- Anzeige -


Cyberbedrohungen erkennen und abwehren


MITRE und die CWE-Liste können sehr hilfreich sein, vor allem aus der Perspektive der Softwaresicherheit
MITRE bietet eine teilweise vom Non-Profit-Unternehmen selbst kuratierte Wissensdatenbank



Cybersicherheit ist heute unter anderem ein Big Data-Problem. Mit einem weiter anwachsenden Grundrauschen an Benachrichtigungen und Alarmen wird es immer schwieriger zu erkennen, wann man tatsächlich auf eine Bedrohung reagieren muss und welcher Ablauf ihr zugrunde liegt. MITRE bietet eine teilweise vom Non-Profit-Unternehmen selbst kuratierte Wissensdatenbank, bekannt unter dem Namen MITRE ATT&CK ("Adversarial Tactics, Techniques, and Common Knowledge"). Innerhalb der Plattform sind verschiedene Arten von Taktiken, Techniken und Verfahren (TTPs) derer sich Cyberkriminelle bedienen, organisiert und kategorisiert, und die Plattform bietet Informationen zur Analyse des gesamten Lebenszyklus eines Cyberangriffs.

Aber ist das MITRE ATT&CK-Rahmenwerk fraglos die richtige Grundlage um Cyberbedrohungen in ihren typischen Phasen zu erkennen und abzuwehren?

Fragen an und Antworten von Oleg Kolesnikov, VP of Threat Research bei securonix:

Frage: Würden Sie der CWE-Liste (Common Weakness Enumeration) der gefährlichsten Software-Schwachstellen grundsätzlich zustimmen oder hat MITRE aus Ihrer Sicht zu kurz gegriffen oder wichtige Lücken außer Acht gelassen?

Oleg Kolesnikov:
Unserer Erfahrung nach hat sich im Verhältnis zu der erstmals 2011 veröffentlichten CWE-Liste einiges getan, und wir erkennen definitiv deutliche Verbesserungen. Die neue CWE T25-Liste der wichtigsten Schwachstellen ist sehr viel relevanter als ihre Vorgängerin, und sie lässt sich deutlich besser praktisch anwenden. Zu den Verbesserungen zählen etwa bessere Daten-getriebene Priorisierungsmöglichkeiten auf der Basis von NVD/CVE-Daten aus den entsprechenden Schwachstellendatenbanken. Bestimmte Einträge wie CWE-119 haben einen anderen Stellenwert zugeordnet bekommen. In Google Chrome bis 19.0.1084.57 auf Windows (Web Browser) wurde eine kritische Schwachstelle ausgemacht. Es geht um unbekannten Code der Bibliothek metro.dll der Komponente Metro DLL Handler. Mittels Manipulieren mit einer unbekannten Eingabe kann eine Pufferüberlauf-Schwachstelle ausgenutzt werden. CWE definiert das Problem als CWE-119 mit Auswirkungen auf Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit. Andere Updates in der MITRE-Datenbank erleichtern es, diese auf Real-World-Angriffe und die dabei verwendeten Sicherheits-Exploits zu übertragen.

Aus der Sicht eines Sicherheitsexperten betrachtet, sehen wir allerdings in der Praxis auch eine große Zahl von spezifischen Angriffen, die in zunehmenden Maße miteinander verbundene Schwachstellen-Sequenzen nutzen, um ihr Ziel zu erreichen. Und nicht mehr nur individuelle Schwachstellen und Sicherheitsprobleme.

Ein Beispiel dafür aus der jüngeren Zeit. Die berüchtigte ETERNALBLUE-Schwachstelle wurde in schwerwiegenden Angriffen wie Wannacry, Notpetya, Wannamine und bei anderen Attacken ausgenutzt. Dazu wurden drei unterschiedliche Sicherheitsprobleme beziehungsweise Schwachstellen miteinander verkettet (im Einzelnen handelt es sich um ein Casting-Problem, eines beim Parsing und eines bei der Non-paged Pool-Allokation). Diese drei Probleme, respektive Schwachstellen, wurden alle miteinander verbunden. Fehlt ein Teil, funktioniert der Angriff entweder gar nicht mehr oder er ist sehr viel weniger effektiv. Andere relevante Beispiele sind das jüngste kritische Software-Sicherheitsproblem in der Palo Alto/PulseSecure SSL VPN Software, vorgestellt auf der letzten BlackHat oder die CI/CD Jenkins-Schwachstellen. Hier werden willkürliche Lese-/Schreibdateien, Buffer Overflows, Methodenaufrufe in Java und das Umgehen von Sandbox-Anwendungen sowie weitere Schwachstellen als Teil einer Verkettung genutzt.

Das Auftreten solcher Befehlsketten, Named Chains oder zusammengesetzter Angriffsketten ist bereits seit einiger Zeit in die MITRE CWE eingegangen. Es werden Fälle besprochen, bei denen ein oder mehrere Schwachstellen oder Verkettungen zu einer neuen Sicherheitslücke oder Schwachstelle führen (beispielsweise CWE-680 Integer Overflow zu Buffer Overflow). Diese Verbesserungen erhöhen den Nutzwert der CWE T25. Aus praktischer Sicht wäre es sicher hilfreich sich bei kommenden Versionen der Liste auf solche Fälle zu konzentrieren.

Frage: Wie hilfreich sind MITRE und die CWE-Liste für Sie als Sicherheitsexperte? Und schmälert die Tatsache, dass es sich um das erste Update innerhalb vieler Jahre handelt seinen Wert?

Oleg Kolesnikov: Als Sicherheitsexperte denke ich, dass ein Update schon lange überfällig war. Die aktuelle CWE T25-Liste ist besser priorisiert und deutlich relevanter für aktuell auftretende Sicherheitsprobleme. Trotzdem bleibt anzumerken, dass einige Schwachstellen und Software-Sicherheitsprobleme als weniger gewichtig eingestuft worden sind, als erwartet. Aus unserer Erfahrung mit den jüngsten Sicherheitsschwachstellen und mit der Art und Weise wie diese in realen Angriffen ausgenutzt worden sind, wäre es vermutlich hilfreich gewesen, anders zu Gewichten. Einige der CWE, die gerade nicht mehr in den CWE T25 gelistet sind, sollten meines Erachtens nach anders priorisiert werden. Das betrifft beispielsweise CWE-918 - Server-Side Request Forgery (SSRF) und CWE-415 - Double Free (Score-2.32). Aus diesem Grund, sollte ein in sich limitierter, weil rein Daten-getriebener Ansatz, ergänzt werden. Es ist immer noch hilfreich die Security Community in die Lage zu versetzen, zukünftig mehr beizutragen. Gerade angesichts der Begrenzungen auf der einen und den wachsenden Herausforderungen auf der anderen Seite.

Frage: Eine abschließende Frage - wie hilfreich (oder weniger hilfreich) sind MITRE/CWE-Liste für IT-Sicherheitsabteilungen in Unternehmen?

Oleg Kolesnikov: MITRE und die CWE-Liste können sehr hilfreich sein, vor allem aus der Perspektive der Softwaresicherheit. Mithilfe dieses Rahmenwerks und der CWE-Liste haben Unternehmen die Möglichkeit, anfallende Aufgaben besser zu priorisieren und Unternehmenssoftware generell sicherer zu machen. Gleichzeitig bietet MITRE Kunden eine gute Grundlage, ihren Softwarelieferanten die richtigen Fragen zu stellen.

Trotzdem ist die T25-Liste wahrscheinlich nicht auf alle Anwendungsfälle übertragbar. Zum Beispiel, weil ein Unternehmen andere Bewertungskriterien anlegt, wenn es um Sicherheitsschwachstellen und deren Wirkungsgrad in einer bestimmten Umgebung geht. Die CWE/SANS Top 25 basiert auf Umfrageergebnissen und persönlichen Interviews mit Entwicklern, führenden Sicherheitsanalysten, Wissenschaftlern und Anbietern. Die 2019 CWE Top 25 basiert demgegenüber auf real existierenden Sicherheitsschwachstellen aus der NVD. Diese Vorgehensweise hat dazu beigetragen die Einordnungskriterien weniger subjektiv zu machen. Aber auch sie hat ihre Grenzen. Eine gewisse Voreingenommenheit hat MITRE ohnehin eingeräumt hinsichtlich der Tatsache, dass viele der CVE-Einträge nur sehr wenig Details zu den betreffenden Schwachstellen liefern. Für zukünftige Aktualisierungen ist MITRE sicherlich gut beraten, Beiträge der Community zu berücksichtigen und ihre Bewertung einfließen zu lassen. Allein, um blinde Flecke und Limitierungen besser zu adressieren.

Über die Integration der Taktiken, Techniken und Verfahren (TTPs) der MITRE-Wissensdatenbank in Threat Chains und den Workflow von Threat-Hunting-Anfragen moderner SIEM/SOAR-Plattformen ist es allerdings möglich, die relevanten Bedrohungen herauszufiltern und nach dem jeweils höchsten Risiko zu priorisieren. Dies erspart es Sicherheitsanalysten mit sehr viel Aufwand Korrelationen manuell herzustellen und Resultate zu untersuchen, die vielleicht nur ein geringes Risiko aufweisen. (securonix: ra)

eingetragen: 19.12.19
Newsletterlauf: 04.03.20

securonix: Kontakt und Steckbrief

Der Informationsanbieter hat seinen Kontakt leider noch nicht freigeschaltet.


Meldungen: Interviews

Chancen und Risiken der Corona-App

Die bereits im Vorfeld heftig diskutierte Corona-Warn-App der deutschen Bundesregierung steht zur Verfügung. Parallel dazu starten in den nächsten Tagen die ersten Bundesländer in die Sommerferien. Viele Urlauber werden sich die Frage stellen, ob die Warn-Apps einzelner Länder miteinander interagieren können oder ob für jedes Reiseziel eine separate App benötigt wird. Die Entwicklung einer Corona-App zur Nachverfolgung von Infektionsketten ist derzeit in aller Munde. Google und Apple arbeiten daran, in ihre Smartphone-Betriebssysteme Android und iOS eine passende Schnittstelle einzubauen. Im Rahmen der von Cloudflight ins Leben gerufenen Webinar-Reihe Digital Leader Weekly erläutern die beiden Experten Dr. Berndt Pilgram, Senior Manager Advanced Analytics bei Infineon Technologies, und Dr. Stefan Ried, Principal Analyst und IoT Practice Lead bei Cloudflight, Chancen und Risiken der App hinsichtlich Technologie, Verbreitung und Sicherheit.

Beschleunigtes Tempo der digitalen Transformation

Mehr denn je sind zurzeit digitale Strukturen gefragt, die Menschen verbinden und die Zusammenarbeit ermöglichen. Von einem signifikanten Digitalisierungsschub ist derzeit oft die Rede. Dabei ist allerdings zu unterscheiden zwischen Notfallmaßnahmen, die den laufenden Betrieb auch unter den Bedingungen von Kontakteinschränkungen sicherstellen sollen, und einem echten Ersetzen analoger durch digitale Prozesse. Während Erstere nach dem Ende der Corona-Krise weitgehend wieder zurückgefahren werden dürften, bietet die grundlegende Digitalisierung von Prozessen Unternehmen die Chance auf langfristige Wettbewerbsvorteile. Der Cluster IT Mitteldeutschland hat auf Anfang April die Plattform "mitteldeutschland-digital" ins Leben gerufen und IT-Leistungen, die in der Corona-Krise helfen können, als Schwerpunkt herausgearbeitet. Das Gespräch mit dem Cluster-Geschäftsführer Gerd Neudert wurde für die IMG-Reihe Mutmacher/innen geführt

SSDL von nicht zu unterschätzender Bedeutung

Der Gesundheitssektor ist wie jeder andere Industriezweig essentiell auf Software angewiesen. Sie spielt in praktisch allen Bereichen eine entscheidende Rolle. Bei der Diagnose, bei sämtlichen bildgebenden Verfahren und Messungen, der Überwachung, der Verabreichung von Medikamenten und beim Führen von Krankenakten. Ganz zu schweigen von administrativen Funktionen wie Terminplanung und Abrechnung. Leider ist die Cybersicherheit dabei oft zu kurz gekommen oder wurde gänzlich ignoriert. Jonathan Knudsen, Senior Security Strategist bei Synopsys, steht Rede und Antwort.

Erwartet uns eine "KI-gegen-KI"-Zukunft?

Verschiedene Methoden der KI werden inzwischen in vielen Feldern der Wissenschaft ebenso eingesetzt wie in den unterschiedlichsten Branchen. Im Gesundheitswesen, der Automobilbranche, im Marketing und im Bereich Robotics, um nur einige zu nennen. Künstliche Intelligenz ist den Kinderschuhen längst entwachsen. Es stellt sich zwangsläufig die Frage inwieweit sich auch Cyberkriminelle dieses Potenzial zunutze machen. Seit gut einem Jahr sprechen Autoren zunehmend über die Möglichkeiten von Cyberangriffen, die sich Künstliche Intelligenz zunutze machen.

Die größten Schwachstellen im IoT

Mit der zunehmenden Digitalisierung und steigenden Vernetzung unserer Alltagswelt wird die Sicherheit unserer Daten und ihr Schutz vor Missbrauch zu einer immer größeren Herausforderung. Der Europäische Datenschutztag rückte diese Problematik einmal mehr in den Mittelpunkt und bietet Raum für Sensibilisierung. Diese ist auch rund zwei Jahre nach Inkrafttreten der EU-DSGVO immer noch vonnöten, denn die "Datenschutz-Baustellen" – sei es in Unternehmen oder im privaten Umfeld – haben seither nicht wirklich abgenommen. Größte Schwachstelle ist und bleibt dabei das Internet der Dinge, dessen Kontrolle und effektive Absicherung für viele nach wie vor eine Herausforderung darstellt. Interview mit Rainer M. Richter, Director Channels & Alliances, SEC Technologies.

- Anzeigen -

Streaming Media

In ihrem Streaming-Format "IT Live aus der Kantine" widmet sich die Firma Materna dem Schwerpunkt Cyber Security.

Folge 1 (07.10.2020, 17:00 bis 18:00 Uhr) behandelt das Thema "Security Awareness und Phishing".
Folge 2 (21.10.2020, 17:00 bis 18:00 Uhr)
führt in das "Schwachstellenmanagement" ein.
Folge 3 (04.11.2020, 17:00 bis 18:00 Uhr)
klärt auf über "Pentesting".

Hier erfahren Sie mehr

Besuchen Sie SaaS-Magazin.de

SaaS, On demand, ASP, Cloud Computing, Outsourcing >>>


Kostenloser Newsletter

Werktäglich informiert mit IT SecCity.de, Compliance-Magazin.de und SaaS-Magazin.de. Mit einem Newsletter Zugriff auf drei Online-Magazine. Bestellen Sie hier

- Anzeige -

Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

Diese Webseite verwendet Cookies - Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Verwendung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Unsere Partner führen diese Informationen möglicherweise mit weiteren Daten zusammen, die Sie ihnen bereitgestellt haben oder die sie im Rahmen Ihrer Nutzung der Dienste gesammelt haben. Mit dem Klick auf „Erlauben“erklären Sie sich damit einverstanden. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.