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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
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WORM gestern, heute und morgen aktuell


Evergreen WORM Dateischutz, Revisionsschutz und Compliance mit Zukunftssicherheit
Historie, Einsatzgebiete und Zukunftsträchtigkeit einer alten Bekannten: die WORM-Technologie



Von Kai Hambrecht, Leiter Service und Support bei Grau Data

Gefühlt existiert die WORM (Write Once Read Many)-Technologie schon seit einer halben Ewigkeit. Immerhin gehen die Ursprünge auf Mitte der 1980er Jahre zurück. Und trotz vieler technologischer Neuerungen und Errungenschaften oder vielleicht gerade wegen der Vielfalt und den rasanten Entwicklungszyklen ist WORM eine Technologie, die uns noch weit in die Zukunft begleiten wird.

WORM bezeichnet eine spezifische Art, Daten zu speichern. Nach der Speicherung können die Daten zwar gelesen, jedoch nicht mehr verändert oder überschrieben werden. Diese Form der Speicherung ist schon immer interessant für Unternehmen, die Informationen aufgrund von Gesetzen und Vorschriften langfristig und vor allem revisionssicher speichern müssen.

In früheren Zeiten boten geeignete Speichermedien, beispielsweise optische Speicher wie CD oder DVD, die technologische Grundlage für WORM. Einmal beschrieben, waren die Daten physikalisch unveränderbar auf den Medien "eingebrannt". Spätere Entwicklungen brachten die WORM-fähigkeit auch auf das Tape mit speziellen Medien und Laufwerken. Heute kommt zusätzlich zu aktuellen optischen WORM-Speichern vielfach das Software-WORM zum Einsatz, das jegliche Art von Festplattenspeichern WORM-fähig gestaltet.

Das Software-WORM auf einer lokalen Festplatte oder auch im unternehmensweiten Speichernetzwerk funktioniert so: In einer dedizierten Softwareschicht, in die nicht eingegriffen werden kann, wird das Schreiben und Lesen von Daten auf der Festplatte oder im Speichernetzwerk organisiert und überwacht. Zugelassen sind lediglich Schreibvorgänge für neue Dateien und das Lesen existierender Daten. Alle anderen Operationen, wie ein Verändern oder erneutes Schreiben in existierende Dateien, werden unterbunden. Beim Software-Worm FileLock beispielsweise, erfolgt dies auf einer separaten und versteckten Festplattenpartition, was den manuellen Zugriff, etwa mit einem Disk-Management-Tool, unwirksam macht.

Eine zusätzliche Verschlüsselung der Daten bietet eine erweiterte Sicherheit. Damit sind die Daten nicht nur gegen Veränderung oder das Überschreiben geschützt, sondern auch gegen den unautorisierten Zugriff. Denn nur ein System, auf dem das Software-WORM installiert und der Verschlüsselungs-Code aktiviert ist, kann die Daten lesen.

Revisionssicherheit ganz einfach für jedes Unternehmen
Der Begriff Revisionssicherheit hat sich in der Informationstechnologie und auch in der Industrie weitgehend etabliert, obwohl dieser in keinem Gesetzestext explizit verankert ist. Die Pflicht zur Datensicherheit betrifft heute sehr viele Unternehmen und es geht darum, einer Überprüfung standzuhalten. Richtlinien wie etwa nach GoBD, SEC, BAO, GeBÜV der FDA sowie Teile der DSGVO beschreiben genau, welche Daten schützenswert sind und auch wie lange diese aufbewahrt werden müssen. Eine technische Anleitung geben diese Vorgaben nicht, das bleibt dem einzelnen Unternehmen überlassen. Und genau hier setzt moderne WORM-Technologie an. Revisionssicherheit für sensible Daten, sei es nur für Rechnungen in einem kleinen Unternehmen, ist mit der WORM-Technologie vergleichsweise einfach zu realisieren.

Einige Hersteller von Speicherkomponenten bieten WORM bereits als integralen Bestandteil ihrer Management-Software an. Für eine langfristige WORM-Speicherung sind allerdings WORM-Softwaresysteme von Hardware-unabhängigen Anbietern von Vorteil. Die Software-WORM-Lösungen lassen sich für beliebige Speicherinfrastrukturen einsetzen, völlig unabhängig davon, ob es das Festplattenmodell oder den Speicherhersteller in zehn, zwanzig oder dreißig Jahren noch gibt. Niemand kann heute sagen, welche Speichermodelle oder Speicherinfrastrukturen langfristig Bestand haben, dafür sind die Innovationszyklen der Speicherhersteller viel zu schnell und unvorhersehbar.

Sicher ist aber eines: Das plattenherstellerunabhängige Software-Worm verbreitet sich zunehmend und kann sehr einfach von einem Speichertechnologieschritt zum nächsten völlig unproblematisch migriert werden. Schon allein deswegen wird WORM auch die nächsten Jahrzehnte eine aktuelle Technologie sein, insbesondere im Bereich der Langzeitdatenarchivierung. (Grau Data: ra)

eingetragen: 07.07.19
Newsletterlauf: 22.07.19

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Meldungen: Hintergrund

Das IT-Sicherheitskennzeichen ist kein Prüfsiegel

Ist mein Router wirklich sicher? Wie verhält es sich mit meinem E-Mail-Dienst? Viele Hersteller und Anbieter von IoT-Produkten geben vollmundige Versprechungen über die Sicherheit ihrer Dienste oder Produkte. Doch was dahintersteckt, können Verbraucherinnen und Verbraucher nicht immer nachvollziehen.

Offene hybride Kriegsführung

Die EMEA-Region meldete über 1,8 Millionen Angriffe im ersten Halbjahr 2022, ein Anstieg von neun Prozent gegenüber dem zweiten Halbjahr 2021, so der neueste Netscout Threat Intelligence Report. Während Russland und die Ukraine die DDoS-Hauptangriffsziele waren, gab es in mehreren Ländern der Region ungewöhnliche Angriffsspitzen, die auf die Auswirkungen des Krieges zurückzuführen sind.

Benutzer ohne Schulung oft wehrlos gegen Angriffe

Im Jahr 2021 ist laut dem "Cyber Attack 2021 Mid Year Report" die Zahl der Ransomware-Angriffe um satte 93 Prozent gestiegen. Eine weltweit durchgeführte Umfrage aus dem Jahr 2022 ergab, dass bereits rund 46 Prozent der in Deutschland befragten Unternehmen mindestens einmal Opfer einer Cyber-Attacke geworden waren.

Umgang mit hochsensiblen Gesundheitsdaten

Gesundheits- und Mental-Health-Apps erfreuen sich immer größer werdender Beliebtheit. Während die einen mit Trainingseinheiten von Yoga, Pilates, Krafttraining bis hin zum Laufen zum allgemeinen Wohlbefinden und Fitness beitragen wollen, widmen sich Mental-Health-Apps der psychischen Gesundheit mit Ratschlägen zu einem gesunden Leben.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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