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Kommentare & Meinungen


Im Überblick

"Eine neue Safe-Harbor-Regelung wird schwierig"

Auch wenn es erste große Internetfirmen gibt, die abwiegeln: Die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs hat ein schweres Erdbeben ausgelöst. Schließlich hat das Gericht den Beschluss der EU-Kommission aus dem Jahr 2000, die von den USA vorgelegte Safe-Harbor-Regelung ("safe harbor scheme") als mit europäischen Datenschutzstandards vereinbar anzusehen, für ungültig erklärt. Die Schockwellen dieses Erdbebens werden uns zwar erst nach und nach treffen, dafür aber umso heftiger. Denn die in der Urteilsbegründung angesprochenen Grundrechte sind nicht verhandelbar. Wenn sich also in den USA nichts Grundsätzliches ändert, dürfte es für die EU-Kommission schwierig bis unmöglich werden, eine neue, rechtssichere Safe-Harbor-Regelung oder sogar ein entsprechendes Abkommen mit den USA auszuhandeln.


Im Überblick

"Finger weg von Sperrregistern"

Im Kampf gegen Handydiebstähle wollen die Innenminister der Länder laut Beschlussvorlage der Innenministerkonferenz Möglichkeiten prüfen, eine Nutzung gestohlener Mobilfunktelefone zu unterbinden und damit den Diebstahl uninteressant zu machen. Der Innensenator des Bundeslandes Bremen, Ulrich Mäurer (SPD), schlägt dafür die Einführung eines Sperrregisters für Mobiltelefone, Smartphones und Tablets vor. Darauf wies die Piratenpartei hin.


Inhalte


17.01.18 - Auch Phishing-Seiten haben begonnen, kostenloses SSL zu verwenden, um vertrauenswürdiger zu wirken

23.01.18 - Eine moderne IT-Sicherheitslösung sollte mehr können als nur die verschiedenen Angriffsvektoren minimieren wie zum Beispiels Exploits unterbinden

29.01.18 - Ein wichtiger Aspekt erfolgreicher Digitalisierung ist, dass IT Sicherheitsvorgaben nicht der vom Business geforderten Geschwindigkeit zum Opfer fallen dürfen

30.01.18 - CPU-Schwachstellen können große Auswirkungen haben

31.01.18 - Sophos registriert starken Anstieg des heimlichen Schürfens von Kryptowährungen auf Rechnern ahnungsloser Webseitenbesucher

31.01.18 - eco: Neue Überwachungspläne gefährden Vertrauen in digitale Dienste und schwächen IT-Sicherheit

14.02.18 - Tickende Zeitbomben namens Meltdown und Spectre

29.03.18 - WannaMine: Von "steten Tropfen" und "hohlen Steinen"

06.04.18 - Spectre trifft direkt auf die grundlegende Hardware, auf der alles läuft, so dass jeder sein Risiko neu messen und quantifizieren muss

06.04.18 - Meltdown und Spectre: Bug oder Hintertür? IT-Sicherheitsexperte ist skeptisch

10.04.18 - Staatliches Hacking macht alle Geräte unsicher

12.04.18 - Im Bereich Cybersicherheit hat der Mangel an geeigneten Fachkräften angesichts der aktuellen Bedrohungslage aber besonders weitreichende Auswirkungen

13.04.18 - Zugriffsrechte müssen nach dem "Need-to-know"-Prinzip durchgesetzt werden

13.04.18 - Die Cyberattacke auf die Deutsche Bundesregierung hat erneut gezeigt, wie gefährlich Cyberattacken bereits geworden sind

17.04.18 - Deutsche Unternehmen horten Bitcoin als schnelles Lösegeld für Ransomware-Attacken

24.04.18 - Andreas Baumhof: "Orte, an denen viel Geld bewegt wird, ziehen Kriminelle geradezu magnetisch an"

08.05.18 - Typische Authentifizierungsprozesse sind zudem an vielen Stellen fehlbar

01.06.18 - 2018: Das Jahr, in dem das IoT sicher wird?

22.06.18 - Gute Sicherheitslösungen brauchen keine Compliance-Argumentation

25.06.18 - Ransomware der Dinge: Das IoT-Gerät als Geisel

02.07.18 - Das Hauptrisiko, das wir bei Großveranstaltungen sehen, ist die finanziell motivierte Cyberkriminalität

04.07.18 - Die Fußballweltmeisterschaft für eine Spam-Kampagne genutzt_ Die Phishing-E-Mail hat in den ersten sieben Tagen über 26.000 Verbraucher erreicht

06.07.18 - Was hat zu dem rasanten Anstieg bei der Verbreitung von Bankentrojanern geführt?

19.07.18 - Wann ist "sicher" wirklich sicher? IT-Sicherheitsexperte Christian Heutger kritisiert Praxis vieler Browser-Entwickler

25.07.18 - Wie sich Unternehmen vor einer neuen Angriffsmethode schützen können

27.07.18 - Fünf Jahre nach dem NSA-Leak: Was haben wir gelernt?

30.07.18 - LogRhythm kommentiert: BSI warnt vor Cyberattacken auf kritische Infrastruktur in Deutschland

10.08.18 - Von der Sensibilisierung zur echten Alarmbereitschaft: Ein entscheidender Faktor für die Cybersicherheit

10.09.18 - Identitätsdiebstahl in der Telekommunikation: Ein leichtes Ziel für Betrüger?

11.09.18 - Sicherheitsvorfall bei WhatsApp untergräbt das Vertrauen im Internet

19.10.18 - Richtigstellung: Nicht die Fax-Technologie ist per se unsicher: Die zu diesem Thema kursierenden Gerüchte sind falsch

15.11.18 - Weiterhin hohes Gefährdungspotential durch Ransomware

28.11.18 - Die Komplexität der Multi-Cloud erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Unternehmen Anwendungen und Dienste von Drittanbietern nutzen, die Schwachstellen aufweisen können

29.11.18 - Taavi Kotka fordert von Regierungen neues Selbstverständnis als digitale Dienstleister

10.12.18 - Hacker erbeuten Pläne von Atomanlagen Unternehmen müssen Privileged Account Management endlich ernst nehmen

21.12.18 - Anfang dieses Jahres hat das Weltwirtschaftsforum (WEF) Cyberattacken als eine der drei größten Risiken hinsichtlich ihrer Wahrscheinlichkeit eingestuft

15.01.19 - Leistungsfähige Sicherheitstechnologie: PSW Group plädiert für Einsatz der Public Key-Infrastruktur in Unternehmen

20.02.19 - BEC, Doxing & Verleumdung: Exponierte private Daten im Netz betreffen nicht nur Politiker und Prominente, sondern auch Schlüsselpersonen in Unternehmen

06.03.19 - Große Firmen und Konzerne verfügen über eine Menge mehr an Ressourcen um

11.03.19 - Im kommenden Jahr werden die Themen "mangelnde Qualifikation" und "Fachkräftemangel" in der Cybersicherheit noch mehr als bereits jetzt ins Bewusstsein rücken

26.03.19 - Millionen von Account-Daten stehen im Darknet zum Verkauf: Weitreichende Folgen sind zu befürchten

08.04.19 - Wie gefährlich ist der Talentmangel im Bereich Cybersecurity?

09.04.19 - Fast 60.000 Datenverstöße seit Inkrafttreten der DSGVO gemeldet

10.04.19 - Backdoors als Bestandteil von IT-Sicherheitslösungen?

25.04.19 - Trägheit bei IT-Security macht Microsoft-Office-Schwachstelle zum Einfallstor für Cyber-Angriffe

08.05.19 - IT-Sicherheitsgesetz 2.0 nimmt Unternehmen in die Pflicht

09.05.19 - Cybersecurity in Unternehmen: F-Secure fordert kontinuierliche Reaktion auf moderne Bedrohungen

10.05.19 - PSW Group begrüßt Googles Vorstoß im Kampf gegen Sicherheitslücke Spectre

21.05.19 - Akteure manipulieren erfolgreich DNS-Einträge auf Registrierungsebenen

04.06.19 - Herausforderung: Recruiting in der IT-Sicherheitsbranche

05.06.19 - Bitkom: "Deutschlands Netze müssen so sicher wie möglich sein"

17.07.19 - Cyberkriminelle sind ausnahmslos auf der Suche nach einer Sache: Daten

16.08.19 - Zahnloser Tiger mit großer Gefahr für die Privatsphäre

28.08.19 - Sprachassistenten: Offen, wie unbeteiligte Dritte und Minderjährige von der Datensammlung ausgeschlossen werden können

16.09.19 - Drucker im Unternehmen: IT-Security-Konzepte sollten zwingend einen gesamtheitlichen und mehrschichtigen Ansatz verfolgen

24.09.19 - GermanWiper: Die nächste Stufe der Skrupellosigkeit und was KMU dagegen tun können

28.10.19 - Haben Sie Webcams mit integrierten Sicherheitsfunktionen gekauft: Schmeißen Sie das Zeug besser in den Müll, meint Sam Curry, Chief Security Officer, Cybereason

27.11.19 - CIOs und CISOs müssen sich endlich eingestehen, dass sie mit herkömmlichen Sicherheitstechnologien nicht mehr weit kommen

09.12.19 - Staatlich geförderte Angriffe auf die Flugbranche

13.12.19 - Kommentar zum Urteil des OLG Köln: Neue Smartphones müssen nicht sicher sein

07.01.20 - Bedrohung von innen: Sogenannte Insider Threats werden nach wie vor zu wenig thematisiert

10.01.20 - Ziel ein eigenes Datenschutzgesetz mit den Regelungen zur elektronischen Patientenakte

27.01.20 - IT-Sicherheit bei Ärzten und Apotheken PSW Group kritisiert mangelhafte Verschlüsselung, Datenlecks und zu niedrige Hürden für Cyberangriffe

31.01.10 - Fehlkonfiguration in Telekom-Router leakt 30.000 Patientendaten

07.02.20 - Technische Umsetzung der DSGVO bislang noch mangelhaft

05.03.20 - Verschwindendes DNS: DoT und DoH, wobei ein Buchstabe den großen Unterschied macht

18.03.20 - Cyber-Attacken aus dem Iran nach der US Operation gegen General Soleimani?

19.03.20 - Im Zusammenhang mit den zunehmenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran, kommentiert Hardik Modi, Senior Director for Threat Intelligence, das Potenzial für Cyber-Angriffe

06.04.20 - Allianz-Studie enthüllt: Cybercrime Sicherheitsrisiko Nummer eins

09.04.20 - Laut aktueller Studie ist Cyber wichtigster Risikofaktor für Unternehmen

30.04.20 - Datenschutz: Die Einhaltung von Vorschriften wird oft als eine Art Checkliste betrachtet und kann offen für Interpretationen sein

27.05.20 - Coronakrise: "Beim Homeoffice jetzt nicht die Datensicherheit vergessen"

28.05.20 - Bei der Nutzung des Diensthandys sollten Mitarbeiter Messengerdienste wie WhatsApp, die laut DSGVO als nicht datenschutzkonform gelten, meiden

30.07.20 - FPGA-Chips: Da die Sicherheitslücke integraler Bestandteil der Hardware ist, lässt sich das Sicherheitsrisiko nur durch Austauschen der Chips beheben

19.08.20 - Spam-E-Mails: Anlage ist mit dem Trojaner Trickbot infiziert

04.09.20 - Cybersicherheit und Datenschutz bei Tracing-Apps eine entscheidende Rolle

10.09.20 - Drei Jahre nach NotPetya: Vor allem für OT-Infrastrukturen kein Grund zur Entwarnung

15.09.20 - Am 27. Juni 2017 startete die weltweite Angriffswelle der Ransomware NotPetya

16.09.20 - Cyber-Bedrohungen: In Australien gab es in jüngster Zeit eine beträchtliche Anzahl aufsehenerregender Vorfälle

08.10.20 - Datenschutz und COVID-19-Tracking – ein Widerspruch?

12.10.20 - Cybersecurity in Bildungseinrichtungen – es ist immer Prüfungszeit

22.10.20 - Cyber-Sicherheit ist mittlerweile zentraler Bestandteil der Außenpolitik geworden

05.11.20 - Wäre eine komplette Sperrung der TikTok-App überhaupt möglich?

05.11.20 - Industriespionage: Zero-Day in Autodesk 3ds Max benutzt, um geistiges Eigentum zu stehlen

05.11.20 - Transparent Tribe: Neue Android-Spyware unter dem Deckmantel populärer Apps

18.11.20 - Gartner: CEOs zukünftig haftbar bei Sicherheitsmängeln "Cyberphysischer Systeme"?

23.11.20 - Netscout kommentiert: EMEAs Finanzindustrie im Jahr 2020 zunehmend Ziel von Cyberangriffen

26.11.20 - Netscout kommentiert: Gesundheitssysteme in EMEA zunehmend Ziel von Cyberangriffen

27.11.20 - Von allen Hackergruppen, die Mandiant Threat Intelligence beobachtet, war APT41 im vergangenen Jahr die aktivste chinesische Hackergruppe

10.12.20 - Eugene Kaspersky mit klarer Meinung zu Angriffen gegen das Gesundheitswesen

01.02.21 - Das Ende des Datenschutzes in Europa? EU-Pläne zur Untergrabung der Verschlüsselung werden Realität

22.02.21 - IT-Sicherheitsmaßnahmen müssen erhöhter Bedrohungslage angepasst werden

01.03.21 - Vorsicht vor falschen Lieferdiensten: Phishing-Kampagnen missbrauchen Lieferdienste

05.03.21 - Adieu, Adobe Flash Player: Lange hat man sich mit seinen Schwächen herumgeplagt, nun sind die letzten Tage gezählt

09.03.21 - Wie die DNS-Ebene das Unternehmensnetzwerk noch besser schützt

11.03.21 - Sicherheitslücken bleiben nicht selten mehr als vier Jahre lang unentdeckt, bevor sie offengelegt werden

12.03.21 - Ausweitung der Befugnisse beschlossen: Auch Geheimdienste dürfen Staatstrojaner nutzen

19.03.21 - Bundesverband IT-Sicherheit e.V. (TeleTrusT) kritisiert geplante EU-weite Aushebelung der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung

13.04.21 - SDK-Fehler ermöglicht es Angreifern, Videoanrufe über Dating- und Gesundheits-Apps auszuspionieren

30.04.21 - Sunburst macht uns klar, dass die Bedrohung überall stecken kann

10.05.21 - Industriespionage 2.0: Auslesen persönlicher Benutzerdaten ermöglicht erheblichen Diebstahl von geistigem Eigentum eines Unternehmens

11.05.21 - Open-Source-Sicherheit: Google veröffentlicht neues Tool, um Open-Source-Sicherheitslücken leichter zu erkennen

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Meldungen: Kommentare und Meinungen

Bedrohung nimmt weiter zu

Kein Zweifel: Der Sunburst-Angriff wird die Cybersecurity auf ähnliche Weise dauerhaft verändern wie WannaCry oder die NSA-Leaks. "Gehen Sie davon aus, gehackt zu sein, da dies wahrscheinlich tatsächlich der Fall ist" ist eine alte Cybersecurity-Weisheit, deren Wahrheit sich in aller Deutlichkeit durch den Sunburst-Vorfall zeigt. Sicherheitsexperten haben immer wieder darauf hingewiesen, dass auch die (Software-)Lieferkette ein Einfallstor für Angriffe ist. Der Beweis ist nun endgültig erbracht. Aber was können wir daraus lernen? Was ist das wirklich Neue und Alarmierende aus diesem Angriff? Dreierlei: Erstens müssen wir unsere Wachsamkeit weiter erhöhen. Einer der "Erfolge" der Angreifer war die Erbeutung von Angriffs-Tools, die FireEye im Rahmen ihrer Red Teaming-Projekte einsetzt. Diese stehen nun Cyberkriminellen zur Verfügung, ganz ähnlich wie vor einigen Jahren im Rahmen der NSA-Leaks. Die Bedrohung nimmt also weiter zu.

Version ohne Sicherheitslücken verwenden

Eine neu aufgedeckte Sicherheitslücke ermöglicht es Bedrohungsakteuren, private Anrufe ohne Wissen des Benutzers auszuspionieren. Die Schwachstelle befindet sich in einem SDK für Videoanrufe in Apps wie eHarmony, Plenty of Fish, MeetMe und Skout. Sicherheitsforscher haben den Fehler mit der CVE-2020-25605 in einem SDK für Videoanrufe des in Santa Clara, Kalifornien, ansässigen Unternehmens Agora gefunden. Erstmals wurde der Fehler im vergangenen Jahr im Rahmen eines Sicherheitsaudits des persönlichen Roboters "temi" aufgedeckt, der dasselbe Toolkit verwendet.

Gegen staatliche Hintertüren

Medienberichten zufolge haben sich die Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten darauf verständigt, sichere Verschlüsselung EU-weit zu verbieten. Demnach sollen Technologieanbieter und Dienstebetreiber dazu gezwungen werden, Hintertüren in ihre Verschlüsselung einzubauen. Der Bundesverband IT-Sicherheit e.V. (TeleTrusT) wendet sich gegen diesen wiederholten Versuch, Krypto-Technologie staatlicherseits zu schwächen. Die Forderung nach staatlichen Nachschlüsseln begleitet die Entwicklung von Krypto-Produkten seit den Neunzigerjahren, hat sich aber in demokratisch verfassten Staaten bislang nicht durchsetzen können. Dass solche Hintertüren jetzt wieder auf der politischen Tagesordnung stehen, hat sicherlich damit zu tun, dass immer mehr Straftäter Verschlüsselung nutzen. Verschlüsselung hat sich inzwischen zu einem massiven Problem für die Ermittlungsbehörden entwickelt, da schon Anwender ohne besondere IT-Kenntnisse mit kostenlosen Tools so sicher verschlüsseln können, dass Experten kaum eine Chance haben, die Verschlüsselung zu knacken.

Schwerwiegende Eingriffe in IT-Systeme

Der Staatstrojaner soll vom Verfassungsschutz, dem Bundesnachrichtendienst (BND) und dem Militärischen Abschirmdienst (MAD) angewandt werden dürfen. Das hat das Kabinett der Bundesregierung am 28. Oktober 2020 entschieden. Nicht nur Bundesdatenschützer Kelber sieht diese Entwicklung sehr kritisch und warnt davor, dass der Bundestrojaner zu staatlicher Überwachung führen könnte. Auch Sicherheitsanbieter F-Secure möchte sich nicht an dieser Telekommunikationsüberwachung beteiligen. Auch die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group kritisieren diese Entwicklung scharf, denn die Bundesregierung hat sich auf eine umfassende Überwachung geeinigt: Die sogenannte Quellen-Telekommunikationsüberwachung Plus soll es Agenten von Verfassungsschutz, BND und MAD erlauben, neben der laufenden Kommunikation auch rückwirkend alle alten Kommunikationen ausforschen zu dürfen, die seit dem Moment der Bewilligung der staatlichen Spionage stattgefunden haben. Somit greifen Ermittler auch auf gespeicherte E-Mails oder Chatverläufe zu.

Stand der Sicherheit von Open-Source-Software

GitHub hat ihren jährlichen Open Source- und Community-Bericht, State of the Octoverse, veröffentlicht. Gleichzeitig spricht der Report Empfehlungen aus, was Benutzer tun können, um sich zu schützen. Die meisten Schwachstellen gehen auf Fehler zurück und sind nicht die Folge böswilliger Angriffe. Während diese Art von Angriffen in Sicherheitskreisen eher Aufmerksamkeit erregen, sind dennoch 83 Prozent der CVEs (Common Vulnerabilities and Exposures), für die GitHub Warnungen verschickt, eher auf Fehler zurückzuführen. 94 Prozent der Projekte basieren auf Open Source-Komponenten, mit fast 700 Abhängigkeiten: Ein Repository allein kann Hunderte von Abhängigkeiten aufweisen. Taucht dann beispielsweise ein Sicherheitsproblem in der Lieferkette auf, kann man einen massiven Welleneffekt beobachten.

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Streaming Media

In ihrem Streaming-Format "IT Live aus der Kantine" widmete sich die Firma Materna dem Schwerpunkt Cyber Security.

Folge 1 behandelte das Thema "Security Awareness und Phishing".
Folge 2
führte in das "Schwachstellenmanagement" ein.
Folge 3
klärte auf über "Pentesting".

Hier erfahren Sie mehr

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Fachartikel

Grundlagen

Big Data bringt neue Herausforderungen mit sich

Die Digitale Transformation zwingt Unternehmen sich mit Big Data auseinanderzusetzen. Diese oft neue Aufgabe stellt viele IT-Teams hinsichtlich Datenverwaltung, -schutz und -verarbeitung vor große Herausforderungen. Die Nutzung eines Data Vaults mit automatisiertem Datenmanagement kann Unternehmen helfen, diese Herausforderungen auch mit kleinen IT-Teams zu bewältigen. Big Data war bisher eine Teildisziplin der IT, mit der sich tendenziell eher nur Großunternehmen beschäftigen mussten. Für kleinere Unternehmen war die Datenverwaltung trotz wachsender Datenmenge meist noch überschaubar. Doch die Digitale Transformation macht auch vor Unternehmen nicht halt, die das komplizierte Feld Big Data bisher anderen überlassen haben. IoT-Anwendungen lassen die Datenmengen schnell exponentiell anschwellen. Und während IT-Teams die Herausforderung der Speicherung großer Datenmengen meist noch irgendwie in den Griff bekommen, hakt es vielerorts, wenn es darum geht, aus all den Daten Wert zu schöpfen. Auch das Know-how für die Anforderungen neuer Gesetzgebung, wie der DSGVO, ist bei kleineren Unternehmen oft nicht auf dem neuesten Stand. Was viele IT-Teams zu Beginn ihrer Reise in die Welt von Big Data unterschätzen, ist zum einen die schiere Größe und zum anderen die Komplexität der Datensätze. Auch der benötigte Aufwand, um berechtigten Zugriff auf Daten sicherzustellen, wird oft unterschätzt.

Bösartige E-Mail- und Social-Engineering-Angriffe

Ineffiziente Reaktionen auf E-Mail-Angriffe sorgen bei Unternehmen jedes Jahr für Milliardenverluste. Für viele Unternehmen ist das Auffinden, Identifizieren und Entfernen von E-Mail-Bedrohungen ein langsamer, manueller und ressourcenaufwendiger Prozess. Infolgedessen haben Angriffe oft Zeit, sich im Unternehmen zu verbreiten und weitere Schäden zu verursachen. Laut Verizon dauert es bei den meisten Phishing-Kampagnen nur 16 Minuten, bis jemand auf einen bösartigen Link klickt. Bei einer manuellen Reaktion auf einen Vorfall benötigen Unternehmen jedoch circa dreieinhalb Stunden, bis sie reagieren. In vielen Fällen hat sich zu diesem Zeitpunkt der Angriff bereits weiter ausgebreitet, was zusätzliche Untersuchungen und Gegenmaßnahmen erfordert.

Zertifikat ist allerdings nicht gleich Zertifikat

Für Hunderte von Jahren war die Originalunterschrift so etwas wie der De-facto-Standard um unterschiedlichste Vertragsdokumente und Vereinbarungen aller Art rechtskräftig zu unterzeichnen. Vor inzwischen mehr als einem Jahrzehnt verlagerten sich immer mehr Geschäftstätigkeiten und mit ihnen die zugehörigen Prozesse ins Internet. Es hat zwar eine Weile gedauert, aber mit dem Zeitalter der digitalen Transformation beginnen handgeschriebene Unterschriften auf papierbasierten Dokumenten zunehmend zu verschwinden und digitale Signaturen werden weltweit mehr und mehr akzeptiert.

Datensicherheit und -kontrolle mit CASBs

Egal ob Start-up oder Konzern: Collaboration Tools sind auch in deutschen Unternehmen überaus beliebt. Sie lassen sich besonders leicht in individuelle Workflows integrieren und sind auf verschiedenen Endgeräten nutzbar. Zu den weltweit meistgenutzten Collaboration Tools gehört derzeit Slack. Die Cloudanwendung stellt allerdings eine Herausforderung für die Datensicherheit dar, die nur mit speziellen Cloud Security-Lösungen zuverlässig bewältigt werden kann. In wenigen Jahren hat sich Slack von einer relativ unbekannten Cloud-Anwendung zu einer der beliebtesten Team Collaboration-Lösungen der Welt entwickelt. Ihr Siegeszug in den meisten Unternehmen beginnt häufig mit einem Dasein als Schatten-Anwendung, die zunächst nur von einzelnen unternehmensinternen Arbeitsgruppen genutzt wird. Von dort aus entwickelt sie sich in der Regel schnell zum beliebtesten Collaboration-Tool in der gesamten Organisation.

KI: Neue Spielregeln für IT-Sicherheit

Gerade in jüngster Zeit haben automatisierte Phishing-Angriffe relativ plötzlich stark zugenommen. Dank künstlicher Intelligenz (KI), maschinellem Lernen und Big Data sind die Inhalte deutlich überzeugender und die Angriffsmethodik überaus präzise. Mit traditionellen Phishing-Angriffen haben die Attacken nicht mehr viel gemein. Während IT-Verantwortliche KI einsetzen, um Sicherheit auf die nächste Stufe zu bringen, darf man sich getrost fragen, was passiert, wenn diese Technologie in die falschen Hände, die der Bad Guys, gerät? Die Weiterentwicklung des Internets und die Fortschritte beim Computing haben uns in die Lage versetzt auch für komplexe Probleme exakte Lösungen zu finden. Von der Astrophysik über biologische Systeme bis hin zu Automatisierung und Präzision. Allerdings sind alle diese Systeme inhärent anfällig für Cyber-Bedrohungen. Gerade in unserer schnelllebigen Welt, in der Innovationen im kommen und gehen muss Cybersicherheit weiterhin im Vordergrund stehen. Insbesondere was die durch das Internet der Dinge (IoT) erzeugte Datenflut anbelangt. Beim Identifizieren von Malware hat man sich in hohem Maße darauf verlassen, bestimmte Dateisignaturen zu erkennen. Oder auf regelbasierte Systeme die Netzwerkanomalitäten aufdecken.

DDoS-Angriffe nehmen weiter Fahrt auf

DDoS-Attacken nehmen in Anzahl und Dauer deutlich zu, sie werden komplexer und raffinierter. Darauf machen die IT-Sicherheitsexperten der PSW Group unter Berufung auf den Lagebericht zur IT-Sicherheit 2018 des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) aufmerksam. Demnach gehörten DDoS-Attacken 2017 und 2018 zu den häufigsten beobachteten Sicherheitsvorfällen. Im dritten Quartal 2018 hat sich das durchschnittliche DDoS-Angriffsvolumen im Vergleich zum ersten Quartal mehr als verdoppelt. Durchschnittlich 175 Angriffen pro Tag wurden zwischen Juli und September 2018 gestartet. Die Opfer waren vor allem Service-Provider in Deutschland, in Österreich und in der Schweiz: 87 Prozent aller Provider wurden 2018 angegriffen. Und bereits für das 1. Quartal dieses Jahres registrierte Link11 schon 11.177 DDoS-Angriffe.

Fluch und Segen des Darkwebs

Strengere Gesetzesnormen für Betreiber von Internet-Plattformen, die Straftaten ermöglichen und zugangsbeschränkt sind - das forderte das BMI in einem in Q1 2019 eingebrachten Gesetzesantrag. Was zunächst durchweg positiv klingt, wird vor allem von Seiten der Bundesdatenschützer scharf kritisiert. Denn hinter dieser Forderung verbirgt sich mehr als nur das Verbot von Webseiten, die ein Tummelplatz für illegale Aktivitäten sind. Auch Darkweb-Plattformen, die lediglich unzugänglichen und anonymen Speicherplatz zur Verfügung stellen, unterlägen der Verordnung. Da diese nicht nur von kriminellen Akteuren genutzt werden, sehen Kritiker in dem Gesetzesentwurf einen starken Eingriff in die bürgerlichen Rechte. Aber welche Rolle spielt das Darkweb grundsätzlich? Und wie wird sich das "verborgene Netz" in Zukunft weiterentwickeln? Sivan Nir, Threat Analysis Team Leader bei Skybox Security, äußert sich zu den zwei Gesichtern des Darkwebs und seiner Zukunft.

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