassung mag dadurch geprägt sein, dass Sicherheitsvorfälle in bekannten Unternehmen mit einer Vielzahl an Kunden die größte Medienaufmerksamkeit erlangen. Es lässt allerdings nicht den Umkehrschluss zu, dass mittelständische Betriebe weniger gefährdet wären. Für Hacker sind Unternehmen mit sensiblen Daten und schwachen Sicherheitsmaßnahmen stets ein interessantes Ziel.

• >> Mangel an Fachpersonal: Fehlende Expertise kann sich unmittelbar auf die Qualität der IT-Security auswirken. Diese Tatsache wird leider gern übersehen, solange alles scheinbar problemlos läuft. Verstärkte Rekrutierungsbemühungen werden meist erst unternommen, wenn im Betriebsalltag der Mangel an personellen Ressourcen bereits spürbar geworden, oder es zu Datenverlusten gekommen ist.

Wie der aktuelle Cloud Security Report von Bitglass zeigt, ist der Frust, der infolgedessen bei IT-Verantwortlichen entsteht, keinesfalls unberechtigt: Einfache Sicherheitsmaßnahmen wie Single-Sign-On (SSO) und Data Loss Prevention (DLP) werden beispielsweise lediglich von einem Fünftel der Cloud-nutzenden Unternehmen eingesetzt. Dabei sind die Risiken für Datenverlust bei der Cloudnutzung vielfältig: Malware, kompromittierte Nutzer-Accounts, Fehlkonfigurationen, der Zugriff über nicht-verwaltete Endgeräte sowie die nicht-gestattete Nutzung von Cloud Computing-Anwendungen sind nur einige davon.

Um im neuen Jahr nicht erst nach einem tatsächlichen Sicherheitsvorfall aktiv werden zu müssen, kann es für IT-Abteilungen daher hilfreich sein, die folgenden guten Vorsätze für ihre Cloud-Security zu beachten:

1. Schwächen gewissenhaft aufdecken

Egal ob kleinere Pannen innerhalb des Unternehmens oder Datenverluste aus den internationalen Schlagzeilen den Anlass geben: Es lohnt sich, die eigenen Maßnahmen und Abläufe gewissenhaft auf den Prüfstand zu stellen. Für Unternehmen, die beispielsweise Infrastruktur-as-a-Service-Plattformen nutzen, bedeutet dies den Einsatz von Tools, die Fehlkonfigurationen in Cloud-Umgebungen, die Daten exponieren können, proaktiv identifizieren und beheben. Es kann sehr sinnvoll sein zusammen mit einem externen Dienstleister einen Pen-Test durchzuführen.

2. Sich mit neuen Cloud-Technologien befassen

Für sämtliche Unternehmensbereiche gibt es spezielle Softwaretools, die Arbeitsabläufe vereinfachen und die Produktivität verbessern sollen. Allerdings werden Entscheidungen für Applikationen oft ohne die notwendige Rücksprache mit den IT Abteilungen getroffen, wodurch diese die Kontrolle über die sensitiven Daten des Unternehmens verlieren. Die enge Abstimmung mit dem CTO eines Unternehmens oder der intensive Austausch mit der Belegschaft über ihre Belange gibt Aufschluss darüber, welche neuen Technologien in naher Zukunft für das Unternehmen in Frage kommen. Damit herrscht auch Klarheit darüber, welche Sicherheitsanforderungen berücksichtigt werden müssen, um die künftige Implementierung zu ermöglichen. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass neue Technologien nur mit den erforderlichen Sicherheits-Rahmenbedingungen eingesetzt werden.

3. An den Grundlagen arbeiten und Mitarbeiter ausbilden

Zumindest sollte jedes Unternehmen alle notwendigen Software-Updates und Patches installieren, sobald sie verfügbar sind – und zwar auf allen Geräten der Mitarbeiter. Diese grundlegenden Schritte können bestehende Sicherheitslücken schließen und damit dazu beitragen, die Wahrscheinlichkeit eines Datenverlustes zu verringern.

Eine der besten Methoden zur Verbesserung der Sicherheit ist der Aufbau einer "security-first"-Mentalität in der gesamten Unternehmensorganisation. Diese organisatorischen Standards sollten von den IT-Verantwortlichen klar kommuniziert werden und deren Durchsetzung in allen Abteilungen kontinuierlich geprüft werden. Durch zusätzliche, regelmäßige Schulungen zu Themen wie dem Erkennen von Phishing-E-Mails und dem sicheren Austausch von Daten können Unternehmen die Wahrscheinlichkeit einer Verletzung deutlich reduzieren.

4. Best Practice-Sicherheits-Tools einführen

Die Anforderungen an Cloud-Security-Lösungen unterscheiden sich zwar in Einzelfällen, doch zu den wesentlichen Funktionen gehören die folgenden: Data Loss Prevention (DLP), User and Entity Behavior Analytics (UEBA), durchsuchbare Verschlüsselung und Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA). Da die Liste sehr umfangreich sein kann, sollten Unternehmen umfassende, robuste Sicherheitslösungen wählen, die sämtliche notwendigen Schutzmaßnahmen bieten können, um die Sicherheit ihrer Daten in Echtzeit zu gewährleisten.

5. Fachkräfte rekrutieren und Kompetenzen ausbauen

Die Anforderungen an die Cloud-Sicherheit werden sich ändern, genauso wie die Struktur der Belegschaft. Um mit den Veränderungen Schritt halten zu können, sollte eine langfristige Planung erfolgen, damit die Rekrutierung von Nachwuchs- und Führungskräften nicht erst bei akutem Bedarf vorgenommen werden muss. Gleichzeitig sollte darüber nachgedacht werden, welche weiterführenden Qualifikationen für die Mitglieder des IT-Teams in naher Zukunft nutzbringend sein könnten.

Der Aufbau einer umfassenden Cloud-Security kann sich in einigen Betrieben durchaus schwierig gestalten. Dies wird IT-Verantwortlichen meist erst dann bewusst, wenn sie auf das vergangene Jahr zurückblicken. Gute Vorsätze können den Blick für weitere benötigte Sicherheitsmaßnahmen schärfen und somit die Planung der Security-Strategie erleichtern. Sind IT-Verantwortliche sich darüber hinaus der bisherigen Widerstände bewusst, können sie diese in künftigen Lösungsvorschlägen berücksichtigen. Auf diese Weise sind für die Security im Rahmen einer Cloud First-Strategie für das neue Jahr die besten Voraussetzungen geschaffen. (Bitglass: ra)

eingetragen: 02.02.20
Newsletterlauf: 31.03.20

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Meldungen: Hintergrund

Vereinheitlichung des Datenschutzes

18 Datenschutzbehörden für ein Land: Die Kontrolle des Datenschutzes in der Wirtschaft übernehmen in Deutschland die Länder. Hinzu kommt eine Bundesbehörde. IT-Sicherheitsexpertin Patrycja Tulinska sieht das kritisch: "Gleiche Sachverhalte unterliegen dadurch unterschiedlicher Bewertung." Die Geschäftsführerin der PSW Group Consulting wünscht sich einen ernsthaften Diskurs und eine andere Lösung: "Eine Möglichkeit wäre, eine einheitliche Regelung auf Bundesebene zu schaffen. Alternativ könnten Datenschutzverfahren aber auch gleich auf EU-Ebene ausgelagert werden, denn immerhin sollte die EU-Datenschutzgrundverordnung Europas Datenschutz vereinheitlichen." So ganz geglückt ist gerade letzteres aber nicht: Es gibt 27 EU-Mitgliedsstaaten und 69 Öffnungsklauseln in der EU-Datenschutz-Grundverordnung, die ein Nationalstaat individuell ausfüllen kann. Hierzulande regelt das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) auf Bundesebene den Datenschutz – sowohl für die Bundesbehörden als auch für den privaten Bereich einschließlich privatwirtschaftlicher Unternehmen, Vereine und Institutionen.

Amateure haben die Szene übernommen

Nach Angaben der Sicherheitsspezialisten von Radware haben Razzien, Verhaftungen und die Beschlagnahmung von Servern keine nennenswerten Auswirkungen auf das Wachstum illegaler Booter- und Stresser-Dienste. Solche Dienste, auch als DDoS-as-a-Service bezeichnet, werden von vielen Hackern angeboten, die auf diese Weise ihre bestehenden Botnets vermarkten, wenn sie diese nicht gerade selbst für eine Attacke einsetzen. Sie agieren wie ganz normale Unternehmen nach marktwirtschaftlichen Kriterien. Die Services werden statt wie früher im Darknet und auf sozialen Medien heute vor allem auf gängigen Internet-Suchmaschinen umfangreich beworben, und ein starker Wettbewerb sorgt für immer niedrigere Preise und senkt so die Eintrittsschwelle für Amateur-Hacker.

Spekulationen um Exit-Scam

Empire Market, einer der größten Marktplätze im Darknet, ist seit dem 21. August 2020 offline. Dies berichtet Digital Shadows. Laut Digital Shadows wird angenommen, dass es sich um einen Exit-Scam handelt und die Betreiber der Seite mit dem Geld der kriminellen Kundschaft verschwunden sind. Digital Shadows berichtet weiter:

"Empire Market zählte bislang zu den umsatzstärksten Umschlagsplätzen im Darknet. Nach der Zerschlagung der illegalen Marktplätze Alpha Bay und Hansa durch Behörden, entwickelte sich Empire für Hunderttausende von Cyberkriminellen zu einem der wichtigsten Handelsplattformen von illegaler Ware im englischsprachigen Raum. Neben Drogen wurde mit gefälschten Dokumenten wie Pässen und Führerscheine sowie Malware gehandelt.

IT-Security nach der Coronakrise

Viele Unternehmen waren gezwungen, ihre IT-Sicherheit seit Beginn der Pandemie an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Für die meisten Unternehmen in Deutschland war und ist dies immer noch eine große Herausforderung, da ihre Belegschaft oft zum ersten Mal aus der Ferne arbeitet. Der deutschsprachige Markt war beim Thema Homeoffice im internationalen Vergleich schon immer konservativ und hinkt nun etwas hinterher, weil man zu lange an alten Konzepten mit Anwesenheit im Büro und Arbeitszeiterfassung festhielt. Die Verantwortlichen für IT-Sicherheit müssen nun mit neuen I auf die aktuelle Krise und die Zeit danach reagieren. Doch wie können derzeitige Ansätze angepasst werden, um die neue Welle von Risiken zu mindern, die der Lockdown und das Arbeiten aus dem Homeoffice mit sich gebracht hat? Oder werden komplett neue Konzepte benötigt?

In Zukunft mehr Botnet-Angriffe

20 Jahre ist es her, dass der Computervirus "ILOVEYOU" um die Welt ging, und vor drei Jahren machte die Ransomware "WannaCry" weltweit zahlreichen Unternehmen zu schaffen. Zu den prominentesten Opfern gehörten 2017 FedEx und die Deutsche Bahn. Martin Hron, Senior Security Researcher bei Avast, wirft in dem folgenden Statement einen Blick zurück auf 20 Jahre Computerviren und beschreibt, mit welchen Angriffen wir zukünftig rechnen müssen: "Im Jahr 2000, als der ILOVEYOU-Virus sein Unwesen trieb, war die Kapazität der betroffenen Netzwerke nichts im Vergleich zu heute. Die E-Mail war damals das einzige digitale Kommunikationstool, welches Unternehmen zur Verfügung stand, weswegen der damalige Virus schnell die gesamte Kommunikation lahmlegte. Der "Love-Letter"-Virus richtete damals einen Schaden von 15 Milliarden Euro an und war der erste Schädling, der das Prinzip des Social Engineering umsetzte.

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Streaming Media

In ihrem Streaming-Format "IT Live aus der Kantine" widmet sich die Firma Materna dem Schwerpunkt Cyber Security.

Folge 1 (07.10.2020, 17:00 bis 18:00 Uhr) behandelt das Thema "Security Awareness und Phishing".
Folge 2 (21.10.2020, 17:00 bis 18:00 Uhr)
führt in das "Schwachstellenmanagement" ein.
Folge 3 (04.11.2020, 17:00 bis 18:00 Uhr)
klärt auf über "Pentesting".

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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