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Cyberangriff auf wichtige Pfeiler der Gesellschaft


Industrieunternehmen wenden sich verstärkt KI-basierten Lösungen zur Analyse von Cybersicherheitsdaten
Mit zunehmender Nutzung von 5G nehmen aber auch die potenziellen Sicherheitsbedrohungen durch diese Geräte zu. 2020 wird sich die Gefahrenlage zuspitzen



Autor: Forescout

Am Ende jedes Jahres setzen wir bei Forescout uns zusammen und erörtern, welche Trends sich unserer Meinung nach in den nächsten zwölf Monaten beschleunigen und welche neu entstehen werden. Als wir dieses Jahr mehr als 50 Prognosen auf letztendlich sechs eingrenzten, fiel uns einmal mehr auf, wie schnell sich der Cybersicherheitssektor doch verändert. Die Bedrohungen und Angreifer werden immer raffinierter und richten weiter verheerende Schäden in Unternehmen aller Größen und Branchen an, und eine Trendwende ist nicht in Sicht. Für Unternehmen bedeutet dies, dass sie strategischer denn je vorgehen müssen, wenn sie ihren Sicherheitsstatus verbessern wollen. Es bedeutet auch, dass sie sich mit vielversprechenden neuen Technologien auseinandersetzen müssen einige davon erwähnen wir im Folgenden , noch bevor diese sich allgemein etabliert haben. Dies umfasst sowohl die Einführung neuer Technologien als auch den Schutz neuer Geräte. Und schließlich bedeutet es, einige der Auswirkungen zu bedenken, die ein Cyberangriff auf wichtige Pfeiler unserer Gesellschaft haben könnte.

Wir können zwar nicht alles aufzählen, was unserer Ansicht nach im Jahr 2020 passieren wird, haben aber für die folgende Liste einige Punkte ausgewählt, die wir für besonders relevant halten.

KI in der Industrie - Industrieunternehmen wenden sich verstärkt KI-basierten Lösungen zur Analyse von Cybersicherheitsdaten zu. Dies ist Teil einer allgemeineren Entwicklung: Unternehmen setzen zunehmend auf Automatisierung, da Personalmangel, Kosten und die Sicherheitsanforderungen sie zwingen, nach Tools Ausschau zu halten, die Aufgaben effizient und effektiv übernehmen können. KI- und ML-Tools werden Daten das neue Erdöl der Cybersicherheit nutzen, um manuelle Analysen zu erweitern oder zu ersetzen.

Gerade Industrieunternehmen suchen jedoch nach Wegen, um Geräte für kritische Infrastrukturen besser zu schützen. Wie anfällig diese sind, hat die wachsende Zahl und Schwere von Angriffen auf Energieversorger und Produktionsanlagen in den letzten Jahren immer deutlicher gemacht. Die CISOs wünschen sich dringend Tools, die ihnen bei der Lösung dieses Problems helfen können. Und die KI hat das Potenzial, ungewöhnliche Aktivitäten aufzuzeigen, die auf einen Angriff hinweisen könnten, und Sensordaten zu analysieren, um effektiver auf Sicherheitsbedrohungen und sogar auf Anforderungen der vorausschauenden Instandhaltung zu reagieren. Beides ist wichtig, da ein Ausfall kritischer Infrastrukturen katastrophale Folgen haben kann. Zwar ist die künstliche Intelligenz kein Wundermittel; sie erfordert umfassendes Fachwissen und befindet sich in vieler Hinsicht noch in den Frühstadien ihrer technischen Entwicklung. Dennoch wird die Nachfrage nach KI in 2020 und darüber hinaus weiter steigen.

5G - Der Markt für 5G-Infrastrukturtechnologien wird voraussichtlich auf 4,2 Mrd. US-Dollar anwachsen, und zwei Drittel der Unternehmen planen, nächstes Jahr 5G einzusetzen, konstatiert Gartner. Mit 5G-Technologien können Unternehmen bestehende Netzwerke durch solche mit geringerer Latenz und höherer Bandbreite ersetzen. Dadurch können sie mehr Arten von Geräten vernetzen und neue technische Möglichkeiten in Bereichen wie KI, Edge Computing und Automatisierung nutzen. Dies eröffnet Unternehmen eine bedeutende Chance, ihre Technologieaufstellung zu verbessern.

Mit zunehmender Nutzung von 5G nehmen aber auch die potenziellen Sicherheitsbedrohungen durch diese Geräte zu. 2020 wird sich die Gefahrenlage zuspitzen. Geräte dieser Art erreichen dann eine kritische Masse, die die Unternehmen zwingen wird, das Risikoparadigma für vernetzte Geräte neu zu bewerten, da sich immer mehr 5G-Geräte direkt mit Mobilfunknetzen verbinden und dabei traditionelle Cybersicherheitstechnologien umgehen. Es lässt sich nicht abschätzen, ob es im Jahr 2020 bereits zu einem Angriff oder einer Sicherheitspanne bei dieser neuartigen Technologie kommen wird. So oder so müssen sich die Unternehmen jedoch überlegen, ob sie ihre Sicherheitsstrategien entsprechend anpassen oder aber hinnehmen wollen, dass ein wachsender Teil ihrer Geräte nicht angemessen geschützt ist.

Disruptionware Im Jahr 2020 wird zunehmend Disruptionware auf vernetzte Systeme und unautorisierte Geräte in der Gebäudeautomation und auf andere OT-Systeme angesetzt werden. Diese Angriffe können Ransomware, Malware zum Löschen von Festplatten und ähnlich zerstörerischen Code umfassen. Forescout hat bei seinen Untersuchungen im Jahr 2019 festgestellt, dass Disruptionware generell im Aufwind ist, insbesondere aber in Branchen wie der verarbeitenden Industrie, die stark von OT-Technologie abhängig sind. Solche Angriffe haben für Unternehmen enorme Konsequenzen. Ein Hersteller, der Opfer der Malware LockerGaga wurde, schätzt seine Kosten durch den Angriff auf über 40 Mio. Dollar nach einer Ausfallzeit von einer Woche.

Für 2020 erwarten wir zahlreiche weitere Angriffe dieser Art. Zudem glauben wir, dass sich mindestens ein schwerer Angriff auf ein großes Energie- oder Produktionsunternehmen ereignen wird, der dessen Betrieb gravierend stört. Die CISOs werden diesen Vorfall als Weckruf verstehen, die IT/OT-Konvergenz ihrer eigenen Unternehmen zu überdenken und Technologien wie Netzwerksegmentierung ins Auge zu fassen, mit denen sich solche Systeme schützen lassen. Zugleich wird der Vorfall die Regulierungsbehörden auf Bundes- und bundesstaatlicher Ebene alarmieren, die in der Folge stärkeren Regulierungsdruck auf den Energie- und Gesundheitssektor ausüben werden.

Veränderte Rolle des CISOs Bisher war der Trend zur IT-OT-Konvergenz weitgehend eine technische Angelegenheit. Die Netzwerke für IT und OT überschneiden sich zunehmend. Laut SANS haben 2019 bereits 84 Prozent der Unternehmen eine IT-OT-Konvergenzstrategie auf den Weg gebracht oder in Planung.

Diese technische Entwicklung wird sich 2020 zu einem kulturellen Trend ausweiten. Wenn CISOs zunehmend die Verantwortung für den Schutz von OT-Netzwerken übernehmen, der zuvor in der Regie der Teams lag, die diese Netzwerke betreiben, dann werden immer mehr sich dafür entscheiden, die IT- und OT-Sicherheitsteams zu einer einheitlichen Organisation zusammenzuführen. Die Vereinigung dieser Teams erfordert nicht nur einen kulturellen Wandel, sondern auch neue Kompetenzen und Schulungen für IT-, OT- und hybride IT-OT-Teams. Auch bedarf es einer Roadmap für eine engere Zusammenarbeit zwischen IT und OT.

Manche CISOs werden vielleicht sogar beschließen, die Sicherheitsteams mit dem Netzwerk- oder anderen Teams im Unternehmen zusammenzuschließen, um noch mehr Effizienz zu erzielen. Einige wenige Unternehmen haben damit bereits begonnen, ausgehend von der Vorstellung, dass die Sicherheit dadurch unternehmensweit besser integriert wird.

Gesundheitswesen - Bis Ende 2020 wird sich aller Wahrscheinlichkeit nach bei einer Gesundheitseinrichtung eine gravierende Datenschutzpanne ereignen, bei der ein nicht gepatchtes Windows-7-Endgerät als Einfallstor dient. Microsoft wird Anfang 2020 das Ende von Windows 7 einläuten und für dieses Betriebssystem keinen Support mehr leisten.

Zu einer solchen Panne wird es kommen, obwohl viele Krankenhäuser auch Veränderungen bei der Beschaffung medizinischer IoT-Geräte einleiten werden. Die Sicherheit wird zwar nicht immer Vorrang vor anderen Faktoren wie Kosten oder Gerätetyp haben, aber im Kauf- und Beschaffungsprozess doch zunehmend eine Rolle spielen. Und das ist auch wichtig: Schließlich wird die Zahl der IoT-Geräte im Gesundheitswesen voraussichtlich um das Zwei- bis Dreifache steigen, sowohl in der IT als auch in der OT. Ein Angriff auf ein Gerät mit Windows 7 wird diese Entwicklung weiter vorantreiben. Auch werden Projekte üblicher und mit mehr Geld ausgestattet werden, die zur Absicherung von Geräten dienen, die nicht aktualisiert oder aus Kostengründen nicht ersetzt werden können. Insgesamt werden die Gesundheitseinrichtungen 2020 in beiden Fällen das Reifegradmodell für die Cybersicherheit weiterentwickeln. Die Gesundheitsversorger, die diese Entwicklung umgehen insbesondere kleine und mittlere Einrichtungen werden weiterhin mit verheerenden Cyberbedrohungen rechnen müssen.

Umstieg auf die Cloud verursacht neue Sicherheitsprobleme Die Finanzdienstleister beschleunigen im Rahmen ihrer digitalen Transformationsstrategien die Einführung von Cloud-Technologien. Der Umstieg vom Rechenzentrum in die Cloud kann jedoch auch zu wachsenden Cybersicherheitsproblemen führen. Dabei spielen etwa Fehlkonfigurationen eine Rolle, durch die kritische Daten offengelegt werden. Das ist besonders deshalb besorgniserregend, weil immer mehr Finanzdienstleistungsunternehmen immer mehr kritische Geschäftsanwendungen in die Cloud umziehen.

Wir erwarten, dass diese Beschleunigung der Cloud-Migration im Jahr 2020 zu einer massiven Datenpanne führen wird. Angesichts der Datenmengen, die die Finanzdienstleister speichern, und der gestiegenen Bereitschaft, kritische Daten in die Cloud zu verlegen, könnte der Vorfall große Ausmaße erreichen. (Forescout: ra)

eingetragen: 19.12.19
Newsletterlauf: 27.02.20

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Meldungen: Hintergrund

Erfolg der DSGVO: Einschätzung zwangsläufig subjektiv

Im Mai 2021 hat sich die größte Umwälzung der Datenschutzgesetzgebung zum dritten Mal gejährt. Schon im Entwurfsstadium verbreitete die DSGVO einiges an Unruhe und löste, was die Durchsetzung der Maßnahmen anbelangt, etliche Diskussionen aus. Die endgültige Version wartete denn auch mit einigen Änderungen auf, behielt aber ihre Schlagkraft bei. Ist es gelungen die Versprechen in der Realität einzulösen? Zuckerbrot oder Peitsche? Von den Anfängen der DSGVO bis zu ihrer Ratifizierung (und darüber hinaus) machten vor allem die mit der DSGVO verbundenen Strafen Schlagzeilen. Bis zu vier Prozent des weltweiten Umsatzes bedeuten für einige Unternehmen Hunderte von Millionen Euro. Sicherlich eine Summe, die ausreichend abschreckend wirken sollte. Man darf wohl davon ausgehen, dass Aufsichtsbehörden und Geschäftswelt gleichermaßen Compliance gegenüber einer willkürlichen Form des Geldverdienens bevorzugen würden. Aber gleichzeitig erlaubte die Höhe der möglichen Strafen, die Muskeln spielen zu lassen, sollte Compliance eben nicht gewährleistet sein. Die DSGVO bietet einen großartigen Rahmen, um robuste Datenschutzverfahren zu implementieren, aber sie leidet an einem fatalen Engpass - der rein physischen Fähigkeit der Aufsichtsbehörden zur Durchsetzung der Vorgaben.

Verkauf von gefälschten Zertifikaten

Check Point Software Technologies sieht die Pläne der Europäischen Union und Großbritanniens zu Impfpässen bedroht. Gefälschte Impf- und Testzertifikate gehen zunehmend im Darknet und über die bekannte Messaging-App Telegram herum. Das neue EU-Abkommen, welches am 7. Juni 2021 in Kraft tritt und am 1. Juli ein Projekt startet, ermöglicht die einheitliche Nachweisung des Impf-Status. Kostenlos kann ein Zertifikat in Form eines QR-Codes auf einem Smartphone oder als Papierdokument erworben werden, welches berichtet, ob eine Person entweder geimpft ist, eine gewisse Immunität gegen das Virus entwickelt hat oder ein kürzlich negatives PCR-Testergebnis erhielt. Reisende aus Großbritannien beispielsweise, die beide Impfdosen erhalten haben, können die NHS-App als Impfpass verwenden, jedoch wird das Vereinigte Königreich nach dem Brexit voraussichtlich als Drittstaat unter die EU-Regelung fallen. Andere Länder der Union, wie die Tschechische Republik, Frankreich oder Deutschland, wollen dagegen ihre eigenen Corona-Pässe einführen. Das birgt Schwierigkeiten, denn ohne einen globalen, einheitlichen Ansatz zur Prüfung der Gültigkeit von Zertifikaten spielen die fragmentierten Regeln den Hackern und Betrügern in die Hände, so glaubt Check Point Research (CPR).

Risiken für globale Lieferketten

Die BSI Group (British Standard Institution) hat ihren jährlichen "Supply Chain Risk Insights 2021 Report" vorgestellt, der die Trends und die damit verbundenen Risiken identifiziert, die sich im kommenden Jahr auf die globalen Lieferketten auswirken werden. Der Bericht basiert auf den globalen Daten, die aus unserem hauseignen webbasierten, umfassenden Informationssystem (SCREEN) hervorgehen. Auf Basis dieser Erkenntnisse prognostiziert BSI, dass die folgenden Trends die globale Lieferkette im kommenden Jahr beeinflussen werden:

>> Anhaltende Herausforderungen durch COVID-19 schaffen neue Bedrohungen für Unternehmen

>> Wirtschaftliche Schwierigkeiten erhöhen das Risiko der Ausbeutung von Arbeitskräften, Menschenrechtsverletzungen und des illegalen Schmuggels

>> Die Trends im Drogenschmuggel bleiben konstant, aber Mittel und Methoden ändern sich aufgrund von COVID-19

>> Lebensmittelbetrug und -sicherheit werden weiterhin eine Herausforderung für die Widerstandsfähigkeit der Lieferkette darstellen

>> Regulatorische Änderungen stellen die Anpassungsfähigkeit von Unternehmen auf die Probe

Die Geschichte der Kryptografie

Am 25. Mai jährte sich bereits zum dritten Mal die europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Um Daten und Informationen zu schützen und gegen Missbrauch abzusichern, gibt es viele verschiedene Ansätze. Einer der ältesten und effektivsten ist Kryptografie, also Verschlüsselung von Information. Aus dem aktuellen Anlass wirft Utimaco einen Blick auf die spannenden Entwicklungen auf diesem Feld. Kryptografie wird oft mit Digitaltechnologie und Computer-Algorithmen in Verbindung gebracht. Tatsächlich ist sie aber viel älter und Algorithmen sind nicht auf die digitale Welt beschränkt. Die Überschrift dieses Textes "Qvr Trfpuvpugr qre Xelcgbtensvr" wurde beispielsweise mit einem sehr simplen Algorithmus verschlüsselt, der besagt: "rotiere jeden Buchstaben eines Wortes um 13 Stellen im Alphabet". Wer diesen Algorithmus kennt, kann den Text ganz einfach wieder entschlüsseln: Q steht an 16. Stelle im Alphabet, 16 minus 13 ergibt drei, was D entspricht. Wiederholt man dies für jeden Buchstaben ergibt sich "Qvr Trfpuvpugr qre Xelcgbtensvr" = "Die Geschichte der Kryptografie". Derartige Geheimschriften, die auf dem Austausch von Buchstaben basieren, wurden im Mittelalter gerne verwendet, beispielsweise um diplomatische Post geheim zu halten. Die Ursprünge der Kryptografie gehen allerdings noch weiter zurück: So gab es im alten Ägypten neben den normalen Hieroglyphen, die allein schon bestens geeignet scheinen, um Informationen zu verbergen, besondere Zeichen, die nur einem noch kleineren Kreis bekannt waren.

Online-Wahlen bei Sozialversicherungswahlen

Das Gesundheitsministerium hat den Weg für Online-Wahlen bei den Sozialversicherungswahlen geebnet. Wie genau die Sozialwahlen 2023 verlaufen werden, bleibt zwar noch abzuwarten. Derzeit läuft eine europaweite Ausschreibung für die Beauftragung eines Online-Dienstleisters. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik jedenfalls hat seine Aufgabe bereits sehr gut erfüllt, indem es die Technische Richtlinie TR-03162 auf den Weg gebracht hat. Darin spezifiziert das BSI die sicherheitstechnischen Anforderungen, indem es konkrete Vorgaben hinsichtlich der technischen Umsetzung sowie bezüglich der Manipulationssicherheit bei Online-Wahlverfahren gibt.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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