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Embedded Software Engineering Kongress 2022 - Sindelfingen | 05.–09.12.2022
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Umfassender In-App-Application-Schutz

In Zeiten des Social Distancing: Sicherheitsrisiko Apps

Cyberkriminelle, die sich auf mobile Apps spezialisiert haben, verändern das Verhalten der Anwendung durch ausgeklügelte Malware, Display-Overlay-Angriffe, Device Rooting und Reverse-Engineering-Techniken



Von Praveen Mamnani, Lookout Mobile Security

Mobile Apps tragen in unsicheren Zeiten wie diesen dazu bei, ein Gefühl der Normalität zu vermitteln. Von Lieferservices wie Lieferando und myTime bis hin zu Vermittlungsdiensten wie Uber und Lyft oder Online-Bezahldiensten wie Venmo und PayPal - jede dieser Apps ermöglicht es unserer Gemeinschaft, wenn auch mit Einschränkungen, weiter zu funktionieren. Wichtig dabei: Jede dieser Apps verfügt über eine digitale Zahlungskomponente und ist mit Sicherheitskontrollen ausgestattet.

Auch die meisten großen Healthcare-Marken, Versicherer und Finanzdienstleister bieten mobile Apps mit digitaler Zahlungskomponente und entsprechenden Sicherheitskontrollen. Im Moment suchen aber auch kleinere Unternehmen und weniger bekannte Marken nach neuen Wegen, um mit Nutzern, Verbrauchern und Kunden in Kontakt zu treten. Mobile Apps sind eine Möglichkeit, effizient und produktiv zu sein. Gerade dann, wenn es sicherer ist, zuhause zu bleiben.

Unternehmen haben es verständlicherweise eilig, neue mobile Apps einzurichten oder digitale Zahlungsmöglichkeiten in bestehende Apps zu integrieren. Trotzdem ist es wichtig, sich des Risikos bewusst zu werden, dass solche Apps für das Unternehmen selbst und die potenziellen Nutzer Gefahren bergen. Zumindest, wenn wirksame Sicherheitskontrollen fehlen. Angreifer suchen aktiv nach Schwachstellen, die sie ausnutzen können, um wertvolle Informationen wie Benutzernamen und Passwörter, Details zur Kontoverifizierung, persönliche Informationen und Finanzdaten zu stehlen. Das hat unter Umständen schwerwiegende Folgen wie Finanzbetrug oder Identitätsdiebstahl. Gelingt es Angreifern ein Konto zu übernehmen, wird dieses leicht zum Ausgangspunkt für weitere Angriffe. Jeder einzelne dieser Angriffe untergräbt das Vertrauen der Benutzer, und das in einer Zeit, in der Vertrauen eines der wertvollsten Güter ist.

Cyberkriminelle, die sich auf mobile Apps spezialisiert haben, verändern das Verhalten der Anwendung durch ausgeklügelte Malware, Display-Overlay-Angriffe, Device Rooting und Reverse-Engineering-Techniken. App-Entwickler implementieren gegebenenfalls wichtige Sicherheitstechniken, z. B. App-Hardening, um ihren Code vor Reverse Engineering zu schützen, oder Verschlüsselung, um Daten im gespeicherten Zustand oder während der Übertragung zu abzusichern. Diese Techniken bezeichnet man als "Inside-Out"-Schutz.

Sie reichen aber nicht aus, um Benutzer vor dem gesamten mobilen Bedrohungsspektrum zu schützen. Will man sensible Kundendaten vor der Kompromittierung bewahren, kommt man um einen umfassenden End-to-End-Schutz für mobile Apps nicht herum.

Solche Lösungen sollten kontinuierlichen Schutz vor Bedrohungen bieten. Dazu zählen bösartige Apps, Banking-Trojaner, Advanced Persistent Threats, Bildschirm-Overlay-Angriffe, Fake-Tastaturen und Netzwerkangriffe.

Natürlich sollte man neben der Bedrohungserkennung aktiv Gegenmaßnahmen einleiten, um den Schaden so gering wie möglich zu halten. Wird beispielsweise ein Trojaner oder Bot erkannt, der versucht auf eine App zuzugreifen, sollte die gewählte Lösung die Verbindung beenden und den Benutzer alarmieren.

Die Sicherheitsarchitektur eines umfassenden In-App-Application-Schutz kombiniert Cloud- und gerätebasierte Erkennung und ist speziell für die mobile Umgebung optimiert. Dieser Ansatz erlaubt es, Bedrohungen sicher und schnell zu erkennen. Zudem beeinträchtigt diese Methode die Geräteleistung weitaus weniger als andere, bei denen die Analyse nur auf dem Gerät stattfindet. App-Entwickler können dazu SDK-Bibliotheken nutzen und die Bedrohungsdaten der App zur Verfügung stellen. (Lookout Mobile Security: ra)

eingetragen: 26.04.20
Newsletterlauf: 15.07.20

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Meldungen: Hintergrund

Das IT-Sicherheitskennzeichen ist kein Prüfsiegel

Ist mein Router wirklich sicher? Wie verhält es sich mit meinem E-Mail-Dienst? Viele Hersteller und Anbieter von IoT-Produkten geben vollmundige Versprechungen über die Sicherheit ihrer Dienste oder Produkte. Doch was dahintersteckt, können Verbraucherinnen und Verbraucher nicht immer nachvollziehen.

Offene hybride Kriegsführung

Die EMEA-Region meldete über 1,8 Millionen Angriffe im ersten Halbjahr 2022, ein Anstieg von neun Prozent gegenüber dem zweiten Halbjahr 2021, so der neueste Netscout Threat Intelligence Report. Während Russland und die Ukraine die DDoS-Hauptangriffsziele waren, gab es in mehreren Ländern der Region ungewöhnliche Angriffsspitzen, die auf die Auswirkungen des Krieges zurückzuführen sind.

Benutzer ohne Schulung oft wehrlos gegen Angriffe

Im Jahr 2021 ist laut dem "Cyber Attack 2021 Mid Year Report" die Zahl der Ransomware-Angriffe um satte 93 Prozent gestiegen. Eine weltweit durchgeführte Umfrage aus dem Jahr 2022 ergab, dass bereits rund 46 Prozent der in Deutschland befragten Unternehmen mindestens einmal Opfer einer Cyber-Attacke geworden waren.

Umgang mit hochsensiblen Gesundheitsdaten

Gesundheits- und Mental-Health-Apps erfreuen sich immer größer werdender Beliebtheit. Während die einen mit Trainingseinheiten von Yoga, Pilates, Krafttraining bis hin zum Laufen zum allgemeinen Wohlbefinden und Fitness beitragen wollen, widmen sich Mental-Health-Apps der psychischen Gesundheit mit Ratschlägen zu einem gesunden Leben.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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