Angriffe auf iOS werden zunehmen


Lookout analysiert Sicherheitsprognosen des vergangenen Jahres
Unternehmen werden rückwirkende Sicherheitsmaßnahmen durch vorausschauende Sicherheit ersetzen

(15.01.16) - Jedes Jahr machen Cybersecurity-Experten Vorhersagen darüber, welche Themen im kommenden Jahr Schlagzeilen machen werden. Lookout hat ihren Teil dazu beigetragen und gefragt: "Wie viele dieser Vorhersagen treten eigentlich wirklich ein? Wo ist mein fliegendes Auto? Wo ist mein Hoverboard?" Lookout wagt einen Rückblick auf ihre Vorhersagen von 2015 und schaut, wo sie falsch lagen.

Rückblick 2015

1.) Es wird nicht mehr nur eine Technologiebranche geben. Jede Branche wird zur Technologiebranche.
Es gab immer eine klare Abgrenzung zwischen technologischen und anderen Branchen. Wir leben jedoch in einer Welt, in der jedes Unternehmen zu einem Technologieunternehmen werden muss, um mithalten zu können. Die Bestellung und Bezahlung von Taxifahrten werden mit dem Smartphone abgewickelt, Self-Service-Restaurants benutzen, damit Gäste ihre Gerichte mitnehmen können und viele andere Branchen verbessern das Kundenerlebnis, indem sie es digitalisieren. Wir beobachten außerdem, dass Branchen verstärkt auf Mobilität setzen, da viele dieser Innovationen auf einem Smartphone stattfinden und nicht auf einem PC.

2.) Cyberkriminalität wird einfach nur als Kriminalität bezeichnet
Die Abgrenzung zwischen "Kriminalität" und "Cyberkriminalität" verschwimmt. Nehmen wir als Beispiel Autodiebe, die sich das schlüssellose Zugangssystem zum Fahrzeug zu Nutze machen, um Autos zu stehlen. Da Technologie überall vorhanden ist, werden digitale Rechtsverstöße so häufig auftreten, dass der Begriff "Cyber letztlich hinfällig wird.

3.) Angriffe auf iOS werden zunehmen
Ein aktuelles Beispiel die Malware ist XcodeGhost, eine modifizierte Version des offiziellen Entwicklertools von Apple, die Schadcode in Apps ahnungsloser Entwickler einschleuste, welche dann im App Store einer breiten Masse zur Verfügung stand. Oder XAgent, eine per Sideload auf iOS-Geräte geladene Malware, die Berichten zufolge westliche Unternehmen und Regierungen zum Angriffsziel hatte. Daraus wird deutlich, dass Angreifer verstärkt iOS-Geräte ins Visier nehmen.

4.) Unternehmen werden rückwirkende Sicherheitsmaßnahmen durch vorausschauende Sicherheit ersetzen
Viele Unternehmen wissen, dass Malware-Erkennung, die auf Signaturen und Verhaltensmustern basiert, bereits einen versuchten Angriff voraussetzt. Die meisten Unternehmen haben nicht die Tools um auf ein vorausschauendes Sicherheitsmodell zu setzen, das auf Daten- und Risikoauswertungen basiert.

5.) Vorinstallierte Malware wird zunehmen
Während im Jahr 2014 einige Funde von vorinstallierter Malware ab Werk auftraten, konnten wir 2015 keinen Zuwachs feststellen. Vielmehr haben Angreifer auf lokaler Ebene zugeschlagen und Geräte gerootet, um einen Systemzugang zu haben und zu verhindern, dass ihre Malware deinstalliert wird.

6.) Angreifbare Apps werden ein größeres Problem als angreifbare Betriebssysteme
Viele Apps für Mobilgeräte werden entwickelt, ohne das Thema Sicherheit zu beachten. Wenn sie im Umlauf sind, ist es viel schwieriger, sie mit einem Patch zu aktualisieren, als es bei entsprechenden Web-Anwendungen der Fall wäre. Der Wechsel von Web-Anwendungen hin zu eigenen Mobilanwendungen steckt in vielen Unternehmen jedoch noch in den Kinderschuhen. Viele Arbeitsabläufe in Betrieben sind für mobile Nutzer nach wie vor unzugänglich. Da der unausweichliche Vorstoß der Mobilisierung fortschreitet, bleiben wir weiterhin besorgt, dass angreifbare Apps für Mobilgeräte, die in Unternehmen zum Einsatz kommen, in Zukunft ein großes Problem darstellen werden.

7.) Unternehmen werden mit Datenschutzbelangen zu tun haben
Der Hacking-Angriff auf das US-amerikanische Office of Personnel Management (OPM) ist ein Paradebeispiel dafür, warum sich Mitarbeiter (zu Recht) Sorgen darüber machen, welche Daten ihre Arbeitgeber über sie erheben und speichern. Sowohl Regierungen als auch private Organisationen müssen wichtige Maßnahmen ergreifen, um die zu erhebende Datenmenge zu minimieren und die gespeicherten Daten besser zu schützen.

8.) Das Internet der Dinge und Wearables werden für Cyberkriminelle zunächst noch nicht im Vordergrund stehen
Diese Aussage ist noch gültig. Mit Ausnahme des industriellen IoT (z.B. M2M-Kommunikation, intelligentes Stromnetz) ist das Internet der Dinge im Endverbrauchersegment ein noch relativ uninteressanter Bereich für Cyberkriminelle.

Ausblick
Es folgen ein paar neue Gedanken darüber, wie die Zukunft der Sicherheit aussehen kann:

Betriebssysteme und Formfaktoren werden sich annähern, sodass die Abgrenzung zwischen PC und Mobilgerät verwischt
Die meisten Menschen definieren Mobilgeräte Smartphones und Tablets als die Geräte, auf denen ein für Mobilgeräte optimiertes Betriebssystem läuft (z.B. iOS, Android, Windows Phone). Es zeichnet sich jedoch ein Trend ab, bei dem traditionelle Mobilgeräte Funktionalitäten bekommen, die vorwiegend mit PCs in Verbindung gebracht werden. Gleichzeitig erhalten PCs verstärkt die Gestalt von Mobilgeräten eine Art Zwitter, wenn man so will. Das iPad Pro hat beispielsweise eine Tastatur.

Mit Windows 10 können auf Smartphones und Tablets "Universal"-Apps genutzt werden, die auch auf PCs laufen. Windows 10 hat auch eine Sandbox-Umgebung auf Anwendungsebene, nutzt Code-Signing und hat einen App-Store deren Apps von Microsoft geprüft worden sind. In bestimmten Konfigurationen (d.h. auf Geräten, die von Unternehmen verwaltet werden) hat ein Laptop mit Windows 10 eine Sicherheitsarchitektur, die der eines Smartphones oder Tablets auffallend ähnlich ist. Wir gehen davon aus, dass sich die "Gerätearten weiterhin annähern werden. Das führt dazu, dass die klassischen Unterscheidungsmerkmale zwischen Mobilgeräten und PCs sich auflösen und letztlich nur noch an der Bildschirmgröße festgemacht werden.

Die Abgrenzung von Unternehmensnetzwerken geht zugrunde und wird wiedergeboren
Die Gerüchte über das Ende der Unternehmensnetzwerk-Perimeter waren ziemlich überzogen. Viele Verstöße beinhalteten zwar einen Angreifer, der eine Firewall überwunden hatte, um an sensible Daten zu gelangen. Die meisten Unternehmen nutzen jedoch weiterhin diese Form der Abgrenzung als einen Grundstein ihrer Sicherheitsarchitektur. Auch beim Schritt in die Cloud erweitern Unternehmen häufig ihre Perimeter auf virtuelle Systeme. Da Geschäftsanforderungen zahlreiche Ausnahmen an Perimeter-Zugriffskontrollen (z.B. offene Ports für Web-Dienste, Partner und Vertragsnehmer, die Zugriff benötigen, VPNs und WLAN-Zugriffsrechte für unverwaltete Geräte) erforderlich machen, kontrolliert die IT nicht mehr wirkungsvoll, was hinter der Firewall passiert. Wir sehen eine vorgeschaltete Sicherheitsebene, in der Unternehmen statt monolithischer interner Netzwerke, Netzwerkhubs einsetzen, die einzelne Anwendungen und Datenspeicher schützen und eigene Sicherheitsrichtlinien umsetzen.

Die Wirksamkeit von Cybersecurity wird an der Risikosenkung gemessen, nicht am Technologieeinsatz
Wenn der Fokus auf Cybersecurity erhöht werden sollte, bedeutete dies in der Vergangenheit, dass immer neue Produkte gekauft werden mussten. Es hat sich gezeigt, dass der Einsatz von Lösungen nicht effektiv war, wenn man die Probleme, die es zu lösen galt, nicht vorher verstanden hatte und man ohne Planung und Analyse der Anforderungen an die Sache herangegangen war. Wirklich große Verstöße haben sich über die letzten paar Jahre halten können. Einen wirklichen Fortschritt wird es jedoch geben, wenn die "tatsächliche" Risikosenkung gemessen wird. Fachleute im Bereich Cybersecurity werden zeigen müssen, wie ihre technischen Lösungen bestimmte Risiken unternehmensweit gelöst haben. Die Unternehmen werden hinter diesen technischen Lösungen ihren Erfolg aufgrund ihrer Effektivität messen müssen. Dies ist ein bedeutender Wandel: weg vom aktuellen Paradigma, das häufig die Implementierung über die Wirksamkeit stellt. Viele Sicherheitsunternehmen werden darüber nicht gerade erfreut sein.

Angriffe auf iOS in Unternehmen werden auftreten
Man kann sagen, dass Angreifer ihren Fokus verstärkt auf iOS lenken werden. Wenn man Angreifer als rational wirtschaftlich denkende Akteure betrachtet, sind Investitionen in Angriffe auf iOS logisch, denn Apples Marktanteil an Smartphones wächst und liegt laut IDC in Q2 2015 bei 14 Prozent. Dieses Jahr wurde beispielsweise der XcodeGhost, eine modifizierte Version der Entwicklungsumgebung Xcode von Apple, genutzt, um Malware in seriöse iOS-Apps einzuschleusen. Viele dieser infizierten Apps haben es infolgedessen in den App Store geschafft.

Wir glauben nicht, dass Mainstream-Angriffe vom App Store zur Normalität werden. Wir sehen jedoch eine Zunahme von Angriffen auf iOS-Geräte in Unternehmen, da hier große, oft vertrauliche Daten gespeichert sind. Da iOS-Smartphones und Tablets in vielen Unternehmensumgebungen zum Einsatz kommen, können Angreifer an die sensiblen Daten gelangen. Es ist höchst wahrscheinlich, dass Angriffe auf iOS-Geräte in einer Kombination aus bösartigen Apps, Ausnutzung von Sicherheitslücken in seriösen Apps, Ausnutzung des Betriebssystems stattfinden werden.

Ihr Smartphone wird wichtiger als Ihr Passwort
Das Passwort ist heutzutage vermutlich das größte Sicherheitsproblem im Internet. Schwache Passwörter, die Nutzung gleicher Passwörter auf unterschiedlichen Sites und die Tatsache, dass jeder Ihr Passwort zurücksetzen kann, der Zugriff auf Ihre E-Mails hat, führen dazu, dass selbst bei einer sehr paranoiden Sicherheitshaltung das Passwort die Achillessehne ist. Endverbraucher und Unternehmen nutzen zunehmend Passwortmanager und Multi-Faktor-Authentifizierungs-Technologien, um manche Löcher in der passwortbasierten Authentifizierung zu stopfen. Für die Zukunft sehen wir eine Welt, in der praktisch jeder sein Smartphone als Multi-Faktor-Authentifizierungs-Element verwenden wird. In dieser Welt wird das Smartphone zu Ihrem kostbarsten Gegenstand: Der Nutzer kann damit sein Leben online entsperren und gleichzeitig werden Angreifer Zugriff auf seine Dienste und somit zunächst auf sein Gerät haben wollen. (Lookout: ra)

Lookout Mobile Security: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Meldungen: Hintergrund

Durchschnittlich knapp eine halbe Million Euro Lösegeld

Vielleicht haben Sie kürzlich von einer der wenigen Ransomware-Attacken mit gutem Ausgang gehört? So bekommt die Universität Maastricht das Lösegeld zurück, das sie bei einem Ransomware-Angriff 2019 gezahlt hatte. Und weil das inzwischen beschlagnahmte Konto der Kriminellen mit Kryptowährung befüllt war, erhält die Universität nun auch Bitcoins – die mittlerweile ein Vielfaches von damals wert sind.

Hacker schlagen schneller zu

Manch einer mag aufgeatmet haben, als er die Zahl gelesen hat: Elf Tage bis zur Entdeckung eines Cyberangriffs – ist das nicht schnell? Das zeigt doch, dass Unternehmen ihre Detection & Response erheblich verbessert haben und die modernen Security-Maßnahmen greifen. Schön wäre es ja, doch leider ist das ein Trugschluss. Denn dass Cyberkriminelle heute viel früher auffliegen als noch vor ein paar Jahren, bedeutet schlichtweg: Sie haben ihr Geschäftsmodell geändert.

Diebstahl von Kryptowährungen im Aufwind

Es handelt sich um eine weitverbreitete Annahme, dass Kryptowährungen durch geringere staatliche und organisatorische Aufsicht und Kontrolle mehr Anonymität bieten. Zusammen mit ihrer freien Übertragbarkeit macht sie das zunehmend populär. Aufgrund dieser Merkmale erfreuen sich Kryptowährungen auch unter Cyberkriminellen großer Beliebtheit.

Fehlende Zuständigkeit im Bereich IT-Sicherheit bei KRITIS

Anlässlich einer brisanten Diskussionsrunde zum Thema Kritische Infrastrukturen (KRITIS) kamen Anfang Mai 2022 Dr. Reinhard Brandl, Mitglied des deutschen Bundestages und digitalpolitischer Sprecher der Unionsfraktion, Dr. Jörg Ochs, IT-Leiter der Stadtwerke München, Cyberrisk-Berater Martin Braun sowie Ralph Kreter, Area VP Central and Eastern Europe beim Technologieanbieter Deep Instinct, in München zusammen.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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