Cybersecurity-Trends 2016


Auch 2016 werden Hacker neue Strategien entwickeln, wie sie Unternehmen schaden können
Worauf sich Firmen im kommenden Jahr gefasst machen müssen

(13.01.16) - In den ersten sechs Monates letzten Jahres wurden mehr als 200 Millionen Datensätze gestohlen oder gingen verloren Tendenz steigend. 2016 werden Hacker neue Strategien entwickeln, wie sie Unternehmen schaden können. Gemalto zeigt, worauf Firmen sich im kommenden Jahr gefasst machen müssen.

1. Hacker machen Daten zu Geld
Daten sind das neue Öl und von unermesslichem Wert einem Wert, den selbst Cyberkriminelle zu Beginn nicht einschätzen können. Sie sammeln Gesundheitsdaten, Personendaten, Sozialversicherungs- und Kreditkartennummern, um sie zu einem späteren Punkt im Darknet zu Geld zu machen. Für sie ist zunächst irrelevant, welche Daten sie in welchem Umfang stehlen. Eher werden sie so viele Daten wie möglich abgreifen, und erst anschließend analysieren, was sie mit ihrer Beute machen können.

2. Angriffe auf Datenintegrität
Manipulierte Daten werden die neue Cash Cow für Hacker. Mit der zunehmend vernetzten Welt entstehen große Datenmengen. Unternehmen nutzen diese, um Entscheidungen und Vorhersagen zu treffen. Um diese Entscheidungen zu beeinflussen, verändern Hacker über einen längeren Zeitraum hinweg die Daten ohne sich bemerkbar zu machen. Sind Daten erst einmal verändert, handeln Unternehmen basierend auf falschen Informationen. Möglicherweise manipulieren Cyberkriminelle die Daten gar so, dass der Effekt ihrer Attacke erst nach mehreren Jahren zu spüren ist.

3. Mangelndes Know-how
Noch immer wissen erschreckend viele Unternehmen nicht, welche ihrer Daten besonders geschützt werden müssen, wo diese liegen und wie genau sie verteidigt werden können. IT-Sicherheit wird in Zukunft ein immer größeres Thema für jeden einzelnen Fachbereich, und nimmt stets an Komplexität zu. Im Laufe des nächsten Jahres ist es unabdingbar, sich intensiv mit Sicherheitsfragen zu beschäftigen.

4. Zwei-Faktor-Authentifizierung
Unternehmen setzen vermehrt Zwei-Faktor-Authentifizierung ein. Der Grund hierfür ist die hohe Passwort-Unsicherheit. Passwörter werden nie sicher sein, egal wie kompliziert oder clever sie gestaltet sind. Komplexe Passwörter halten nur einen Amateur aus dem Netzwerk fern. Ein Passwort, egal wie viele Zeichen und Ziffern es enthält wird einen Hacker nicht abhalten können. Er kann es zum Beispiel über einen Keyboard-Tracer mitlesen, während es eingegeben wird.

5. Risiko Programmierschnittstelle
Programmierschnittstellen werden ein neues beliebtes Ziel von Hackern. Ein erfolgreicher Angriff kann den Angreifern Zugriff zu riesigen Mengen an sensiblen Daten verschaffen. Wird eine unternehmenskritische Anwendung kompromittiert, sind Daten von allen Nutzern betroffen. Eine erfolgreich angegriffene Programmierschnittstelle, auch wenn sie verschlüsselt ist, öffnet Hackern die Türen zu sensiblen Informationen ihnen steht dann der gesamte Anwendungsverkehr zur Verfügung.

Cyberhacks treten in zunehmender Vielfalt auf und sind nicht immer sofort zu erkennen. Um Cyberkriminellen keine Chance zu geben, ist eine vielschichtige und dynamische Sicherheitsstrategie nötig. Wichtig ist, dass diese die Daten auch dann schützt, wenn die Angreifer bereits ihren Weg in das Netzwerk gefunden haben. Nur so sind entwendete Daten nichts wert. Der benötigte Schutz wird durch starke Authentifizierung, Verschlüsselung und Key-Management erreicht. (Gemalto: ra)

Gemalto: Kontakt und Steckbrief

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Meldungen: Hintergrund

Drei Gründe, warum eine Neuauflage des OZG dringend nötig ist

Das Team der Zscaler ThreatLabz-Experten hat aufbauend auf seinen Beobachtungen aus der globalen Security Cloud aufgestellt, was hinsichtlich der Cyberkriminalität für 2023 zu erwarten ist. Die Erkenntnisse aus der Analyse von 300 Billionen täglicher Transaktionen der" Zscaler Zero Trust Exchange"-Plattform und Erfahrungswerte in Malware-Reverse-Engineering, Verhaltensanalysen und Data Science wurden dazu herangezogen.

Das Onlinezugangsgesetz (OZG) hält Behörden auf Trab

Bis Dezember 2022 hatten Bund, Länder und Kommunen Zeit, ihre Verwaltungsleistungen im Sinne des Onlinezugangsgesetzes, kurz OZG, zu digitalisieren. Ziel war und ist eine digitale Administration, die mit zeitgemäßen Lösungen dem Bedarf der Bürgerinnen und Bürgern entspricht, Behörden entlastet und wertvolle Kapazitäten bei den Sachbearbeitenden in den Behörden freisetzt. Geplant war, insgesamt 575 Verwaltungsleistungen zu digitalisieren. Ein ehrgeiziges und, wie sich herausgestellt hat, sehr sportliches Ziel. Das zeichnete sich bereits Mitte letzten Jahres ab, als sich Bund und Länder einigten, statt 575 nur noch 35 sogenannte "Booster"-Leistungen bis Jahresende mit Priorität umzusetzen.

Vorzeichen der Cybersicherheit 2023

Cyberkriminelle kennen keinen Stillstand. Sie verbessern ständig ihre Methoden und intensivieren ihre Attacken auf sich bietende Angriffsflächen. 2023 wird Unternehmen deshalb erneut vor die Aufgabe stellen, ihre IT-Abwehr weiter zu optimieren. Dies hat auch maßgeblichen Einfluss auf die IT-Teams selbst sowie auf die Rahmenbedingungen ihrer Arbeit.

Künstliche Intelligenz und Machine Learning

Die Sicherheitsbranche ist ein Sektor, der zunehmend auf smarte Technologien setzt, sensible Daten verarbeitet und wie kein anderer von geopolitischen Fragen und deren Auswirkungen betroffen ist. Vor diesem Hintergrund sieht Axis Communications, Technologieführer im Bereich Netzwerk-Video, sechs große Trends, die die Branche im neuen Jahr maßgeblich beschäftigen werden. Philippe Kubbinga, Regional Director Middle Europe bei Axis Communications, hat die Trends analysiert.

Cybersecurity-Rückblick auf 2022

Das Jahr 2022 war für die Cybersecurity-Branche ein schwieriges Jahr: Zunehmende Spannungen in Osteuropa und im Nahen Osten, ein ständiger Strom kritischer Schwachstellen und Daten-Leaks, die das Innenleben organisierter cyberkrimineller Ransomware-Banden enthüllen. Das Security Analytics and Research Team von Logpoint verfügt über eine Wissensdatenbank zu Cyber-Bedrohungen und die Mitarbeitenden nutzen dieses Fachwissen, um Unternehmen auf der ganzen Welt zu informieren und zu schützen.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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