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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
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Drei Security-Trends prägen die IT 2020


Multifaktor-Authentifizierung: Mehr als die Summe aller Teile
Das Gefährdungspotenzial durch Cyber- und Insider-Attacken ist unverändert hoch



CyberArk sieht vor allem drei Bereiche in der IT-Sicherheit, die 2020 an Bedeutung gewinnen werden: Authentifizierungsverfahren, KI-basierte Technologien und die Vernetzung von Sicherheitslösungen.

1. Multifaktor-Authentifizierung: Mehr als die Summe aller Teile
Die Multifaktor-Authentifizierung wird vor allem beim Zugriff von externen Dienstleistern auf unternehmensinterne Systeme an Bedeutung gewinnen. Im Mittelpunkt steht die biometrische Authentifizierung, also die Nutzung von Fingerabdruck oder Gesichtserkennung anstatt eines Passworts oder als zusätzliche Sicherheit. Bisher war allerdings die Verwaltung von Multifaktor-Authentifizierungslösungen gerade bei Externen mit einem hohen Aufwand verbunden, mittlerweile aber gibt es leistungsstarke Backend-Lösungen wie CyberArk Alero, die Zero-Trust-Zugriff, biometrische Authentifizierung und Just-in-time-Provisionierung bieten.

2. KI: Auf der Suche nach verdächtigen Mustern
KI-basierte Lösungen werden 2020 in der IT-Sicherheit eine immer wichtigere Rolle spielen. Dafür gibt es mehrere Gründe: Malware tritt in immer größerem Maße auf, sodass eine eingehende manuelle Analyse nicht mehr durchführbar ist. Die Analyseprozesse müssen folglich automatisiert werden. Das entscheidende Hilfsmittel sind dabei KI-basierte Verfahren. Sie sind in der Lage, aus gewonnenen großen Datenmengen zu lernen und dadurch neue verdächtige Muster zu identifizieren, das heißt, sie können verdächtige Abweichungen vom Standard in Echtzeit im Datenstrom finden. KI wird aber auch im Bereich Endpunktsicherheit verstärkt zum Einsatz kommen, so CyberArk: Mit Algorithmen können etwa Nutzer-Profile im Unternehmen überwacht werden. Finden sie eine verdächtige Aktivität, kann das Sicherheitsteam informiert werden, das dann weitere Maßnahmen veranlasst.

3. Integration: Mehr Sicherheit, weniger Fehler, geringere Kosten
Nur ein ganzheitliches, integratives Konzept kann eine maximale Sicherheit gewährleisten unter Berücksichtigung von Technologien, Prozessen und Mitarbeitern. Technisch betrachtet beginnt hohe IT-Sicherheit bei der Architektur. Das Entscheidende ist, dass die Lösungen nicht isoliert betrieben werden, sondern miteinander verzahnt sind, beispielsweise das Privileged Access Management mit Security-Information-and-Event-Management (SIEM)-Systemen und Security-Operations-Center (SOC)-Services, um Angriffe zu detektieren und zu unterbinden. Auch bei der Prozesssicherheit werden Unternehmen verstärkt einen integrativen Ansatz verfolgen, etwa mit einer Vernetzung von Privileged Access Management und Identity Management. Die Lösungsintegration bietet Vorteile sowohl aus Prozess- als auch aus Kostensicht: Die Eliminierung von Doppelarbeiten reduziert die Fehleranfälligkeit und die Betriebskosten. Unternehmen dürfen hier nicht nur die IT-Infrastruktur im Blick haben, denn die Sicherheit ist für das gesamte Unternehmen relevant. Gelangen privilegierte Accounts von Business-Applikationen wie beispielsweise SAP in den Besitz von Angreifern, können sie den Geschäftsbetrieb nachhaltig stören oder unternehmenskritische Daten entwenden.

"Das Gefährdungspotenzial durch Cyber- und Insider-Attacken ist unverändert hoch. Unternehmen müssen folglich ihre Anstrengungen im Bereich IT-Security intensivieren", betont Michael Kleist, Regional Director DACH bei CyberArk. "Und dabei sollten sie immer auch neue Trends, Lösungen und Technologien im Auge behalten, 2020 etwa die stärkere Vernetzung von Sicherheitslösungen und den Einsatz von KI-basierten Technologien und Authentifizierungsverfahren." (CyberArk: ra)

eingetragen: 15.12.19
Newsletterlauf: 15.01.20

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Meldungen: Hintergrund

Das IT-Sicherheitskennzeichen ist kein Prüfsiegel

Ist mein Router wirklich sicher? Wie verhält es sich mit meinem E-Mail-Dienst? Viele Hersteller und Anbieter von IoT-Produkten geben vollmundige Versprechungen über die Sicherheit ihrer Dienste oder Produkte. Doch was dahintersteckt, können Verbraucherinnen und Verbraucher nicht immer nachvollziehen.

Offene hybride Kriegsführung

Die EMEA-Region meldete über 1,8 Millionen Angriffe im ersten Halbjahr 2022, ein Anstieg von neun Prozent gegenüber dem zweiten Halbjahr 2021, so der neueste Netscout Threat Intelligence Report. Während Russland und die Ukraine die DDoS-Hauptangriffsziele waren, gab es in mehreren Ländern der Region ungewöhnliche Angriffsspitzen, die auf die Auswirkungen des Krieges zurückzuführen sind.

Benutzer ohne Schulung oft wehrlos gegen Angriffe

Im Jahr 2021 ist laut dem "Cyber Attack 2021 Mid Year Report" die Zahl der Ransomware-Angriffe um satte 93 Prozent gestiegen. Eine weltweit durchgeführte Umfrage aus dem Jahr 2022 ergab, dass bereits rund 46 Prozent der in Deutschland befragten Unternehmen mindestens einmal Opfer einer Cyber-Attacke geworden waren.

Umgang mit hochsensiblen Gesundheitsdaten

Gesundheits- und Mental-Health-Apps erfreuen sich immer größer werdender Beliebtheit. Während die einen mit Trainingseinheiten von Yoga, Pilates, Krafttraining bis hin zum Laufen zum allgemeinen Wohlbefinden und Fitness beitragen wollen, widmen sich Mental-Health-Apps der psychischen Gesundheit mit Ratschlägen zu einem gesunden Leben.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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