Entwicklung von Netzwerk-Benchmarks


Netzwerkherausforderungen beim Internet der Dinge bewältigen
Viele Netzwerke sind einfach nicht auf die Anforderungen ausgelegt, die heute durch die wachsende Anzahl an Geräten und Anwendungen an sie gestellt werden


Von Michael Hack, Senior Vice President of EMEA Operations, Ipswitch

(26.02.16) - Während die Onlinerevolution bereits jeden Bereich unseres Alltagslebens durchdringt, hat sich das Internet der Dinge (Internet of Things - IoT) von einem Branchenschlagwort zu einem sehr realen Phänomen entwickelt, das Auswirkungen auf jeden einzelnen von uns hat. Dies spiegelt sich in den Prognosen von Gartner wider das Unternehmen geht davon aus, dass bis 2020 global 25 Milliarden vernetzte Dinge im Einsatz sein werden. Das rasante Wachstum des IoT war eines der zentralen Themen der kürzlich stattfindenden CES. Doug Wagoner von SAIC ging in seinem Eröffnungsvortrag darauf ein, wie die kombinierte Nutzung des Internet der Dinge durch Behörden und Bürger zu einer Verdoppelung der von Gartner prognostizierten Anzahl an mit dem Internet vernetzten Dingen führen und innerhalb der nächsten fünf Jahre auf 50 Milliarden Geräte ansteigen könnte.

Der Grund dafür liegt auf der Hand. Genau in dem Moment, in dem sich die Verkaufszahlen für die ursprünglichen IoT-Beschleuniger wie Smartphones und Tablets auf einem Niveau eingependelt zu haben scheinen, werden sie von neu aufkommenden Technologiekategorien wie Wearables, Smart Meters und eWallets abgelöst. Die mit Spannung erwartete Apple Watch verkaufte sich in den drei Monaten nach ihrer Markteinführung 47,5 Millionen Mal. Fitnessarmbänder wie die Produkte von Fitbit wurden ebenfalls äußerst erfolgreich abgesetzt: Schätzungen zufolge wurden im Jahr 2015 36 Millionen Stück verkauft doppelt so viel wie im Vorjahr.

Aber das ist noch nicht alles. Industrie 4.0 und das Aufkommen der extrem effizienten Smart Factory-Looks werden die industrielle Fertigung nachhaltig verändern, indem dabei vernetzte Technologien eingesetzt werden, um Abfälle, Ausfälle und Fehler fast gänzlich zu vermeiden. Gleichzeitig ist die steigende Zahl an Versuchsprojekten von Unternehmen mit Drohnen und intelligenten Fahrzeugen ein guter Indikator dafür, wie die Zukunft des Handels für uns alle aussehen wird.

Abgesehen von all der Begeisterung wächst auch die Sorge der IT-Teams im Hinblick darauf, wie die vorhandenen Unternehmensnetzwerke die enorme zusätzliche Belastung bewältigen sollen, die mit diesen neuen vernetzten Geräten einhergeht. Vielfach wurden gerade erst Möglichkeiten gefunden, um etwa den BYOD-Trend zu bewältigen. Könnte nun das Internet der Dinge für die Netzwerke in Unternehmen zum sprichwörtlichen Tropfen werden, der das Fass zum Überlaufen bringt?

Die Antwort lautet nein zumindest muss es nicht zwangsläufig soweit kommen, sofern man einige zentrale Bereich beleuchtet. Bei einem effizienten Vorgehen lässt sich nicht nur der derzeit durch das Internet der Dinge verursachte Sturm unbeschadet überstehen, Unternehmen können damit in ihrem gesamten Netzwerk auch bessere, flexiblere Voraussetzungen für die Zukunft schaffen.

1) Überprüfen der Netzwerkinfrastruktur auf potenzielle Bandbreitenengpässe
Viele Netzwerke sind einfach nicht auf die Anforderungen ausgelegt, die heute durch die wachsende Anzahl an Geräten und Anwendungen an sie gestellt werden. Generell ist es schon keine leichte Aufgabe, die Anforderungen geschäftskritischer Software und Anwendungen über eine ständig wachsende Anzahl an vernetzten Geräten abzustimmen, erschwerend hinzu kommt noch, dass die heutige Geschäftswelt keine Geduld kennt. Schon einige wenige Website-Abstürze, langsame Videowiedergaben oder Anrufausfälle reichen aus, damit sich Kunden nach Alternativen umsehen. Die Kunden interessiert nicht, was letztlich die Ursache der Probleme ist. Sie erwarten in dem Augenblick, in dem sie eine Website besuchen oder sich Inhalte ansehen, einen einwandfreien Service. Daher ist es unverzichtbar, sich die nötigen Einblicke zu verschaffen, um Probleme zu erkennen, bevor sie auftreten, und die Bandbreite effizient zu verwalten.

Glücklicherweise verfügen die meisten Unternehmen bereits über die erforderlichen Überwachungstools, um die ersten Anzeichen von Netzwerkschwankungen zu erkennen sie schöpfen ihr Potenzial nur nicht in vollem Umfang aus. Diese Tools können bei richtigem Gebrauch eine zentrale, einheitliche Ansicht von Netzwerken, Servern und Anwendungen bieten, mit der die IT-Teams nicht nur ein hohes Maß an Transparenz erhalten, sondern auch die Möglichkeit, schnell die Fehlerursachen komplexer Probleme einzukreisen.

Durch den effizienten Einsatz von Tools zur Netzwerk- oder Infrastrukturüberwachung können IT-Teams außerdem Probleme identifizieren, die nur sporadisch oder zu bestimmten Zeiten auftreten, indem wichtige Trends hinsichtlich der Netzwerkleistung erfasst werden. Dies können beispielsweise tägliche Spitzenwerte sein, die auftreten, wenn die Mitarbeiter morgens versuchen, sich per Fernzugriff anzumelden, oder aber monatlich oder jährlich auftretende Trends, die nur erkannt werden, wenn Aktivitäten über längere Zeiträume überwacht werden. Diese Trends zu kennen und zu wissen, wann sie auftreten, bietet den Teams wichtige Einblicke, die es ihnen ermöglichen, vorauszuplanen und entsprechende Bandbreitenzuweisungen vorzunehmen.

2) Benchmarks für den kabellosen Zugriff und das Netzwerk festlegen
Die große Mehrheit der mit dem Unternehmensnetzwerk vernetzen IoT-Geräte ist kabellos verbunden. Angesichts des hohen Stellenwerts, den der kabellose Zugriff in jedem Netzwerk einnimmt, ist es wichtig, nachvollziehen zu können, wie sich eine große Anzahl von zusätzlichen vernetzten Geräten auf die Netzwerkleistung insgesamt auswirken wird. Durch die Entwicklung eines Benchmark dazu, welche Objekte und Geräte derzeit eine Verbindung herstellen, von wo dies geschieht und worauf zugegriffen wird, können Unternehmen sich leichter ein Bild davon machen, wie sich das IoT im Lauf der Zeit auf ihre Netzwerkbandbreite auswirken wird.

Zentrale Fragen für die Entwicklung von Netzwerk-Benchmarks:
>> Welche Objekte und Geräte werden am häufigsten verbunden? Werden sie überwiegend für geschäftliche oder private Zwecke genutzt?
>> Welche Objekte, Geräte und Anwendungen nehmen die kabellose Bandbreite am stärksten in Anspruch?
>> Wie bewegen sich verbundene Objekte oder Geräte durch das kabellose Netzwerk und wie wirkt sich dies auf die Verfügbarkeit, Leistung und sogar die Sicherheit von Zugangspunkten aus?

3) Richtlinien überprüfen Sicherheit und Compliance
Abgesehen von den zuvor erörterten Problemen hinsichtlich der Bandbreite und des kabellosen Zugriffs bringt die Verbreitung des IoT ein möglicherweise noch schwierigeres Problem für einige Unternehmen mit sich, nämlich die Sicherheit und Compliance. In stark regulierten Branchen wie dem Finanz-, Rechts- und Gesundheitswesen hat der Datenschutz oberste Priorität und bei Verstößen drohen entsprechende Strafen. Und die Anforderungen für diese Unternehmen ändern sich fortwährend. Kürzlich wurden neue EU-Datenschutzgesetze angekündigt, die sich auf alle Unternehmen auswirken, die Daten erfassen, verarbeiten, speichern oder weitergeben. Bei Verstößen gegen Datenschutzgesetze müssen Unternehmen mit empfindlichen Strafen rechnen. Allerdings gestaltet es sich mitunter äußerst schwierig, die Compliance sicherzustellen, wenn nicht klar ist, wer oder was zu einem bestimmten Zeitpunkt Zugriff auf das Netzwerk hat. Leider gibt es für dieses Problem keine Patentlösung, die sich für alle Unternehmen eignet. Da immer mehr internetfähige Geräte in Unternehmensnetzwerke eingebunden werden, müssen Unternehmen auf Grundlage ihrer jeweiligen geschäftlichen Herausforderungen individuelle Pläne und Richtlinien formulieren, um diesem Problem zu begegnen. Wenn sie sich jedoch so früh wie möglich dieser Aufgabe stellen, wird sich dies zweifellos nach kurzer Zeit für sie auszahlen.

Das Internet der Dinge ist ohne Frage ein spannendes Phänomen, das einen weiteren Meilenstein der digitalen Transformation darstellt. Allerdings sind damit auch besondere Herausforderungen für Unternehmen und die Netzwerke verbunden, von denen sie abhängig sind. Wenn IT- und Netzwerkteams nur einige der oben genannten Aspekte berücksichtigen, sollten sie der Lage sein, potenzielle Unterbrechungen des Geschäftsbetriebs oder Schlimmeres zu vermeiden.
(Ipswitch: ra)



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Künstliche Intelligenz und Machine Learning

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Cybersecurity-Rückblick auf 2022

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Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

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Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

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Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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