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Datenbank für IT-Angriffsanalysen


Software-Sicherheitslücken: Im ersten Halbjahr 2015 mehr Schwachstellen gemeldet als 2004 insgesamt, ermittelt das HPI
In HPI-Datenbank registrierte Software-Schwachstellen nehmen zu - Hasso-Plattner-Institut hat eine Halbjahresbilanz zu den weltweit registrierten Software-Sicherheitslücken gezogen

(20.08.15) - Allein in der ersten Hälfte dieses Jahres sind weltweit 2.662 Software-Sicherheitslücken gemeldet worden - mehr als im gesamten Jahr 2004. Darauf hat das Hasso-Plattner-Institut (HPI) aufmerksam gemacht. Nach Analyse des Potsdamer Uni-Instituts nehmen vor allem die mittelschweren Software-Schwachstellen deutlich zu. Diese hätten im vergangenen Jahr ihren bisherigen absoluten Höchststand erreicht, sagte HPI-Direktor Prof. Christoph Meinel. Hingegen nehmen nach seinen Angaben die Sicherheitslücken höchsten Schweregrades seit 2008 ab. Das HPI führt dies auf starke Bemühungen der Hersteller in den letzten Jahren zurück, besonders die kritischsten Lücken zu beseitigen.

"Das einfache Zählen von veröffentlichten Schwachstellen stellt sicher kein vollständiges Maß für die Sicherheit von Software dar", sagte HPI-Direktor Prof. Christoph Meinel. Ein möglicher Grund für den Anstieg sei, dass verschiedene neue und verbesserte Methoden und Werkzeuge zum Auffinden von Schwachstellen eingesetzt werden. Darüber hinaus spiele die Popularität der Software und das Sicherheitsbewusstsein der Softwarehersteller eine wichtige Rolle.

"Eine Software, die viele Nutzer hat, lockt auch das Interesse von Sicherheitsforschern und Angreifern an, die wiederum auch potenziell mehr Schwachstellen finden. Des Weiteren investieren viele große Hersteller inzwischen viel Zeit, um Schwachstellen in Ihren eigenen Produkten zu finden", betonte Meinel.

Das Hasso-Plattner-Institut sammelt in einer eigenen Datenbank für IT-Angriffsanalysen ausschließlich Informationen aus mehreren frei verfügbaren Schwachstellen-Datenbanken - zum Beispiel der National Vulnerability Database der USA - und stellt sie in maschinenlesbarer Form zur Abfrage bereit. Die Einstufung der Schwachstellen nach Kritikalität erfolgt auf Basis des freien und offenen Industriestandards "Common Vulnerability Scoring System" (CVSS). Auf dieser Grundlage können statistische Aussagen über die Natur und Häufigkeit von veröffentlichten Schwachstellen getroffen werden. "Rückschlüsse darauf, wie viele unbekannte oder sogar unentdeckte Schwachstellen noch in einer Software stecken, lässt das aber nicht zu", unterstrich der Wissenschaftler.

Meinel verwies darauf, dass verbreitete Verfahren wie das so genannte Sandboxing (Software wird in einer in sich geschlossenen, von den übrigen Systemressourcen isolierten Umgebung ausgeführt) oder die zufallsgemäße Speicherverwaltung Software im Prinzip sicherer machen.

Bei Betriebssystemen und Browsern liegt jeweils Microsoft vorn
Laut Halbjahresanalyse 2015 des HPI liegt bei den kritischen Sicherheitslücken in Betriebssystemen die Windows XP-Software mit 511 gemeldeten Schwachstellen an erster Stelle. Apples MAC OSX-System rangiert auf Platz 2 (429 Meldungen), Linux auf Platz 9 der Rangliste (297 Registrierungen). "Hierbei muss man natürlich berücksichtigen, dass potenzielle Angreifer ein weit verbreitetes Betriebssystem intensiver untersuchen, um entdeckte Schwachstellen dann viel häufiger missbrauchen zu können", sagte der Potsdamer Informatikprofessor.

Bei den kritischen Schwachstellen in Applikationen liegen die Browser Internet Explorer von Microsoft (806 Veröffentlichungen), Google Chrome (660) und Mozilla Firefox (613) auf den ersten drei Plätzen der Liste. Der Adobe Flash Player folgt mit 425 Meldungen auf Platz 4. Bei Mozillas Thunderbird auf Platz 5 wurden 413 und beim Seamonkey auf dem sechsten Platz 393 Schwachstellen gemeldet. Andere Software-Anwendungen wie Microsoft Office (mit 280 Meldungen auf Platz 9) folgen mit deutlichem Abstand.

Browser am häufigsten Ausgangspunkt für Hackerangriffe
Browser seien ein idealer Ausgangspunkt für Hackerangriffe, da sich die Nutzer mit dem Browser im Internet bewegen und so einen Startpunkt für Angriffe bieten, erklärte Meinel. Die von den Browsern verwendete Darstellungs-Software für Internet-Inhalte werde stets komplexer, weil Webseiten immer häufiger aus immer "bunteren" Multi-Media-Formaten dynamischen Inhalten aufgebaut seien, die richtig angezeigt werden müssten. Deshalb wachse die Gefahr, die dort von Schwachstellen ausgehe.

Laut der neusten HPI-Analyse verteilen sich die Auswirkungen der gemeldeten Schwachstellen zu jeweils 12 bis 17 Prozent auf Probleme mit der Verfügbarkeit, der Integrität und der Vertraulichkeit der Software. In 53 Prozent der Fälle sind sogar alle drei Problembereiche zusammen betroffen. "Die Verfügbarkeit bezieht sich hierbei auf die Erreichbarkeit des Dienstes", erläuterte Meinel. Mit dem Begriff Integrität sei die Möglichkeit des unbefugten Schreibzugriffes bezeichnet, der eine Änderung der Daten beziehungsweise des Systems zur Folge haben kann. In der Kategorie Vertraulichkeit sei alles erfasst, was mit dem Lesezugriff auf sensible Daten wie zum Beispiel Passwörter zusammenhänge.

Gemeldete Schwachstellen im Vorjahr auf neuem Höchststand
Wie aus der Analyse des Potsdamer Instituts hervorgeht, wurden im kompletten Vorjahr 7.143 Schwachstellen gemeldet. Der Wert von 2014 lag damit im 15-Jahresvergleich knapp über den bisherigen Höchstständen von 2006 und 2008. Damals hatte es rund 6.980 veröffentliche Hinweise auf so genannte "Vulnerabilities" gegeben. Derzeit sind in der entsprechenden Datenbank des HPI für IT-Angriffsanalysen mehr als 70.000 Informationen zu Schwachstellen gespeichert, die in fast 177.000 betroffenen Softwareprogrammen von gut 15.000 Herstellern vorhanden sind.

Mithilfe der Datenbank können auch alle Internetnutzer auf der Seite https://hpi-vdb.de ihren Browser kostenlos auf erkennbare Schwachstellen überprüfen lassen, die Cyberkriminelle oft geschickt für Angriffe missbrauchen. Das System erkennt die verwendete Browserversion - einschließlich gängiger Plugins - und zeigt eine Liste der bekannten Sicherheitslücken an. Eine Erweiterung der Selbstdiagnose auf sonstige installierte Software ist vom HPI geplant. (Hasso-Plattner-Institut: ra)


Hasso-Plattner-Institut: Steckbrief

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Meldungen: Hintergrund

Credential-Stuffing mit Drittanbieter-Zugriff

CybelAngel, ein weltweit agierendes Sicherheitsunternehmen, hat eine umfassende Studie veröffentlicht, die zeigt, wie Cyberkriminelle Betrug, Ransomware-Angriffe und andere Attacken im Gesundheitswesen planen, indem sie gestohlene Anmeldeinformationen, durchgesickerte Datenbankdateien und andere Materialien aus spezialisierten Quellen im Cybercrime-Untergrund beschaffen. In ihrem neuen Report "Gesundheitsdaten im Darkweb" beschreiben die CybelAngel-Analysten, wie die anhaltende Belastung der Krankenhäuser durch die COVID-19-Pandemie in Verbindung mit den mangelhaften Abwehrmaßnahmen den Kriminellen ausreichend Möglichkeiten und Ressourcen bietet, um lukrative Angriffe durchzuführen.

Schnell wachsende Berufsgruppe unter Cyberkriminellen

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Security und DevOps gehen jetzt Hand in Hand

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Schrems II: Das Dilemma der KMU

Der Datenschutz stellt Unternehmen weiterhin vor große Herausforderungen: Mit dem Urteil des Europäischen Gerichtshof in Sachen Schrems II wächst der Druck auf kleine und mittlere Unternehmen, ihre Prozesse und Abläufe neu evaluieren und den Regularien der EU-DSGVO anzupassen. Die EU-DSGVO gibt vor, dass der Transfer personenbezogener Daten an einen Staat außerhalb der EU/EWR unter anderem nur erlaubt ist, wenn die Zielländer oder -organisationen einen gleichwertigen Datenschutz zur Europäischen Datenschutzgrundverordnung (EU DSGVO) garantieren. Diese Anforderung erfüllen beispielsweise die Vereinigten Staaten von Amerika nicht, weswegen der EU Privacy Shield vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) in der Klage Schrems II gekippt wurde. Laut vieler Experten war dies bereits abzusehen, seit das Abkommen eingeführt wurde. Die Nachlässigkeit der Politik stellt jetzt besonders kleine und mittlere Unternehmen (KMU) vor große Schwierigkeiten: Es gilt, die eigenen Prozesse und die dabei genutzte Soft- und Hardware (beispielsweise Rechenzentren) schleunigst anzupassen.

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Streaming Media

In ihrem Streaming-Format "IT Live aus der Kantine" widmete sich die Firma Materna dem Schwerpunkt Cyber Security.

Folge 1 behandelte das Thema "Security Awareness und Phishing".
Folge 2
führte in das "Schwachstellenmanagement" ein.
Folge 3
klärte auf über "Pentesting".

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Fachartikel

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Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

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DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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