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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
Der ESE Kongress ist Deutschlands Leitkongress der Embedded-Softwarebranche


Cyber-sicheres Homeoffice

Mit XDR und Schulungen schützen Unternehmen ihre Mitarbeiter

Extended Detection and Response: Das moderne SOC



Von Tanja Hofmann, Lead Security Engineer bei Trellix

Durch "Remote Working" veränderten sich die Herausforderungen für IT-Abteilungen und Security Operation Center (SOC) und nahmen andere Dimensionen an. Um der Belegschaft das Arbeiten von zu Hause zu ermöglichen, müssen Unternehmen jetzt nicht nur einen Großteil ihrer Prozesse anpassen, sondern zudem die Implementierung neuer Strategien und Technologien vorantreiben. Trellix weiß um diese und weitere Herausforderungen und gibt hilfreiche Tipps, wie Unternehmen die Cyber-Sicherheit in den Heimbüros ihrer Mitarbeiter mithilfe von Extended Detection and Response (XDR) effektiv steigern können.

Neben der steigenden Anzahl an Anwendungen und Systemen entwickelt sich auch die Cyber-Bedrohungslandschaft dynamisch weiter. Aus dem aktuellen Lagebericht des BSI geht hervor, dass sich die Lage wesentlich verschärft und die Anzahl der Cyber-Angriffe auf Unternehmen kontinuierlich zunimmt. Trellix konnte im Rahmen ihres Advanced Threat Report ebenfalls feststellen, dass cyber-kriminelle Aktivitäten – allen voran Ransomware-Attacken – immer noch höchst relevant sind. Darüber hinaus entwickeln Cyber-Akteure ihre Angriffsmethoden ständig weiter.

IT-Komplexität gefährdet Sicherheit von Unternehmensnetzwerken

Um sich der wachsenden virtuellen Bedrohung zu stellen und die Cyber-Sicherheit unternehmensweit und systemübergreifend abzudecken, setzen Unternehmen auf verschiedene Sicherheitslösungen – oftmals von unterschiedlichen Anbietern. Dies führt zu einer komplexen und intransparenten IT-Landschaft, was die Bedrohungserkennung und -abwehr erschwert. Hinzu kommt, dass Mitarbeiter in ihren isolierten Heimbüros besonders anfällig für Phishing-Scams und andere Angriffsformen sind – sei es, weil sie unbekannte Links und E-Mail-Anhänge öffnen oder weil sie von der IT nicht genehmigte Soft- und Hardware nutzen.

Unternehmen müssen daher die allgemeine Bedrohungserkennung verbessern sowie das Sicherheitsniveau sämtlicher Mitarbeiter und folglich des gesamten Unternehmensnetzwerks einschließlich aller Anwendungen und Daten steigern. Mithilfe einer "Living Security"-Strategie, die sich fortlaufend an die dynamische Bedrohungslage anpasst, können Unternehmen an mehreren Fronten gleichzeitig ihre Cyber-Sicherheit stärken. Diese sollte die folgenden beiden Aspekte einbeziehen:

Extended Detection and Response: Das moderne SOC

Je mehr Sicherheitslösungen die IT-Abteilung implementiert, desto höher ist die Flut an Warnmeldungen und False-Positives, die sich unter Umständen nicht in Analyse-Tools integrieren lassen. Durch diese müssen sich die verantwortlichen Mitarbeiter kämpfen und echte Bedrohungen herausfiltern – und das oftmals bei geringem Budget und einem Mangel an Fachkräften. Mithilfe automatisierter sowie kontextbasierter Analysen und Korrelation zentralisiert eine XDR-Plattform sicherheitsrelevante Funktionen und Daten aus allen Systemen und Geräten – einschließlich mobilen Endgeräten, E-Mail-Architekturen, Netzwerken und Cloud Anwendungen. Dies sorgt für ein hohes Maß an Kontrolle und Transparenz, wodurch SecOps-Teams Angriffe schneller identifizieren und beheben können. Zudem verbindet sie interne Telemetrie-Daten mit Daten von externen Anbietern. Dies ermöglicht den Teams, selbst ihnen unbekannte Bedrohungen zu erkennen.

Auf Basis der analysierten Bedrohungsdaten ist eine XDR-Plattform in der Lage, Priorisierungen unter Bezugnahme des Risikos und der potenziellen Auswirkungen vorzunehmen sowie die Wirksamkeit von Gegenmaßnahmen abzuschätzen. Im besten Fall versorgt sie SecOps-Teams auch mit entsprechenden Handlungsempfehlungen. Dadurch lässt sich über den gesamten Lebenszyklus eines Angriffs hinweg ein effektives Bedrohungs-Management gewährleisten: Die Plattform zeigt Anomalien und Hinweise zu eventuellen Unregelmäßigkeiten. Darüber hinaus unterstützt sie im Ernstfall die betroffenen SecOps-Teams während und nach einem erfolgreichen Angriff.

Security Awareness-Trainings für Mitarbeiter

Technologie allein gewährleistet jedoch noch lange nicht die Rundum-Sicherheit des Unternehmensnetzwerks. Jeder Mitarbeiter trägt einen gewissen Teil der Verantwortung mit, um Systeme, Anwendungen und Daten zu schützen. Oftmals fehlt ihnen jedoch das tiefgehende Verständnis über die Bedrohungslage und wie sie ihren Beitrag leisten können. Security Awareness-Trainings schulen Mitarbeiter in Bezug auf die verschiedenen Aspekte, die mit Cyber-Sicherheit zusammenhängen: Wie gehe ich besonnen mit Hard- und Software sowie den Unternehmensdaten um? Welche Geräte darf ich für die Arbeit nutzen, welche Software installieren? Wie unterscheide ich legitime E-Mails und Webinhalte von Scam-, Phishing und Malware-Attacken? Wie gehe ich vor, sollte es zum Ernstfall kommen?

Regelmäßige Cyber Security-Schulungen, an denen jeder Mitarbeiter teilnimmt, sollten daher essenzieller Bestandteil einer jeden Sicherheitsstrategie sein. Zusammen mit einer XDR-Plattform bilden Trainings das Fundament jeder Sicherheitsstrategie, die es um individuelle Maßnahmen zu ergänzen gilt. (Trellix: ra)

eingetragen: 14.03.22
Newsletterlauf: 16.05.22

Trellix: Kontakt und Steckbrief

Meldungen: Unternehmen

Meilenstein in der Entwicklung von Arctic Wolf

Arctic Wolf, Unternehmen im Bereich Security Operations, gibt den Abschluss ihrer Wandelanleihe im Gesamtwert von 401 Millionen Dollar bekannt. Geleitet wurden die Verhandlungen von Owl Rock, einer Abteilung von Blue Owl Capital, mit Beteiligung neuer und bestehender Investoren einschließlich Viking Global Investors, dem Ontario Teachers' Pension Plan und Neuberger Berman, LLC.

Ein deutlich erweitertes Vertriebsgebiet

Die Infinigate Group, europäischer Value-Added Distributor (VAD) für Cybersecurity-Lösungen, gab die Übernahme des im Mittleren Osten marktführenden VAD Starlink bekannt. Der in Dubai beheimatete Distributor ist in den Bereichen Cybersecurity, sowie sichere Cloud- und Netzwerklösungen der Branchenprimus in der Region Mittlerer Osten und Afrika (MEA).

Cyber-Restrisiken auslagern können

Die Nachrichten über Cyber-Attacken sind mittlerweile allgegenwärtig und haben auch in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) zu einer Sensibilisierung für den Bereich Informationssicherheit beigetragen. In vielen Fällen reagieren Unternehmen mit einem hohen Maß an technischen IT-Sicherheitsmaßnahmen – ohne jedoch die eigentlichen Risiken und deren Auswirkungen auf das Unternehmen zu kennen.

vxIntel-Team wird Teil der Arctic Wolf Labs

Arctic Wolf, Anbieterin von Security Operations, gibt die Übernahme von vxlntel, Anbieterin von Cyber Threat Intelligence bekannt. Die Malware Intelligence Plattform von vxIntel analysiert derzeit über 500.000 Dateien pro Tag und über 10 Terabyte Daten pro Monat aus über 100 globalen Datenquellen. Der enorme Umfang der Plattform hat dazu beigetragen, dass das Unternehmen eine der größten Malware-Datenbanken der Welt aufgebaut und sich zu einer wichtigen Threat-Intelligence-Quelle für Organisationen, Regierungsbehörden und führenden Cybersicherheitsunternehmen auf der ganzen Welt entwickelt hat.

Daten schützen und Business Continuity absichern

Rubrik, Unternehmen für Zero Trust Data Security, gibt die Überschreitung seines jährlich wiederkehrenden Umsatzes (ARR) aus Software-Abonnements von bisher 400 Millionen USD bekannt – im Jahresvergleich stieg dieser um über 100 Prozent. Zudem hat Rubrik eine Netto-Dollar-Bindungsrate von mehr als 140 Prozent erreicht – ein Zeichen für die starke Bindung und das Wachstum von Rubrik.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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