- Anzeige -


Zunahme von Angriffen mit JavaScript-Skimmern


Fintechs, Mobile-Banking und E-Commerce 2020 im Fokus von Cyberkriminellen
Prognosen zu Cyberbedrohungen für den Finanzsektor veröffentlicht



Im Jahr 2020 könnten es laut Vorhersagen von Kaspersky finanziell motivierte Cyberkriminelle vermehrt auf Apps zur Geldanlage, Systeme zur Verarbeitung von Finanzdaten online und aufstrebende Krypto-Währungen abgesehen haben. Zudem werden sich voraussichtlich der Handel mit Zugängen zur Infrastruktur von Banken und die Entwicklung neuer Varianten mobiler Malware basierend auf Sourcecode-Leaks etablieren.

Neben den Bedrohungen im Finanzbereich hat Kaspersky im Rahmen ihres "Security Bulletins 2019/2020" auch mögliche Gefahren für andere Branchen prognostiziert:

>> Im Gesundheitswesen raten Experten zum Schutz medizinischer Daten und Geräte, die mit dem Internet verbundenen sind, denn diese dürften besonders im Fokus von Cyberkriminellen stehen.

>> Die zuständigen Teams für die Cybersicherheit in Unternehmen sollten vor allem ein Augenmerk auf die Cloud-Infrastruktur legen. Zudem dürfte es immer größere Risiken beim Zugriff von Mitarbeitern auf das Netzwerk geben, denn einige Gruppen von Cyberkriminellen haben sich darauf spezialisiert, Insider für ihre Zwecke einzuspannen. Verschiedene Methoden - auch Erpressung - werden dabei angewandt.

>> Telekommunikation und andere Mobilfunk-nahe Branchen sollten sich auf Risiken in Zusammenhang mit dem wachsenden Einsatzes von 5G, das ab 2020 an eingesetzt werden dürfte, vorbereiten. Damit verbundene neue Gefahren müssen eingeschätzt und adressiert werden.

Cyberbedrohungen im Finanzbereich zählen zu den gefährlichsten überhaupt, denn sie führen bei den Betroffenen in der Regel direkt zu finanziellen Verlusten. Das Jahr 2019 war geprägt von deutlichen Veränderungen, sowohl was die Branche selbst als auch die Vorgehensweise der Angreifer betrifft.

"Wie wir bereits Ende 2018 vorhergesagt hatten, traten dieses Jahr neue Gruppen von Cyberkriminellen zum Beispiel CopyPaste auf den Plan. Auch hat die Silence Group ihr Operationsgebiet verlagert, und Cyberkriminelle richten ihr Augenmerk immer mehr auf Daten, mit denen sich Maßnahmen zur Betrugsabwehr umgehen lassen", konstatiert Yuriy Namestnikov, Sicherheitsforscher bei Kaspersky. "Sowohl Informationen zum Verhalten von Nutzern als auch deren biometrische Daten werden im Untergrund gehandelt. Außerdem hatten wir eine Zunahme von Angriffen mit JavaScript-Skimmern vorhergesagt, und so ist es dann auch gekommen."

Die wichtigsten Prognosen für 2020
Auf Basis dieser Entwicklungen schließen Kaspersky-Experten auf mögliche weitere und bedeutende Veränderungen im kommenden Jahr.

>> Fintechs im Fokus: Weltweit verwenden immer mehr Nutzer mobile Apps zur Geldanlage. Ein Trend, der 2020 auch das Interesse von Cyberkriminellen erregen wird, denn nicht jede App verfügt über die bestmöglichen Sicherheitssysteme wie Multi-Faktor-Authentifizierung und Verbindungsschutz. Das dürfte Cyberkriminellen mögliche weitere Angriffswege öffnen.

>> Neue mobile Banking-Trojaner: Die Analyse von Foren im Darknet lässt die Experten von Kaspersky annehmen, dass in jüngster Zeit der Quellcode einiger populärer mobiler Banking-Trojaner an die Öffentlichkeit gelangt sein dürfte. In der Vergangenheit führten ähnliche Fälle (zum Beispiel bei Zeus und SpyEye) zu einer Zunahme neuer Varianten geleakter Trojaner. Ein Muster, das sich 2020 wiederholen könnte.

>> Handel mit Zugang zur Banken-Infrastruktur und Ransomware-Angriffe auf Finanzinstitute: Laut Kaspersky gibt es einen Anstieg bei Aktivitäten cyberkrimineller Gruppierungen, die Geld mit dem kriminellem Handel von Netzwerkzugängen zu Banken speziell in Asien und Afrika, aber auch in Osteuropa verdienen. Im Fokus stehen in erster Linie kleinere Banken und Finanzinstitute, die kürzlich von größeren Unternehmen aufgekauft wurden und deren Cybersicherheitssysteme an die Standards der neuen Mutter angepasst werden müssen. Genau diese Institute könnten Opfer von Ransomware-Attacken werden, da Banken zu jener Gruppe von Unternehmen zählen, die tendenziell eher ein Lösegeld zahlen als den Verlust von Daten in Kauf zu nehmen.

>> Magecarting 3.0 Cyberkriminelle attackieren verstärkt Bezahldienstleister: In den vergangenen Jahren wurde das sogenannte JavaScript-Skimming, also das Abgreifen von Kredit- und Bankkartendaten von Online-Shops, unter Cyberkriminellen immer populärer. Die Kaspersky-Experten sehen derzeit mindestens zehn unterschiedliche Akteure in diesem Bereich und glauben, dass die Zahl im Lauf des nächsten Jahres weiter zunehmen wird. Dabei sind vor allem Unternehmen gefährdet, die E-Commerce als Dienstleistung anbieten, denn Angriffe auf diese Dienstleister würden sich auf Tausende von Unternehmenskunden auswirken.
(Kaspersky Lab: ra)

eingetragen: 19.12.19
Newsletterlauf: 05.03.20

Kaspersky Lab: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Meldungen: Hintergrund

Vereinheitlichung des Datenschutzes

18 Datenschutzbehörden für ein Land: Die Kontrolle des Datenschutzes in der Wirtschaft übernehmen in Deutschland die Länder. Hinzu kommt eine Bundesbehörde. IT-Sicherheitsexpertin Patrycja Tulinska sieht das kritisch: "Gleiche Sachverhalte unterliegen dadurch unterschiedlicher Bewertung." Die Geschäftsführerin der PSW Group Consulting wünscht sich einen ernsthaften Diskurs und eine andere Lösung: "Eine Möglichkeit wäre, eine einheitliche Regelung auf Bundesebene zu schaffen. Alternativ könnten Datenschutzverfahren aber auch gleich auf EU-Ebene ausgelagert werden, denn immerhin sollte die EU-Datenschutzgrundverordnung Europas Datenschutz vereinheitlichen." So ganz geglückt ist gerade letzteres aber nicht: Es gibt 27 EU-Mitgliedsstaaten und 69 Öffnungsklauseln in der EU-Datenschutz-Grundverordnung, die ein Nationalstaat individuell ausfüllen kann. Hierzulande regelt das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) auf Bundesebene den Datenschutz – sowohl für die Bundesbehörden als auch für den privaten Bereich einschließlich privatwirtschaftlicher Unternehmen, Vereine und Institutionen.

Amateure haben die Szene übernommen

Nach Angaben der Sicherheitsspezialisten von Radware haben Razzien, Verhaftungen und die Beschlagnahmung von Servern keine nennenswerten Auswirkungen auf das Wachstum illegaler Booter- und Stresser-Dienste. Solche Dienste, auch als DDoS-as-a-Service bezeichnet, werden von vielen Hackern angeboten, die auf diese Weise ihre bestehenden Botnets vermarkten, wenn sie diese nicht gerade selbst für eine Attacke einsetzen. Sie agieren wie ganz normale Unternehmen nach marktwirtschaftlichen Kriterien. Die Services werden statt wie früher im Darknet und auf sozialen Medien heute vor allem auf gängigen Internet-Suchmaschinen umfangreich beworben, und ein starker Wettbewerb sorgt für immer niedrigere Preise und senkt so die Eintrittsschwelle für Amateur-Hacker.

Spekulationen um Exit-Scam

Empire Market, einer der größten Marktplätze im Darknet, ist seit dem 21. August 2020 offline. Dies berichtet Digital Shadows. Laut Digital Shadows wird angenommen, dass es sich um einen Exit-Scam handelt und die Betreiber der Seite mit dem Geld der kriminellen Kundschaft verschwunden sind. Digital Shadows berichtet weiter:

"Empire Market zählte bislang zu den umsatzstärksten Umschlagsplätzen im Darknet. Nach der Zerschlagung der illegalen Marktplätze Alpha Bay und Hansa durch Behörden, entwickelte sich Empire für Hunderttausende von Cyberkriminellen zu einem der wichtigsten Handelsplattformen von illegaler Ware im englischsprachigen Raum. Neben Drogen wurde mit gefälschten Dokumenten wie Pässen und Führerscheine sowie Malware gehandelt.

IT-Security nach der Coronakrise

Viele Unternehmen waren gezwungen, ihre IT-Sicherheit seit Beginn der Pandemie an die neuen Gegebenheiten anzupassen. Für die meisten Unternehmen in Deutschland war und ist dies immer noch eine große Herausforderung, da ihre Belegschaft oft zum ersten Mal aus der Ferne arbeitet. Der deutschsprachige Markt war beim Thema Homeoffice im internationalen Vergleich schon immer konservativ und hinkt nun etwas hinterher, weil man zu lange an alten Konzepten mit Anwesenheit im Büro und Arbeitszeiterfassung festhielt. Die Verantwortlichen für IT-Sicherheit müssen nun mit neuen I auf die aktuelle Krise und die Zeit danach reagieren. Doch wie können derzeitige Ansätze angepasst werden, um die neue Welle von Risiken zu mindern, die der Lockdown und das Arbeiten aus dem Homeoffice mit sich gebracht hat? Oder werden komplett neue Konzepte benötigt?

In Zukunft mehr Botnet-Angriffe

20 Jahre ist es her, dass der Computervirus "ILOVEYOU" um die Welt ging, und vor drei Jahren machte die Ransomware "WannaCry" weltweit zahlreichen Unternehmen zu schaffen. Zu den prominentesten Opfern gehörten 2017 FedEx und die Deutsche Bahn. Martin Hron, Senior Security Researcher bei Avast, wirft in dem folgenden Statement einen Blick zurück auf 20 Jahre Computerviren und beschreibt, mit welchen Angriffen wir zukünftig rechnen müssen: "Im Jahr 2000, als der ILOVEYOU-Virus sein Unwesen trieb, war die Kapazität der betroffenen Netzwerke nichts im Vergleich zu heute. Die E-Mail war damals das einzige digitale Kommunikationstool, welches Unternehmen zur Verfügung stand, weswegen der damalige Virus schnell die gesamte Kommunikation lahmlegte. Der "Love-Letter"-Virus richtete damals einen Schaden von 15 Milliarden Euro an und war der erste Schädling, der das Prinzip des Social Engineering umsetzte.

- Anzeigen -

Streaming Media

In ihrem Streaming-Format "IT Live aus der Kantine" widmet sich die Firma Materna dem Schwerpunkt Cyber Security.

Folge 1 (07.10.2020, 17:00 bis 18:00 Uhr) behandelt das Thema "Security Awareness und Phishing".
Folge 2 (21.10.2020, 17:00 bis 18:00 Uhr)
führt in das "Schwachstellenmanagement" ein.
Folge 3 (04.11.2020, 17:00 bis 18:00 Uhr)
klärt auf über "Pentesting".

Hier erfahren Sie mehr

Besuchen Sie SaaS-Magazin.de

SaaS, On demand, ASP, Cloud Computing, Outsourcing >>>


Kostenloser Newsletter

Werktäglich informiert mit IT SecCity.de, Compliance-Magazin.de und SaaS-Magazin.de. Mit einem Newsletter Zugriff auf drei Online-Magazine. Bestellen Sie hier

- Anzeige -

Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

Diese Webseite verwendet Cookies - Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben. Mit dem Klick auf „Erlauben“erklären Sie sich damit einverstanden. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.