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Netzwerk- und Sicherheitsteams werden konvergieren

Navigieren in unsicheren Zeiten: Darauf kommt es für CISOs 2021 an

2021 wird sich die Erkenntnis durchsetzen, dass die Sicherheit den Daten folgen muss. Sicherheitsanbieter und Unternehmen, die sich hierauf nicht einstellen, stehen vor schwierigen Zeiten



Gerade in diesen unsicheren Zeiten wäre eine voll funktionsfähige Kristallkugel besonders praktisch: Hinter uns liegt ein Jahr, in dem sich nahezu alles, was für uns selbstverständlich war, verändert hat. Das Jahr 2021 wird Unternehmen und der Security-Branchen zahlreiche Chancen bieten, dennoch müssen wir auch damit rechnen, dass neue und schädliche Bedrohungen auftauchen werden. Neil Thacker, CISO EMEA & Lateinamerika von Netskope, blickt auf fünf Bereiche, in denen größere Veränderungen zu erwarten sind:

Bedrohungen

Es ist davon auszugehen, dass wir im nächsten Jahr mit noch mehr mit Insider-Bedrohungen konfrontiert werden. In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit nehmen diese erfahrungsgemäß deutlich zu. Darauf wies zuletzt u.a. auch Dr. Jessica Barker, Cybersicherheitsberaterin und Spezialistin für Psychologie und Soziologie der Cybersicherheit, hin: "Wir müssen die Tatsache anerkennen, dass es im Moment und in der nahen Zukunft Umstände gibt, die einen Anstieg böswilliger Insideraktivitäten auslösen können."

2021 werden KI/ML-spezifische Bedrohungen auftauchen. Da künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen eine immer größere Rolle bei der Entwicklung technologischer Fähigkeiten spielen, werden KI/ML-spezifische Bedrohungen zunehmen, wie die "Vergiftung" von Trainingsdatensätzen und die Korruption von Modellen. Da sich ML in hohem Maße auf Cloud-basierte Datensätze stützt, werden Transparenz und Sicherheit der Aktivitäten außerhalb des traditionellen Perimeters hier von entscheidender Bedeutung sein.

Neue Arbeitsweisen

Fernarbeit ist kein vorübergehender Trend, sondern wird zur "neuen Normalität". Dies wird zu einem Umdenken bei Unternehmen in Bezug auf den Perimeterschutz führen, dessen zunehmende Irrelevanz immer deutlicher wird. 2021 wird sich die Erkenntnis durchsetzen, dass die Sicherheit den Daten folgen muss. Sicherheitsanbieter und Unternehmen, die sich hierauf nicht einstellen, stehen vor schwierigen Zeiten.

Zero-Trust und SASE werden konvergieren. Um eine ganzheitliche Zero-Trust-Implementierung effektiv umzusetzen, ist eine Secure Access Service Edge (SASE)-Architektur erforderlich. Und diese beiden Anforderungen bilden die Basis für sämtliche zukünftige digitale (Arbeitsplatz-)Transformationsprozesse, da sie eine vollständige Transparenz, effektive Kontrolle und eine sichere Cloud-Transformation ermöglichen.

Netzwerk- und Security-Strategie

Die Netzwerk- und Security-Transformation zeigt erste wirtschaftliche Vorteile. Da immer mehr Unternehmen konsolidieren und sich von gerätebasierten Sicherheitstechnologien abwenden, erkennen IT- und Sicherheitsteams die Kosteneinsparungen und die betriebliche Effizienz, die der Umstieg auf die Cloud mit sich bringt. Unternehmen, die bei der Migration in die Cloud einem Rahmenmodell wie SASE folgen, können im Jahr 2021 Kosteneinsparungen von durchschnittlich 20 bis 40 Prozent erzielen.

Die Netzwerk- und Sicherheitsteams werden konvergieren. Durch den Umstieg auf die Cloud befinden sich die Mitarbeiter nicht mehr in Unternehmensnetzwerken. Ebenso wie die Sicherheit müssen sich auch die Investitionen mit den Daten mitbewegen. Der traditionelle Netzwerk- und Sicherheitsstack verliert an Bedeutung, während die Netzwerk- und Sicherheitsteams enger zusammenrücken werden.

Datenschutz

Weltweit nehmen die Datenschutzbestimmungen zu und stellen Unternehmen vor große Herausforderungen. Infolgedessen werden wir eine größere Verbreitung von Technologien zum Schutz der Privatsphäre (Privacy Enhancing Technologies, PET) erleben, die es Unternehmen ermöglichen, Daten zum Zwecke der Aggregation und Analyse mit Dritten auszutauschen, ohne dass dabei Rohdaten geteilt werden müssen. Auf diese Weise sind Unternehmen in der Lage, die verschiedenen Datenschutzanforderungen einzuhalten.

Die Data Governance-Kontrollen werden in die Cloud verlagert. Unternehmen verwenden heute Datenschutzkontrollen wie DLP, um ihre Cloud-Anwendungen und -Infrastruktur zu verwalten. In den nächsten zwölf Monaten werden diese Kontrollen reifen und dazu verwendet werden, sich besser an die Best Practices der Data Governance anzupassen. Dazu gehört beispielsweise die Automatisierung der Inventarisierung von in der Cloud verwalteten Anwendungen und der Infrastruktur. Dadurch werden die Datensicherheit und die Datenschutzanforderungen automatisiert, sodass es Unternehmen möglich ist, auch die neuesten Datenschutzbestimmungen umzusetzen und sicherzustellen, dass Datenübertragungen stets durch eine gültige Datenübertragungsvereinbarung gedeckt werden.

Internationale Zusammenarbeit

Das europäische GAIA-X-Projekt wird an Zugkraft und Unterstützung gewinnen. Die Initiative der EU wird dazu beitragen, neue Geschäftsmodelle und intelligente Dienstleistungen für alle in der Region tätigen Unternehmen zu beschleunigen. Darüber hinaus erhalten Anbieter von Dienstleistungen auch die Möglichkeit, sich über ein föderales Infrastruktur-Ökosystem weiter zu integrieren. Unternehmen müssen ihre Sicherheitsstrategien auf diese Dateninfrastrukturinitiative abstimmen. Auch dies wird den Trend weg von traditionellen Vor-Ort- und Geräte-basierten Technologien hin zu Cloud-basierten Sicherheitsansätzen befeuern.

Die Zusammenarbeit zwischen Sicherheitsanbietern wird zunehmen. Man könnte sagen: endlich. Die Sicherheitstechnologie hat in den letzten Jahren einen gewaltigen Umbruch erlebt, die Zeit von Insellösungen ist endgültig vorbei. Stattdessen werden wir immer häufiger Kooperationen von Anbietern sehen, etwa um Erkenntnisse über Bedrohungen im Stil eines Cloud Threat Exchange auszutauschen. Nur durch eine Bündelung der Kräfte und den gegenseitigen Austausch können die Security-Branche und ihre Kunden gegenüber Angreifern, die oftmals hochprofessionell und organisiert agieren sowie teilweise staatlich unterstützt werden, im Jahr 2021 bestehen. (Netskope: ra)

eingetragen: 31.12.20
Newsletterlauf: 15.03.21

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Meldungen: Hintergrund

Konvergenz von IT- und OT-Netzwerken

Was wird sich bei der Sicherheit kritischer Infrastrukturen, Industrie- und Produktionsanlagen im neuen Jahr ändern? Welche Herausforderungen erwarten die Sicherheitsverantwortlichen, welche Trends zeichnen sich ab? Die Experten für industrielle Cybersecurity von Claroty blicken auf die nächsten zwölf Monate. Fest steht: Durch die zunehmende Konvergenz von IT- und OT-Netzwerken wächst die Angriffsoberfläche weiter. Allerdings steigt auch das Bewusstsein der Führungskräfte für diese Herausforderungen: "Gerade in Branchen wie Nahrungsmittel, Pharmazie und Biowissenschaften sind die Führungskräfte gezwungen, über neue Wege der Risikominimierung nachzudenken. Die Kombination aus verbesserter Wettbewerbsfähigkeit durch die Digitalisierung und höherer Sicherheit durch neue technologische Ansätze wird hier mittlerweile zunehmend zur Chefsache", sagt Yaniv Vardi, CEO von Claroty.

Cyberkriminelle ändern ihre Taktik bei Ransomware

Die fast täglichen Schlagzeilen über immer neue Ransomware-Angriffe auf Großunternehmen, Krankenhäuser oder Universitäten sind deutliche Zeichen dafür, dass sich die Bedrohungslage in den letzten Jahren und Monaten geändert hat. Noch vor drei bis vier Jahren, zu Zeiten der Locky-Ransomware, waren die Angriffe breit gestreut. Durch die Zahlung relativ moderater Lösegeldsummen von 300 bis 500 Euro bekamen Opfer den Entschlüsselungscode, um wieder an die private Fotosammlung, aber auch an die Daten auf dem verschlüsselten Firmen-Dateiserver zu gelangen. Doch dann fingen die Cyberkriminellen vermehrt an, sich auf die wirklich lukrativen Ziele, auf Unternehmen und andere große Organisationen zu konzentrieren.

Phishing und Diebstahl von Zugangsdaten

Phishing und Diebstahl von Zugangsdaten

Die Sicherheitsforscher von Check Point Software Technologies haben eine Phishing-Kampagne aufgedeckt, die Tausende von Kennwörtern verschiedener E-Mail-Adressen stahl. Hauptsächlich war Outlook über Office 365 betroffen. Dies Zugangsdaten wurden in Webpages gespeichert, die von Google indexiert werden. Das hatten die Hacker wohl nicht bedacht. So waren die gestohlenen Passwörter über die Google-Suche auffindbar – ein gefundenes Fressen für andere listige Kriminelle. Laut dem Verizon’s Data Breach Investigation Report 2020 machen Phishing, Diebstahl von Zugangsdaten und Business E-Mail Compromise (BEC) als Angriffswege mittlerweile 67 Prozent aller erfolgreichen Datenlecks aus.

Mehr Investitionen in IT-Effizienz und Sicherheit

Nach einem disruptiven Jahr 2020 ergeben sich für die IT-Abteilungen vieler Unternehmen und Institutionen beim Thema Cybersicherheit neue Prioritäten. Für mich gehören Remote Working, die Authentifizierung mittels digitaler Identitäten und Remote Healthcare zu den wichtigsten Treibern. Ursprünglich für Verbraucher entwickelt, um sicher auf Online-Konten zugreifen zu können, gewinnen Tools zur Identitätsprüfung derzeit schnell an Beliebtheit, um das Onboarding neuer und bestehender Remote-Mitarbeiter zu erleichtern. Fortschrittliche Authentifizierungstools werden es Mitarbeitern künftig ermöglichen, mit robusten Identifizierungsmethoden sicher und trotzdem unkompliziert auf Unternehmensnetzwerke und -ressourcen zuzugreifen. Die Planung und Implementierung dieser Lösungen wird im kommenden Jahr im Fokus von IT-Sicherheitsteams stehen und zukünftig integraler Bestandteil eines jeden Geschäftsmodells sein.

Investitionen in künstliche Intelligenz nicht zu stoppen

Das Jahr 2020 war auch im Bankwesen von Umbrüchen geprägt. Um relevant zu bleiben und sich im heutigen digitalen Zeitalter zu differenzieren, müssen Finanzinstitute ein solides Verständnis für die aktuelle Bankenlandschaft zeigen und sich an den veränderten Gewohnheiten und Erwartungen der Kunden orientieren. COVID-19 mag vorhandene Trends beschleunigt haben, aber ob sie sich im gleichen Tempo fortsetzen, muss sich erst noch zeigen. Diejenigen, die sich schnell weiterentwickeln, werden Vorreiter sein und auch vorne bleiben. Mehr denn je geht es nicht nur um Wettbewerbsvorteile, sondern für einige Banken sogar um das Überleben.

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Streaming Media

In ihrem Streaming-Format "IT Live aus der Kantine" widmete sich die Firma Materna dem Schwerpunkt Cyber Security.

Folge 1 behandelte das Thema "Security Awareness und Phishing".
Folge 2
führte in das "Schwachstellenmanagement" ein.
Folge 3
klärte auf über "Pentesting".

Hier erfahren Sie mehr

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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