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Automatismen für die Daten-DNA


Die Daten-DNA und vier weitere wichtige Themen in 2020
Damit Firmen ihre Daten intelligenter pflegen können, brauchen Informationen eine eigene DNA



Fünf Trends drücken dem kommenden Jahr 2020 aus IT-Sicht einen Stempel auf. Sascha Oehl, Director Technical Sales bei Veritas Technologies, erläutert, inwiefern sich IT-Entscheider verstärkt mit Maschinellem Lernen und Künstlicher Intelligenz, der Daten-DNA sowie Edge-Computing und Containern auseinandersetzen müssen.

Es ist fast schon so universell gültig wie ein physikalisches Gesetz unsere Welt generiert jedes Jahr mehr Daten. IDC schätzt, dass das Volumen weltweit in den kommenden fünf Jahren auf 175 Zettabyte anwächst. Firmen werden mehr Daten auswerten, sichern, speichern und verwalten müssen. Wer das händisch bewältigen will, wird eher früher als später scheitern. Organisationen werden daher mehr auf voll automatisierte Arbeitsabläufe setzen, indem sie ihre Datenströme mit Algorithmen aus dem Bereich Künstlicher Intelligenz (KI) und Machine Learning (ML) autonom steuern und kontinuierlich pflegen lassen. Solche KI-gestützten Lösungen können beispielsweise Kapazitätsanforderungen bei der Datenhaltung selbst vorausberechnen und bei Bedarf automatisch neuen Speicherplatz in der Cloud hinzubuchen.

Das ist der erste Schritt. In einem zweiten Schritt werden die Daten selbst eine eigene DNA bekommen, in der sich neben klaren Hinweisen auf deren Inhalt auch Richtlinien und Instruktionen einbetten lassen. KI- und ML-getriebene Funktionen werden diese Befehle auslesen und so beispielsweise automatisch Compliance-Vorgaben umsetzen etwa indem die Daten verschlüsselt werden. Das Zusammenspiel aus Daten-DNA und automatischer Algorithmen wird Mitarbeiter von vielen nervenden händischen Routineaufgaben befreien, so dass sie mehr Zeit in fortschrittlichere Analysen investieren können.

Druck zu standardisieren
Die DSGVO hat als eine der ersten Vorgaben branchenübergreifende Standards für Daten vorgegeben, was den Schutz, die Hygiene, das Speichern und Löschen personenbezogener Informationen betrifft. Im Finanzsektor und dem Gesundheitswesen sind branchenspezifische Compliance-Anforderungen längst etabliert und andere Branchen werden folgen. Ein globaler, branchenübergreifender Standard ist allerdings nicht in Sicht, so dass wie in der Vergangenheit bestimmte Industrien eigene Vorgaben vorantreiben, um den Austausch der Daten zwischen den Mitgliedern zu regeln und die Datenqualität zu sichern.

Fest steht, dass diese Fragen nicht mehr nur von Chief Data Officers (CDO) oder Data Protection Officers (DPO) allein beantwortet werden. Es gibt zu viele Daten und zu viele Prozesse, als dass man die Verantwortung an einer Stelle konzentrieren könnte. Vielmehr werden sich Vertreter einzelner Abteilungen Kompetenzen auf dem Gebiet aneignen müssen, um die Daten den Vorgaben entsprechend zu verarbeiten.

Das ausfallsichere Mikrorechenzentrum kommt
Laut Gartner sind bis 2020 nahezu 5,8 Milliarden Geräte vernetzt, ein Plus von 21 Prozent gegenüber 2019. Technologien wie Internet of Things (IoT) und die 5G-Technologie werden die Infrastruktur und Bandbreite liefern. Um Daten über 5G schnell zu verarbeiten, ist es nötig, die Aufgaben auf eine Vielzahl von Mikrozellen aufzuteilen, damit die Daten gleich am Entstehungsort analysiert werden können. Ein IoT-Gerät wie ein Sensor hat in der Regel zu wenig Speicher und Rechenressourcen, um Daten längerfristig vorzuhalten. Neben den klassischen zentralen Rechenzentren werden also viele Mikrorechenzentren aufgesetzt, um eine hohe Zahl IoT-fähiger Geräte und Daten aufzunehmen. Ein großer Teil der Daten mag aus sogenannten Transient Data bestehen, Informationen eines Abstandssensors im Auto zum Beispiel, die nur für die eine Sekunde ihrer Verarbeitung relevant sind und danach gelöscht werden können. Es wird bei kritischen Prozessen wie dem autonomen Fahren allerdings wichtig werden, die Mikrorechenzentren und ihre Daten so zu strukturieren, damit Ausfälle beispielsweise die Fahrsicherheit nicht gefährden. In diesem Kontext sind zudem Daten-Backups zu bedenken.

Backup-Strategien auffrischen
Cyberkriminelle werden trickreicher und entwickeln ihre Angriffsstrategien weiter. Um vor ihren Ransomwareangriffen geschützt zu sein, müssen Unternehmen im Jahr 2020 ihre Backup-Strategien auf den Prüfstand bringen. Es muss sichergestellt sein, dass einheitliche Policies für Multi-Cloud-Umgebungen vorliegen und in regelmäßigen Abständen Sicherheitskopien der Daten erstellt werden, um bei einem Angriff keinen Schaden davonzutragen. Automatisierung erweist sich für Unternehmen dabei als eine große Hilfe. Denn werden Backups händisch angelegt, ist die Business Continuity gefährdet, insbesondere wenn es sich um kritische Daten handelt.

Container werden mehr und wichtiger
Unternehmen in Deutschland werden ihre IT-Infrastruktur mit Containern noch stärker virtualisieren, damit sie neue Anwendungen noch schneller aufsetzen und weltweit skalieren können. Container helfen, indem sie die Ressourcen der Hardware noch klüger abstrahieren und an neue Anwendungen verteilen. Container im Zusammenspiel mit Software Defined Architectures können Prozessoren, Speicher, Netzwerk und Virtualisierung dann automatisch zuweisen und hochverfügbar strukturieren, ohne dass IT-Techniker eingreifen müssen. Auf dieser Grundlage lassen sich dann Anwendungen in Containern weltweit und schnell in Betrieb nehmen und die Mitarbeiter können ihre Workloads zügiger implementieren, insbesondere auf hyperkonvergenten Infrastrukturen.
(Veritas: ra)

eingetragen: 18.12.19
Newsletterlauf: 18.02.20

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Meldungen: Hintergrund

Erfolg der DSGVO: Einschätzung zwangsläufig subjektiv

Im Mai 2021 hat sich die größte Umwälzung der Datenschutzgesetzgebung zum dritten Mal gejährt. Schon im Entwurfsstadium verbreitete die DSGVO einiges an Unruhe und löste, was die Durchsetzung der Maßnahmen anbelangt, etliche Diskussionen aus. Die endgültige Version wartete denn auch mit einigen Änderungen auf, behielt aber ihre Schlagkraft bei. Ist es gelungen die Versprechen in der Realität einzulösen? Zuckerbrot oder Peitsche? Von den Anfängen der DSGVO bis zu ihrer Ratifizierung (und darüber hinaus) machten vor allem die mit der DSGVO verbundenen Strafen Schlagzeilen. Bis zu vier Prozent des weltweiten Umsatzes bedeuten für einige Unternehmen Hunderte von Millionen Euro. Sicherlich eine Summe, die ausreichend abschreckend wirken sollte. Man darf wohl davon ausgehen, dass Aufsichtsbehörden und Geschäftswelt gleichermaßen Compliance gegenüber einer willkürlichen Form des Geldverdienens bevorzugen würden. Aber gleichzeitig erlaubte die Höhe der möglichen Strafen, die Muskeln spielen zu lassen, sollte Compliance eben nicht gewährleistet sein. Die DSGVO bietet einen großartigen Rahmen, um robuste Datenschutzverfahren zu implementieren, aber sie leidet an einem fatalen Engpass - der rein physischen Fähigkeit der Aufsichtsbehörden zur Durchsetzung der Vorgaben.

Verkauf von gefälschten Zertifikaten

Check Point Software Technologies sieht die Pläne der Europäischen Union und Großbritanniens zu Impfpässen bedroht. Gefälschte Impf- und Testzertifikate gehen zunehmend im Darknet und über die bekannte Messaging-App Telegram herum. Das neue EU-Abkommen, welches am 7. Juni 2021 in Kraft tritt und am 1. Juli ein Projekt startet, ermöglicht die einheitliche Nachweisung des Impf-Status. Kostenlos kann ein Zertifikat in Form eines QR-Codes auf einem Smartphone oder als Papierdokument erworben werden, welches berichtet, ob eine Person entweder geimpft ist, eine gewisse Immunität gegen das Virus entwickelt hat oder ein kürzlich negatives PCR-Testergebnis erhielt. Reisende aus Großbritannien beispielsweise, die beide Impfdosen erhalten haben, können die NHS-App als Impfpass verwenden, jedoch wird das Vereinigte Königreich nach dem Brexit voraussichtlich als Drittstaat unter die EU-Regelung fallen. Andere Länder der Union, wie die Tschechische Republik, Frankreich oder Deutschland, wollen dagegen ihre eigenen Corona-Pässe einführen. Das birgt Schwierigkeiten, denn ohne einen globalen, einheitlichen Ansatz zur Prüfung der Gültigkeit von Zertifikaten spielen die fragmentierten Regeln den Hackern und Betrügern in die Hände, so glaubt Check Point Research (CPR).

Risiken für globale Lieferketten

Die BSI Group (British Standard Institution) hat ihren jährlichen "Supply Chain Risk Insights 2021 Report" vorgestellt, der die Trends und die damit verbundenen Risiken identifiziert, die sich im kommenden Jahr auf die globalen Lieferketten auswirken werden. Der Bericht basiert auf den globalen Daten, die aus unserem hauseignen webbasierten, umfassenden Informationssystem (SCREEN) hervorgehen. Auf Basis dieser Erkenntnisse prognostiziert BSI, dass die folgenden Trends die globale Lieferkette im kommenden Jahr beeinflussen werden:

>> Anhaltende Herausforderungen durch COVID-19 schaffen neue Bedrohungen für Unternehmen

>> Wirtschaftliche Schwierigkeiten erhöhen das Risiko der Ausbeutung von Arbeitskräften, Menschenrechtsverletzungen und des illegalen Schmuggels

>> Die Trends im Drogenschmuggel bleiben konstant, aber Mittel und Methoden ändern sich aufgrund von COVID-19

>> Lebensmittelbetrug und -sicherheit werden weiterhin eine Herausforderung für die Widerstandsfähigkeit der Lieferkette darstellen

>> Regulatorische Änderungen stellen die Anpassungsfähigkeit von Unternehmen auf die Probe

Die Geschichte der Kryptografie

Am 25. Mai jährte sich bereits zum dritten Mal die europäische Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Um Daten und Informationen zu schützen und gegen Missbrauch abzusichern, gibt es viele verschiedene Ansätze. Einer der ältesten und effektivsten ist Kryptografie, also Verschlüsselung von Information. Aus dem aktuellen Anlass wirft Utimaco einen Blick auf die spannenden Entwicklungen auf diesem Feld. Kryptografie wird oft mit Digitaltechnologie und Computer-Algorithmen in Verbindung gebracht. Tatsächlich ist sie aber viel älter und Algorithmen sind nicht auf die digitale Welt beschränkt. Die Überschrift dieses Textes "Qvr Trfpuvpugr qre Xelcgbtensvr" wurde beispielsweise mit einem sehr simplen Algorithmus verschlüsselt, der besagt: "rotiere jeden Buchstaben eines Wortes um 13 Stellen im Alphabet". Wer diesen Algorithmus kennt, kann den Text ganz einfach wieder entschlüsseln: Q steht an 16. Stelle im Alphabet, 16 minus 13 ergibt drei, was D entspricht. Wiederholt man dies für jeden Buchstaben ergibt sich "Qvr Trfpuvpugr qre Xelcgbtensvr" = "Die Geschichte der Kryptografie". Derartige Geheimschriften, die auf dem Austausch von Buchstaben basieren, wurden im Mittelalter gerne verwendet, beispielsweise um diplomatische Post geheim zu halten. Die Ursprünge der Kryptografie gehen allerdings noch weiter zurück: So gab es im alten Ägypten neben den normalen Hieroglyphen, die allein schon bestens geeignet scheinen, um Informationen zu verbergen, besondere Zeichen, die nur einem noch kleineren Kreis bekannt waren.

Online-Wahlen bei Sozialversicherungswahlen

Das Gesundheitsministerium hat den Weg für Online-Wahlen bei den Sozialversicherungswahlen geebnet. Wie genau die Sozialwahlen 2023 verlaufen werden, bleibt zwar noch abzuwarten. Derzeit läuft eine europaweite Ausschreibung für die Beauftragung eines Online-Dienstleisters. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik jedenfalls hat seine Aufgabe bereits sehr gut erfüllt, indem es die Technische Richtlinie TR-03162 auf den Weg gebracht hat. Darin spezifiziert das BSI die sicherheitstechnischen Anforderungen, indem es konkrete Vorgaben hinsichtlich der technischen Umsetzung sowie bezüglich der Manipulationssicherheit bei Online-Wahlverfahren gibt.

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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