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Ransomware bleibt nach wie vor die größte Bedrohung

Report sagt voraus, dass 2021 das "Jahr der Erpressung" werden wird

Homeoffice-Arbeiter und MSPs (Managed Service Provider) werden von Cyberangreifern gezielter ins Visier genommen und statt reinen Datenverschlüsselungen wird es öfter zu Datenexfiltrationen kommen



Acronis hat mit dem "Acronis Cyberthreats Report 2020" einen eingehenderen Bericht zur aktuellen Bedrohungslandschaft und den daraus resultierenden Prognosen für das kommende Jahr veröffentlicht. Angesichts der Schutz- und Sicherheitsherausforderungen, die durch die Verlagerung auf Homeoffice-Arbeit während der COVID-19-Pandemie noch verstärkt werden, warnt Acronis davor, dass es in 2021 zu noch aggressiveren Cyber Crime-Aktivitäten kommen wird, weil die Angreifer von Datenverschlüsselung auf Datenexfiltration umsatteln werden.

Ransomware bleibt nach wie vor die größte Bedrohung; wobei in diesem Jahr fast die Hälfte aller bekannten Fälle auf das Konto der Ransomware "Maze" gingen. Der Acronis Cyberthreats Report 2020 weist jedoch auf einen wachsenden Trend bei Cyberkriminellen hin, die nach einer Maximierung ihres Gewinns trachten: Statt einfach nur Lösegeld für die Entschlüsselung betroffener Daten zu verlangen, werden vor dieser Verschlüsselung noch benutzereigene Daten "extrahiert", um an sensible oder peinliche Informationen zu gelangen. Anschließend wird den Opfern die Veröffentlichung der gestohlenen Dateien angedroht, wenn man nicht entsprechend mehr zahlt.

Laut Acronis kam es in diesem Jahr bei mehr als 1.000 Unternehmen infolge von Ransomware-Angriffen auch zu Datenlecks. Und dieser Trend wird in 2021 wohl noch zunehmen, weil die Kriminellen als primäre Taktik von reinen Datenverschlüsselungen auf (zusätzlichen) Datendiebstahl umsteigen.

"2020 stellte – mehr als jedes andere Jahr – IT-Fachleute, Unternehmen und deren Service Provider vor enorm viele Herausforderungen", sagt Stanislav Protassov, Technology President und Mitgründer von Acronis. "Wir konnten erleben, wie schnell böswillige Akteure ihre Angriffe an die neue IT-Landschaft angepasst haben. Durch Analyse der von uns ermittelten Aktivitäten, Angriffsmuster und Trends sowie durch verständliche Darstellung unserer Ergebnisse hoffen wir, nicht nur unseren Partnern, sondern der gesamten IT-Community dabei helfen zu können, sich auf die heraufziehenden Bedrohungen einzustellen."

Die wichtigsten Erkenntnisse des Acronis Cyberthreats Reports

Zu den bemerkenswerten Ergebnissen des Acronis Cyberthreats Reports gehören:

Die Angriffe gegen Remote-Arbeiter werden zunehmen. Während 31 Prozent der globalen Unternehmen in diesem Jahr sogar tägliche Cyberangriffe verzeichnet haben, werden 2021 wohl insbesondere Remote-Arbeiter (Außendienstmitarbeiter, Telearbeiter, Mitarbeiter im Homeoffice) ins Visier genommen, weil Systeme außerhalb eines Unternehmensnetzwerks schwerer schützbar sind und Kriminelle daher so leichter Zugriff auf Unternehmensdaten erhalten können.

Ransomware wird nach neuen Opfern suchen und stärker automatisiert werden. Die Ransomware-Angreifer werden nicht dabei stehenbleiben, ungezielt weite Netze auszuwerfen, sondern sich auf Ziele konzentrieren, die noch mehr Gewinn versprechen. In ein Netzwerk einzubrechen, wo man gleich Daten von mehreren Unternehmen stehlen kann, ist profitabler als die Unternehmen einzeln anzugreifen. Während kleine Unternehmen weiterhin direkt im Visier bleiben, werden Cloud-Umgebungen und Unternehmen wie Managed-Service-Provider (MSPs) zu bevorzugten Zielen werden, weil die Angreifer über deren Systeme auf die Daten vieler Kunden zugreifen können.

Herkömmliche Lösungen können nicht mehr mithalten. Die neuen Malware-Bedrohungen haben herkömmliche Antimalware-Lösungen nutzlos gemacht, weil sie mit der zunehmenden Komplexität und Häufigkeit der Angriffe nicht mehr Schritt halten können. Die durchschnittliche Lebensdauer einer einzelnen Malware-Variante betrug in 2020 nur 3,4 Tage. Wenn die Angreifer zunehmend auf Automatisierung setzen, wird wohl auch die Zahl der Malware-Varianten zunehmen. Unternehmen werden neue, agile Abwehrmaßnahmen finden müssen, die darauf ausgelegt sind, den modernen Bedrohungen immer einen Schritt voraus zu sein. Herkömmliche, eigenständige Sicherheits- und Backup-Lösungen werden da nicht mehr ausreichen.

Sich entwickelnder Schutz für sich entwickelnde Bedrohungen

"Wenn man die bisherigen Lösungen und Strategien betrachtet, zeigen die aktuellen Trends bei den Cyberangriffen allesamt, dass diese traditionellen Cyber Security-Konzepte mittlerweile versagen – zumeist verursacht durch zu abwehrschwache Technologien sowie menschliches Versagen, was beides eigentlich vermeidbar wäre. "So wie die Cyberkriminellen ihre Angriffsmethoden weiterentwickeln, müssen auch die Unternehmen ihren Schutz- und Sicherheitsverfahren verbessern. Nur umfassende Cyber Protection-Lösungen bieten die Art von Integration und Automatisierung, um mit weniger Komplexität mehr Performance zu erreichen und – für den Fall, dass ein Angriff doch einmal erfolgreich ist – optimale Wiederherstellungen zu gewährleisten."

Acronis ist ein Vorreiter auf dem Gebiet des Cyber Protection, worunter man die Integration von Data Protection- und Cyber Security-Technologien sowie Endpunkt-Verwaltungsfähigkeiten versteht. Um wirklich alle Daten, Applikationen und Systeme zuverlässig schützen zu können, sind die Lösungen von Acronis speziell darauf ausgelegt, die sogenannten "Fünf Vektoren der Cyber Protection" zu adressieren: Verlässlichkeit (Safety), Verfügbarkeit (Accessibility), Vertraulichkeit (Privacy), Authentizität (Authenticity) und Sicherheit (Security) – auch kurz unter dem Stichwort "SAPAS" bekannt.

Grundlage des Acronis Cyberthreats Report 2020

Der Acronis Cyberthreats Report 2020 basiert auf der Auswertung von Angriffs- und Bedrohungsdaten, die vom globalen Netzwerk der Acronis Cyber Protection Operations Center (CPOCs) erfasst wurden. Diese COPCs überwachen und erforschen Cyberbedrohungen weltweit rund um die Uhr. Die Malware-Daten wurden dabei von mehr als 100.000 einzelnen Endpunkten auf der ganzen Welt gesammelt, auf denen das im Mai 2020 veröffentlichte Acronis Cyber Protect läuft, und basieren auf Endpunkt-Angriffen, die zwischen Juni und Oktober 2020 entdeckt wurden.

Der vollständige Bericht bietet ausführliche Einblicke in die entscheidenden Sicherheits-/Bedrohungstrends, die von den CPOCs erkannt wurden, einen Überblick über wichtige Malware-Familien sowie dazugehörige Statistiken, eine detaillierte Analyse der gefährlichsten Ransomware-Gruppen, Informationen zu Schwachstellen, die erfolgreiche Angriffe ermöglicht haben, sowie umfassende Vorhersagen und Empfehlungen von Acronis für 2021.

(Acronis: ra)

eingetragen: 30.12.20
Newsletterlauf: 10.03.21

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Meldungen: Hintergrund

Konvergenz von IT- und OT-Netzwerken

Was wird sich bei der Sicherheit kritischer Infrastrukturen, Industrie- und Produktionsanlagen im neuen Jahr ändern? Welche Herausforderungen erwarten die Sicherheitsverantwortlichen, welche Trends zeichnen sich ab? Die Experten für industrielle Cybersecurity von Claroty blicken auf die nächsten zwölf Monate. Fest steht: Durch die zunehmende Konvergenz von IT- und OT-Netzwerken wächst die Angriffsoberfläche weiter. Allerdings steigt auch das Bewusstsein der Führungskräfte für diese Herausforderungen: "Gerade in Branchen wie Nahrungsmittel, Pharmazie und Biowissenschaften sind die Führungskräfte gezwungen, über neue Wege der Risikominimierung nachzudenken. Die Kombination aus verbesserter Wettbewerbsfähigkeit durch die Digitalisierung und höherer Sicherheit durch neue technologische Ansätze wird hier mittlerweile zunehmend zur Chefsache", sagt Yaniv Vardi, CEO von Claroty.

Cyberkriminelle ändern ihre Taktik bei Ransomware

Die fast täglichen Schlagzeilen über immer neue Ransomware-Angriffe auf Großunternehmen, Krankenhäuser oder Universitäten sind deutliche Zeichen dafür, dass sich die Bedrohungslage in den letzten Jahren und Monaten geändert hat. Noch vor drei bis vier Jahren, zu Zeiten der Locky-Ransomware, waren die Angriffe breit gestreut. Durch die Zahlung relativ moderater Lösegeldsummen von 300 bis 500 Euro bekamen Opfer den Entschlüsselungscode, um wieder an die private Fotosammlung, aber auch an die Daten auf dem verschlüsselten Firmen-Dateiserver zu gelangen. Doch dann fingen die Cyberkriminellen vermehrt an, sich auf die wirklich lukrativen Ziele, auf Unternehmen und andere große Organisationen zu konzentrieren.

Phishing und Diebstahl von Zugangsdaten

Phishing und Diebstahl von Zugangsdaten

Die Sicherheitsforscher von Check Point Software Technologies haben eine Phishing-Kampagne aufgedeckt, die Tausende von Kennwörtern verschiedener E-Mail-Adressen stahl. Hauptsächlich war Outlook über Office 365 betroffen. Dies Zugangsdaten wurden in Webpages gespeichert, die von Google indexiert werden. Das hatten die Hacker wohl nicht bedacht. So waren die gestohlenen Passwörter über die Google-Suche auffindbar – ein gefundenes Fressen für andere listige Kriminelle. Laut dem Verizon’s Data Breach Investigation Report 2020 machen Phishing, Diebstahl von Zugangsdaten und Business E-Mail Compromise (BEC) als Angriffswege mittlerweile 67 Prozent aller erfolgreichen Datenlecks aus.

Mehr Investitionen in IT-Effizienz und Sicherheit

Nach einem disruptiven Jahr 2020 ergeben sich für die IT-Abteilungen vieler Unternehmen und Institutionen beim Thema Cybersicherheit neue Prioritäten. Für mich gehören Remote Working, die Authentifizierung mittels digitaler Identitäten und Remote Healthcare zu den wichtigsten Treibern. Ursprünglich für Verbraucher entwickelt, um sicher auf Online-Konten zugreifen zu können, gewinnen Tools zur Identitätsprüfung derzeit schnell an Beliebtheit, um das Onboarding neuer und bestehender Remote-Mitarbeiter zu erleichtern. Fortschrittliche Authentifizierungstools werden es Mitarbeitern künftig ermöglichen, mit robusten Identifizierungsmethoden sicher und trotzdem unkompliziert auf Unternehmensnetzwerke und -ressourcen zuzugreifen. Die Planung und Implementierung dieser Lösungen wird im kommenden Jahr im Fokus von IT-Sicherheitsteams stehen und zukünftig integraler Bestandteil eines jeden Geschäftsmodells sein.

Investitionen in künstliche Intelligenz nicht zu stoppen

Das Jahr 2020 war auch im Bankwesen von Umbrüchen geprägt. Um relevant zu bleiben und sich im heutigen digitalen Zeitalter zu differenzieren, müssen Finanzinstitute ein solides Verständnis für die aktuelle Bankenlandschaft zeigen und sich an den veränderten Gewohnheiten und Erwartungen der Kunden orientieren. COVID-19 mag vorhandene Trends beschleunigt haben, aber ob sie sich im gleichen Tempo fortsetzen, muss sich erst noch zeigen. Diejenigen, die sich schnell weiterentwickeln, werden Vorreiter sein und auch vorne bleiben. Mehr denn je geht es nicht nur um Wettbewerbsvorteile, sondern für einige Banken sogar um das Überleben.

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Streaming Media

In ihrem Streaming-Format "IT Live aus der Kantine" widmete sich die Firma Materna dem Schwerpunkt Cyber Security.

Folge 1 behandelte das Thema "Security Awareness und Phishing".
Folge 2
führte in das "Schwachstellenmanagement" ein.
Folge 3
klärte auf über "Pentesting".

Hier erfahren Sie mehr

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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