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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
Der ESE Kongress ist Deutschlands Leitkongress der Embedded-Softwarebranche


Homeoffice bleibt für Unternehmen hoher Risikofaktor

Cybersecurity-Prognosen für 2021: Homeoffice, Bildungsbereich und Medizinbranche im Fokus von Hackern

Digitalisierungsschub in Deutschland ermöglicht Cyberkriminellen auch im kommenden Jahr neue Angriffsziele – Unternehmen können sich durch gezielte Vorbereitung absichern



Das Jahr 2020 war von zahlreichen neuen und weiterentwickelten Cyberangriffen geprägt, die sich auch im kommenden Jahr fortsetzen werden. A10 Networks, ein führender Anbieter für Anwendungen und Lösungen zur Cybersecurity, gibt einen Ausblick auf die absehbaren Bedrohungen für das kommende Jahr und die betroffenen Branchen, Geschäftsfelder und gesellschaftlichen Bereiche, die im Jahr 2021 besonders im Fokus von Cyberkriminellen stehen werden.

Einen besonderen Einfluss auf die zu erwartenden Schwerpunkte der Cybersecurity-Landschaft 2021 werden dabei die Entwicklungen des vergangenen Jahres haben. Durch die Pandemie und den damit verbundenen vielfachen Umstieg auf Homeoffice-Lösungen rücken die einzelnen Mitarbeiter noch stärker in den Blickpunkt von Cyberkriminellen, wodurch entsprechende Schulungen und Strategien zum Schutz vor potentiellen Angriffen weiter an Bedeutung gewinnen. Aber nicht nur der Dienstleistungssektor und die Industrie stehen 2021 im Fokus von Cyberkriminellen. Auch das Gesundheitswesen und der Bildungsbereich sollten sich auf vermehrte Angriffe gefasst machen. Für IT-Verantwortliche wird also die Vorbereitung auf zahlreiche zu erwartende Attacken im Fokus stehen.

Während die Arbeit im Homeoffice für viele Angestellte im Jahr 2020 zum Alltag gehörte, konzentrierten sich die jeweiligen IT-Verantwortlichen mit Hochdruck darauf, diese neue Arbeitsrealität auch sicher zu gestalten. Nachdem hier weitreichende Fortschritte hinsichtlich der IT-Infrastruktur und der Ausstattung erzielt werden konnten, bleibt das Hauptrisiko allerdings weiterhin der Angestellte selbst. Verantwortliche können nie ausschließen, dass im Heimbüro des jeweiligen Mitarbeiters unbemerkte Sicherheitsrisiken, etwa durch kompromittierte Smart-Home-Anwendungen, bestehen.

"Betrachtet man Sicherheitsrisiken im Homeoffice, ist oftmals der Nutzer das schwächste Glied in der Kette", erklärt Heiko Frank, Principal System Engineer bei A10 Networks. "Grundsätzlich sind Unternehmen auch 2021 gut damit beraten, hier so weit wie möglich auf Zero-Trust-Modelle zu setzen."

Zum Schutz sensibler Daten und Geschäftsgeheimnisse ist es daher auch 2021 ratsam, sich bei der Homeoffice-Struktur der Mitarbeiter an gängigen Modellen zu orientieren, die Zugriff auf Daten nur dann gestatten, wenn eine zweifelsfreie Authentifizierung gegeben ist.

Gesundheitsbranche im Fokus Cyberkrimineller

Neben dem bekannten Fokus vieler Cyberkrimineller auf Wirtschaftsunternehmen und -konzerne, werden 2021 zunehmend auch Einrichtungen aus dem Gesundheitswesen digitalen Bedrohungen ausgesetzt sein. In Zeiten von E-Rezepten, der elektronischen Patientenakte und komplexer, vernetzter Krankenhausinfrastruktur kann es für Cyberkriminelle sehr lukrativ sein, sich Zugang zu diesen Systemen zu verschaffen, um die so gewonnenen Daten weiterzuverkaufen. Medizinischen Einrichtungen droht hierbei nicht nur der Verlust von Daten, sondern auch empfindliche Geldstrafen und in der Konsequenz ein weitreichender Vertrauensverlust in das Gesundheitssystem.

"Die steigende Bereitschaft dazu Kliniken anzugreifen war gerade in Ländern wie den USA sehr gut zu beobachten. Überall dort, wo viele Informationen, wie beispielsweise Patientendaten, über das Internet bewegt und zum Teil auf lokalen Clouds abgespeichert werden, ist das Risiko besonders hoch. Neben einem wirtschaftlichen Schaden kann hier auch eine große Gefahr für Menschenleben entstehen," erklärt Heiko Frank.

Nicht nur die Bedrohung durch DDoS-Angriffe, sondern auch durch Ransomware-Attacken, also die Verschlüsselung von Daten, um Lösegelder zu erpressen, wird im Gesundheitswesen stark zunehmen. Cybersecurity-Lösungen zum Schutz vor Ransomware und zur Mitigation von DDoS-Attacken aus der Wirtschaft können allerdings auch im Gesundheitswesen dabei helfen, die Sicherheit kritischer Infrastrukturen zu gewährleisten.

Bildungssektor und DDoS-Attacken

Die Pandemie führte im Jahr 2020 dazu, dass in vielen Bereichen des alltäglichen Lebens schnell auf digitale Strategien umgestiegen werden musste. Dies betraf auch den Bildungssektor und das Schulwesen. Allerdings waren gerade Schulen und die entsprechenden Schülerplattformen im Zuge von Homeschooling von Cyberangriffen betroffen. Hierbei ist einer der überraschendsten Faktoren, dass die Ursache dieser Attacken nicht kommerziell agierende Kriminelle, sondern oftmals die Schüler selbst waren.

"Wenn der Server überlastet ist und daher keine Hausaufgaben abrufbar sind, ist das ein großer Anreiz für experimentierfreudige Schüler mit etwas Zeit und Interesse an Technologie", erklärt Heiko Frank. Um die Kapazitäten eines regulären Schulservers an die Auslastungsgrenzen zu bringen, reichen beispielsweise rund 200 Schülerinnen und Schüler aus, die gleichzeitig auf einen entsprechenden Dienst zugreifen. Den Mangel an Wissen seitens der Lehrer erklärt Frank mitunter zur Ursache für diese Angriffe. "Wenn Lehrer in der Ära der Kreidetafel und des Overhead-Projektors groß geworden sind, ist es selbstredend, dass die notwendigen Grundlagen für den Umgang mit moderner Technologie oftmals nicht vorhanden sind."

Eine Möglichkeit, DDoS-Angriffe im Bildungssektor in Zukunft entgegenzuwirken, ist nicht nur eine erhöhte Sensibilisierung für Cybersecurity, sondern auch die Verlagerung der Server auf eine öffentliche Infrastruktur. Auf diese Weise kann die Digitalisierung des Schulwesens auch im Jahr 2021 weiter vorangetrieben werden.

Cybersecurity für 2021 leicht gemacht

Neben Firewalls, Virenscannern, Passwortsicherheit und Vorkehrungen gegen Ransomware-Attacken sollten Unternehmen, Schulen und medizinische Einrichtungen auf eine regelmäßige Mitarbeiterschulung setzen. Darüber hinaus sollten sich Verantwortliche die Frage stellen, welche Cloud genutzt wird und ob diese lediglich unternehmensintern oder öffentlich zugänglich sein soll. (A10 Networks: ra)

eingetragen: 28.12.20
Newsletterlauf: 16.02.21

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Meldungen: Hintergrund

Das IT-Sicherheitskennzeichen ist kein Prüfsiegel

Ist mein Router wirklich sicher? Wie verhält es sich mit meinem E-Mail-Dienst? Viele Hersteller und Anbieter von IoT-Produkten geben vollmundige Versprechungen über die Sicherheit ihrer Dienste oder Produkte. Doch was dahintersteckt, können Verbraucherinnen und Verbraucher nicht immer nachvollziehen.

Offene hybride Kriegsführung

Die EMEA-Region meldete über 1,8 Millionen Angriffe im ersten Halbjahr 2022, ein Anstieg von neun Prozent gegenüber dem zweiten Halbjahr 2021, so der neueste Netscout Threat Intelligence Report. Während Russland und die Ukraine die DDoS-Hauptangriffsziele waren, gab es in mehreren Ländern der Region ungewöhnliche Angriffsspitzen, die auf die Auswirkungen des Krieges zurückzuführen sind.

Benutzer ohne Schulung oft wehrlos gegen Angriffe

Im Jahr 2021 ist laut dem "Cyber Attack 2021 Mid Year Report" die Zahl der Ransomware-Angriffe um satte 93 Prozent gestiegen. Eine weltweit durchgeführte Umfrage aus dem Jahr 2022 ergab, dass bereits rund 46 Prozent der in Deutschland befragten Unternehmen mindestens einmal Opfer einer Cyber-Attacke geworden waren.

Umgang mit hochsensiblen Gesundheitsdaten

Gesundheits- und Mental-Health-Apps erfreuen sich immer größer werdender Beliebtheit. Während die einen mit Trainingseinheiten von Yoga, Pilates, Krafttraining bis hin zum Laufen zum allgemeinen Wohlbefinden und Fitness beitragen wollen, widmen sich Mental-Health-Apps der psychischen Gesundheit mit Ratschlägen zu einem gesunden Leben.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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