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Gefahren im Jahr 2021, die auf die digitale Welt zukommen

Entwicklungen rund um Covid-19, Konflikte in den Bereichen Malware, Privatsphäre und virtueller Krieg (cyber-war), Ausbau von 5G und des IoT

Dazu gehören zusätzliche Angriffe mit Covid-19-Bezug, die Weiterentwicklung von bewährter Malware, neue Angriffsarten gegen den 5G-Mobilfunkstandard wie auch das Internet of Things, Ausweitung der virtuellen Kriege und Schwierigkeiten bei Datenschutz und Privatsphäre



Check Point stellt fest, dass die Auswirkungen der Änderungen, die wegen der Covid-19-Pandemie eingeführt wurden, weiterhin im Mittelpunkt der IT- und Sicherheitsabteilungen von Organisationen weltweit stehen werden. 81 Prozent der Unternehmen haben ihre Belegschaft massenhaft auf Tele-Arbeit umgestellt und 74 Prozent planen, die Fernarbeit dauerhaft zu ermöglichen. Check Point warnt außerdem vor neuartigen Bedrohungen durch Ransomware und Bot-Netze sowie vor den Herausforderungen bei der Sicherung der aufkommenden 5G-Netzwerke und der Zunahme damit verbundener Geräte, also des Internet of Things (IoT).

"Die Covid-19-Pandemie führte dazu, dass praktisch jede Organisation aus dem Gleichgewicht geriet und gezwungen war, ihre bestehenden Geschäfts- und Strategiepläne beiseite zu legen, um sich schnell auf die Bereitstellung sicherer Fernverbindungen in großem Maßstab für ihre Belegschaft zu konzentrieren. Die Sicherheits-Teams mussten sich auch mit Bedrohungen gegen ihre neuen Cloud-Umgebungen auseinandersetzen, da Hacker die Pandemie ausnutzen möchten: 71 Prozent der Sicherheitsexperten berichteten daher von einer allgemeinen Zunahme von Cyber-Bedrohungen seit Beginn der Abriegelungen," berichtet Christine Schönig, Regional Director Security Engineering CER, Office of the CTO bei Check Point Software Technologies GmbH, und erklärt weiter: "Eines der wenigen vorhersehbaren Dinge im Bereich der Cyber-Sicherheit ist, dass die Akteure stets versuchen werden, größere Ereignisse oder Einschnitte – wie Covid-19 oder die Einführung von 5G – zu ihrem Vorteil zu nutzen. Um Bedrohungen einen Schritt voraus zu sein, müssen Organisationen handeln und keinen Teil ihrer Angriffsfläche ungeschützt oder unüberwacht lassen. Andernfalls laufen sie Gefahr, das nächste Opfer ausgeklügelter, sogar gezielter Angriffe zu werden."

Check Points Vorhersagen lassen sich in drei Kategorien zusammenfassen: Entwicklungen rund um Covid-19, Konflikte in den Bereichen Malware, Privatsphäre und virtueller Krieg (cyber-war), Ausbau von 5G und des IoT.

Entwicklung mit Bezug zur Corona-Krise

Absicherung des ‚Next Normal‘: Im Jahr 2021 wird Covid-19 weiterhin Auswirkungen auf das Leben, die Geschäfte und allgemein die Gesellschaft haben; diese Auswirkungen aber werden sich im Laufe des Jahres ändern. Die Welt muss daher auf eine Reihe von ‚Neuen Normalzuständen‘ vorbereitet sein, wenn sie auf diese Veränderungen reagieren möchte. Am Anfang stand in diesem Jahr die schnelle Umstellung vieler Mitarbeiter auf die Arbeit im Home Office. Nun müssen Organisationen ihre so neu entstandenen Fernzugriffsnetzwerke und Cloud-Umgebungen ordentlich absichern, um ihre Anwendungen und Daten zu schützen. Dies bedeutet, dass die Durchsetzung und Automatisierung der Richtlinien und Sicherheitslösungen an allen Punkten und auf allen Geräten des Netzwerks – von den Handys und sonstigen Endgeräten der Mitarbeiter über das IoT bis hin zu Clouds – erfolgen muss. Fortschrittliche Angriffe lassen sich nur auf diese Weise stoppen, sonst breiten sie sich schnell in Unternehmen aus. Die Automatisierung der IT-Sicherheit ist von entscheidender Bedeutung, da 78 Prozent der Unternehmen angeben, dass es ihnen an Fachwissen, weil Fachkräften, mangelt.

Keine Heilung für Covid-19-bedingte Schwachstellen: Da Covid-19 die Schlagzeilen beherrschen wird, werden Nachrichten über Impfstoffe oder neue nationale Restriktionen weiterhin in Phishing-Kampagnen verwendet werden. Besonders Pharmakonzerne, als Entwickler der Impfstoffe, werden das Ziel virtueller Angriffe von Kriminellen oder Nationalstaaten sein.

Virtueller Unterricht als Zielscheibe: Schulen und Universitäten mussten sich auf die groß angelegte Nutzung von E-Learning-Plattformen umstellen, weswegen es nicht überrascht, dass der Sektor im August, vor Beginn des Semesters, einen Anstieg der wöchentlichen Cyber-Angriffe um 30 Prozent verzeichnete. Diese Attacken werden auch im kommenden Jahr die Schüler und Studenten zu stören versuchen.

Malware, Privatsphäre und virtueller Krieg

Die Ransomware-Masche der ‚Doppelten Erpressung‘: Im 3. Quartal 2020 gab es einen starken Anstieg von Ransomware-Attacken kombiniert mit ‚Doppelter Erpressung‘: Hacker extrahieren zunächst große Mengen sensibler Daten, bevor sie die Datenbanken eines Opfers verschlüsseln. Dann drohen sie damit, diese Daten zu veröffentlichen, wenn kein Lösegeld gezahlt wird, was zusätzlichen Druck auf die Organisationen ausübt, den Forderungen der Hacker nachzukommen.

Bot-Netz-Armeen auf dem Vormarsch: Hacker haben viele Malware-Familien zu Bot-Netzen entwickelt, um Heerscharen von infizierten Computern in die Finger zu bekommen, über die sie Angriffe starten. Emotet, die im Jahr 2020 am häufigsten verwendete Malware, begann als Banking-Trojaner, hat sich aber zu einem der hartnäckigsten und vielseitigsten Bot-Netze entwickelt. Es ist in der Lage, eine Reihe von schädlichen Exploits zu starten, von Lösegeldzahlungen bis hin zu Datendiebstahl, weil es andere Schadprogramme als Türöffner herunterlädt.

Nation gegen Nation: Cyber-Angriffe durch staatliche Akteure werden weiterhin zunehmen, sei es zur Spionage oder zur Beeinflussung von Ereignissen in anderen Ländern. Microsoft berichtete, dass 89 Prozent der nationalstaatlichen Hacker-Angriffe im vergangenen Jahr von Akteuren aus nur drei Ländern gestartet wurden. In den letzten Jahren lag der Schwerpunkt der Verteidiger auf der Sicherung nationaler kritischer Infrastrukturen (KRITIS), und dies ist zwar nach wie sehr wichtig, doch bedeutsam wird es, die Auswirkungen von Angriffen gegen andere staatliche Sektoren einzudämmen. Dazu zählen das Gesundheitswesen, die Bildung und Behörden. Ein Fallbeispiel ist die gegen die Mongolei gerichtete Kampagne namens Vicious Panda (bösartiger Panda) vom März 2020.

Deepfakes als Waffe: Die Techniken zu Erschaffung gefälschter Videos oder Tonaufnahmen sind so weit fortgeschritten, dass sie waffentauglich und zur Schaffung gezielt manipulierender Inhalte geworden sind. Der allgemeine Name dafür lautet ‚Deepfake‘. So lassen sich Meinungen, Aktienkurse oder Völker beeinflussen. Anfang 2020 veröffentlichte eine politische Gruppe in Belgien ein gefälschtes Video, worin die belgische Premierministerin Sophie Wilmès eine Rede hält, in der sie Covid-19 mit Umweltschäden in Verbindung bringt und zu Maßnahmen gegen den Klimawandel aufruft. Viele Zuschauer glaubten, die Rede sei echt. Mit weniger Aufwand könnten solche Techniken für Voice-Phishing missbraucht werden, um die Stimme eines Vorstandes nachzuahmen und Authentifizierungen mittels Stimme zu umgehen oder Hochstapelei am Telefon zu begehen.

Illusion der Privatsphäre: Den meisten Menschen ist nicht bewusst, wie groß die Zahl der oft sehr intimen personenbezogenen Informationen ist, die ihre Mobil-Geräte bereits verschiedenen Leuten preis geben. Apps, die einen breiten Zugang zu den Kontakten, Nachrichten und E-Mails der Menschen fordern, oder im Hintergrund den Standort und die Fingerbewegungen auslesen sind nur ein Teil des Problems. Dieses wurde wegen der fehlerhaften Covid-19-Anwendungen zur Kontaktverfolgung – die sogenannten Corona-Apps – verstärkt, weil sehr viele unsauber auf den Markt kamen und die Privatspähre der Nutzer nicht ausreichend schützten, sodass Daten über Einzelpersonen durchsickerten. Außerdem sind das bislang legale Applikationen: Malware gegen Mobiltelefone, die Bankdaten von Nutzern stiehlt, falsche Apps, die sich als echte Apps tarnen, oder solche, die kostenpflichtigen Klickbetrug bei Werbeanzeigen begehen, sind eine große und wachsende Bedrohung.

Neue Plattformen für 5G und IoT

Vorteile und Herausforderungen des 5G-Mobilfunkstandards: Die total vernetzte Gesellschaft und Hochgeschwindigkeitswelt, die 5G verspricht, bietet Kriminellen und Hackern neue und sehr gefährliche Möglichkeiten. Sie können Angriffe starten und Störungen verursachen, weil sie auf diese hohe Konnektivität abzielen. Sogenannte eHealth-Geräte im Bereich der Medizin werden Daten über das Wohlbefinden der Nutzer sammeln, vernetzte Autodienste werden die Fahrten der Nutzer überwachen, und intelligente Anwendungen für Städte werden über Smartphones die Bewegungen der Bürger auslesen und Informationen darüber sammeln, wie diese Nutzer ihr Leben gestalten. Diese gewaltige Datenmenge von ständig eingeschalteten 5G-Geräten muss vor Breschen in der Verteidigung, Diebstahl und Manipulation geschützt werden, um die Privatsphäre und die IT-Sicherheit zu gewährleisten – zumal viele dieser Daten die Unternehmensnetzwerke und deren Sicherheitskontrollen umgehen werden.

Internet der Bedrohungen: Mit der Einführung von 5G-Netzwerken wird sich die Zahl der angeschlossenen IoT-Geräte massiv ausweiten – und damit die Anfälligkeit der Netzwerke für groß angelegte Multi-Vektor-Cyber-Angriffe massiv steigen. IoT-Geräte und ihre Verbindungen zu Netzwerken und Cloud-Umgebungen sind weiterhin ein schwaches Glied in der Sicherheitskette: Es ist schwierig, einen vollständigen Überblick aller Geräte zu erhalten, und sie stellen komplexe Sicherheitsanforderungen. Die Welt braucht einen umfassenden Ansatz für die künftige IoT-Sicherheit, bestehend aus bewährten und neuen Kontrollen, um diese ständig wachsenden Netzwerke in allen Branchen und Geschäftsbereichen angemessen zu schützen. (Check Point Software Technologies: ra)

eingetragen: 01.01.21
Newsletterlauf: 19.03.21

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Meldungen: Hintergrund

Konvergenz von IT- und OT-Netzwerken

Was wird sich bei der Sicherheit kritischer Infrastrukturen, Industrie- und Produktionsanlagen im neuen Jahr ändern? Welche Herausforderungen erwarten die Sicherheitsverantwortlichen, welche Trends zeichnen sich ab? Die Experten für industrielle Cybersecurity von Claroty blicken auf die nächsten zwölf Monate. Fest steht: Durch die zunehmende Konvergenz von IT- und OT-Netzwerken wächst die Angriffsoberfläche weiter. Allerdings steigt auch das Bewusstsein der Führungskräfte für diese Herausforderungen: "Gerade in Branchen wie Nahrungsmittel, Pharmazie und Biowissenschaften sind die Führungskräfte gezwungen, über neue Wege der Risikominimierung nachzudenken. Die Kombination aus verbesserter Wettbewerbsfähigkeit durch die Digitalisierung und höherer Sicherheit durch neue technologische Ansätze wird hier mittlerweile zunehmend zur Chefsache", sagt Yaniv Vardi, CEO von Claroty.

Cyberkriminelle ändern ihre Taktik bei Ransomware

Die fast täglichen Schlagzeilen über immer neue Ransomware-Angriffe auf Großunternehmen, Krankenhäuser oder Universitäten sind deutliche Zeichen dafür, dass sich die Bedrohungslage in den letzten Jahren und Monaten geändert hat. Noch vor drei bis vier Jahren, zu Zeiten der Locky-Ransomware, waren die Angriffe breit gestreut. Durch die Zahlung relativ moderater Lösegeldsummen von 300 bis 500 Euro bekamen Opfer den Entschlüsselungscode, um wieder an die private Fotosammlung, aber auch an die Daten auf dem verschlüsselten Firmen-Dateiserver zu gelangen. Doch dann fingen die Cyberkriminellen vermehrt an, sich auf die wirklich lukrativen Ziele, auf Unternehmen und andere große Organisationen zu konzentrieren.

Phishing und Diebstahl von Zugangsdaten

Phishing und Diebstahl von Zugangsdaten

Die Sicherheitsforscher von Check Point Software Technologies haben eine Phishing-Kampagne aufgedeckt, die Tausende von Kennwörtern verschiedener E-Mail-Adressen stahl. Hauptsächlich war Outlook über Office 365 betroffen. Dies Zugangsdaten wurden in Webpages gespeichert, die von Google indexiert werden. Das hatten die Hacker wohl nicht bedacht. So waren die gestohlenen Passwörter über die Google-Suche auffindbar – ein gefundenes Fressen für andere listige Kriminelle. Laut dem Verizon’s Data Breach Investigation Report 2020 machen Phishing, Diebstahl von Zugangsdaten und Business E-Mail Compromise (BEC) als Angriffswege mittlerweile 67 Prozent aller erfolgreichen Datenlecks aus.

Mehr Investitionen in IT-Effizienz und Sicherheit

Nach einem disruptiven Jahr 2020 ergeben sich für die IT-Abteilungen vieler Unternehmen und Institutionen beim Thema Cybersicherheit neue Prioritäten. Für mich gehören Remote Working, die Authentifizierung mittels digitaler Identitäten und Remote Healthcare zu den wichtigsten Treibern. Ursprünglich für Verbraucher entwickelt, um sicher auf Online-Konten zugreifen zu können, gewinnen Tools zur Identitätsprüfung derzeit schnell an Beliebtheit, um das Onboarding neuer und bestehender Remote-Mitarbeiter zu erleichtern. Fortschrittliche Authentifizierungstools werden es Mitarbeitern künftig ermöglichen, mit robusten Identifizierungsmethoden sicher und trotzdem unkompliziert auf Unternehmensnetzwerke und -ressourcen zuzugreifen. Die Planung und Implementierung dieser Lösungen wird im kommenden Jahr im Fokus von IT-Sicherheitsteams stehen und zukünftig integraler Bestandteil eines jeden Geschäftsmodells sein.

Investitionen in künstliche Intelligenz nicht zu stoppen

Das Jahr 2020 war auch im Bankwesen von Umbrüchen geprägt. Um relevant zu bleiben und sich im heutigen digitalen Zeitalter zu differenzieren, müssen Finanzinstitute ein solides Verständnis für die aktuelle Bankenlandschaft zeigen und sich an den veränderten Gewohnheiten und Erwartungen der Kunden orientieren. COVID-19 mag vorhandene Trends beschleunigt haben, aber ob sie sich im gleichen Tempo fortsetzen, muss sich erst noch zeigen. Diejenigen, die sich schnell weiterentwickeln, werden Vorreiter sein und auch vorne bleiben. Mehr denn je geht es nicht nur um Wettbewerbsvorteile, sondern für einige Banken sogar um das Überleben.

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Streaming Media

In ihrem Streaming-Format "IT Live aus der Kantine" widmete sich die Firma Materna dem Schwerpunkt Cyber Security.

Folge 1 behandelte das Thema "Security Awareness und Phishing".
Folge 2
führte in das "Schwachstellenmanagement" ein.
Folge 3
klärte auf über "Pentesting".

Hier erfahren Sie mehr

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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